Ranking: Wichtige Elemente bei der Beurteilung von Franchise-Systemen für Sie im Überblick

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Dass das Franchising ein ausgesprochen gutes System ist, steht außer Frage. Es erlaubt einen einfacheren Einstieg, Unterstützung während der Gründungs- und Startphase und ein schlüsselfertiges Geschäftskonzept, das Erfolg verspricht. Die rund 1000 Franchisegeber mit einer Anzahl von fast 162.000 Niederlassungen, die von ungefähr 120.700 Franchisenehmern geführt werden, sind Beweis genug für die Rentabilität des Franchisings. Wer noch deutlichere Zahlen höheren möchte: Der Gesamtumsatz der Franchisewirtschaft beträgt jährlich um die 122,8 Milliarden Euro!

Das stetig steigende Interesse an dem Lizenzsystem und die vielen Neugründungen verwundern uns also schon lange nicht mehr. Wer ebenfalls davon träumt einen eigenen Betrieb zu eröffnen und sich diesen Wunsch mithilfe des Franchisings erfüllen möchte, muss zuallererst einen passenden Partner finden. Die Franchisegeber sind in vielen Branchen der deutschen Wirtschaft vertreten und da sie wie Sand am Meer vorhanden sind, haben zukünftige Existenzgründer die Qual der Wahl. Auf welche Kriterien Sie bei der Suche nach Ihrem Franchisegeber beachten müssen, wollen wir Ihnen im folgenden Artikel vorstellen.

1) Das Recht der vorvertraglichen Aufklärung

Wie schon erwähnt, ist das Franchising eine simple Möglichkeit für Existenzgründer, um sich selbstständig zu machen. Die Franchisegeber ziehen jedoch auch ihre Vorteile aus dem System. Sie steigern ihren Bekanntheitsgrad und sind in der Lage, ihr Unternehmen zu vergrößern. Das Ziel eines jeden Unternehmers ist es natürlich, seinen Umsatz und Profit zu steigern, was am einfachsten durch die Expansion ermöglicht werden kann. Aus diesem Grund sind die Franchisegeber besonders bestrebt, so viele Franchisenehmer wie möglich für sich zu gewinnen. Schließlich möchte man nicht in der Masse untergehen, sondern sich von der Konkurrenz abgrenzen.

In den letzten Jahrzehnten ist es häufig vorgekommen, dass Franchisegeber ein bisschen mit ihren Zahlen getrickst haben, oder sich schlicht und einfach geweigert haben, Bewerbern genaue Einblicke in die unternehmerischen Akten und Dokumente zu gewähren. Verluste und das Scheitern einzelner Filialen sollten somit verheimlicht werden, um die zukünftigen Existenzgründer nicht abzuschrecken. Da die Franchisenehmer jedoch viel Geld in die Betriebe investieren und auch einen großen Teil ihrer Zeit in die Gründung mit einfließen lassen, ist es nur fair, dass diese genauestens über ihren künftigen Geschäftspartner informiert werden.

Um also Franchisenehmer vor Fehlentscheidungen zu bewahren und Franchiseunternehmen daran zu hindern, mit ihren Daten zu tricksen, wurde das Recht der vorvertraglichen Aufklärung ins Leben gerufen. Der Deutsche Franchiseverband hat zu diesem Zweck Richtlinien entworfen, an welchen sich die Franchiseunternehmen orientieren können. Der sogenannte Ethik-Kodex empfiehlt den Franchisegebern, ihre Existenzgründern schon ab der ersten Kontaktaufnahme über die geschäftlichen Angelegenheiten aufzuklären. Es sollen dementsprechend alle Informationen mitgeteilt werden, welche die Entscheidung zur Unterzeichnung des Franchisevertrages positiv oder negativ beeinflussen könnten.

Dazu gehören zukünftige Pflichten und Regelungen, Angaben zu den möglichen Erfolgsaussichten und Auskünfte zu den zu erwartenden Ausgaben und zu zahlenden Gebühren. Gleichfalls dürfen gescheiterte Gründungen und die Risiken jedoch auch nicht verschwiegen werden. Wer bei der Kontaktaufnahme mit einem Franchiseunternehmen schon auf Widerstand stößt, sobald man nach detaillierteren Informationen bittet, sollte sofort die Ohren und Augen weit aufsperren. Denn wer nichts zu verbergen hat, geht mit seinen Auskünften offen um. Suchen Sie sich einen Franchisegeber, der Sie über die aktuellen Vorgänge in Kenntnis setzt und Sie nicht im Dunkeln tappen lässt.

2) Umfassende Hilfe oder doch eher Selbstständigkeit?

Weiterhin zeichnen sich gute Franchiseunternehmen durch ein umfassendes Leistungspaket aus. Sobald sich ein Franchisenehmer für die gemeinsame Zusammenarbeit entscheidet, offeriert der Franchisegeber seinem zukünftigen Partner Hilfe. Die Systemzentrale des Unternehmens hat viele Funktionen, ist jedoch hauptsächlich für die Akquise und Betreuung der Franchisenehmer zuständig. Noch vor dem Vertragsabschluss hilft die Systemzentrale den Franchisepartnern bei der Erstellung des Businessplans und begleitet diese gegebenenfalls zum Banktermin, bei welchem der Kredit beantragt wird.

Viele Franchiseunternehmen haben nämlich eine Bank ihres Vertrauens, die sich mit deren Vorgängen und Daten bestens auskennen, wodurch die Franchisegeber leichter einen Kredit gewährt bekommen. Darüber hinaus berät die Systemzentrale bei der Standortsuche und dessen Einrichtung und Ausstattung. Sobald der Betrieb der Niederlassung aufgenommen wird, unterstützt die Systemzentrale beim Management des Betriebs, bei der Kundenakquise, bei der Mitarbeitereinstellung und -suche und bei den Marketingstrategien. Im Laufe der Zusammenarbeit stellt die Systemzentrale durch Kontrollen immer wieder sicher, dass sich die Franchisenehmer an die gewünschten Vorgaben halten und greifen ihnen tüchtig unter die Arme. Diese umfassende Unterstützung sollte sich mindestens bis zum Break-Even durchziehen und kann ab diesem Zeitpunkt weniger werden.

Bei der Auswahl des passenden Franchisegebers sollte darauf geachtet werden, dass diese Leistungen im Vertrag mit inbegriffen sind. Dies ist eine Voraussetzung und eine typische Eigenschaft des Franchisings. Sollten Sie vermuten beziehungsweise den Eindruck gewinnen, dass Ihnen Hilfe in diesem Umfang nicht zugesprochen wird, sollten Sie sich nach einem anderen Franchisegeber umschauen, der mehr um seine Partner besorgt und bemüht ist.

3) Große Haie, kleine Fische

Vielen Existenzgründern fällt es schwer, sich für den passenden Partner zu entscheiden. In den meisten Fällen sind hauptsächlich die großen, altbewährten Unternehmen bekannt. Diese müssen jedoch nicht immer die beste Wahl für jeden sein. Franchiseunternehmen, welche schon lange auf dem Wirtschaftsmarkt beständig sind und die sich ihren Namen schon etabliert haben, sind häufig sehr anspruchsvoll. Es wird ein hohes Startkapital, eine immense Einstiegssumme und teure laufende Gebühren verlangt. Des Weiteren reichen einfache Fachkenntnisse oftmals nicht mehr aus, sondern den Unternehmen ist es am Liebsten, wenn ihre zukünftigen Partner schon viel Praxiserfahrung mitbringen und im besten Fall schon ihr eigenes Unternehmen geleitet haben. Quereinsteiger und Berufsanfänger haben hier kaum eine Chance, Fuß zu fassen.

Doch oftmals bieten kleinere Franchiseunternehmen die gleichen Leistungen und Möglichkeiten an. Und dies sogar zu besseren Konditionen! Hören Sie sich also gut um und informieren Sie sich vor allem nicht nur über einen Franchisegeber, sondern nehmen Sie Kontakt mit mehreren Unternehmen auf! Neue Franchiseunternehmen sind zudem auch sehr bemüht um ihre Franchisenehmer und bieten eine familiäre Atmosphäre, mit welcher große Unternehmen einfach nicht konkurrieren können.

Darüber hinaus ist es allerdings sehr wichtig, dass Sie Ihre Informationen nicht ausschließlich über den Franchisegeber beziehen. Schauen Sie sich die Rezensionen und Meinungen in Google an, sprechen Sie mit anderen Franchisenehmern und stellen Sie einfach sicher, dass Sie Ihr Geld in das richtige Unternehmen investieren.

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