Beteiligungskapital: Was ist das?

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Was ist Beteiligungskapital im Franchise?

Jeden Tag ins Büro schleppen und die gleiche, langweilige, routinierte Tätigkeit ausüben? So muss Ihr Leben nicht aussehen. Machen Sie sich selbstständig und gestalten Sie sich Ihren Alltag so, wie Sie sich das wünschen. Machen Sie Ihr Hobby zum Beruf und teilen Sie sich selbst Ihre Arbeitszeit ein.

Für viele Angestellten klingt dies nach einem langersehnten Traum, der dennoch weit entfernt bleibt. Warum? Da das benötigte Kapital fehlt. Denn trotz der Möglichkeit, Franchising zu betreiben, was in den meisten Fällen weniger Start- und Eigenkapital benötigt und dessen Gebühren sich noch in einem bezahlbaren Rahmen halten, schrecken viele Menschen vor dieser Chance zurück.

Denn die Existenzgründung ist ein sehr großer Schritt, welcher trotz der erleichterten Konditionen große Risiken birgt. Wer sich also scheut, große Summen zu investieren oder sich in keiner guten finanziellen Lage befindet, muss mit dem Traum der Selbstständigkeit abschließen, oder? Nein, das ist falsch. Denn heutzutage gibt es unzählige Möglichkeiten ohne eigenes Kapital in das Unternehmertum einzusteigen. Einen alternativen Weg wollen wir Ihnen heute mal aufzeigen: Das Beteiligungskapital.

1) Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Beteiligungskapital“?

Das Beteiligungskapital verfügt über viele Synonyme: Wagniskapital, Risikokapital oder aber auch Venture Capital. Doch letztendlich sagen all diese Begriffe das Gleiche aus. Denn unter Beteiligungskapital versteht man die Investition eines Unternehmens oder einer Privatperson in einem Start-up oder bereits etabliertem Unternehmen.

Dies bedeutet also, dass der Investor einige Anteile des Unternehmens erwirbt. Die Gründe der Investoren sind klar nachvollziehbar: Sie erhoffen sich im Laufe der Jahre eine Wertsteigerung des Unternehmens. Ihre erworbenen Anteile werden sie dann zu einem günstigen Zeitpunkt weiterverkaufen und hoffentlich einen hohen Gewinn einfahren.

Doch was ist das Anliegen des betroffenen Unternehmens? Oftmals werden Unternehmensanteile verkauft, wenn der Unternehmer plant seine Tätigkeit niederzulegen. Weiterhin kann aber auch ein Tochterkonzern aus dem Unternehmen ausgegliedert werden, dessen Produkte oder Dienstleistungen nicht mehr mit der Strategie des Unternehmens übereinstimmen.

Zu guter Letzt wird Beteiligungskapital auch häufig von Jungunternehmern genutzt, welche über nicht ausreichend Kapital verfügen, um ihre Geschäftsidee eigenständig umzusetzen.

2) Welche Formen des Beteiligungskapitals gibt es?

Wer sich auf die Suche nach einem passenden Investor macht, sollte zunächst für sich selbst herausfinden, was er mit dem Beteiligungskapital überhaupt erreichen möchte.

Eine Möglichkeit besteht darin, sich für die Startphase des eigenen Unternehmens eine kleine Finanzspritze zu sichern. Hier werden in den meisten Fällen Markteinführungskosten übernommen, um den Unternehmen einen erleichterten Einstieg zu garantieren.

Venture Capital Gesellschaften greifen Jungunternehmern gern in dieser Phase unter die Arme, da sie Potenzial in deren Ideen und Innovationen sehen. Weiterhin kann das Beteiligungskapital zur Finanzierung von Wachstums- oder Expansionsplänen genutzt werden.

Da die Unternehmen natürlich daran interessiert sind, den Markt stark zu durchdringen und ihre Produkte und Dienstleistungen vielfältiger zu gestalten, um ihre Zielgruppe zu erweitern, sind sie auf Kapital angewiesen. Für dieses Vorhaben eigenen sich oftmals Private Equity Gesellschaften, die sich auf die Wachstumsfinanzierung von vielversprechenden Unternehmen spezialisiert haben. Schließlich kann es natürlich auch immer fremdfinanzierte Unternehmensübernahmen geben, die strukturiert und angeleitet werden müssen.

3) Vor- und Nachteile des Beteiligungskapitals

Das Beteiligungskapital spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft. Denn durch die Beteiligung erfahrener Investoren in Jungunternehmen werden diese mit viel Praxiswissen und Know-how ausgestattet.

Die Unternehmen können sich dementsprechend gut und schnell entfalten und tragen somit wiederum zu Wachstum und zur Stärkung von unseren deutschen Unternehmen bei. Somit ist Deutschland in der Lage mit der Konkurrenz aus dem Ausland mitzuhalten.

Wer Beteiligungskapital akzeptiert, profitiert natürlich von der Fachexpertise seiner Partner und kann sich dementsprechend beraten lassen, ohne einen Spezialisten dafür bezahlen zu müssen. Gleichzeitig sollte den Unternehmern allerdings klar sein, dass die Investoren durch den Erwerb der Geschäftsanteile nun natürlich auch ein Mitspracherecht haben.

Alle Strategien, Entscheidungen und Vorgänge müssen nun also mit den Investoren besprochen und abgestimmt werden. Wer damit nicht klarkommt, sollte nach einer anderen Alternative suchen. So bietet sich beispielsweise eine stille Beteiligung an. Ein stiller Gesellschafter erklärt sich hier dazu bereit, eine Summe in das Unternehmen zu investieren, erhält aber keinerlei Rechte sich in die Angelegenheiten des Unternehmens aktiv einzumischen.

Weiterhin ist es ein großer Vorteil, dass beim Beteiligungskapital keine Sicherheiten gestellt werden müssen und sich der Anteil des Eigenkapitals am eigenen Unternehmen erhöht. Denn das Beteiligungskapital wird in der Buchhaltung als Eigenkapital aufgelistet.

So steigt dann natürlich auch die Reputation des Unternehmens, da das Bild von Unternehmen in den Augen von Banken und der Konkurrenz umso positiver ausfällt je mehr Eigenkapital ein Unternehmen verfügt. So besitzen die Unternehmer im Anschluss daran dann häufig einen Vorteil bei der Kreditbeantragung.

Denn Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalsquote werden als kreditfähiger angesehen, da die Banken die Sicherheit besitzen, dass sie ihr Geld in absehbarer Zeit wieder erhalten.

Der Kredit des Unternehmens kann dann erneut in Erweiterungs- oder Expansionspläne gesteckt werden, wodurch eine Vergrößerung der Bekanntheit und Netzwerks eines Unternehmens in einem kurzem Zeitraum relativ schnell steigen kann. Wer sich mit der Idee trägt, einen Investoren in sein Unternehmen zu integrieren, sollte vor allem mit viel Zeitaufwand rechnen.

Denn zunächst kann sich die Suche nach einem potenziellen Beteiligungspartner aufwendig und schwierig gestalten. Man darf nämlich auf keinen Fall den nächstbesten Investoren mit ins Boot holen, sondern sollte diese Entscheidung sorgfältig abwägen. Denn wenn sich der Beteiligungspartner mit seinem Geld das Mitsprache- und Informationsrecht erwirbt, jedoch eher ungeeignet für diesen Posten ist, kann es sehr schnell zu Reibereien und großen Problemen kommen.

Schlimmstenfalls landet man dann wegen Streitigkeiten vor Gericht, was dem Image des Unternehmens enormen Schaden zufügt. Weiterhin muss man damit rechnen, dass die Investoren einen detaillierten Businessplan fordern, selbst wenn Ihr Unternehmen schon etabliert ist und sich seit langer Zeit auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt befindet.

Die Prüfung des Businessplans und die Entscheidung für oder gegen Ihr Unternehmen kann sich dann lange Zeit hinziehen. Unternehmer müssen also durchaus mit einer Wartezeit von einigen Monaten rechnen. Planen Sie also ausreichend Zeit und Geduld ein!

4) Die Suche nach dem geeigneten Kapitalgeber

Beteiligungskapital scheint also eine einfache Möglichkeit zu sein, seine Pläne mit fremder Hilfe in die Tat umzusetzen. Bevor Sie jedoch eine vorschnelle Entscheidung treffen und sich für einen Investoren entscheiden, sollten Sie sich zunächst gründlich erkundigen, welche Anbieter von Beteiligungskapital es denn überhaupt gibt.

Denn je nachdem was Sie sich vorstellen, in welcher Branche Sie tätig sind, mit welcher Rendite zu rechnen ist und in welcher Höhe Kapitalbedarf besteht, können ganz unterschiedliche Kapitalgeber in Frage kommen. Zunächst wollen wir ihnen die privaten Kapitalbeteiligungsgesellschaften vorstellen, die auch Venture Capital Gesellschaften genannt werden.

Diese werden von Pensionsfonds und Versicherungen finanziert und möchten in erster Linie junge, vielversprechende Start-ups finden, die einen großen Wachstum versprechen. Denn die privaten Kapitalbeteiligungsgesellschaften möchten ihren erworbenen Anteil nach vier bis sieben Jahren gewinnbringend weiterverkaufen und mit einem hohen Profit aus der Investition aussteigen.

Dann gibt es noch Mittelständische Beteiligungsgesellschaften. Das sind häufig Kammern, Verbände oder Banken. Diese haben kein Interesse daran, sich in die Geschäfte des Unternehmens einzumischen.

Sie wollen sich langfristig finanziell in Unternehmen einbringen und sich flächendeckend über unsere deutsche Bundesrepublik ausbreiten. Das bedeutet, dass die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften nach Beteiligungsmöglichkeiten in allen Bundesländern und Branchen suchen. Business Angels sind Unternehmer, welche sich durch große Erfahrung und eigene Praxis auszeichnen. Sie verfügen selbst über ein Unternehmen oder arbeiten schon seit vielen Jahren in einer höheren Position.

Die Business Angels streben danach, junge, innovative Start-ups zu finden, welche eine glänzende und wachstumsstarke Zukunft vor sich haben. Business Angels sind häufig in Netzwerken integriert, die auf regionaler oder nationaler Ebene agieren.

Da unser Staat auch daran interessiert ist, deutsche Unternehmen zu fördern, gibt es mittlerweile staatliche Förderprogramme wie zum Beispiel INVEST, die Business Angels mit Existenzgründern in Verbindung bringen.

Das Programm, welches vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen wurde, motiviert die Business Angels durch Steuererleichterungen sich an den Unternehmen finanziell zu beteiligen. Außer dem Staat haben sich zudem auch einzelne Bundesländer darauf fokussiert, förderorientierte Beteiligungsgesellschaften zu gründen.

Wenn Sie also auf der Suche nach einem passenden Geldgeber sind, informieren Sie sich, ob es in Ihrer Region nicht spezielle Programme Ihres Bundesstaates gibt. Auch öffentlich gefördert ist der High-Tech-Gründerfonds. Mit der Hilfe von Startkapital und Unterstützung in Form von Coaching werden junge Start-ups gefördert, um den Markteintritt ohne Probleme über die Bühne zu bringen.

Das Deutsche Börse Venture Network setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für junge Unternehmen einfacher zu gestalten. So soll diesen bei der Kapitalaufnahme und beim Börsengang unter die Arme gegriffen werden. Dies wird umgesetzt, indem die Unternehmen mit internationalen Investoren zusammengeführt werden und umfassende Schulungen angeboten werden.

Die letzte Möglichkeit, welche wir Ihnen vorstellen möchten, ist der Ko-Investmentfonds coparion. Dieser hat sein Auge auf kleine innovative Unternehmen in der Technikbranche geworfen, die noch keine zehn Jahre auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt sind.

Bei der Auswahl dieser Unternehmen wird darauf geachtet, dass sich diese durch einen festen Kundenstamm, eine gute Umsatzquote und ein hervorragendes Konzept auszeichnen.

Da coparion 275 Millionen Euro schwer ist und die ausgesuchten Unternehmen mit einer Finanzspritze von bis zu einer Millionen Euro unterstützt, erhalten viele Start-ups die Möglichkeit von dem Ko-Investmentfonds zu profitieren. Das Kapital von coparion wird ausschließlich von privaten Investoren bezogen, welche sich durch ähnliche Werte und Ansprüche an Qualität auszeichnen sollen.

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