Bewerbung als Franchisenehmer: Das sollten Sie berücksichtigen

05.05.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist nicht alles, doch damit fängt es an. Wer zu leger gekleidet zum Bewerbungsgespräch erscheint, macht nicht den besten Eindruck, übertreiben sollten Sie es allerdings genauso wenig. Weder Unsicherheit noch Laxheit sind zu signalisieren, schließlich geht es um Authentizität und Ernsthaftigkeit. Dementsprechend muss man sich dann auch verhalten. Es wird nicht weiter verwundern, wenn man etwas aufgeregt ist, doch eben damit sollte man auch umgehen können.

Respektable Annäherung punktet im Franchising

Moderne Hilfsmittel der Kommunikation können dafür nützlich sein und selbstverständlich gute Umgangsformen. Wichtiger ist aber, dass ein Klima der gegenseitigen Akzeptanz geschaffen werden kann, und das fällt leichter, wenn man sich auf den ersten Blick sympathisch ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss man eben auf Distanz gehen und die Fakten sprechen lassen. Sie ist ohnehin stets angeraten, niemand erwartet, dass man sich gleich in die Arme fällt. Mit vorzeitiger Verbrüderung hat das Franchising kaum etwas gemein, vorerst geht es um eine sachliche Übereinkunft auf zurückhaltendem Niveau. Es bedeutet wiederum nicht, dass man sich leichtfertig abspeisen lässt.

Als angehender Partner nicht vom Leder ziehen

Bleiben Sie auch als Franchisenehmer hart in der Sache und verbindlich im Ton. Machen Sie deutlich, dass Sie höchst motiviert sind, aber nicht um jeden Preis. Ein guter Anknüpfungspunkt ist das stattgehabte Vorgespräch, in dem Grundlegendes bereits geklärt werden konnte. Zwischenzeitlich haben Sie sich umgehört und vielleicht den Rat von Experten eingeholt, sodass Sie sicher sein können, in keine Falle zu tappen. Sollte Ihnen dabei jedoch Widersprüchliches untergekommen sein, dann weisen Sie nicht zu betont darauf hin. Sprechen Sie es nüchtern an, Sie werden ja sehen, welche Reaktion drauf erfolgt. Ernten Sie standardisierte Antworten, müssen Sie hartnäckiger werden.

Eine Basis für die Verständigung schaffen

Probleme wird es immer geben, es ist nur gut, wenn Sie von Anfang an einen realistischen Eindruck davon bekommen, wie mit ihnen umgegangen wird. Zudem haben Sie die Chance, empfindliche Nerven zu treffen und müssen sich daraufhin entscheiden, ob Sie darauf Rücksicht nehmen wollen. In jedem Fall lernt man sich besser kennen, wenn man es nicht beim Geplänkel belässt, sondern behutsam zum Kern der Sache vorstößt. Es dreht sich um nichts anderes als um Ihre Zukunft, deren Gestaltung Sie momentan noch selbst in der Hand haben. Ziehen sogleich unvermutet dunkle Wolken auf, können Sie sich eventuell noch etwas Bedenkzeit erbitten.

Tunlichst nicht ins kalte Wasser springen

Im Normalfall aber sollten Sie bestens vorbereitet sein und genau wissen, was Sie wollen. Ihr Gesprächspartner wird Ihnen womöglich den gesamten Katalog vorblättern und auch die eine oder andere Überraschung in petto haben. Konfrontieren Sie ihn ruhig damit, dass Sie bereits informiert sind oder behalten Sie Ihr Wissen vornehm für sich. Denn in erster Linie geht es um Sie. Ihre Wahl ist schon getroffen, jetzt müssen Sie als künftiger Partner nur noch akzeptiert werden. Rücken Sie sich in ein möglichst günstiges Licht, aber bleiben Sie aufrichtig dabei. Sie sind kein Unbekannter, wenn Sie eingeladen werden. Überzeugen Sie mit stichhaltigen Argumenten.

Facetten der Persönlichkeit illustrieren

Sie sollten darlegen können, dass Sie genau der Richtige sind für diesen Job, Sie haben alle nötigen Voraussetzungen dafür geprüft und können das auch eindrucksvoll darlegen. Glauben Sie nicht, Sie könnten Ihrem Franchisegeber etwas vorzaubern. Sie sind nicht der Erste, der auf seine Glaubwürdigkeit hin überprüft wird, ein geschärftes Auge wird Ihnen begegnen. Wenn dazu ein Schmunzeln tritt, muss das nicht heißen, Sie hätten es geschafft. Geben Sie Schwächen zu, beweisen Sie Respekt, Sie sind derjenige, der etwas haben möchte. Das soll jedoch nicht zur Unterwürfigkeit führen, sorgen Sie dafür, dass man Ihnen eine begründete Wertschätzung entgegenbringt.

Gesucht: Ein Kerl zum Pferdestehlen

Ihr Ausmaß entsteht dadurch, dass Sie vorzuweisen haben, was gefordert ist, und dies auch wirkungsvoll präsentieren können:

  • eine unerschütterliche Überzeugung,
  • der entschlossene Wille zum Durchhalten, auch wenn es schwierig wird,
  • Einsatzbereitschaft, die mehr ist als ein Lippenbekenntnis.

Wenn Sie fachlich nicht allzu vorgebildet sind, kann das sogar von Vorteil sein. Der Franchisegeber braucht niemanden, der ihm sein Geschäft erklärt, sondern eher einen verlässlichen Partner, der sich auch anpassen kann und lernbegierig ist. Es könnte wohl auch sein, dass er größere Aufgaben für Sie vorgesehen hat.

Keine Heuschrecken im Franchising

Wenn Sie gleich den Master machen wollen, müssen Sie natürlich einiges mehr mitbringen. Entwickeln Sie Pläne, die nicht in den Wind zu schlagen sind, bestechen Sie mit Ihrem eigenen Konzept, das sich gleichwohl nahtlos einpasst. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn Sie einen Umschwung bewirken könnten, dafür ist das, was Sie massiv bereichern wollen, schon zu groß geworden. Kaufen Sie nicht gleich den Laden auf, behalten Sie Absichten in dieser Richtung vielleicht im Hinterkopf. Es kann ja sein, dass sich über kurz oder lang ein passender Zeitpunkt dafür ergibt. Doch wenn Sie mit der Tür ins Haus fallen, wird man Sie wohl des Raumes verweisen.

Die Gunst der Stunde nutzen

Franchisenehmer sollten sich darüber im Klaren sein, wo ihre Grenzen verlaufen. Wenn man sie überschreiten will, muss man sehr diplomatisch vorgehen und vor allem einiges zu bieten haben. Wenn das Ihr Ziel ist, dann dienen Sie sich hoch, bis Ihr Marktwert nicht mehr zu unterschätzen ist. Dann haben Sie fraglos ein Wörtchen mitzureden, vermutlich wird man auf Sie zukommen, sofern die Umstände weit genug gediehen sind und auch auf der persönlichen Ebene kein Hindernis besteht. Deshalb sollten Sie Ihr Ego nicht zu sehr in den Vordergrund rücken und zunächst eher im Stillen wirken, wenn Sie die Chance dazu bekommen.

Eine einmalige Gelegenheit

Vertrauen erwirbt man sich kaum durch Protzerei, eher durch bescheidene Beständigkeit. Es bedeutet nicht, dass man sich überall dahin schieben lässt, wo es gerade genehm ist, aber gelegentlich über seinen Schatten springen muss man doch. Mit jedem erfolgreich bewältigten Versuch reift man ein Stückchen weiter heran, bis man eines schönen Tages feststellt, dass die besten Jahre vorbei sind. Lassen Sie es so weit nicht kommen. Springen Sie rechtzeitig ab, wenn man Sie nur bremst und suchen sich ein aussichtsreicheres Betätigungsfeld, solange Sie noch genügend Energien dafür zur Verfügung haben. Bewerben Sie sich jetzt!

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