SMART Ziele und ihre Bedeutung im Franchising

24.04.2018 14:00 | Ein Unternehmen gründen

smart ziele

Wenn Sie ein Franchisesystem gründen, dann verfolgen Sie gewisse Ziele. Diese Unternehmensziele gilt es, auf Basis Ihrer Vision und Mission zu erreichen. Oft lassen sich die Unternehmensziele in kurz- und mittelfristige Ziele einteilen: Dabei sind die kurzfristigen Ziele für die nächsten 3 Jahre relevant, während sich die langfristigen Ziele auf einen Zeitplan von 5 Jahren beziehen und die Basis für Ihren Finanzplan und die gesamte Unternehmensstrategie legen. Die Definition dieser Ziele ist ein wichtiger Bestandteil bei der Erstellung Ihres Businessplans. Dieser Artikel klärt Sie auf, wie Sie sich beim Franchising die sogenannten SMART-Ziele setzen sollten, um im nächsten Schritt Ihre Unternehmensstrategie auch effektiv umsetzen zu können.

Formulieren Sie Ihre Unternehmensstrategie im Franchising anhand der sogenannten SMART-Ziele!

Die sogenannten SMART-Ziele haben sich etabliert. Sie sollen helfen, auf effektivere Art und Weise realistische Unternehmensziele zu formulieren.

Was genau macht die SMART-Ziele aus?

Das Wörtchen SMART setzt sich aus folgenden Kriterien zusammen:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Ausführbar
  • Relevant
  • Terminierbar

Diese Kriterien sind deshalb so wichtig, da Sie Ihnen helfen, sich spezifische Ziele zu setzen, die leicht ausgewertet und – falls nötig – überarbeitet werden können. Das bedeutet also, dass je SMARTer die Ziele formuliert sind, desto einfacher diese auch zu überprüfen sind.

Schauen wir uns einmal im Detail an, wie sich die SMART-Ziele für die Kurz- sowie die Mittelfrist übersetzen lassen können.

SMART-Ziele für die Kurzfrist: Darauf kommt es im Franchising an!

Im Businessplan sollten Sie bereits 1-2 quantitative sowie 3-4 qualitative SMART-Ziele festhalten. Denn die kurzfristigen Ziele sind sehr wichtig für die anfängliche Zeit und den Aufbau Ihres Franchise. Ebenso gilt es, wichtige Meilensteine zu erarbeiten.

Was sollte Ihre kurzfristigen Ziele ausmachen?

Die kurzfristigen Ziele sollten richtungsweisend sein und sind deshalb gerade für den Anfang im Franchising und den Geschäftsaufbau wichtig. Zu diesem Zweck sollten Sie von Ihrer Vision und Mission zunächst einmal realistische Ziele für die nahe Zukunft, also die nächsten 3 Jahre zu setzen.

Ihre kurzfristigen Unternehmensziele hängen davon ab, wie Sie die Marktentwicklung und den von Ihnen zu erwarteten Absatz einschätzen. Aus diesem Grund steht der Markt im Vordergrund sowie der Marktanteil, den Sie realistischer Weise für sich gewinnen können. Deshalb sind die kurzfristigen Unternehmensziele auch relevant für Ihren Finanzplan.

Was ist für die quantitativen SMART-Ziele relevant?

Sie sollten 3-4 quantitative SMART-Ziele in Ihrem Businessplan anführen. Wie das Wörtchen quantitativ bereits vermuten lässt, geht es hier um marktbezogene und finanzielle Ziele. Die quantitativen SMART-Ziele werden Sie später dann in Ihrem Finanzplan plausibilisieren und überprüfen.

Folgenden Aspekten sollten Sie hier Beachtung schenken:

  • Marktanteile:

Setzen Sie hier eine messbare Größe fest, bei was für einem Prozentsatz Ihr Marktanteil nach dem ersten Jahr liegen soll! Schätzen Sie ab, welcher Anteil realistisch ist! Sind es 3 Prozent oder könnten es vielleicht sogar 6 Prozent Marktanteil sein?

  • Umsatzziele:

Mit was für einem Umsatz rechnen Sie im ersten sowie im zweiten Geschäftsjahr?

  • Marktposition:

Wo sehen Sie sich auf dem Markt in den nächsten 3 Jahren? Denken Sie, dass Sie es unter die Top 5-Anbieter Ihres Sektors schaffen?

  • Break-Even-Point:

Wie lange brauchen Sie schätzungsweise, um Ihre Gewinnschwelle zu erreichen?

  • Gewinnvorgaben:

Überlegen Sie sich, wie viel Gewinn Sie im ersten Jahr einfahren möchten und vor allem auch was Sie realistisch erreichen können!

  • Margenziele:

Setzen Sie sich Margenziele fest! Wie hoch soll Ihre Gewinnmarge nach 3 Jahren sein?

Was sollten Sie bei der Formulierung der qualitativen SMART-Ziele beachten?

Die qualitativen Ziele sind meist schwieriger zu formulieren. Hier sollten Sie sich nichtsdestotrotz 1-2 SMART-Ziele überlegen und diese auch in Ihrem Businessplan niederschreiben. Qualitative SMART-Ziele haben eher den Kunden oder aber das Unternehmen im Fokus. Folgende Aspekte kommen für die qualitativen Ziele in Frage:

  • Kundenzufriedenheit:

Wie gut steht es um Ihre Kundenzufriedenheit? Damit diese 1A ist, könnten Sie beispielsweise die Reaktionszeit bei Kundenfragen analysieren. Je kürzer die Reaktionszeit, desto besser.

  • Kundenbindung:

Wie können Sie die Kundenbindung erhöhen? Legen Sie zum Beispiel fest, um wie viel der Umsatz pro Kunde zunehmen soll.

  • Image:

Wie werden Sie von Ihren Kunden gesehen? Schauen Sie hier auf Ihre beste Bewertung Ihrer Kundenbefragung.

  • Sicherheits- und Umweltstandards:

Je nachdem was für Ihre Branche relevant ist, könnten Sie sich festlegen, dass Sie im zweiten Geschäftsjahr gewisse ISO Zertifizierungen vorweisen möchten.

  • Mitarbeiterbezogen:

Wie zufrieden sind Ihre Mitarbeiter? Achten Sie hier auf die höchste Mitarbeiterzufriedenheit.

Die Bedeutung von Meilensteinen

Wie bereits weiter oben angemerkt, sollten Sie anhand Ihrer kurzfristigen Zielen Meilensteine für Ihr Unternehmen festlegen. Diese können Sie dazu nutzen, um gegen zu checken, inwieweit Sie auch tatsächlich planmäßig vorankommen.

Aus diesem Grund sind die SMART-Ziele auch so wichtig: Denn so stellen Sie sicher, dass Sie die Erreichung der Ziele, die Sie gewählt haben, auch überprüft werden können. So können Sie gerade am Anfang, wenn Sie im Franchising Fuß fassen, Ihre eigenen Fortschritt einfach und messbar überprüfen.

Damit Sie den Fortschritt besser kontrollieren können, bietet es sich an, dass Sie die einzelnen Ziele quartalsweise herunterbrechen. Gerade, wenn Sie selbst noch am Anfang stehen, helfen solche kleinschrittigen Meilensteine, um abzuschätzen, ob Sie finanziell und unternehmerisch auf dem richtigen Weg sind. So können Sie zudem frühzeitig erkennen, falls Sie Ihr Geschäftskonzept notfalls ein wenig anpassen müssten.

Für Ihren Businessplan bietet es sich an, dass Sie sich jahrweise Meilensteine festlegen. So haben Sie feste, greifbare Ziele für das erste, zweite und dritte Jahr. Das sollte Ihnen helfen Ihre Meilensteine im Blick zu behalten.

SMART-Ziele für die Mittelfrist: Wohin soll die Reise gehen?

Die mittelfristigen Ziele geben in Ihrem Businessplan an, wo die Reise in den nächsten 5-10 Jahren hingehen soll. Diese SMART-Ziele gehen also über die kurzfristigen Ziele hinaus, sie sind allerdings nicht so langfristig, wie die über allem stehende Vision Ihres Unternehmens. In Ihrem Businessplan vermitteln Sie Ihrem Leser beziehungsweise dem Investor, wo Sie sich und das Unternehmen längerfristig in der Zukunft sehen.

Die Formulierung Ihrer mittelfristigen SMART-Ziele:

Für Ihren Businessplan reichen für die Mittelfrist 2-3 SMART-Ziele vollkommen aus. Wichtig ist hier vor allem, dass Sie klare Unternehmensziele formulieren. Lehnen Sie Ihre mittelfristigen SMART-Ziele an Ihre Vision an. So könnte ein mittelfristiges SMART-Ziel lauten, dass Sie innerhalb der nächsten 10 Jahre 30 Prozent Marktanteil einnehmen, ein durchschnittliches Gewinnwachstum von mindestens 15 Prozent pro Jahr über die nächsten 10 Jahre verzeichnen und unter den Top 3 der Kostenführer liegen möchten.

Wenn Sie sich der Formulierung Ihrer Unternehmensziele gewidmet haben, können Sie danach an das nächste Kapitel Ihres Businessplans machen: Ihrer Unternehmensstrategie. Auch beim Franchising baut alles aufeinander auf. Auf der Basis Ihrer Marktanalyse formulieren Sie sich die SMART-Ziele für die Kurz- und Mittelfrist – diese sollen den Kompass für Ihre unternehmerische Zukunft austarieren. Im nächsten Schritt geht es um Ihre strategische Ausrichtung.

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