Bewerbungsabsage schreiben: Vermeiden Sie als Franchisepartner gefährliche Fallen!

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Wie sollten Sie im Franchise mit Bewerbungsabsagen umgehen?

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Franchisepartner zu suchen, gibt es viele neue Aufgabenfelder, welche auf sie zukommen. Zu der Suche nach geeigneten Franchisepartnern gehört neben der Verteilung von Zusagen auch das Mitteilen einer Absage. Neben vielen Vorteilen des Franchisings gehört dies wie in jedem anderen Berufsfeld auch zu den Aufgaben, die schwer zu umgehen sind. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie wissen, wie Sie damit umgehen sollten.

Tipps für ein effizientes Bewerbungsgespräch

Zuerst einmal sollten Sie sich überlegen, warum die Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheiden. Greifen Sie also im Bewerbungsgespräch auf, wie der Bewerber auf Ihr Franchise gestoßen ist und welche Motivation hinter der Gründung steht. So können Sie bereits die motiviertesten Bewerber herausfiltern, was Ihnen nach der Zusage durchaus helfen kann. Hierfür müssen Sie sich natürlich vorher überlegen, welche Kompetenzen genau Sie als Franchisegeber von einem Bewerber erwarten. Außerdem sollten Sie das Image und die Ziele Ihres Unternehmens nicht aus den Augen verlieren, denn Ihre Franchisenehmer sollten sich damit identifizieren können. Hier ein paar Punkte, die Franchisegeber für eine Existenzgründung mitbringen sollten:

  • Motivation
  • Anpassungsfähigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Erfahrung im Verkauf
  • Durchhaltevermögen
  • Unternehmerisches Denken

Können Sie Absagen vermeiden?

Natürlich wäre es schön, einfach komplett auf diesen Prozess verzichten zu können. Komplett vermeiden kann man Absagen leider nicht, aber es gibt durchaus einige Tipps, wie Sie die Anzahl der passenden Bewerbungen maximieren und somit die Anzahl der Absagen reduzieren können:

Warum überhaupt eine Absage schreiben?

Sie mögen vielleicht denken, dass das Erteilen von Absagen eine zeitaufwendige Aufgabe darstellt, welche nicht unbedingt notwendig ist. Natürlich ist es nie angenehm, einem Bewerber, der Mühe und Zeit in die Bewerbung investiert hat, abzusagen. Allerdings ist es durchaus ein wichtiger Bestandteil für Ihr Franchise, da ein Verzicht auf diese Aufgabe zu einem schlechten Ruf führen kann.

Sie sollten sich also jede Bewerbung trotzdem angucken und eine nette Absage formulieren. Denn wenn die Bewerber gar nichts von Ihnen hören, kann das Interesse an einer Franchisepartnerschaft mit Ihrem Franchise auch seitens anderer Bewerber sinken. Außerdem müssen Sie bedenken, dass die Bewerber auf eine Antwort warten, um sich bei einer Absage nach anderen Stellen umschauen zu können. Selbst wenn ein Bewerber direkt nach dem Öffnen des Lebenslaufes und Motivationsschreibens aussortiert wird, sollten Sie wenigstens eine kurze E-Mail verfassen, welche sagt, dass Sie die Bewerbung zu Kenntnis genommen haben, sie jedoch leider nicht weiter in Erwägung gezogen wird.

Des Weiteren ist es für die geplante Existenzgründung des Franchisenehmers wichtig, die Gründe für die Absage zu erfahren. Nur so können dieser seine Präsentation als zukünftiger Franchisenehmer verbessern oder an den Gründen für eine Absage arbeiten und haben bessere Chancen auf eine erfolgreiche Franchisepartnerschaft.

Welche Gründe gibt es für eine Absage?

Es gibt viele Gründe, warum Sie eine Absage erteilen müssen. Die Gründe für eine Absage können sehr unterschiedlich sein:

  • Qualifikationen entsprechen nicht den erforderlichen, z. B. mangelnde Motivation oder mangelnde Führungsqualitäten
  • Unzureichende Qualifikationen
  • Unvollständige oder nicht ansprechend gestaltete Bewerbung

Welche Fehler sollten Sie als Franchisegeber vermeiden?

Es gibt einige Fallen, die Sie gegenüber potenziellen Franchisenehmern bei einer Bewerbungsabsage unbedingt vermeiden sollten. Hierzu gehören:

  • Diskriminierung der Bewerber in jeglicher Art
  • Verwendung zu vieler negativer oder übertriebener Formulierungen
  • Höflichkeit bewahren
  • Standardisierte Absage

Eine höfliche und respektvolle Formulierung einer Absage ist sehr wichtig für das Ansehen Ihres Unternehmens. Diskriminierung kann sich auf Alter, Geschlecht, Religion, Herkunft oder Behinderung beziehen. Inzwischen müssen Sie bei jeder Stellenanzeige nicht nur „(m/w)“ angeben, sondern „(m/w/d bzw. x)“ für divers bzw. geschlechtsneutral.

Des Weiteren müssen Sie bei der Erteilung einer Absage sehr vorsichtig mit Ihrer Wortwahl sein und viele juristische Experten raten sogar davon ab, genaue Gründe für eine Absage zu nennen. Denn sobald der nach Gesetzeslage des AGGs der Verdacht einer Absage aufgrund von Diskriminierung besteht, kann der betroffene Bewerber rechtlich gegen Sie vorgehen. Das möchten Sie natürlich vermeiden, daher ist bei der Nennung von Gründen höchste Vorsicht geboten. Es kommt eher selten vor, dass Bewerber nach den genauen Gründen für eine Absage nachfragen werden. Wenn Ihnen das allerdings passiert, dann wenden Sie sich an eine juristische Fachkraft, um jegliche Schwierigkeiten zu vermeiden.

Was passiert, wenn ein qualifizierter Franchisenehmer kurzfristig absagt?

Genau so wie Sie als Gründer einem potenziellen Franchisepartner manchmal absagen müssen, kann es auch eintreten, dass Sie nach Interessenbekundung an einen Bewerber eine Absage seitens des Bewerbers erhalten. Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Kein Interesse mehr an einer Partnerschaft mit Ihrem Unternehmen
  • Ein anderes Unternehmen hat bereits zugesagt
  • Zu lange Wartezeit bei der Zusage
  • Allgemein kein Interesse mehr an dem Einstieg ins Franchising

Letzteres ist eher unwahrscheinlich, da die Bewerber sich in der Regel sehr bewusst für einen Einstieg ins Franchising entscheiden. Sie wägen alle Vorteile zum Dasein als Angestellter sorgfältig ab, wodurch es durchaus wahrscheinlicher ist, dass einer der anderen Gründe zutrifft. Daher sollten Sie also nicht zu viel Zeit im Bewerbungsprozess verlieren und schnell auf gute Bewerbungen reagieren. Außerdem wird hier die Relevanz von Absagen wieder hervorgerufen, da sich dieser Prozess auf den Ruf Ihres Unternehmens auswirken kann.

Schritte nach der Absage

Sobald Sie die Absagen verteilt haben, können Sie sich nun also auf die Franchisegeber konzentrieren, welche für eine Franchisepartnerschaft in Frage kommen. Laden Sie die besten Bewerber in Ihre Filiale ein, denn somit gewähren Sie den Existenzgründern einen direkten Einblick in das Franchise. Außerdem lernen Sie den Bewerber persönlich kennen und dieser hat die Möglichkeit, Ihnen als Franchisenehmer Fragen rundum das Unternehmen zu stellen und Details abzuklären.

Merken Sie sich also, dass eine Definition der Kernkompetenzen, die ein Bewerber mitbringen sollte, sowie eine Berücksichtigung der Ziele Ihres Franchise im Vordergrund einer Suche nach potenziellen Franchisepartnern steht. Zu den Kernkompetenzen gehört unter anderem Motivation und Durchhaltevermögen, denn nur mit diesen Eigenschaften kann der Franchisegeber eine erfolgreiche Gründung im Franchise vollziehen. Absagen zu erteilen ist wichtig aus verschiedenen Gründen, zu welchen auch gehört, dass Sie den Ruf Ihres Unternehmens schützen wollen. Bei der Erteilung von Absagen sollten Sie stets höflich und respektvoll bleiben und unbedingt jegliche Art der Diskriminierung vermeiden.

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