5 zu vermeidende Fehler, wenn Sie im Franchising Geld verdienen wollen

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franchisenehmer werden

Nebenberuflich Geld verdienen oder sich mit einer erfolgreichen Geschäftsidee selbstständig machen und sein eigener Chef sein, das sind zwei der Grundgedanken, die am öftesten hinter der Gründung eines Franchise stecken. Und geht man richtig an die Sache heran, sollte diesen Plänen auch nichts im Weg stehen. Dennoch gibt es immer wieder gravierende Fehler, die den Erfolg dauerhaft ausbleiben lassen und oft sogar zum Scheitern eines Franchise führen. Im Folgenden werden 5 der häufigsten Fehler näher für Sie erläutert. Vermeiden Sie diese und werden Sie erfolgreicher Franchisenehmer.

>> Lesen Sie auch:

1. Mangelndes Interesse an Produkt oder Dienstleistung
2. Unzureichende Recherche über das Franchisesystem
3. Kein gut ausgearbeiteter Businessplan
4. Mangelnde Finanzierungsplanung
5. Schlechte Nutzung der Franchisepartnerschaft
1. Mangelndes Interesse an Produkt oder Dienstleistung

Einer der größten Fehler, den Sie als Franchisenehmer machen können, ist ein System auszuwählen, mit dem Sie sich nur unzureichend identifizieren können. Eine Branche auszuwählen, die sich in einem Wachstumsmarkt befindet oder ein Franchisesystem, dass sich gut gegen die Konkurrenz behauptet, sind zwar geschäftlich gesehen gute Entscheidungen, doch auch das Herz muss mit dabei sein. Egal wie erfolgreich ein Konzept, wenn Sie sich nicht damit identifizieren können, sind Sie nicht mit Leib und Seele dabei.

Dabei spielen eine Rolle:
• Produkt/Dienstleistung
• Werte

Dies sind wichtige Faktoren, die Sie bei der Auswahl eines Systems berücksichtigen sollten. Interessieren Sie sich für das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens? Sind Sie einverstanden mit den Werten, die das Franchisesystem vertritt? Ein Unternehmen verkauft nie nur ein Produkt oder eine Dienstleistung, sondern auch Ideen dahinter. Es könnte für Sie beispielsweise schwierig sein, überzeugt vegane Food-Trends zu verkaufen, während Sie selbst leidenschaftlicher Fleischesser sind. Überlegen Sie gut, welche Systeme auch wirklich gut Ihre Interessen vertreten, dann wird es Ihnen erheblich leichter fallen, die Marke zu verkaufen.

2. Unzureichende Recherche über das Franchisesystem

Wenn Sie die Marke kennen, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie das Unternehmen kennen. Vielleicht waren Sie schon immer als Kunde von einer Marke begeistert und wollen sich nun auch damit selbstständig machen? Seien Sie sich bewusst, dass Sie als selbstständiger Unternehmer völlig anders mit einem Unternehmen konfrontiert werden, als ein Kunde. Es ist wichtig, bei der Recherche viele verschiedenen Faktoren in Betracht zu ziehen, darunter:

• Position am Markt
• Konkurrenz
• Zukunftsaussichten
• Geschäftliche Bedingungen
• Erfahrungen der Franchisepartner

Ein Franchisesystem sollte bereits gut am Markt etabliert sein, bevor Sie sich anschließen, denn die verminderten Risiken der Franchisewirtschaft rühren zu einem großen Teil daher, dass sich die Partner keine Gedanken mehr über den Wert der Idee machen müssen. Ist ein Konzept noch nicht zur Genüge erprobt, kann es sein, dass sich das Franchisesystem nicht gut am Markt etabliert und Sie mit ihm scheitern.

Untersuchen Sie auch das Alleinstellungsmerkmal und die Value Proposition des Unternehmens. Kann es den Kunden etwas bieten, das die Konkurrenz nicht hat?

Vor dem Unterzeichnen des Franchisevertrages ist es außerdem ratsam, einen Anwalt zu konsultieren, der sowohl im Vertragsrecht als auch in der Franchisewirtschaft Erfahrung mitbringt.
Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben können Sie sich auch vor der endgültigen Entscheidung mit den anderen Franchisepartnern austauschen. Sind diese zufrieden mit dem System? Leiten sie erfolgreiche Standorte?

3. Kein gut ausgearbeiteter Businessplan

Viele Gründer unterschätzen die wichtige Rolle des Businessplans. Dies kann sich jedoch als gravierender Fehler herausstellen und später rächen. Der Businessplan soll Ihnen als Hilfestellung für die Gründung und den Aufbau Ihres Unternehmens dienen. Er kann Ihnen in vielen Bereichen enorm hilfreich werden:
• Leitfaden für die Unternehmensgründung
• Festlegung der Pläne
• Kontrolle der Ziele
• Bankgespräche
Mit dem Businessplan als Leitfaden für Ihre Existenzgründung bewahren Sie einen guten Überblick über das Geschehen. Vor allem bei den hektischen ersten Monaten ist er also unverzichtbar. Auch können Sie später beobachten, ob Sie Ihre Ziele in der festgelegten Zeit erreicht haben oder nicht. Darüber hinaus ist der Businessplan eine vorteilhafte Hilfestellung, wenn es darum geht an Fremdkapital zu kommen. Banken lassen sich mit einem gut strukturierten und durchdachten Businessplan eher von Ihrer Kompetenz überzeugen und so rückt der Bankkredit schon ein gutes Stück näher in Ihre Reichweite.

4. Mangelnde Finanzierungsplanung

Dieser Fehler rächt sich oft am schnellsten und vor allem auch gravierendsten. Wer sich in der Franchisewirtschaft selbstständig machen möchte, braucht Eigenkapital. Zwar muss dieses nur einen Teil der Gesamtinvestition ausmachen, aber leider ist es in gewissem Maße unverzichtbar. Es dient nicht nur der Gründung selbst, sondern auch der Sicherheit für Banken, andere Geldgeber und das Franchisesystem selbst. Ein großer Fehler, den Sie hier also machen können, ist, sich mit nicht ausreichend Eigenkapital in die Existenzgründung zu stürzen. Wenn Sie einen Fehler machen, oder das Geschäft anfangs nicht so gut läuft, wie geplant, stehen Sie schnell mit leeren Taschen da, und wissen nicht weiter. Darum empfiehlt es sich immer, die Finanzen von Anfang an gut durchzuplanen und auch für unvorhergesehene Situationen gewappnet zu sein. Folgende Kosten fallen im Laufe der Franchisepartnerschaft an:

• Kosten für Eröffnung
• Kosten für den Standort (Miete, Betriebskosten…)
• Eintrittsgebühr
• Laufende Franchisegebühr
• Marketinggebühr

All das muss von vornherein berechnet und gut einkalkuliert werden, dann kommen später keine bösen Überraschungen auf.

5. Schlechte Nutzung der Franchisepartnerschaft

Die guten Voraussetzungen für Quereinsteiger beim Franchising stellen einen der größten Vorteile dar. Als Franchisenehmer müssen Sie weit nicht so viel Erfahrung, Know-how und Qualifikationen mitbringen wie bei einer Startup Gründung im Alleingang. Warum? – Sie haben die Franchisezentrale an Ihrer Seite.

Ein Fehler, der hier unbedingt vermieden werden sollte, ist das Verhalten als Einzelkämpfer und das aus zwei verschiedenen Gründen. Einerseits arbeiten Sie mit einem System zusammen, das sich über mehrere Standorte und vielleicht sogar Länder erstreckt. Es wird hier mit eingespielten, einheitlichen Methoden gearbeitet und diese müssen nun auch Sie verwenden. Sie haben als Franchisenehmer schlicht und einfach nicht die Möglichkeit, sich wie ein Einzelkämpfer in der Geschäftswelt zu verhalten. Der zweite Grund sind die Vorteile, die damit ungenutzt bleiben. Franchisesysteme bieten Ihnen Schulungen, Fortbildungsmöglichkeiten und das gesammelte Know-how der Franchisepartner an. Nutzen Sie dieses, um auch wirklich erfolgreich zu werden!
Franchising bietet zahlreichen Gründern heute die Möglichkeit, sich mit verminderten Risiken selbstständig zu machen und damit ihren Traum zu leben. Wenn Sie das Geschäftsmodell richtig nutzen und einige Fehler vermeiden, gibt es keinen Grund, warum nicht auch Sie schon bald erfolgreicher Franchisenehmer sein sollten!

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