Arbeitserfahrung: Wie wichtig ist sie im Franchising?

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Wenn man sich für eine Existenzgründung und damit für die Selbstständigkeit entschieden hat, ist dies erst mal ein großer Schritt und man steht vor einem großen Berg Arbeit. Diesen kann man auch zu Beginn kaum überschauen und einschätzen. Wenn man sich als Gründer dazu entscheidet, in ein Franchisesystem einzusteigen, bleibt einem zunächst einiges an Aufwand erspart, da ein fertiges Gerüst schon steht. Die Marke ist bekannt und das Geschäftskonzept steht. Dennoch ist man ein eigenständiger Unternehmer und muss viele Entscheidungen treffen und die Verantwortung übernehmen. Es ist also nicht nur so, dass man die Marke und das Konzept einfach übernimmt und dann noch das Startkapital investiert und schon ist man fertig. Auch bei einem Franchisesystem kommen viele Aufgaben und Entscheidungen auf einen zu. Man wird schließlich Unternehmer.

Welche Erfahrungen sollten Franchisenehmer mitbringen?

Neben genügend Startkapital und der Fähigkeit regelmäßig die Franchisegebühr zu zahlen, sollten passende Franchisenehmer auch gewisse Erfahrungen mitbringen. Es ist allerdings nicht zwingend notwendig, dass die Franchisenehmer bereits Arbeitserfahrung in der jeweiligen Branche haben. Man kann auch branchenfremd in ein Franchisesystem einsteigen. Dennoch ist es ratsam, dass man eventuell einige Erfahrungen in der Branche gesammelt hat und die Branche kennt.

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Man sollte sich beim Franchising auch mit dem Betrieb, für den man sich entscheidet, intensiv auseinandersetzen. Denn es wäre sehr ärgerlich, wenn man Tausende Euro investiert und am Ende vom Unternehmen oder dem Franchisegeber enttäuscht wird. Es gibt die Möglichkeit, in den Franchiseunternehmen zunächst ein Praktikum zu machen und so den Betrieb kennenzulernen. So kann man herausfinden, ob das Unternehmen den eigenen Leidenschaften entspricht und man eventuell auch seine Stärken einsetzen kann. Vielleicht ist es auch möglich, etwas Zeit in der Systemzentrale zu verbringen und dort die Kerntätigkeit des Unternehmens kennenzulernen und die Arbeitsabläufe zu sehen. In manchen Systemen gehört es sogar schon dazu, dass man, bevor man Franchisenehmer wird, aktiv in dem Unternehmen mitgearbeitet haben muss und damit die Arbeit der Mitarbeiter auch schon selber getätigt hat.
Es gibt einige Eigenschaften, die hilfreich sind, wenn man in ein Franchisesystem einsteigen möchte. Dazu gehören unter anderem:

  • Unternehmergeist
  • Risikofreude
  • Zahlenaffinität
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Lust auf Selbstständigkeit
  • Fähigkeit, die Mitarbeiter zu leiten und zu verwalten
  • Engagement
  • Identifikation mit dem Geschäftskonzept

Unterstützung durch den Franchisegeber

Als Franchisenehmer wird man zum eigenständigen Unternehmer. Natürlich erhält man vom Franchisegeber Unterstützung und kann von seinen Erfahrungen profitieren. Aber in einem selbst sollte schon ein Unternehmergeist stecken, damit man sein Unternehmen erfolgreich führen kann. Dazu gehört es auch, dass man gerne mit Menschen umgeht und auch fähig ist, Mitarbeiter zu leiten. Nicht jeder ist für eine Führungsposition bestimmt und kann diese erfolgreich besetzen.

Darüber sollte man sich vorher im Klaren sein. Des Weiteren sollte man sich als Franchisenehmer auf jeden Fall mit dem Geschäftskonzept des Franchisegebers identifizieren können. Denn man muss als Franchisenehmer dieses Konzept überzeugend vertreten. Dass man als Unternehmer auch ein grundsätzliches Verständnis von kaufmännischen Vorgängen hat, ist sehr hilfreich. Eine Zahlenaffinität muss nicht unbedingt vorhanden sein, allerdings sollte man als Franchisenehmer über die Finanzen einen Überblick haben. Viele Franchisesysteme bieten den Franchisenehmern auch eine Grundausbildung an, in der sie die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Grundlagen lernen. Der Franchisenehmer sollte allerdings an folgenden Gebieten Interesse haben und sich einarbeiten:

Abgesehen von den unternehmerischen Fähigkeiten sollte der Franchisenehmer bereit sein, in einem Team zu arbeiten. Ein Franchisesystem lebt von Teamarbeit und genau das ist auch der Punkt, in welchem sich ein Franchisesystem von einem Einzelhandel unterscheidet. Man ist nie auf sich allein gestellt und kann immer von den Erfahrungen und Tipps der anderen profitieren.
In der von den Franchisegebern angebotenen Grundausbildung bekommen die Franchisenehmer in folgende Bereiche Einblicke:

  • Personalführung, Verwaltung
  • Wirtschaftslehre und Controlling
  • Mitarbeiterführung
  • Die Abläufe im jeweiligen Unternehmen
  • Umgang mit den Produkten oder Dienstleistungen
  • Kontakt mit Kunden

Erfahrung in der Branche

Es ist also nicht zwingend notwendig, viel Erfahrung in der Branche mitzubringen. Wie zuvor erwähnt, gibt es auch in vielen Franchisesystemen die Möglichkeit ein Praktikum vorab zu absolvieren und so bereits Erfahrungen zu sammeln. In manchen Systemen ist dieses Praktikum sogar eine Voraussetzung. Dennoch ist es möglich, auch branchenfremd in ein Franchisesystem einzusteigen. Allerdings sollte der Franchisenehmer bestimmte Charaktereigenschaften mitbringen, wie beispielsweise Unternehmergeist, Motivation und Teamfähigkeit. Natürlich müssen auch ausreichend finanzielle Rücklagen vorhanden sein, aber das ist nicht nur in einem Franchisesystem der Fall.

Gerade wenn der Franchisenehmer branchenfremd in ein Franchisesystem einsteigt, ist es wichtig, dass er sich mit dem Geschäftskonzept identifiziert. Meistens suchen sich die Franchisenehmer das Unternehmen nach ihren Leidenschaften aus. Denn dann werden sie auch Spaß an der Arbeit haben und sich voll und ganz in die Sache stürzen. Allerdings liegen dort, wo die Leidenschaften sind, nicht immer auch die Stärken der Franchisenehmer. Wenn beide Punkte miteinander zu vereinen sind, ist es ein Traum. Man muss sich also wirklich viele Gedanken dazu machen, in welches System man einsteigen möchte. Da spielen auch gesammelte Erfahrungen erst mal eine Nebenrolle. Der Franchisegeber ist auf der Suche nach passenden Franchisenehmern für sein Unternehmen und führt seine Akquise sehr bedacht durch. Der Franchisegeber unterstützt seine Franchisenehmer von Anfang an und gibt auch Anleitungen in den Bereichen

  • Steuern, Buchhaltung und Jahresabschlussrechnung
  • Seminare
  • Marketing und Kommunikation
  • Hilfestellung bei Fragen
  • Beratung

So ist der Franchisenehmer auch ohne Erfahrung nicht direkt aufgeschmissen. Einer Gründung im Franchising steht also mit genügend Startkapital und Motivation eigentlich nichts im Wege. Falls man bereits Erfahrungen im Bereich Unternehmensführung gesammelt hat oder sich schon lange mit der Selbstständigkeit auseinandergesetzt hat, kann dies absolut nicht schaden. Gerade ein Franchisesystem ist geeignet für Quereinsteiger. Man steht als Existenzgründer zu Anfang immer vor einem Berg Arbeit. Macht man sich jedoch im Einzelhandel selbstständig, ist man auf sich gestellt und man kann nicht immer abschätzen, was auf einen zukommt. In einem Franchisesystem spielt das Team eine wichtige Rolle. Man profitiert von den Erfahrungen anderer und hat also nicht nur im finanziellen eine größere Sicherheit. In einem Franchisesystem ist es eigentlich jedem möglich, sich selbstständig zu machen, wenn man genügend motiviert ist und sich voll und ganz in die Arbeit stürzt.

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