5 mögliche Unternehmertypen im Franchising

10.07.2018 17:30 | Ein Unternehmen gründen

5 moegliche unternehmertypen

Die Franchisewirtschaft ist sehr vielfältig. Es gibt die unterschiedlichsten Franchisemodelle, die in den verschiedensten Wirtschaftssektoren verankert sind. Franchising ist also nicht gleich Franchising! Als zukünftiger Franchisenehmer haben Sie eine Riesenauswahl an Businessmodellen, aus denen Sie wählen können, was für Sie das passende Konzept ist. Als Entrepreneur steht Ihnen im Franchising eine enorme Vielfalt an Modellen zur Auswahl. Hier stellen wir Ihnen heute 5 mögliche Unternehmertypen vor.

Die verschiedenen Modelle im Franchising – das erwartet Sie als zukünftiger Entrepreneur!

Wenn man an Franchising denkt, dann schießt einem schnell die Idee von einem standardisierten Geschäftsmodell, was für alle Franchisenehmer gilt, durch den Kopf. Das stimmt insofern, da man sich dem System zu fügen hat und Teil der einheitlichen Marke wird. Ihr unternehmerisches Leben wird mehr oder weniger vom System vorgegeben. Dem ist tatsächlich so, wenn man ein einzelnes Franchisesystem betrachtet. Allerdings dürften Sie überrascht sein, was für eine Vielfalt an Geschäftsmodellen die gesamte Franchisewirtschaft zu bieten hat!

Es gibt deutschlandweit an die 1.000 aktiven Franchisesysteme. Jedes System stellt eine eigene, individuelle Marke dar. Natürlich befinden sich hierunter auch ähnliche Modelle, aber jeder Entrepreneur sollte beim Franchising fündig werden und das für ihn passende Franchisesystem entdecken. Einem System, was seinen unternehmerischen Vorstellungen entspricht. Hier stellen wir die 5 typischsten Unternehmertypen vor.

Der Teilzeit-Besitzer

Der Teilzeit-Franchisenehmer kann auch als Besitzer, der die Hälfte der Zeit abwesend ist, verstanden werden. Immer mehr Franchisesysteme bieten nun Modelle in Teilzeit an, weil es eine starke Nachfrage danach gibt. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance wird den Franchisenehmern immer wichtiger.

Als Teilzeit-Franchisenehmer arbeiten Sie rund 10-20 Stunden wöchentlich, während Ihr Management Team das Tagesgeschäft stemmt. Diese Modelle sind skalierbar, so dass die Besitzer mit einem minimalen Mehraufwand direkt mehrere Franchisebetriebe auf einmal managen können.

Als Teilzeit-Franchisenehmer entwickeln Sie Ihre eigenen Führungskräfte, die Ihren Betrieb täglich managen, während Sie selbst Zeit haben, um anderen Dingen und Verpflichtungen nachzugehen. Aus diesem Grund wird dieses unternehmerische Modell immer beliebter, da es sich bestens mit dem Familienleben kombinieren lässt. So haben Sie als Teilzeit-Franchisenehmer mehr Zeit, um Ihre Kinder aufwachsen zu sehen oder aber um mehr für Ihre Enkelkinder da zu sein. So sind Sie Unternehmer, während zeitgleich die Familie aber nicht zu kurz kommt.

Der hauptausführende Besitzer des Franchisebetriebes

Manche Systeme sind bestens dafür designt, dass sie via Multi-Unit-Franchising oder via Gebietsfranchising entwickelt werden. Dies kann als Teilzeit- oder aber Vollzeit-Franchisenehmer geschehen. Das Multi-Unit-Franchising und das Gebietsfranchising eignen sich vor allem für solche Unternehmertypen, die Manageraufgaben nachkommen möchte. Und natürlich diejenigen, die sich ein eigenes Franchise-Reich aufbauen möchten. Dies ist vor allem deshalb möglich, weil sie mehrere Franchisebetriebe führen oder selbst als Mini-Franchisegeber auftreten können, indem sie das Franchisekonzept an weitere Franchisenehmer in ihrer Region verkaufen. In diesem Fall beaufsichtigen sie ein Team an Franchisebesitzern, regionalen Managern, Betriebsführer und Mitarbeitern, die das tägliche Geschäft in den Franchisebetrieb stemmen und die wichtigsten Entscheidungen des Business betreffend selbst treffen können.

Die hauptausführenden Besitzer des Franchisebetriebes arbeiten also an ihrem Unternehmen, während Sie nicht mehr in ihrem Unternehmen aktiv im Tagesgeschäft arbeiten. Sie behalten das große Ganze im Blick, haben ein strategisches Gespür für die wirtschaftliche Zukunft ihrer Franchisebetriebe und wissen, wo ihr Unternehmen in den nächsten 10 Jahre stehen wird. Sie sind Entrepreneure, die so richtig aufblühen, wenn sie führen können. Sie managen den Arbeitsablauf und sie wissen, wie man das Thema der Expansion richtig angeht.

Der Besitzer oder aber Geschäftsführer

Allerdings gibt es auch zahlreiche Franchise-Interessenten, die sich einfach nur ihren Traum von der Selbstständigkeit erfüllen möchten, ohne dabei an ein eigenes Franchise-Imperium zu führen. Diesen Franchisenehmern geht es vor allem darum, dass sie ein eigenes Business führen, was aus ihnen selbst und einem kleinen Team besteht. Für sie ist das Besitzer beziehungsweise Betriebsführer-Modell wie gemacht. Denn diese Franchisemodelle sind in der Regel von niedrigen Betriebskosten geprägt, da der Besitzer zeitgleich auch der Manager, Vermarkter, Buchhalter und sonstige andere Position ist, die im Betrieb so anfällt. So manche Franchisenehmer bezeichnen dieses Modell als „sich selbst einen Job kaufen“ – wobei sie natürlich selbst der Boss sind.

Für manche Franchisenehmer ist dieses Unternehmermodell perfekt und sie bleiben dabei. Andere verspüren im Laufe der Zeit den Wunsch, an weiteren Herausforderungen zu wachsen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und liebäugeln mit weiteren Manageraufgaben.

Dieses Modell eignet sich vor allem für diejenigen Kandidaten, die nicht allzu viel Eigenkapital mitbringen oder aber diejenigen, die eher praktisch veranlagt sind.

Der Leidenschaftliche

Experten raten oft dazu, dass man zunächst einmal herausfinden soll, was man gerne macht und daraufhin die Möglichkeiten in dem Berufsfeld auslotet. Diese Taktik können Sie auch für das Franchising anwenden: Während viele Franchisenehmer sich für ein Franchisekonzept entscheiden, was ihren Fähigkeiten entspricht, entscheiden sich andere dafür, dem nachzugehen, mit dem sie sich stark verbunden fühlen und was ihren Interessen entspricht. Aus diesem Grund sind die Bereiche Gesundheit, Fitness und Wellness, Haustierpflege, Kinderbetreuungsdienste oder aber grüne, nachhaltige Ideen stark nachgefragt.

An sich kann nahezu jedes Franchiseprodukt oder –Service der Leidenschaft eines Franchisenehmers entsprechen, aber oft geht es den Kandidaten darum, einen gewissen Mehrwert zu schaffen oder etwas Gutes zu tun.

Das Familienunternehmen

Auch dieser Unternehmertyp wird immer stärker nachgefragt. Und zwar liegt das daran, dass viele Familien es sehr interessant finden, dass ein Ehepartner seinen Job behält, während er nebenbei ein paar Back-Office Aufgaben übernimmt, und der andere Partner sich um das Tagesgeschäft kümmert. Für andere Paare ist das Familien-Franchise-Unternehmen interessant, da sie gerne mehr Zeit miteinander verbringen wollen würden und sich sogar vorstellen könnten, ein eigenes Business zusammen aufzuziehen. Allerdings scheuen sie sich davor, ein eigenes Business von Grund auf die Beine zu stellen. So kann es auch vorkommen, dass dieser Unternehmertyp beabsichtigt, dass seine Kinder in dem Franchisebetrieb mitarbeiten. Zunächst als reguläre Angestellte, dann als Manager und schließlich als Teilzeit- oder Vollzeit-Manager.

Die Kandidaten, die diese Art von Business interessant finden, sollten sich solche Franchisemarken genauer anschauen, die bereits mit diesem Unternehmertyp Erfahrung gemacht haben. Sie sollten also Ausschau halten, in welchem Franchisesystem bereits eine Familie als Entrepreneur auftritt und einen eigenen Betrieb managt. So können Sie herausfinden, welche Vorteile und Herausforderungen Sie bei der Zusammenarbeit mit Familienmitgliedern potentiell erwarten. Nur weil es bisher in einem Franchisesystem noch keine Familie als Franchisenehmer gibt, muss es nicht heißen, dass sich das Geschäftsmodell nicht eignet. Schauen Sie einfach, welches Modell Sie am meisten anspricht.

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