Benchmark Analyse für Ihr Franchise: Vermeiden Sie häufige Fehler

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Wie funktioniert eine Benchmark Analyse?

Es gibt viele Management Tools, die in Unternehmen angewendet werden. Bei der Auswahl spielen die Branche und der Aufbau des Unternehmens eine Rolle. Benchmarking ist aber mit größter Wahrscheinlichkeit schon in vielen Unternehmen durchgeführt worden.

Nahezu jedes Unternehmen wendet diese Methode früher oder später an. Dabei muss einem der Begriff Benchmarking noch nicht zwingend über den Weg gelaufen sein. Allerdings wird dieses Verfahren in jedem Unternehmen durchgeführt.

Was ist Benchmarking?

Zunächst ist Benchmarking ein Management Instrument. Hiermit werden eigene Produkte, Prozesse, Techniken und Werte verglichen. Als Vergleich bezieht man sich auf Standardwerte oder orientiert sich an der Konkurrenz.

Bei den Konkurrenten vergleicht man sich dann in der Regel mit dem Wettbewerbsbesten. Welche Kriterien verglichen werden, kann man individuell auswählen. In den meisten Fällen nimmt man aber Qualität, Zeit und Kosten in die Analyse mit auf. Auf diese Weise kann man das Unternehmen einordnen und auch Prozesse und Produkte verbessern und daran arbeiten.

Man kann sich also an die Wettbewerbsbesten annähern oder auch Wettbewerbsvorteile aus Benchmarking schlagen. Außerdem muss man sich nicht nur in der Branche vergleichen, sondern kann Benchmarking auch innerhalb des Unternehmens anwenden. Beim Benchmarking werden aber keine konkreten Lösungen geschaffen, sondern die Situation analysiert und aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf die Verbesserungen gezogen.

Benchmarking im Franchiseunternehmen

Auch in einem Franchiseunternehmen werden Benchmark Analysen durchgeführt. Dabei geht es meistens darum, die einzelnen Franchisenehmer und ihre Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Ein Franchisenehmer übernimmt die Geschäftsidee des Franchisegebers und setzt diese in seinem eigenen Unternehmen um. Der Franchisenehmer ist ein eigenständiger Unternehmer, muss sich allerdings an die Vorgaben und Ideen des Franchisegebers halten. Nach und nach entwickelt der Franchisegeber durch die Akquise von neuen Franchisenehmern ein Unternehmensnetzwerk, das geschlossen am Markt auftritt.

Die einzelnen Franchisenehmer führen ihr Unternehmen mit demselben Konzept, nur an unterschiedlichen Standpunkten. Deshalb ist es eine gute Methode hier eine Benchmark Analyse anzuwenden und die Unternehmen miteinander zu vergleichen. In einem Franchiseunternehmen werden dann meistens die Unternehmenskennzahlen aus allen Fachbereichen verglichen und analysiert. Das können beispielsweise folgende sein:

  • Umsätze
  • Gewinn- und Verlustrechnungen
  • Produktkosten
  • Bedienzeiten der Kunden
  • Erfolge gemeinsamer Marketingaktionen

Bei dieser Benchmark Analyse wird der beste Betrieb ermittelt. Ziel ist es dann, allen Franchisenehmern die Mittel, Lösungsansätze und Mechanismen an die Hand zu geben. So können auch schwächere Betriebe wieder auf Kurs kommen.

Denn das Unternehmensnetzwerk lebt davon, dass alle Betriebe Erfolge haben. Außerdem hält man in einem Franchiseunternehmen zusammen, da man eine Partnerschaft eingeht. Diese hat man sowohl mit dem Franchisegeber als auch mit den anderen Franchisenehmern.

Benchmark Analyse durchführen

Es gibt keine einheitliche Vorgehensweise bei den Benchmark Analysen. Die Modelle haben teilweise unterschiedliche Anzahl an Phasen und bezeichnen diese auf unterschiedliche Art. Dennoch ist das Ergebnis im Endeffekt das gleiche, da sie inhaltlich übereinstimmen und vergleichbar sind.

Folgende fünf Phasen kann man definieren:

  • Zielsetzung
  • Interne Analyse
  • Vergleich
  • Maßnahmen
  • Umsetzung

Bei der Zielsetzung sollten die Ziele bestimmt und festgelegt werden. Außerdem sollte man auch festlegen, was man sich inhaltlich ansehen möchte und in welche Tiefen man vordringen möchte.

Letztendlich muss in dieser Phase auch gesagt werden, wie die Analyse organisiert werden soll. Bei der internen Analyse wird zunächst das Benchmarking Objekt analysiert. Dabei wird es dann auf die relevanten Punkte für das Benchmarking reduziert. Dann werden die Messgrößen und die ursächlichen Einflussfaktoren festgelegt.

Für den Vergleich müssen die Benchmarking-Partner gewonnen werden. Das ist in einem Franchiseunternehmen ein unkompliziertes Unterfangen, da man sich mit den anderen Franchisenehmern vergleicht. Daraufhin werden die notwenigen Daten erhoben und validiert. Außerdem werden die Best Practices dokumentiert und festgelegt.

Die Daten kann man in einem Franchiseunternehmen vom Franchisegeber erhalten, da dieser von den Franchisenehmern die notwendigen Daten jeden Monat erhält. Außerdem hat auch der Franchisegeber einen Vorteil einer Benchmark Analyse, da er so eine Übersicht über die Leistungen der einzelnen Unternehmen im Netzwerk bekommt.

Bei den Maßnahmen wird dann ein Stärken-Schwächen-Profil gebildet. Des Weiteren müssen die Ergebnisse interpretiert werden. Bei der Umsetzung werden dann die Best Practices auf das eigene Unternehmen adaptiert.

Es werden Ziele in den einzelnen Unternehmen gesetzt und Maßnahmen zur Erreichung der Ziele. Dabei müssen allerdings auch immer die Ressourcen der einzelnen Unternehmen berücksichtigt werden.

Fehler bei der Benchmark Analyse

Von außen betrachtet ist die Benchmark Analyse erstmal ein einfaches Prinzip, um Unternehmen miteinander zu vergleichen.

Gerade in einem Franchiseunternehmen bietet sich diese Methode an, um sich immer einen Überblick zu verschaffen und die schwächeren Unternehmen zu unterstützen. Dennoch gibt es einige Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer Benchmark Analyse, da es eine sehr komplexe Methode ist. Das heißt, dass man sie sehr gewissenhaft und organisiert umsetzen muss.

In folgenden Bereichen können Probleme auftreten:

  • Zielsetzung
  • Verknüpfung mit Unternehmenszielen
  • Ursachen-Wirkungskette
  • Definitionen
  • Datenerhebung
  • Konstruktiver Austausch

Bevor eine Benchmark Analyse durchgeführt wird, müssen klare Ziele formuliert werden. Es muss genau definiert werden, was mit den Ergebnissen der Benchmark Analyse erreicht werden soll. Außerdem ist es auch ein Problem, wenn die Ziele des Benchmarkings nicht mit den Unternehmenszielen verknüpft werden.

Es ist zudem wichtig, dass zuerst geklärt wird, was genau die Ursachen-Wirkungsketten sind, bevor man den direkten Vergleich startet. Ebenfalls sollten sich die Benchmarking Partner über die Definitionen einig sein. Wenn diese uneinheitlich und unverständlich sind, kann es zu Problemen kommen. Deshalb sollte dies vor der Analyse genau festgelegt werden, damit kein Interpretationsspielraum bleibt. Auch in der Datenerhebung können Fehler auftreten, die erkannt und beseitigt werden müssen.

Deshalb sollte man die Daten sorgfältig durchgehen. Natürlich sollten die Ergebnisse der Benchmark Analyse dann auch genutzt werden und als Chance gesehen werden. Deshalb sollten sich die Unternehmen danach unbedingt austauschen.

In einem Franchiseunternehmen sollten die Ergebnisse dann auch für die schwächeren Unternehmen genutzt werden, damit diese den Anschluss behalten und ihre Prozesse und Produkte dementsprechend verbessern können. In einem Franchiseunternehmen geht man eine Partnerschaft ein.

Genau das ist der Vorteil dieser Unternehmensart. Man kann sich Tipps und Tricks beim Franchisegeber holen, aber auch bei den anderen Franchisenehmern. Und das sollte man als Franchisenehmer ausnutzen.

Deshalb ist auch gerade eine Benchmark Analyse für ein Franchiseunternehmen sehr sinnvoll, da so jedes Unternehmen die Chance bekommt sich an den besten Betrieb anzunähern und der Franchisegeber bekommt einen Überblick über die Leistungen.

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