Als Franchisegeber haben Sie niemals ausgelernt: Hier ein paar Anregungen!

24.01.2018 07:35 | Ein Unternehmen gründen

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Beim Franchising ist alles in Bewegung und deshalb heißt es, beständig am Ball zu bleiben. Was gestern noch als gesichert gelten konnte, muss morgen schon bezweifelt werden, die Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran. Technologien sind permanent dem Wandel ausgesetzt, Kundenbedürfnisse ändern sich genauso schnell wie auch das Kaufverhalten. Der bisherige Erfolg ist keine Garantie dafür, dass er sich in der Zukunft einstellt. Seien Sie auf der Hut und schauen sich laufend nach neuen Möglichkeiten um.

Franchisegeber müssen Leitlinien bestimmen

Es reicht nicht aus, das komplette Know-how in Handbücher zu verpacken, deren Bestimmungen aufs Genaueste einzuhalten sind. Von entscheidender Bedeutung ist, dass sich abzeichnende Trends schnellstmöglich aufgegriffen werden, damit angemessen auf sie reagiert werden kann. Setzen Sie ein Kompetenzteam ein, dass sich Gedanken darüber macht, was in der nächsten Zeit auf Franchisepartner zukommt, lassen Sie sich von anderen nicht überholen. Bleiben Sie wachsam, damit Sie Ihre Spitzenstellung halten können. Effizienz beim geschäftlichen Vorgehen ist nichts, was man geschenkt bekommt, man muss es sich verdienen. Es könnte ja sein, dass Mitbewerber jüngst eine Erfindung gemacht haben, die sich bereits größter Beliebtheit erfreut. Wie wollen Sie dem Paroli bieten?

Keine ruhige Minute für Franchisegeber

Schließlich könnte es auch zu Konflikten führen, wenn die Interessen verschiedener Seiten aufeinanderstoßen. Um drohende Eskalation zu vermeiden, kann es ausgesprochen hilfreich sein, aufkeimende Auseinandersetzungen bereits im Vorfeld zu ersticken. Dafür ist es nötig, die Stimmungslage abzuklopfen und ein aufmerksames Ohr an der Basis zu haben. Bevor es zu einer Art Meuterei ausarten kann, werden mögliche Ursachen dafür entschärft; abzuschwächen ist, was zu viel Druck erzeugt. Zwischen den einzelnen Beteiligten muss regelmäßig vermittelt werden, damit es seltener zu Konfrontationen kommt. Senden Sie Ihre Späher in alle Richtungen aus, damit Sie nicht eines Tages böse überrascht werden können. Das trifft besonders auf Kundenströme zu, die in der Abwanderung begriffen sind und soeben noch davon abgehalten werden könnten.

Weiterbildung auf allen Ebenen

Was bis auf den heutigen Tag gut funktioniert hat, muss deshalb nicht auch weiterhin Bestandsschutz genießen. Hören Sie niemals auf damit, die Wege der Verständigung zu verästeln und nach alternativen Lösungen für Gewesenes zu suchen. Nur so können Sie sich behaupten, denn die Konkurrenz will ihrerseits nach Kräften wachsen. Jeder hat noch etwas hinzuzulernen, vor allem für Krisenzeiten muss Vorsorge getroffen werden. Setzen Sie Ihre Mitarbeiter nicht hilflos Situationen aus, die sie nur schwer bewältigen dürften. Im Notfall muss immer jemand erreichbar sein, der wirkungsvoll eingreifen sollte. Lassen Sie die Zügel nicht schleifen, damit der Schlendrian Einzug halten kann. Tragen Sie Sorge dafür, dass Nachteiliges gar nicht erst entsteht.

Internes Netzwerk aufbauen

Knüpfen Sie ein dichtes Netz belastbarer Verbindungen, um regen Austausch zu ermöglichen. Ein Problem, das an einer Stelle auftritt, ist andernorts vielleicht schon längst gelöst, was lediglich zu kommunizieren wäre. Schaffen Sie Möglichkeiten dafür, dass Ideen dort Früchte tragen können, wo sie begehrt sind, lassen Sie nicht alle nur vor sich hin wurschteln. Auch das Internet kann unkompliziert Hilfestellung leisten, wenn man im entscheidenden Moment über die richtigen Links verfügt. Es muss nicht jede Detailaufgabe verbindlich delegiert werden, wenn genügend Kanäle offenstehen für die eigene Orientierung. Halten Sie mit den sozialen Medien gesammelte Erfahrungen fest, damit bloß niemand ein zweites Mal in dieselbe Falle tappt.

Nicht posten auf Teufel komm raus

Denn so praktisch sie auch sind, es kann großer Schaden mit in Sekunden abgesetzten Botschaften angerichtet werden. Das Netz vergisst nichts, einmal Gebrandmarktes hängt lange nach. Mit einem Schlag ist alles leergefegt, wenn Sie den falschen Nerv getroffen haben. Gehen Sie es professionell an, schulen Sie Ihre Mitarbeiter oder richten eine Anlaufstelle ein für akute Zwischenfälle. Pflegen Sie eine Fehlerkultur, legen Sie Grundsätze fest für aufgetretene Peinlichkeiten, die Ihnen kaum erspart bleiben werden. Und sollte es dazu doch nicht kommen, können Sie sich und andere damit in Sicherheit wiegen. Wenn das Kind jedoch offensichtlich in den Brunnen gefallen ist, muss jeder wissen, was er zu tun hat. Dann zu zögern, das könnte fatale Folgen haben.

Sonderetat für Bestandssicherungen

Bei der Kostenplanung muss nicht nur eine kohärente Strategie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit fest mit einkalkuliert werden, sondern zudem ein angemessener Aufwand für das nicht enden wollende Training. Ob eine Pauschale die geeignete Buchungsform dafür darstellt, darf auch bezweifelt werden, eher opportun scheint mitunter ein Feuerwehrtopf zu sein. Gesteigerter Bedarf kann sich unmittelbar einstellen und darf dann keineswegs wegen Finanzierungslücken auf der Strecke bleiben. Durchaus möglich ist, dass jemand mehr Unterstützung braucht, der nicht als Umsatzkönig in Ihrem Franchising-Imperium fungiert.

  • Gehen Sie solidarisch vor, denn die
  • Kette reißt an ihrem schwächsten Glied.

Legen Sie sich keine Fesseln an, indem Sie eventuell explodierende Abgaben vorab standardisieren. Sparen Sie lieber genug für Sofortmaßnahmen in Extremsituationen an. Muss die Reserve nicht in Anspruch genommen werden, können Sie ja Prämien auszahlen.

Im Kreise der geschaffenen Familie

Organisieren Sie vielleicht regelmäßige Treffen, während derer man sich besser kennenlernen soll. Das bietet gerade für Anfänger eine gute Chance dazu, mit dem für sie relativ neuen Business möglichst schnell vertraut zu werden. Wenn sich die eigene Praxis in der von erfahrenen Kollegen spiegeln kann, mag das von beidseitigem Nutzen sein. Der eine sieht, was auf ihn weiterhin zukommen wird, der andere womöglich, was er seinerzeit hätte besser machen können. Spielen Sie Ihre Partner nicht gegeneinander aus, liefern Sie ihnen Anreize dafür einzusehen, dass alle zu einer großen Familie gehören. Unter ihren jungen und älteren Mitgliedern muss es nicht zu Streitigkeiten kommen.

Vertrauen auf rechte Hände

Dass Sie den Markt nicht aus den Augen lassen dürfen, versteht sich ja von selbst. Aber bringen Sie es auch Ihren Repräsentanten bei, damit Sie nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen müssen. Es wäre weniger verwunderlich, wenn sich der dort Agierende vor Ort besser auskennt. Vertrauen Sie seinem Urteil, nachdem Sie sich von der vorhandenen Eignung überzeugen konnten, aber lassen Sie sich nicht außen vor halten und mit dem abspeisen, was Sie hören wollen. Sich aufeinander verlassen zu können ist gut, doch ab und zu muss man sich vergewissern, dass die Berechtigung dazu weiterhin gegeben ist. Sie sind der Boss.

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