5 Tipps, um Konflikte im Franchising zu vermeiden

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Beim Franchising arbeiten mehrere Geschäftspartner in einem starken Netzwerk zusammen. Auch wenn alle Parteien am selben Strang ziehen, so können manchmal Konflikte nicht vermieden werden.



Franchising – Konflikte vermeiden und besser zusammenarbeiten!

Bei der Zusammenarbeit zwischen dem Franchisegeber und seinen Franchisenehmern kann es zu Konflikten kommen. Eine harmonievolle Geschäftsbeziehung ist sicherlich wünschenswert, aber nicht immer möglich. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass sich in denselben Bereichen Konflikte auftun. Auch wenn ein Konflikt zu positiven Veränderungen im System führen kann, so können Zwistigkeiten und Streitereien schädlich für das Franchise-Business sein.

Die 5 häufigsten Franchise-Konflikte vermeiden

Vorsorge ist in jedem Fall besser als Nachsorge – deshalb ist es essentiell, dass die beiden Franchisepartner vertrauensvoll und ehrlich miteinander umgehen. Die richtige Kommunikation ist hier der Schlüssel für eine gute Geschäftsbeziehung!

  • Konflikt #1: Die richtige Kommunikation

Eine ehrliche Kommunikation zwischen den Franchisepartnern sorgt dafür, dass es ein ausgewogenes Informationsgleichgewicht zwischen den beiden Parteien gibt, wo sich beide Geschäftspartner gleichrangig wichtig fühlen. Hält der Franchisegeber zu viele Informationen zurück oder macht keine klaren Ansagen, kommen bei den Franchisenehmern schnell Frust oder Misstrauen auf. Und das ist Gift für jede Geschäftsbeziehung! Zeitgleich fühlen sich die Franchisenehmer wie Unternehmer zweiter Klasse, was außerdem die Stimmung drückt. Das erschwert eine loyale Partnerbindung und macht das nachhaltige Wachstum einer Franchisemarke schier unmöglich!

So können Sie diese Konflikte vermeiden

Achten Sie daher als Franchisegeber stets auf eine ehrliche und transparente Kommunikation. Wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung so ist der richtige kommunikative Umgang miteinander der Schlüssel für mehr Vertrauen und Zufriedenheit. Teilen Sie wichtige Informationen zeitnah und ehrlich mit und beteiligen Sie Ihre Franchisenehmer aktiv an Entscheidungsprozessen!

  • Konflikt #2: Machen Sie realistische finanzielle Angaben!

Bei der Akquise neuer Franchisepartner sollten Sie stets ehrliche Angaben machen, was die Umsätze und Rendite des Systems angehen. Locken Sie interessierte Franchisenehmer nicht mit unrealistischen Zahlen. Das bedeutet auch, dass Sie nicht nur die exzellente Performance des besten Franchisenehmers hervorheben. Und zwar ist das nicht nur unethisch, sondern auch gefährlich, weil Sie interessierten Franchisenehmern falsche Versprechungen machen

So können Sie diese Konflikte vermeiden

Preisen Sie die finanziellen Prognosen Ihres Franchisesystem realistisch an. Zeitgleich ist es aber auch wichtig, dass die Franchisenehmer aus eigenen Zügen das System und die möglichen Finanzprognosen gegenchecken, indem sie mit aktiven Franchisenehmern ins Gespräch kommen. Die Unternehmer in spe sollten von Anfang an, ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und Verantwortung übernehmen, damit sie wissen, worauf sie sich als Franchise-Unternehmer einlassen.

  • Konflikt #3: Treffen Sie ehrliche Aussagen zur Work-Life-Balance!

Heutzutage wird eine ausgewogen Work-Life-Balance immer wichtiger. Immer mehr junge Unternehmer entscheiden sich für die Selbstständigkeit, weil sie ihr eigener Boss sein und sich ihre Arbeitszeit selbst einteilen möchten. Rühmt sich ein Franchisesystem mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance, dann sollte diese auch umsetzbar sein. Meist ist es so, dass die neuen Franchisenehmer erst Jahre auf diese Vorzüge hinarbeiten müssen, da vor allem die anfängliche Gründungszeit sehr arbeitsintensiv ist und sich die Franchise-Unternehmer meist erst Jahre später, wenn das Business eingespielt läuft, zurücknehmen können.

So können Sie diese Konflikte vermeiden

Seien Sie von Anfang an ehrlich mit Ihren Franchisenehmern, wie viel Arbeit, Zeit und Energie gerade zu Gründungsbeginn aufgebracht werden muss, und machen Sie keine falschen Versprechungen. Anstatt dass die Franchisenehmer enttäuscht und desillusioniert sind, wissen sie so genau, was auf sie zukommt, ohne sich falsche Hoffnungen zu machen. Eine andere Möglichkeit stellt eine Franchisegründung im Teilzeit-Business dar. Hier profitieren die Teilzeit-Unternehmer von mehr Freiheiten und Flexibilität, was die eigene Arbeitszeiteinteilung angeht.

  • Konflikt #4: Due Diligence – wissen, worauf man sich einlässt!

Sowohl Franchisegeber als auch Franchisenehmer sollte ihre Due Diligence ernst nehmen! Für die Franchisegeber bedeutet das, dass sie die gründungsinteressierten Franchisenehmer genau unter die Lupe nehmen. Stellen Sie sicher, dass diese aufgrund ihrer persönlichen Skills auch wirklich zur Marke passen. Sonst kooperieren Sie später mit einem Investor, der nicht gut performt und der Marke womöglich noch schädigt.

Für Franchisenehmer bedeutet Due Diligence, dass sie sich genau über das Franchisesystem und den Franchisegeber informieren, um sicherzustellen, dass ihre Erwartungen auch erfüllt werden. So können Frust, Enttäuschung und finanzielle Desaster vermieden werden!

So können Sie diese Konflikte vermeiden

Beide Parteien sollten sich daher vor Unterzeichnung des Franchisevertrages gut informieren, worauf sie sich einlassen. Je mehr Klarheit vor der Kooperation besteht, desto erfolgreicher, florierender und konfliktfreier wird die Zusammenarbeit sein.

  • Konflikt #5: Die Einbindung von externen Dienstleistern

Auch die Einbeziehung von externen Dienstleistern kann Konflikte schüren. Und zwar kommen oft Dienstleister zum Einsatz, wenn es um die Rekrutierung von neuen Franchisepartnern geht. Franchisesysteme lagern diesen komplexen Prozess oft aus. Da die Dienstleister für vermittelte Partner bezahlt werden, geht es diesen Organisationen primär um die Quantität der Vertragsunterzeichnungen und nicht um die Passgenauigkeit der Kandidaten. In Folge können Konflikte auftreten, weil Franchisegeber enttäuscht über die Performance der Partner sind oder den Partnern falsche Versprechungen gemacht wurden.

So können Sie diese Konflikte vermeiden

Franchisesysteme sollten daher die Einbindung von externen Dienstleistern auf ein Minimum reduzieren. Ist externe Expertise nötig, dann sollte vor allem auf vertrauenswürdige und bewährte Partner zurückgegriffen werden.

Konflikte vermeiden – lassen Sie Konflikte erst gar nicht aufkommen!

Sie sehen also: Eine ehrliche, aufrichtige Kommunikation schafft Klarheit, was die Erwartungshaltung angeht. Das ist die beste Vertrauensbasis für eine positive Franchisenehmer-Franchisegeber-Beziehung – und das ist wiederum wichtig, damit das gesamte Potential der Geschäftsbeziehung ausgeschöpft und Konflikte im Kern erstickt werden können. Das Klarstellen von Erwartungen und das zeitnahe Mitteilen wichtiger Informationen hat zur Folge, dass die Partner zufrieden, enthusiastisch und vertrauensvoll miteinander kooperieren können.


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Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel hilfreiche Tipps geben konnten, um Konflikte im Franchising zu vermeiden. Wenn Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zum Thema Franchise haben, dann hinterlassen Sie uns gern einen Kommentar.

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