AIDA Werbung: Ein Modell zur Werbewirkung

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aida marketing

Beim Franchising stellt der Franchisegeber seinen Geschäftspartnern meist eine fertige Marketingstrategie für die überregionale Ebene zur Verfügung. So kann die Franchisemarke von einer einheitlichen PR-Kampagne profitieren, was das Markenimage sowie den identischen Markenauftritt der einzelnen Franchisestandorte stärkt. Nichtsdestotrotz sollten auch die Franchisenehmer wissen, wie sie das Marketing richtig angehen sollten, da ihnen meist das Marketing für den lokalen Markt in Eigenregie obliegt. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute das Modell der AIDA Werbung genauer vorstellen, damit Sie mehr über die Werbewirkung des Marketings verstehen.

Umsatzsteigerungen mithilfe von Marketing und der AIDA Werbung

Damit ein Unternehmen am Markt überleben kann, muss es seine Aktivitäten an die Bedürfnisse und Wünsche seiner Zielgruppe und des Marktes anpassen. Wird Marketing richtig eingesetzt, kann man die Produkte und Services besser am Kunden vermarkten und somit den Gewinn des Unternehmens steigern. Effizientes Marketing führt zu einem höheren Output und der wiederum resultiert in einer höheren Profitabilität. Eine gut geplante Marketingkampagne sorgt dafür, dass Ihr Franchise-Unternehmen nachhaltig wachsen kann. Das Modell der AIDA-Werbung stellt die Basis für die Werbewirkung im Marketing dar.

>>> Lesen Sie hier mehr zum Thema Marketing im Franchising:

Was genau hat es mit dem Modell der AIDA-Werbung auf sich?

Das Modell der AIDA-Werbung stammt aus der Werbepsychologie und beschreibt die Wirkung und Ziele von Werbung. Bei dem Begriff AIDA handelt es sich um ein Akronym aus dem Englischen, was sich aus den Anfangsbuchstaben der vier Werbeziele zusammensetzt: A steht für Attention (Aufmerksamkeit), I für Interest (Interesse), D für Desire (Verlangen) und A für Action (Handlung). Zeitgleich stehen Buchstaben auch für die vier Phasen, die der Endkunde nacheinander durchläuft, bevor er letztlich die Kaufentscheidung fällt. Das AIDA-Prinzip wird deshalb auch als Stufenmodell bezeichnet.

Der Ursprung des Modells der AIDA-Werbung liegt im Jahr 1898. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der US-amerikanische Marketing-Spezialist Elmo Lewis das Prinzip, wie die Werbewirkung im Marketing vonstatten gehen sollte.

Wie gestalten sich die einzelnen Phasen bei der AIDA-Werbung?

Wie bereits erwähnt steht jeder Buchstabe im vierstufigen AIDA-Modell für eines der vier Werbeziele. Nachfolgend klären wir Sie auf, was die Aufgabe einer jeden Phase ist.

  • A steht für Attention: Aufmerksamkeit beim Kunden erregen

Die allererste Aufgabe beim Marketing ist es, zunächst einmal die Aufmerksamkeit des Kunden beziehungsweise der Zielgruppe für sich zu gewinnen. Vor allem heutzutage stellt dies eine wahre Mammutaufgabe dar: Die Konsumenten sind reizüberflutet – immer und überall prasseln Informationen und Reize auf sie ein. Es gibt zig Marken am Markt, die ähnliche Produkte und Dienstleistungen anbieten. Als Franchise-Unternehmer ist es jedoch Ihre Aufgabe aus der Masse an Werbebotschaften herauszustechen. Nicht nur Ihre Marke braucht ein Alleinstellungsmerkmal, auch die Werbebotschaft sollte erstklassige Sahne sein, um sich vom Rest abzuheben.

Dies ist zunächst die erste grundlegende Aufgabe im Rahmen der AIDA-Werbung: gewinnen Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe, indem Sie eine besondere Marketingbotschaft generieren! Dies kann in Form von bunten, auffälligen Farben, einmaligen Werbesprüchen, die im Kopf bleiben, oder ganz besonderen Bildaufnahmen geschehen. Dies sorgt dafür, dass zunächst einmal ein Werbeeffekt entsteht!

  • I steht für Interesse: Aus Aufmerksamkeit wird Interesse!

Nun geht es darum, die gewonnene Aufmerksamkeit zu veredeln: In der nächsten Phase wird nun ein tiefergehendes Interesse bei der Zielgruppe geweckt. Nun sollten Maßnahmen zum Einsatz kommen, die dazu führen, dass die Kunden ihre Aufmerksamkeit weiter ausbauen, sich mehr mit der Werbebotschaft des Produktes oder Services auseinandersetzen und ein größeres Interesse entwickeln.

Die zweite Phase zielt darauf ab, dass sich das Produkt oder aber der Service im Gedächtnis der potentiellen Käufer verankert.

  • D steht für Desire: Aus dem Interesse entwickelt sich das Verlangen, das Produkt zu besitzen

In der dritten Phase geht es im Modell der AIDA-Werbung noch einen Schritt weiter. Langsam aber sicher entwickelt sich die anfängliche Aufmerksamkeit in Interesse, woraus letztlich ein Verlangen oder Wunsch wird, das Produkt auch selbst zu besitzen. Dieses Verlangen stellt also in gewisser Weise eine Zuspitzung der vorherigen Phasen dar, die der potentiellen Käufer bisher durchlaufen hat.

Damit sich das Verlangen auch tatsächlich zuspitzt, setzt das Marketing entweder emotionale oder rationale Werbebotschaften ein. Diese sollen dabei helfen, dass sich der interessierte Käufer auch wirklich zu einem potentiellen Käufer weiterentwickelt.

Wird die emotionale Ebene angesprochen, dann geht es hier primär um gesellschaftliche oder soziale Anerkennung. Erwirbt man das Produkt, so erwirbt man außerdem mehr Freude, mehr Sicherheit oder aber einen höheren sozialen Status. Spricht die Werbebotschaft die kognitive Ebene an, so wird dem interessierten Käufer suggeriert, dass dieser durch den Erwerb des Produktes auch zahlreiche rationale Vorteile ersteht: Davon zeugen die Qualität oder Langlebigkeit der Marke. Der Vorteil kann sich auch in finanzieller Weise äußern, indem sie einen Preisvorteil darstellen.

  • A steht für Action: Aus dem Verlangen folgt der Entschluss zur Handlung!

Die letzte Stufe des Modells der AIDA-Werbung beschreibt den Entschluss, das Produkt oder aber die Dienstleistung zu erstehen. Das Verlangen ist schließlich so stark, dass es den Kunden animieren kann, seinem Besitzwunsch nachzugehen und das Produkt zu erstehen. Mit der Entscheidung zum Kauf schließt das AIDA-Prinzip erfolgreich ab.

Im Marketing wird der Abschluss der finalen Stufe auch als Call-to-Action, also als Handlungsaufforderung, bezeichnet.

>> Weitere Informationen zum Thema Marketing finden Sie hier:

Die Werbewirkungsformel aus dem 19. Jahrhundert vs. unsere Realität im 21. Jahrhundert!

Die Werbeformel, die bereits für mehr als hundert Jahren von Elmo Lewis begründet wurde, bildet selbst heute noch die Grundlage für zahlreiche Werbestrategien. In der Werbung oder aber auch in Kundengesprächen kommt sie zum Einsatz, um den Kunden zu einer Kaufentscheidung zu bewegen. Jedoch sind Kritiker der Meinung, dass das Stufenmodell heutzutage als veraltet gelte. Und zwar liegt das daran, dass es als zu linear gilt: Jedoch gestaltet sich die Realität nicht so linear und starr, hier gibt es mehrere variierende Zusammenhänge zu bedenken. Gerade auch in Zeiten von der Digitalisierung und der Bedeutung des Digital Marketings sind hier komplexere Kräfte am Werk. Heutzutage möchten die Kunden nicht mehr in Form vom Push-Marketing eine Entscheidung vorgeschrieben bekommen, heutzutage wünscht der mündige Kunde mehr Freiheit, Flexibilität und Mitbestimmung.

Nichtsdestotrotz gilt das Modell der AIDA-Werbung als eines der bekanntesten Werbemodelle, was Sie als Franchisegeber oder Franchisenehmer schlichtweg kennen sollten. Denn wie Sie wissen, nimmt das Marketing eine Schlüsselrolle ein, wenn es um die Profitabilität Ihres Franchise-Unternehmens geht. Mithilfe der richtigen Marketinginstrumente und Strategien machen Sie den Unterschied!

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