Checkliste: Sind Sie bereit, Franchisenehmer zu werden?

05.06.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

bereit als franchisenehmer

Wenn Sie Franchisenehmer werden wollen, sollten Sie sich klar darüber sein, dass eine Menge Arbeit auf Sie zukommt. Sie wird innerhalb eines Achtstundentages kaum zu bewältigen sein, es sei denn, Sie würden sich für Nebenberufliches entscheiden. Doch wer voll einsteigt, der muss auch alles geben, und das kann anfangs bis an die Belastungsgrenze gehen. Damit allein aber ist es noch nicht getan, von Ihnen wird zudem verlangt, dass Sie Ihre Hausaufgaben bereits erledigt haben.

Franchisenehmer werden – das ist nur auf lange Sicht ein Traumjob

Ganz wichtig ist, dass Sie absolut sicher sind, das Passende für sich gefunden zu haben. Beim Franchising hält man es lange aus, und das geht nur, wenn Ihr Atem dafür reicht. Halten Sie sich an die Empfehlungen offizieller Stellen, damit Sie keinem Trugschluss aufsitzen und nur Geprüftem Ihre Zuneigung schenken. Auch im Bereich des Franchisings gibt es Risiken, die nicht leicht einzuschätzen sind, und davon sollten Sie sich fernhalten, denn die Herausforderung an sich ist schon groß genug. Geben Sie Außenseitern höchstens dann eine Chance, wenn sie es wirklich verdient haben, wobei Sie ausschließlich auf Ihr eigenes Urteilsvermögen bauen können. Doch darauf sind Sie ohnehin angewiesen, denn niemand kann wirklich feststellen, ob Ihre innere Einstellung den Belastungen standhalten wird.

Erforschen Sie Ihr Gewissen, bevor Sie Franchisenehmer werden

Sie sind der Dreh- und Angelpunkt des großen Ganzen, auf Ihre Mitarbeit kann nicht verzichtet werden. Stellen Sie sicher,

  • dass Sie Verlangtes leisten können,
  • kommen Sie mit sich ins Reine.

Es wäre doch zu dumm, erst nach der Anlaufphase festzustellen, dass es Ihnen langsam unbehaglich wird. Derartiges muss vermieden werden, planen Sie nicht nur von heute auf morgen. Stellen Sie sich vor, was in ein paar Jahren sein wird, wenn alles so läuft, wie Sie es sich vorgestellt haben. Das muss nicht aus dem hohlen Bauch heraus geschehen, sondern kann auch anhand von Leitfäden vollzogen werden, in denen Erfahrungen ähnlich Betroffener ausgewertet worden sind und darauf fußen. Sie sind nicht der oder die Erste, von denen ein Weg eingeschlagen wird, den andere schon beschritten haben und damit nicht auf der Strecke bleiben wollten.

Erlangen Sie den Überblick und denken ein Stück weiter

Ziehen Sie auch andere Quellen der Information in Betracht und verschaffen sich in erster Linie Gewissheit darüber, ob Sie sich auch leisten können, was Sie sich vorgenommen haben. Wenn unterwegs das Geld ausgeht, dürften Sie ganz schön in der Klemme sitzen. Es geht ja nicht nur um das Startkapital, Sie müssen auch Reserven bilden können für unvorhergesehene Fälle. Es mag durchaus sein, dass Ihre Einnahmen zunächst noch zu wünschen übrig lassen, und diese Durststrecke müssen Sie zu überwinden wissen. Kalkulieren Sie sämtliche Kosten genau und geben noch eins drauf für kommende Flauten. Hören Sie sich um im Kollegenkreis, zu dem Sie gehören wollen, vergewissern Sie sich vor allem dessen, wie das Schulungsangebot beschaffen sein wird.

Den schlechten Zeiten vorsorglich klug begegnen

Manches hört sich besser an, als es tatsächlich ist, und anstatt vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, können Sie auch im Vorfeld schon Ihre Fühler recht weit ausstrecken. Das hängt gleichwohl von Ihrer Initiative ab, die Sie so früh wie möglich entwickeln müssen und nicht erst dann, wenn Ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Vorsorge ist das A und O beim Franchising; wer vorbereitet ist, der braucht sich nicht zu fürchten. Das zur Verfügung gestellte Know-how will auch zugänglich und erarbeitet sein, es lässt sich kaum mit der Muttermilch aufsaugen. Seien Sie nicht kindisch und bequem, handeln Sie in voller Verantwortung für sich selbst und für Ihr Wohlergehen, damit die Saat auf einen fruchtbaren Boden fallen kann.

Niemals von der Hand in den Mund ernähren

Sehen Sie zu, dass man Ihnen genügend Luft zum Atmen lässt. Überzogene Gebühren sind nicht das, was einen weiterbringt, auch wenn die Aussichten noch so verlockend erscheinen.

  • Sie müssen nicht nur das Erforderliche rechtzeitig aufbringen können,
  • sondern auch dafür sorgen, dass Sie selbst gut leben können von dem, was Sie erwirtschaften.

Die Ausgaben sollten ein junges Gewerbe nicht auffressen, indem man sich leichtfertig darauf verlässt, dass man sie schon bestreiten kann. Rechnen Sie damit, dass ein aktiver Posten von entscheidender Bedeutung ausfällt, legen Sie sich für Krisensituationen auch einen jederzeit begehbaren Zugang zur Rechtshilfe. Wenn Sie aus gegebenem Anlass verzweifelt danach suchen müssen, kann es schon zu spät sein.

Eine belastbare Grundlage ist zu schaffen

Tasten Sie im vorzeitigen Stadium wichtige Kontakte ab, mit denen Sie es zu tun bekommen werden. Es kann doch sein, dass sich an einem maßgeblichen Schaltpunkt Hemmnisse ergeben, die Sie nicht erwartet hätten. Erhalten Sie sich Ihre Freude an den kleinen Dingen, aber schützen Sie sich vor Überraschungen, die Sie leicht aus der Bahn werfen können. Wenn Sie das, was Sie brauchen, nicht bekommen und man Sie hängen lässt, werden Sie so schnell nicht froh werden. Sie lernen zwar, sich durchzubeißen, sollten jedoch keineswegs vollkommen nackt ins kalte Wasser springen. Dabei dürften Sie eine Frostbeule davontragen. Sorgen Sie lieber für eine angenehme Temperatur, mit der es sich aushalten lässt, aber fallen Sie Vielbeschäftigten nicht dadurch zur Last, dass Sie laufend Kleinkram auftischen, den Sie auch selbst erledigen könnten.

Über alles reden, doch nicht unablässig

Die Kommunikation muss möglichst reibungslos abzuwickeln sein, Schwierigkeiten dabei sind nicht immer zu umgehen. Üben Sie ein bisschen, bevor Sie sich ins Getümmel stürzen, pflegen Sie Ihre Kontakte, aber muten Sie ihnen nicht mehr zu, als die verkraften können. Beständiger Funkverkehr hält eigentlich nur auf, zumal dann, wenn er mit Nebensächlichkeiten angereichert wird. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche, fordern Sie die Ambulanz nur dann an, wenn es wirklich nicht mehr zu umgehen ist. Sie selbst sind jemand, der sich zu helfen weiß, und wenn es daran noch ein wenig hapern sollte, wäre schleunigst nachzubessern.

Das Franchising ist keine Auffangstation für Bedürftige, es braucht starke Kräfte, die es voranbringen können. Gehen Sie recht in der Annahme, dass man Ihnen ausreichende Wertschätzung entgegenbringt und Sie nicht als Kuh betrachtet, die es zu melken gilt. Auch im Franchising glänzt nicht nur Gold.

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