Bewerbung beim Franchisegeber: Was müssen Sie unbedingt beachten?

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Wer mit Franchising gründet, der macht sich selbstständig. Nichts desto trotz müssen die potentiellen Franchisenehmer eine Bewerbung bei ihrem Franchisegeber einreichen. Denn schließlich möchte der Franchisegeber sicher gehen, dass die Fähigkeiten und Qualifikationen der Gründungswilligen zum Franchise-Unternehmen passen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute aufzeigen, worauf es bei einer Franchise Bewerbung zu achten gilt. Hier erfahren Sie mehr!

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Eine erfolgreiche Franchise Bewerbung: Darauf sollten Sie achten!

Wer sich als Franchisenehmer selbstständig machen möchte, der muss vorab den Franchisegeber von seiner Passgenauigkeit überzeugen. Denn nur, wenn der Franchisegeber den Interessenten für gut befindet, kann sich schließlich auch eine Zusammenarbeit ergeben. Nur in diesem Fall erhält der Franchisenehmer Zugriff auf das Konzept und die vollumfänglichen Markenrechte. Beim Franchising wird der Franchisenehmer Teil eines Netzwerkes und setzt das bewährte Geschäftskonzept des Franchisegebers an seinem eigenen Standort um. Handelt es sich um einen erfolglosen Partner, kann es zu Insolvenzen führen. Im schlimmsten Fall kann ein unfähiger Franchisenehmer den Ruf der gesamten Marke ruinieren. So versteht sich fast schon von selbst, warum Franchisegeber die Auswahl der passenden Kandidaten so ernst nehmen. Umso wichtiger ist es also, dass Sie mit Ihrer Franchise Bewerbung überzeugen, wenn Sie sich ernsthaft für eine Franchisemarke interessieren. Bei der Franchise Bewerbung sollten Sie daher eine Begeisterung für das Unternehmen versprühen und zeitgleich Ihre Skills und Fähigkeiten zum Ausdruck bringen. Ein Franchisegeber möchten wissen, ob der Kandidat das Zeug hat, ein eigenes Unternehmen zu gründen wie auch zu führen.

Wie gehen Sie bei der Franchise Bewerbung am besten vor?

Der erste Schritt ist ganz klar, dass Sie zunächst einmal ein passendes Franchisesystem finden, mit dem Sie sich identifizieren. Es gibt rund 1.000 aktive Franchisesysteme in Deutschland, so dass Sie als zukünftiger Franchisenehmer die Qual der Wahl haben. Das Franchising ist in nahezu allen erdenklichen Branchen vertreten, da es sich um ein exzellentes Vertriebskonzept handelt, was Unternehmen eine zielgerichtete und effektive Expansion möglich macht.

Um das passende Franchisesystem zu finden, sollten Sie Franchise Messen besuchen, auf unseren Seiten von Punkt Franchise stöbern und in Kontakt mit spannenden Marken treten, um mehr über eine potentielle Zusammenarbeit in Erfahrung zu bringen. Erstellen Sie hierzu eine Top 5 Liste der Systeme, die Ihnen am meisten zusagen und fordern Sie weitere Informationen an. Jegliche Informationen, die Sie erhalten, helfen Ihnen für einen besseren Vergleich und machen somit eine rationalere Entscheidungsfindung möglich. Dabei sollten Sie auch bedenken, dass Sie die Konkurrenzsituation der einzelnen Marken eingehend recherchieren, um eine Idee von der Beschaffenheit des Marktes zu bekommen.

>>> Machen Sie den Test, ob Sie der geborene Franchisenehmer sind. Hier erfahren Sie hier zum Thema, welches Franchisesystem zu Ihnen passt!

Haben Sie ein interessantes Franchisesystem entdeckt, sollten Sie schauen, ob sich diese Marke auch tatsächlich gerade auf Expansionskurs befindet. Ebenso sollten Sie vorab recherchieren, wie es um finanzielle Themen steht und ob Sie von Ihren Skills her überhaupt zur Marke passen. Sprich: Verfügen Sie über ausreichend Eigenkapital für die Finanzierung? Wie steht es um die Umsatz- und Gewinnzahlen? Handelt es sich überhaupt um ein finanziell attraktives und lukratives System? Schätzen Sie außerdem sich selbst gut ein: Verfügen Sie neben der Finanzkraft auch die persönlichen Skills, auf die es ankommt? Ansonsten ist eine Franchise Bewerbung meist recht erfolglos!

Worin liegt der Unterschied: Franchise Bewerbung vs. Bewerbung als Angestellter?

Der klare Unterschied liegt darin, dass Sie als Franchisenehmer Ihren eigenen Betrieb managen und Ihr Personal führen werden. Aus der Bewerbung sollte hervorgehen, dass Sie ein erfolgreicher Unternehmer sind, der betriebswirtschaftlich denken kann und über die notwendige Führungserfahrung verfügt. Aus formaler Sicht gesehen sieht die Franchise Bewerbung zwar ähnlich wie eine reguläre Bewerbung aus, inhaltlich unterscheiden sich die beiden Bewerbungsarten allerdings: Die Qualifikation und die Motivation sind essentielle Aspekte, auf die es bei einer Franchise Bewerbung ankommt. Selbstverständlich haben Sie darauf zu achten, dass Sie alle Formalitäten einhalten. Sprich: Ein ansprechend designter Lebenslauf, der die nötigen Qualifikationen hervorhebt, sowie saubere Anlagen und Zeugnisse.

Worauf kommt es den Franchisegebern an?

Die verschiedenen Franchisesysteme haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Bewerber. Je nach dem um was für eine Marke es sich handelt, können die Franchisegeber sehr hohe Ansprüche an die potentiellen Franchisenehmer haben. Gerade bei sehr bekannten Systemen gilt, dass die Anforderungen an das Eigenkapital oft sehr hoch sind, da die Marken bereits viel Zeit und Geld in den positiven und starken Markenaufbau investiert haben – diesen Einsatz möchte man natürlich vergütet wissen.

Darüber hinaus legen die Franchisegeber einen großen Wert auf unternehmerische Tugenden, bisherige Führungserfahrungen, betriebswirtschaftliches Grundwissen sowie eine hohe Überzeugungskraft und Freude am Organisieren. Denn auf all diese Skills kommt es letztlich an, wenn man sich als Franchisenehmer selbstständig macht: Man führt, managt und organisiert seinen eigenen Betrieb. Aus diesem Grund ist im Anforderungsprofil oft von einer Unternehmerpersönlichkeit die Rede. Allerdings ist an dieser Aussage viel Wahres dran, denn nur so kann man als Franchisenehmer auch erfolgreich Karriere machen. Und genau diese Fähigkeiten sollten deshalb auch aus dem Anschreiben und Ihrem Lebenslauf in der Franchise Bewerbung hervorgehen.

Quereinsteiger vs. fachliches Know-How?

Bei zahlreichen Franchisesystemen können Sie als Quereinsteiger ein- und aufsteigen. Und zwar lassen sich zahlreiche Systeme von Quereinsteigern ausführen, die vielleicht keine relevante Berufserfahrung mitbringen, dafür aber über die nötige Unternehmerpersönlichkeit verfügen. Viele Aspekte lassen sich meist per on-the-job-training erlernen, so dass es wichtiger ist, dass der Franchisenehmer vertriebs- oder kommunikationsstark ist. Letztlich lässt sich das relevante Fachwissen in Schulungen und Workshops vermitteln, während uns die Soft Skills in die Wiege gelegt werden.

Bei manchen Systemen jedoch ist eine einschlägige Berufserfahrung vorzuweisen. Dies ist oft der Fall bei Gesundheitsberufen – also bei der Senioren- oder Kinderbetreuung – bei bestimmten Handwerksberufen oder aber in der Beratung.

Für viele Franchisegeber ist darüber hinaus auch interessant, inwieweit man flexibel ist, was den Standort angeht. Sollte an Ihrem Wunschstandort keine Betriebseröffnung möglich sein, sehen Franchisegeber es gerne, wenn man auch durchaus längere Anfahrtswege oder Umzüge in Kauf nimmt, um für ein Franchisesystem aktiv zu werden!

Erfolgreiche Franchise Bewerbung: Geben Sie alles beim Erstgespräch!

Sollten Sie mit Ihrer Franchise Bewerbung ins Schwarze treffen und den Franchisegeber von Ihren Fähigkeiten überzeugt haben, werden Sie im nächsten Schritt zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Hierzu ist es wichtig, dass Sie sich vorab umfassend über das Unternehmen informieren. Zeitgleich sollten Sie sich zum Thema Franchising einlesen. In unserem Glossar erfahren Sie mehr über das Basiswissen sowie über relevante Begriffe, die für die Selbstständigkeit eine wichtige Rolle spielen. Ebenso sollten Sie sich vorab bereits Gedanken zu Ihrem Businessplan sowie zu der Finanzierung machen. Seien Sie proaktiv und bestens vorbereitet! Denn eines ist sicher: Eine zweite Chance für einen ersten Eindruck werden Sie nicht wieder bekommen! Geben Sie also alles und treten Sie überzeugend auf!

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