Anfangsinvestition: Was Sie für den Start Ihres eigenen Business investieren müssen

10.01.2019 08:07 | Ein Unternehmen gründen

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Die Investitionen zu Beginn der Existenzgründung ist eine der größten Hürden, die überwunden werden müssen. Viele Menschen schrecken vor den hohen Kosten zurück, die für die Gründung eines Unternehmens notwendig sind.

Franchising ist heute eine beliebte Methode, sich selbstständig zu machen. Mit der Schließung eines Franchisevertrages gehen Sie eine Partnerschaft mit einem bestehenden Unternehmen ein und erwerben dessen Geschäftssystem. Auch hier müssen Sie, wie bei der Existenzgründung im Alleingang mit einigen Anfangsinvestitionen rechnen. Doch was müssen Sie eigentlich wirklich investieren, und wofür?

Anfangsinvestitionen

  • Eintrittsgebühr
  • Standortkosten
  • Behördliche Gebühren
  • Warenkosten
  • Eintrittsgebühr

Wer in ein Franchisesystem einsteigen möchte muss zu Beginn eine gewisse Eintrittsgebühr bezahlen. Diese bewegt sich in Deutschland in der Regel zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Damit werden Name und Geschäftskonzept des Systems übernommen. Mit diesem bekommen Sie nicht nur eine bereits etablierte Geschäftsidee, sondern auch den Rückhalt Ihres Partners. Ihr Franchisegeber garantiert Ihnen für diese Gebühr seine langfristige Unterstützung im laufe Ihrer Kooperation. Bezahlt wird mit dem Geld hier für:

  • Marke
  • Schulung
  • Fort- und Weiterbildung
  • Verkaufskonzept
  • Marketingstrategie
  • Know-how
  • Unterstützung

So wird also durch diese Einstiegsgebühr ein Teil der Kosten für Ihre Schulung von Ihnen selbst übernommen. In dieser Schulung wird Ihnen alles beigebracht, was Sie zur Führung Ihres Standortes brauchen. Sie werden über das zu vertreibende Produkt oder die Dienstleistung Ihres Betriebes geschult und bekommen Fähigkeiten in Themen wie Geschäftsführung und Personalleitung vermittelt.

Mit der Bezahlung der Einstiegsgebühr bekommen Sie außerdem die Möglichkeit sich im Laufe der Zusammenarbeit weiterzubilden. In der Regel bieten Franchisegeber ihren Partnern Programme zur Fortbildung, wie etwa Seminare, Tagungen oder Workshops, an.

Mit dem Know-how des Franchisesystems erwerben Sie auch das Know-how der erfolgreichen Franchisenehmer. Durch einen Informationenaustausch zwischen Franchisezentrale und Franchisenehmer wird dieses Know-how laufend aufgebaut und ergänzt und Ihnen zur bestmöglichen Führung Ihres Standortes weitergegeben.

Auch Verkaufs- und Marketingstrategien werden Ihnen von Ihrem Franchisegeber zur Verfügung gestellt. So wird Ihnen ein schneller und reibungsloser Start in das Unternehmen ermöglicht.

Für die Franchisenehmer macht sich die Investition in die Eintrittsgebühr auch deshalb bezahlt, weil ihnen im Gegenzug laufende Unterstützung von Ihrem Partner gegeben wird. Dies beginnt bereits mit Hilfe bei der Finanzierungsplanung und der Suche nach dem geeigneten Standort. Auch bei der Eröffnung und der täglichen Führung Ihres Franchisestandortes werden Sie laufend unterstützt.

Andere Kosten

Ein weiterer großer Kostenpunkt ist der Standort. Sie brauchen Geld für die Suche und Auswahl des geeigneten Standortes und dann für anfallende Bauarbeiten, Einrichtung und Dekoration.

Auch behördliche Gebühren und Kosten für das Lager müssen für die notwendigen Anfangsinvestitionen mit einberechnet werden.

Gerade bei den Anfangsinvestitionen ist es wichtig, eine gut durchdachte Kostenanalyse im Vorhinein zu berechnen. Falsch kalkulierte Investitionskosten oder dadurch hervorgerufenes mangelndes Kapital können schnell zum Scheitern Ihres Unternehmens führen. Der Vorteil einer Franchisepartnerschaft ist hier, dass Ihnen der Partner oft bei der Planung hilft und Ihnen außerdem im Vorhinein schon gut berechnete Angaben zu erforderlichem Start- und Eigenkapital gibt.

Die Investitionskosten können nicht pauschal genannt werden, da sich nicht nur Einstiegsgebühr sondern auch die anderen Kosten nach dem jeweiligen Franchisesystem richten. Je nach Größe des Standortes können die Kosten für Einrichtung und Umbau stark schwanken.

Laufende Investitionen

Bei einem Franchisevertrag kommen neben diesen Anfangsinvestitionen auch laufende Kosten hinzu. Sie müssen einen monatlichen Anteil Ihres Umsatzes an die Franchisezentrale abgeben. Dieser beläuft sich in Deutschland in der Regel auf zwischen 1 und 15%. Der Betrag ist dabei stark branchenabhängig. Manche Betriebe erheben dabei eine monatliche Pauschalgebühr anstatt eines gewissen Prozentsatzes.

Auch für die Zurverfügungstellung der Marketingstrategie und Werbematerial wird von einigen Franchisesystemen eine Gebühr erhoben. Auch diese wird in der Regel monatlich bezahlt.

Wie finanziere ich meine Existenzgründung?

Es gibt verschiedene Wege, die Existenzgründung zu finanzieren. Darunter unter anderem:

  • Eigenkapital
  • Kredite
  • Fördermittel
  • Alternative Modelle
  • Eigenkapital

Ohne Eigenkapital ist der Einstieg in ein Franchisesystem nicht immer möglich. Durch die teilweise Finanzierung mit eigenen Mitteln wird dem Franchisegeber deutlich gemacht, dass der Franchisenehmer nicht nur über die notwendigen finanziellen Mittel für eine Existenzgründung verfügt, sondern auch selbst bereit ist gewisse Risiken für einen Eintritt einzugehen. Die meisten Franchisesysteme verlangen einen Anteil an Eigenkapital von mindestens 20% des erforderlichen Startkapitals. Der restliche Betrag kann durch verschiedene Mittel beschafft werden.

Kredite

Da sich die wenigsten eine Gründung ohne Fremdkapital leisten können gilt es, Investoren zu finden. Hier haben Sie beim Eintritt in ein Franchisesystem den Vorteil, dass der potentielle Investor bereits einen Blick auf die Geschäftsidee werfen kann. In vielen Fällen ist dieser eher dazu geneigt zu investieren, als wenn Sie ihm eine brandneue Geschäftsidee ohne jegliche Erfolgsgarantien präsentieren. Wo finden Sie nun Investoren?

Als erstes sollten Sie sich an Ihre Hausbank wenden. Viele Banken geben ein Gründerdarlehen an Franchisepartner. Dieses ist in der Regel um einiges leichter zu bekommen als ein Darlehen für Unternehmer, die mit ihrer eigenen Idee ein neues Unternehmen gründen wollen. Die Banken sehen, dass sich das Geschäftskonzept bereits bewährt hat und neigen demnach eher dazu, einen Kredit zu gewähren. Auch durch die Mitgliedschaft eines Systems im deutschen Franchiseverband wird die Kreditvergabe an die Franchisenehmer erleichtert.

Doch auch wenn man Teil eines Franchisesystems wird, gilt es, die Banken von seinen persönlichen Kompetenzen zu überzeugen. Für diese reicht es meistens nicht aus, zu wissen, dass es sich um ein vielversprechendes Verkaufskonzept handelt. Sie wollen auch bestätigt bekommen, dass Sie dieses erfolgreich umsetzen können.

Fördermittel

Auch verschiedene Fördermittel sind ein beliebter Weg an notwendiges Fremdkapital zu kommen. Welche Fördermittel für Sie möglich sind, können Sie bei den Handels- und Industriekammern herausfinden. Beliebt sind beispielsweise die Fördermittel der KfW Mittelstandsbank.

Alternative Modelle

Es macht sich bei der Geschäftsgründung bezahlt, innovativ zu denken. Wer nur nach Krediten sucht, wird nur Kredite bekommen. Je gründlicher die Suche nach möglichen Finanzierungsoptionen, desto besser. Auch etwas ungewöhnlichere Modelle wie etwa Crowdfunding könnten für Sie in Frage kommen.

Die Finanzierung beim Einstieg in ein Franchisesystem ist ein heikles Thema, das jedoch mit der richtigen Planung und Strategie kein Hindernis für die Existenzgründung sein muss. Holen Sie sich Hilfe von Ihrem Franchisepartner, greifen Sie auf dessen Know-how zurück und lassen Sie sich von Ihrer Bank über Ihre Optionen beraten.

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