11 Eigenschaften erfolgreicher Franchisepartner und Unternehmer

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Die Gründung eines eigenen Unternehmens, ob als eigenständiger Unternehmer oder als Franchisenehmer in einem Franchiseunternehmen, bedeutet, dass der Gründer besondere Eigenschaften und Ressourcen mitbringen muss. Zu einer erfolgreichen Existenzgründung gehören nicht nur die reinen Kenntnisse über wirtschaftliche, marktrelevante und rechtliche Zusammenhänge, denn die kann sich auch jeder normale Angestellte über die Jahre hinweg erarbeiten, ohne dass er sich deswegen zwangsläufig zum geborenen Gründer entwickeln muss.

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In diesem Artikel erfahren Sie, was den Unterschied macht zwischen einem „normalen“ Angestellten und einem Gründer, der mit seinen Entscheidungen jeden Tag die Option hat, seine berufliche Karriere und damit sein Unternehmen zu vergolden oder auch komplett in den Sand zu setzen und welche Eigenschaften erfolgreicher Franchisepartner und Unternehmer im Gepäck haben sollten.

Wer oder was hinter jedem erfolgreichen Existenzgründer steckt

Einem angehenden Gründer oder Franchisenehmer muss klar sein, dass mit dem Übergang in die Selbstständigkeit der normale 8-Stunden-Tag oder freie Wochenenden weitestgehend Vergangenheit sein werden. Das Herzblut und die Gedanken eines erfolgreichen Unternehmers gelten dem Wohl und Wehe seines neuen beruflichen Babys. Die Work-Life-Balance verändert sich deutlich. Und hier wird es unabdingbar sein, dass Familie, Partner und Freundeskreis als wichtiger sozialer, emotionaler und persönlicher Rückhalt „mitspielen“.

Freizeit ist Fortbildungszeit

Zu der veränderten Work-Life-Balance gehört auch, dass ein Existenzgründer bereit sein sollte, sich auch in seiner Freizeit mit seinem beruflichen Thema auseinanderzusetzen und sich fortzubilden. Keiner kann Spezialist für alles sein und als Franchisenehmer oder Gründer ist man Buchhalter, Einkäufer, Vertriebler, Chef und „Mädchen für alles“ in einer Person.

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Diese Recherchen und Fortbildungen sind während der „9-to-5-Arbeitszeit“ kaum zu leisten und erfordern also die Bereitschaft, sich auch in der Freizeit mit entsprechender Fachliteratur oder Seminaren auf den neuesten Stand zu bringen.

  • Work-Life-Balance verändert sich
  • Ihr soziales Umfeld sollte Sie unterstützen
  • Freizeit? Ist gleich Lern- und Fortbildungszeit!

Nicht jung, nicht alt

Zur Persönlichkeit eines erfolgreichen Existenzgründers zählt auch das Alter. Prinzipiell lässt sich das auf die einfache Formel „nicht jung, nicht alt“ bringen. Dabei gibt es nicht unbedingt „DAS perfekte Gründungsalter“. Ganz nach dem Motto „Man ist so alt, wie man sich fühlt“, spielt das Alter im Franchising und allgemein in der Unternehmensgründung bloß eine untergeordnete Rolle.
Wichtig ist, dass:

  • Sie körperlich und geistig fit sind
  • Sie leidenschaftlicher Unternehmer sind
  • Sie mit Herzblut bei der Sache sind
  • Sie die administrativen Voraussetzungen erfüllen – wie etwa das Mindesteigenkapital

Das finanzielle Back-up

Als Erstes lässt sich diese Altersgruppe mit dem notwendigen finanziellen Back-up erklären. Es ist für den Start als Franchisenehmer oder Unternehmer unerlässlich, ausreichend finanzielle Sicherheiten zu haben. Der Start bedeutet Investitionen in Werbung, Produktion, Standort, Personal etc. und das Erwirtschaften eines Gewinns ist für die ersten Monate kaum zu erwarten. Diese Rücklagen für den Anfang und die Durststrecken zwischendurch müssen sich die meisten erst in einigen Berufsjahren erarbeitet haben, bei Studierenden kann sich dieses Erarbeiten des finanziellen Speckgürtels auch etwas nach hinten verschieben.

  • Nicht zu jung, nicht zu alt – dennoch sind die Unternehmerpersönlichkeit und finanzielle Rücklagen am wichtigsten
  • Finanzielle Rücklagen für den Anfang und Durststrecken sind überlebensnotwendig

Auch die körperliche Gesundheit trägt zum Erfolg des Unternehmens bei

Auch der nächste Punkt schlägt ein bisschen in die Gesundheitskerbe, nämlich die körperliche Fitness. Sie ist der Grundstock für die notwendige Energie und das Durchhaltevermögen im „Mehr-als-8-Stunden Tag“. Ein gesunder und fitter Körper ist Grundvoraussetzung für schnelle, richtige Reaktionen und Entscheidungen, selbst wenn sie nach etlichen Überstunden noch spätabends getroffen werden müssen, weil ein Wasserrohrbruch den Betrieb unter Wasser setzt und am nächsten Tag eine wichtige Werbeveranstaltung auf dem Programm steht. Hier sind ein außerordentliches Durchhaltevermögen und ein gutes Stressmanagement gefragt, was man durch eine ausgewogene Work-Life-Balance oder etwa Yoga und Meditation oder anderen Sport erreichen kann. Das haben auch viele Unternehmen & Coworkingspaces erkannt und bieten Ihren Angestellten oder Kunden kostenlose Yogakurse in der Mittagspause an.

Emotional stabil und resistent gegenüber Stresssituationen

Neben der körperlichen Konstitution ist für erfolgreiche Gründer und Franchisenehmer bei solchen außergewöhnlichen Situationen auch die Fähigkeit wichtig, die nötige Ruhe und Konzentration zu bewahren. Emotionale Stabilität, Stressresistenz und Konzentrationsvermögen sind die wichtigen Schlagworte. Mitarbeiter, Kunden, Franchisegeber, Banken beim Finanzierungsgespräch, Lieferanten, Un- und Zufälle – die Liste an potenziellen kleinen und größeren Problembären im Arbeitsalltag ist lang. Und im Geschäftsleben will der 20. Problembär des Tages genauso freundlich, verbindlich und zuverlässig behandelt werden wie der erste.

  • Körperliche Fitness
  • Emotionale Stabilität
  • Stressresistenz
  • Konzentrationsvermögen

Am besten flexibel und immer offen für die eigene Evolution

Da jedes Problem und jeder damit verbundene Mensch naturgemäß individuell ist und auch eine individuelle Herangehensweise zur erfolgreichen Problemlösung erfordert, bedeutet das für den Existenzgründer, flexibel zu sein und sich verändernden Gegebenheiten anzupassen. Wie alt der Gründer oder Franchisenehmer ist, spielt eine untergeordnete Rolle.

Was allerdings wichtig ist, dass er oder sie über eine gefestigte Persönlichkeit verfügt, um über all diese Berge mit Bravour zu klettern und die kleinen Challenges des Alltags sowie auch mal eine Nacht ohne Schlaf unverletzt zu überwinden. Diese bereits weitestgehend gefestigte und gesetzte Persönlichkeit, die aber für jede Art von Veränderung und Entwicklung immer noch sehr offen ist und genügend Lernfähigkeit und Lernwillen besitzt, lässt sich darin sehr gut verorten.

Alle Formen von praktischen und fachlichen Fähigkeiten und die berühmten Soft Skills bedürfen einer fortlaufenden Reflexion und Fortentwicklung.

Menschenkenntnis? Ja, bitte!

Zu den sogenannten Soft Skills zählt in diesem Zusammenhang auch die Fähigkeit, die unterschiedlichen Menschentypen richtig erkennen und deuten zu können und daraus die richtige individuelle Strategie in der Verhandlung oder dem Verkaufsgespräch zu entwickeln. Es geht also um die Menschenkenntnis. Kunden wollen überzeugt werden, Mitarbeiter wollen motiviert, gefordert und gefördert werden, eine Balance zwischen „Auf Augenhöhe“ und „Klare Ansagen“ ist unerlässlich. Mit einem gewachsenen Team und einem festen, zufriedenen Kundenstamm lässt es sich schon mal viel leichter und erfolgreicher arbeiten als umgekehrt.

Schon im Vorfeld die Spreu vom Weizen trennen

Mit in diese spezielle Kiste gehört auch der Punkt, schon im Vorfeld die richtigen Mitglieder für sein Team herauszupicken und einzustellen. Auch hier ist die Menschenkenntnis unerlässlich. Erfolgreiche Personalchefs sehen sich oft nur bedingt Zeugnisse an oder studieren den Lebenslauf des Bewerbers für die Bewerbung beim Franchisegeber nur in Auszügen. Es geht mehr darum, was im Motivationsschreiben zwischen den Zeilen zu lesen ist und welche Persönlichkeit gegenüber auf dem Bewerberstuhl sitzt. Erfolgreiche Gründer und Franchisenehmer mit der im Laufe der Zeit angeeigneten Menschenkenntnis können also schon hier wichtige Grundlagen für ein erfolgreiches Team legen. Aber auch die Arbeitgebermarke, das Employer Branding, das im Falle von Franchiseunternehmen bereits erfolgreich implementiert wurde, kann Franchisenehmern enorm helfen.

  • Bleiben Sie immer lernfähig und lernwillig!
  • Menschenkenntnis ist wichtig fürs Problemlösen
  • Die Auswahl der Mitarbeiter benötigt Sorgfalt.

Wissen ist Macht!

Was aber dennoch auf keinen Fall fehlen darf, ist ein gewisses Maß an fachlichen Qualifikationen und Vorerfahrung in der Menschenführung, vorzugsweise in der mittleren Managementebene. Es erfordert in diesem Bereich bereits eine andere, globalere Denk- und Handlungsweise. Man sollte „sein Produkt“, den Markt und seine Möglichkeiten genau kennen, SWOT-Analysen sollten kein Fremdwort sein und buchhalterisches sowie wirtschaftliches Grundwissen wären ebenfalls elementar. Und auch hier gilt: Es sollte immer die Bereitschaft vorhanden sein, dem bereits vorhandenen Wissen neues hinzuzufügen und auch mal die eine oder andere Gewohnheit über Bord zu werfen, wenn sie nicht mehr funktioniert.

Zwischen Entscheidungskompetenz und Entscheidungsakzeptanz

Die elfte wichtige Eigenschaft bildet einen elementaren Unterschied zwischen einem eigenständigen Existenzgründer und einem Franchisenehmer ab. Als „Selbstständiger“ ist man sein eigener Herr und das eigene Wort ist „Gesetz“, man ist im Prinzip frei in seinen Entscheidungen und Handlungen. Eine Gründerpersönlichkeit sollte also eine gewisse Entscheidungsfähigkeit und -freudigkeit mitbringen. Bei einem Franchisenehmer ist das etwas anders, denn er ist an die Strukturen und Entscheidungen des Franchisegebers gebunden und muss deswegen auch Entscheidungen und Anweisungen „von oben“ akzeptieren und aber gleichzeitig noch ausreichend unternehmerisch handeln können – eine echte Gratwanderung! Und hier ist es in gewissem Maße ein Vorteil, noch etwas jünger und noch kein hundertprozentiger Fuchs in der Branche zu sein, da man so von den vorgegebenen und bereits existierenden Strukturen effektiver profitieren kann.

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