Big Data in Gastronomie-Franchisebetrieben

03.02.2019 16:30 | Ein Unternehmen gründen

big data im franchising

Die Digitalisierung hat unsere Arbeitswelt stark verändert. Auch wenn viele Unternehmen und Politiker das ganze Big Data Konzept fürchten, bringen die technologischen Fortschritte viele Vorteile und machen ein effizienteres Arbeiten möglich. Auch das Franchising reagiert langsam aber sicher auf Big Data und versucht den digitalen und technologischen Fortschritt sinnvoll in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. In dem heutigen Artikel möchten wir Ihnen zunächst die Vorzüge von Big Data aufzeigen und ein Franchise-Unternehmen vorstellen, was dieses Konzept bereits erfolgreich anwendet.

Big Data und das Franchising

Big Data ist in aller Munde, die Digitalisierung ist der aktuelle Megatrend der Wirtschaft. Unternehmen und Franchisesysteme nehmen die digitale Transformation ernst und arbeiten daran, ihre Kunden noch spezifischer anzusprechen, um ihr Geschäft noch effektiver ausweiten zu können. Allerdings ist es nicht nur damit getan, dass man fleißig und nahezu wahllos Daten der Kunden sammelt. Viel wichtiger ist es, die Informationen der Massendaten daraufhin auch richtig einzusetzen. Das Sammeln der Daten ist heutzutage Pflicht, denn Big Data hat einen enormen Wert, jedoch kommt es dann auf die Franchisegeber und Franchisenehmer an, diese Daten richtig auszuwerten – nur so wird letztlich der entscheidende Mehrwert generiert!

Die Anfänge des Datensammelns und der Datenverwaltung

In den späten 80er Jahren, Anfang der 90er Jahre fing in den USA der Pizza-Gigant Domino’s an, die Daten seiner Kunden zu sammeln. Damals wurden Informationen wie Postleitzahl, die Häufigkeit von Bestellungen, die Lieferzeiten, etc. gesammelt. Selbst zur damaligen Zeit handelte es sich hierbei schon um ein ausgeklügeltes Daten-Imperium! Heutzutage findet das Sammeln von Informationen natürlich in einem noch größeren Umfang statt. Das Schlagwort Big Data steht heute für den Prozess, dass Kundendaten gesammelt und dann analysiert werden, um für den Kunden ein persönlich angepasstes Marketing zu nutzen. Zudem sind diese Informationen hilfreich für Unternehmer und Franchisegeber, um Entscheidungen zu treffen, was beispielsweise weitere Neueröffnungen angeht oder aber um das Personal in einzelnen Standorten besser an die Nachfrage der Kunden anzupassen.

Was ist mit Big Data im Franchising möglich?

Die gesammelten Massendaten geben einen Überblick über die Präferenzen und Besonderheiten der Kundenwünsche und deren Einkaufs- oder Konsumverhalten. Verfügt man über diese wertvollen Daten, kann man sein Geschäft nachhaltig optimieren. Während die fortschrittlichsten Unternehmen schon seit Jahrzehnten in dem Bereich aktiv sind, gibt es auch diejenigen Firmen, die hinterherhinken. Auch vielen Franchise-Unternehmen wird oft vorgeworfen, sie würden Big Data nicht die Bedeutung zumessen, die es verdient – und dabei könnte vor allem das Franchising an der Fülle von Kundeninformationen profitieren. Die besondere Unternehmensstruktur beim Franchising macht es möglich, dass die Informationen sinnvoll in den einzelnen Betrieben verwertet werden können. Die Ideen und Strategien, die in einer Franchisefiliale funktionieren, könnten auch einem anderen Franchisenehmer an seinem Standort behilflich sein.

Wie kommt man an die Daten?

Es ist schwieriger geworden an die Daten der Kunden zu kommen, da diese von zahlreichen Unternehmen für die unterschiedlichsten Services nach ihren Informationen und Kontaktdaten gefragt werden. Zusätzlich wird die Datenschutzproblematik stärker in den Medien diskutiert, so dass sich viele Kunden schwer damit tun, freizügig E-Mail-Adressen und persönliche Informationen anzugeben. Als Unternehmen ist es wichtig, dass man respektvoll mit den Daten umgeht, sie gut beschützt und ihnen den Wert beimisst, den man sich auch von ihnen erhofft.

Die Vorzüge an Massendaten im Franchising

Wer Kundendaten sammelt, der sollte diese selbstverständlich auch sinnvoll einsetzen. So sollten Franchisenehmer nicht zu stark den Fokus auf die Kunden legen, die ohnehin schon zu den häufigen Gästen zählen. Viel wichtiger ist es hier, anhand der Daten die Kunden anzusprechen, die nur ein oder zwei Mal pro Jahr die Filiale aufsuchen. Denn genau das macht den entscheidenden Unterschied!

Wenn also ein Kunde in den Laden geht, dann sollte dieser auch möglichst in einen Käufer umgewandelt werden. Hier kann man sich beispielsweise das Ziel setzen, dass man ein Viertel aller Interessenten in tatsächliche Käufer umwandelt. Liegen dem Unternehmen keine Informationen zum Kundenaufkommen vor, ist dies natürlich deutlich schwieriger. Und in der Tat gibt es nur wenige Einzelunternehmer, die Kundendaten und das Kundenaufkommen für solche Zwecke nutzen. Vertane Chance: Denn der potentielle Käufer wandert durch den Shop, ohne etwas zu kaufen!

Die Franchisegeber können all diese Informationen nutzen, um die gesamten Verkäufe, Marketingbemühungen, laufenden Franchisegebühren sowie andere Aspekte zu nutzen. Sie können unter anderem auch systemweite Zahlen und Fakten den Franchisenehmern zur Verfügung stellen, damit diese sich mit anderen Betrieben vergleichen können. So können unter anderem auch systemweite Programme entwickelt werden, die den einzelnen Betrieben zu mehr Wachstum verhelfen und so letztlich alle Geschäftspartner glücklich machen!

Wie kann man das Big Data Projekt angehen?

Heutzutage gibt es zahlreiche Anbieter, die Franchise-Unternehmen dabei behilflich sind, um in das Spiel mit den Daten einzusteigen. Diese Lösungsansätze und Softwares machen es leichter, dass man sein Business nachhaltig boosten kann.

Jedoch ist es ratsam, dass Franchisesysteme ihre eigene Software entwickeln. Und zwar liegt das ganz einfach daran, dass diese Softwarelösungen Dritter einen generellen Ansatz verfolgen – ganz gleich ob es sich um eine Pizzeria, einen Nagelsalon oder einen Kfz-Service handelt. Da abgesehen von den unterschiedlichen Branchen die einzelnen Franchisesysteme natürlich auch vollkommen unterschiedlich funktionieren, sollten sich die Franchisegeber dafür einsetzen, systemspezifische Lösungen für ihre Branche und ihr System zu entwickeln.

Aber müssen die Franchise-Unternehmen erst einmal Geld in die Hand nehmen, um die digitale Transformation auch effektiv angehen zu können. Während Franchisesysteme in den USA die Verwertung der Kundendaten als entscheidenden Erfolgsfaktor ausgemacht haben, so hängen viele deutsche Systeme noch hinterher.

Deutsche Franchisesysteme und die Digitalisierung

Aber auch in Deutschland haben Franchise-Unternehmen die Notwendigkeit von Big Data entdeckt. Das belegte nun auch eine Studie von PwC, die Unternehmen zum Einsatz von Big Data befragten. Hier gaben 97 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie solche Daten für ihre Entscheidungsfindung nutzen würden. Viele Unternehmer der alten Schule halten jedoch noch an ihrer Erfahrung und Intuition fest, wenn es um das Denken und Lenken ihres Konzerns geht.

Das Filtafry Franchise und sein Einsatz von smarter Technologie

Das Filtafry Franchise ist ein mobiler Fritteusenreiniger, der mit einem Service-Van bei seinen Kunden vorfährt, um deren Fritteusen professionell zu säubern. Darüber hinaus gehört beim mobilen Full-Service rund um die Fritteuse auch das Messen der Qualität des Frittierfetts und das regelmäßige Reinigen des Speiseöls mit einem Mikrofilter-System. Zu den Kunden des Filtafry Franchise zählen Restaurants, Imbisse und Caterer – die gesamte Bandbreite der Gastronomie-Franchisebetriebe. Diese profitieren davon, dass sie dank den Services des Filtafry Franchise ihren Ölverbrauch um die Hälfte reduzieren können und somit auch ihre Kosten senken können.

Auch beim Filtafry Franchise kommen nun smarte Technologien zum Einsatz, um die Franchisenehmer und Kunden besser ansprechen zu können – Big Data sei Dank! Den Franchisenehmern wird ein smartes Trainingsportal 2tutorial angeboten, was die Weiterbildung der einzelnen Geschäftspartner möglich macht. Für eine bessere Kundenbindung kommt das Kundenmanagementsystem Frytrack zum Einsatz. Dies bestätigt die PwC-Studie, dass Big Data auch in Europa für Unternehmen immer wichtiger geworden ist und eine richtige Auswertung und Nutzung der Daten Franchise-Unternehmen wie auch Gastronomie Franchises nach vorne bringen kann!

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