Bürokosten im Franchising

23.11.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

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Manch einer erledigt ja fast alles quasi im Handumdrehen mit Laptop und Handy, in anderen Fällen sind gut ausgestattete Büroräume vonnöten, gerade wenn sie auch repräsentativen Zwecken dienen sollen. Der angehende Franchisenehmer tut gut daran zu sparen, was geht, besonders in der Aufbauphase. Zu schnell schleicht sich ein Kostenfresser ein, manchmal kommt auch der Stolz auf noch zu Erwartendes überdeutlich zum Ausdruck. Dennoch sollte man nicht den Eindruck machen, als pfiffe man auf dem letzten Loch.

Bürokosten sollen den Etat nicht belasten

Solide und funktionsgerecht muss die Einrichtung sein, etwaige Besucher dürfen nicht argwöhnen können, dass man nicht wüsste, was man zu leisten hat. Liegt der Schwerpunkt des Geschäfts im Franchising jedoch an anderer Stelle, stapeln sich die Unterlagen oft genug im Hinterzimmer, und das macht auch nicht sehr viel aus, solange man sich darin zurechtfindet.

  • Jeden Quadratzentimeter gilt es mitunter,
  • effektiv zu nutzen,
  • was abenteuerliche Formen annehmen kann,
  • einen jedoch auch auf Ideen bringt.

Die perfekte Systemgastronomie sieht anders aus, hierbei beschränkt man sich auf das Nötigste und achtet peinlich genau darauf, dass sich kein Fettfleck verirrt. Der Papierwust gehört überstandenen Zeiten an, eventuell muss etwas ausgelagert werden.

Sparen mit Verstand bei den Bürokosten

Keinesfalls sollten Sie sich dem Luxus frönen, auf das, was Sie dringend brauchen, zu verzichten. Das wirkt nicht professionell, eher so, als nage man am Hungertuch. Unverzichtbares muss ordentlich finanziert werden, Spielzeug dagegen ist in den Bereich der Träumerei zu verbannen. Wenn Sie anfangs noch im Zweifel sind, hat Ihr Franchisegeber sicherlich den einen oder anderen Tipp für Sie parat, doch darauf allein sollten Sie sich nicht verlassen und rechtzeitig grundlegende Überlegungen anstellen. Es wird einem nur geholfen, wenn man sich selbst ausreichend bemüht und keine Scheu vor vielleicht bitteren Entscheidungen zeigt. Wer wäre so naiv, dass er nicht wüsste, wie er vorzugehen hat, wenn es um Essenzielles geht?

Von früh bis spät verkabelt und stets am Ball sein

Denn das ist die Büroarbeit. Es kann nicht angehen, dass man einen Auftrag verpasst, weil einem der Anruf entgeht. Wer effektiv sein will, muss unverzüglich reagieren können und immer erreichbar sein – vor allem dann, wenn’s brennt. In diesem Bereich sind keinerlei Lücken im Etat verantwortbar, andererseits können sie auch durch Unachtsamkeit gerissen werden. Das geschieht nur allzu leicht, wenn Sie den Steuerberater Ihre Arbeit machen lassen. Was er vorgelegt bekommt, muss akribisch aufbereitet sein und darf nicht etwa dazu führen, dass eine Suchaktion gestartet werden muss. Halten Sie Entscheidendes permanent auf Zugriff bereit, Sie können nie wissen, wann Sie es einmal dringend brauchen.

Nicht alles den hoch bezahlten Kräften überlassen

Vielleicht vervollkommnen Sie sich mit der Zeit in diesem Metier sogar derart, dass Sie hohe Stundensätze für sich selbst verbuchen können. Es ist jedoch riskant, denn das Finanzamt wird Ihren eingereichten Unterlagen dann erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Sie müssen auch dabei nicht so tun, als würden Sie eine Druckerei betreiben. Oft genug werden Prospekte verschickt, wenn ein Handzettel ausreichen würde. Er kann ja dennoch einfallsreich gestaltet sein, und gerade daran erweist sich gelegentlich das unternehmerische Geschick. Wer klein anfängt, setzt sich nach Feierabend hin zum Basteln und verteilt das Ergebnis seiner engagierten Bemühungen anschließend noch in eigener Person.

Unverhoffter Ansturm durch bescheidene Aktion

Das wissen einige Leute zu schätzen. Sie könnten demjenigen, der sich nicht zu fein dafür ist, selbst Hand anzulegen, am nächsten Morgen förmlich die Tür einrennen. Einem aber, der sich den Anschein gibt, dass er Werbung gar nicht nötig hat oder sehr viel dafür ausgibt, was andere bezahlen müssen, wird man seine Gunst womöglich deswegen entziehen. Die Papier-Container quellen allerorten über von offensichtlich Unbrauchbarem, gerade zur Weihnachtszeit. Dämmen Sie unnötigen Aufwand ein und tun damit auch etwas zur Besänftigung Ihres Umwelt-Gewissens. Das wird man anerkennen und Ihnen freiwillig geben, wofür Sie sich sonst ordentlich anstrengen müssten.

Keine überhöhten Tarife einfach so akzeptieren

Nicht jede Flatrate hält ihr Versprechen; den Anbieter zu wechseln ist zwar meist umständlich, doch es kann sich lohnen. Wichtig ist, dass Sie sämtliche Forderungen beständig kontrollieren und laufend nach möglichem Ersatz Ausschau halten. Das gilt natürlich und ganz besonders für den Energiebedarf. Die Lichter einfach auszuschalten oder im Winter zu frieren können sich nur wenige erlauben, doch günstigere Lieferanten wählen, das sollte machbar sein. Es muss doch nicht gleich ein Tablett als Begrüßungsgeschenk dabei herausspringen, in der Regel hat man es bereits und keine Verwendung für weitere Geräte. Vorsicht ist dennoch geboten, denn von der Versorgung abgekoppelt kann es duster werden.

Überlegen Sie, was Sie unternehmen

Viel macht auch das Verhalten aus. Zeigen Sie Verantwortung im Umgang mit Rohstoffen, das müssen Ihre Kunden auch. Mancher könnte Anstoß daran nehmen, dass Sie offensichtlich verschwenden, was andere womöglich schmerzlich entbehren. Sie hätten dann Grund genug, nur an ihr eigenes Wohl zu denken. Kaufen Sie nicht zu teuer und zu häufig ein, wenn es um Dinge geht, die Sie andauernd benötigen. Zwar sollten Sie keine Wände errichten aus preisreduziertem Druckerpapier, doch für ein paar Kugelschreiber findet sich, wenn Sie sich solcher Gerätschaften überhaupt noch bedienen, überall ein gutes Plätzchen.

Sie müssen nur genau abwägen, ob zusätzliche Anstrengungen sich lohnen, wenn man den Effekt dagegenhält. Man kann sich auch kaputt sparen oder als berüchtigter Schnäppchenjäger unterwegs sein, anstatt seiner eigentlichen Arbeit nachzukommen, mit der man wesentlich mehr verdient, als anderweitig zu ergattern ist. Nutzen Sie das Treiben blutrünstiger Füchse lieber dafür, ab und an ein kleines Präsent zu offerieren. Geschenkt bekommt man doch nur wenig, und wenn jemand sich die Mühe macht, kann das sehr wohl honoriert werden.

Sie brauchen sich dafür nicht in Unkosten zu stürzen, entscheidender ist, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und sich auch einmal revanchieren wollen für das, was Ihren Lebensunterhalt sichert. Gebärden Sie sich nicht so, als lebten Sie im Überfluss, aber zeigen durchaus Verständnis dafür, dass es Ihrer Klientel schwerfallen kann, Bedürfnisse durch Angebotenes zu decken.

Sie könnten auch selbst in die Verlegenheit geraten, Notwendiges kaum bestreiten zu können, doch ob Ihnen dann noch jemand hilft, das bleibt abzuwarten, wenn es nicht vermieden werden kann. Geben Sie ruhig mal einen aus.

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