Berufliche Neuorientierung: Ist Franchising eine Option?

13.03.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Das lässt sich uneingeschränkt bejahen, vor allem auch deswegen, weil dafür keine erneute, vorherige Ausbildung erforderlich ist. Franchising ist LEARNING ON THE JOB, permanentes Training findet großteils in Begleitung der ausgeübten Praxis statt. Das hat verschiedene Vorteile. Man muss sich nicht bewerben, nur um festzustellen, dass man mittlerweile doch zu alt geworden ist. Gerade schon eher gereifte Persönlichkeiten sind als Franchisenehmer mitunter sehr gefragt.

Franchising braucht Erfahrung und Lernfähigkeit

Weitere Voraussetzungen für das Anbieten eines Franchisevertrags zur Unterzeichnung sind

  • Erfahrungen, die man andernorts gesammelt hat, etwa auch dann, wenn
  • negative Auswirkungen von fragwürdig besetzten Führungspositionen

durch ihr Kennenlernen im Laufe des bisherigen Berufslebens einschätzbar wurden. Ein uneingeschränktes Plus für Franchisenehmer ist deren Flexibilität, die man ohne Weiteres unterstellen kann, wenn einer sich entschließt, noch einmal neu durchzustarten. Bessere Karten könnte es kaum geben; ausreichend Motivation sollte vorliegen, und der in einem anderen Umfeld bereits Erprobte weiß auch, worum es im Wesentlichen geht.

Das Selbstbild ist von entscheidender Bedeutung

Was im Einzelnen dazukommen muss, fällt eher in den Aufgabenbereich des Franchisegebers und seines gut durchdachten und organisierten Systems. Er weiß, wie man Neulingen das beibringt, was sie wissen müssen, wogegen sie sich jedoch nicht sträuben dürfen. Einer, der meint, fortwährend aus dem Nähkästchen plaudern zu müssen, weil er ja schon einiges hinter sich gebracht hat, ist hier fehl am Platz. Der Entschluss zum Franchising bedeutet tatsächlich einen Neuanfang, der je nach dem gewählten Geschäftsmodell ganz verschieden beschaffen sein kann. Derjenige, welcher sich dafür interessiert, sollte jedoch keine Schwierigkeiten damit haben, weil er gelernt hat, seine Fähigkeiten einzuschätzen.

Im Franchising stets für Neues offenbleiben

Dagegen dürfte jemand, der nur wieder auf der Suche ist, weil er nichts Rechtes mit sich anzufangen weiß, Probleme bekommen. Der ideale Franchisenehmer sollte formbar sein, aber nicht unbedarft oder gar unbeholfen. Gesucht werden Menschen, die zuzupacken wissen und sich wechselnden Umständen anpassen können. Sie dürfen sich mit professioneller Anleitung selbstständig machen, die nicht darin besteht, ihnen Wege aufzuzeigen, die sie dann nur noch beschreiten müssen. Und dabei oft feststellen, dass es so leicht wie vorgegaukelt gar nicht ist – oder auch eine Menge Ballast mit sich herumschleppen, den sie wieder über Bord werfen müssen. Kurse vermitteln meist nur theoretische Überlegungen, beim Franchising geht es gleich mitten hinein in eine unmittelbar zu bewältigende Praxis.

Nicht verzweifelt Naheliegendes ergreifen

Es ist jedoch keinesfalls damit getan, sich mit fliegenden Fahnen auf das Nächstbeste zu stürzen und erfordert umfangreiche Recherchen, um sicherzustellen, dass man es mit dem Franchising seiner Wahl ein Leben lang aushält. Für chronische Berufswechsler ist das nichts, sie würden aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf den ersten Blick erkannt und aussortiert. Spezialisieren dagegen kann man sich in vielfältiger Hinsicht, die gastronomische Branche ist zwar stark vertreten, doch damit hört es noch lange nicht auf. Das Franchising ist ein idealer Nährboden dafür, Fertigkeiten zu entwickeln, die man bislang lediglich in sich vermuten konnte. Sie können, umsichtig erschlossen, zu ihrer vollen Blüte heranreifen.

Unbeirrbar ein weiteres Ziel vor Augen

Denn auf die Vorbereitung kommt es an. Überlassen Sie Grundlegendes nicht Ihrem zukünftigen Partner in der Hoffnung, dass er es schon richten wird. Sie müssen gutes Rüstzeug im Gepäck haben, um akzeptiert zu werden. Hundertprozentig genau sollten Sie wissen, was Sie erreichen wollen und davon überzeugt sein, dass Sie es an Ort und Stelle finden werden. Franchisegeber brauchen keine Befehlsempfänger, sie bauen auf Eigenständigkeit, die sich innerhalb eines vorgegebenen Rahmens frei und ebenso mächtig entfalten kann. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Persönlichkeit. Sie haben es eigentlich schon geschafft, wollen aber unbedingt erleben, dass Sie es im veränderten Umfeld noch ein gutes Stückchen weiterbringen.

Für Karrieremacher und Verhinderte

Der eine ist in seiner Entwicklung zu sehr aufgehalten worden, der andere hat sie furios bewältigt und möchte nun noch eins draufsetzen. Beide sind willkommen. Das Franchising sucht Aktivisten, die unzufrieden sind und daran etwas ändern wollen. Sie müssen einen Stachel abschütteln, der ihnen tief im Fleisch sitzt, sei es aus Übersättigung oder aus Unterforderung. Sie haben noch viel vor und geben nicht auf; die Füße hochzulegen, ist ihnen ein Graus. Dennoch gehen sie besonnen vor und müssen sich ihre Hörner nicht mehr abstoßen. Denn das ist bereits geschehen, und sie haben all das daraus gelernt, was ein frisch zu backender Franchisenehmer mit schlafwandlerischer Sicherheit beherrschen muss. Ihr Kopf ist offen für eine Menge ungewohnter Eindrücke.

Mit Einfallsreichtum ans Werk gehen

Vor allem haben sie ihren Elan bewahrt und nicht verlernt, Spaß dabei zu empfinden, wenn etwas besonders knifflig wird. Das dürfte besonders in der Anfangsphase kaum zu vermeiden sein, doch es fordert zu höherer Leistung heraus voller Zuversicht darauf, schon bald die eigene Saat aufgehen zu sehen. Wenn man etwa auf zwei Mitarbeiter stößt, die ganz und gar nicht miteinander können, setzt man seinen gesamten Ehrgeiz und auch eine gute Portion listiger Schläue darein, sie gemeinsam ein Problem lösen zu sehen. Wie Sie das anstellen wollen, bleibt Ihrer Findigkeit überlassen - Hauptsache, es klappt. Und wenn Ihre Geduld dann doch zu sehr dadurch gefordert werden sollte, müssen Sie eben Konsequenzen ziehen.

Auf der Strecke Gebliebenes beleben

Doch den Versuch war es wert, und Ähnliches ist Ihnen auch früher schon einmal untergekommen. Damals haben Sie vielleicht resigniert, und nun bekommen Sie eine zweite Chance. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, anstatt im Überkommenen zu darben, bis Ihre Talente nur noch Erinnerungen sind. Sich beruflich neu zu orientieren bedeutet nicht, im alten Trott weiterzumachen. Es bietet Gelegenheit dazu,

  • bislang ungenutzte Reserven endlich zu mobilisieren,
  • Fähigkeiten zu entdecken, die sich nicht ausprägen konnten, weil herrschende Umstände es verhindert haben. Setzen Sie auf Sparflamme gehaltene Energien frei und schaffen sich ein lohnendes Betätigungsfeld.

Auf den Leib geschneidert

Bedingungen dafür können Sie so erstellen, wie es Ihnen beliebt. Zwar werden Sie an Vorgaben gebunden sein, doch Sie müssen sie nicht akzeptieren. Wenn irgendetwas am auszuwählenden Konzept zu Ihren Prioritäten nicht recht passt, dann schauen Sie sich um, bis Sie orten, was Ihren Bedürfnissen entspricht. Sie stehen im Mittelpunkt, alles andere dient dazu, sie zu erfüllen. Arbeiten Sie daran, sich zu verwirklichen.

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