Businessplan schreiben: Eine Anleitung für Franchisegeber

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businessplan schreiben

Wer sich selbstständig machen möchte, der um ihn nicht drum herum: Die Rede ist hier vom Businessplan! Der Businessplan ist ein essentieller Baustein wirklich jeder Unternehmensgründung. Es handelt sich bei diesem Dokument um das Herzstück eines jeden Unternehmens, was vor der Gründung sorgsam und detailliert erstellt wird. Als Franchisegeber haben Sie Ihre eigene Geschäftsidee zur Marktreife gebracht und expandieren nun mithilfe von qualifizierten Franchisenehmern. Damit aber auch Ihre Geschäftspartner erfolgreich gründen können, kommen diese um einen eigenen Businessplan nicht drum herum. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen ein paar wichtige Tipps rund um das Thema Businessplan schreiben geben, damit Sie Ihren Geschäftspartnern optimal zur Seite stehen können.

Businessplan schreiben: Ein guter Plan ist die Basis für unternehmerischen Erfolg!

Viele angehende Gründer sind sich nicht bewusst, wie wichtig es ist, einen Businessplan zu schreiben! Sie gehen davon aus, dass man ihn lediglich für die Geldgeber oder die Agentur für Arbeit schreibt. Nur leider ist dem nicht so. Natürlich dient der Businessplan dazu, den Kreditgebern und Investoren die Wirtschaftlichkeit der geplanten Unternehmung klar zu machen, allerdings geht es primär darum, dass man den Businessplan zunächst einmal für sich als Gründer schreibt! Indem man einen Businessplan schreibt, überprüft man nicht nur seine eigene Geschäftsidee auf Herz und Nieren, sondern auch sich selbst und die Gründerpersönlichkeit. Nur wenn man sich Zeit für einen gut durchdachten Plan nimmt und sich der eigenen Unternehmung sowie den zukünftigen Unternehmensstrategien klar wird, verfügt die Selbstständigkeit auch über ein solides Fundament. Ein Businessplan dient also dazu, Gründer vor dem Scheitern zu bewahren. Und Ihre Aufgabe als Franchisegeber ist es, Ihren Geschäftspartnern kompetent zur Seite zu stehen, damit diese ihre zukünftige Gründung erfolgreich bestreiten können.

Was macht einen guten Businessplan aus?

Um einen Businessplan zu schreiben, sollten Ihre angehenden Franchisenehmer zwei bis vier Wochen zeitlich veranschlagen. Dies umfasst die volle Arbeitszeit, also die Recherchen und das Schreiben des Businessplans. Der enorme Zeitaufwand ist es auch meist, der die angehenden Gründer vor dem Schreiben abschreckt. Allerdings ist dies weise investierte Zeit, da es hier um die Basis des zu gründenden Unternehmens geht. Ein guter Businessplan kann lediglich über 10 Seiten aber auch 50 bis 70 Seiten umfassen. Hier kommt es immer darauf an, wie komplex das Geschäftskonzept und die angebotenen Produkte oder Services des Franchise-Unternehmens sind und wie umfassend die Markt- und Wettbewerbsanalyse ausfällt. Außerdem ist der Finanzbedarf der Gründung entscheidend: Je finanzintensiver ein Vorhaben, desto mehr Tiefgang sollte der Businessplan haben. In diesem Fall sollten Sie als Franchisegeber unterstützend zur Seite stehen und Ihren angehenden Geschäftspartnern hilfreiche Kennzahlen zur Verfügung stellen.

 

 

Warum ist es wichtig, einen Businessplan zu schreiben?

Machen Sie Ihren angehenden Franchisepartnern klar, dass diese das Businessplan schreiben nicht auf die leichter Schulter nehmen sollten. Es handelt sich schließlich um den Masterplan ihres eigenen Franchisestandortes und sie legen hiermit den Grundstein für eine erfolgreiche Selbstständigkeit als Franchisenehmer. Der Businessplan dient dazu, das Konzept zu analysieren und in eigene Worte zu fassen, es zu bewerten und eine lebensverändernde, wichtige Entscheidungen zu treffen: Selbstständigkeit ja oder nein?

Gut Ding will Weile haben…

Ihre Geschäftspartner sollten für die Erstellung ausreichend Zeit und Aufwand einplanen, damit sie ein professionelles, sorgsam recherchiertes Dokument vorlegen können. Erst wenn sie ihren Businessplan schreiben, formulieren sie ihre Gründung, grenzen ihre Zielgruppe ein, beschäftigen sich eingehend mit der Produktpalette, dem Standort und der dortigen Wettbewerbersituation und sie setzen sich erstmals intensiver mit den wichtigen Finanzierungsfragen auseinander. Nur wer sich ausreichend Zeit für seinen Businessplan nimmt, der kann die Schwachstellen und Defizite einer Geschäftsidee ausmachen und gegebenenfalls ausbessern. Und selbstverständlich ist essentiell für Kreditgeber, dass sich die angehenden Franchise-Unternehmer mit dem Cash-Flow und der Profitabilität ihres Standortes auseinander gesetzt haben. Stellt sich ein Konzept als nicht rentabel heraus, sollte man rechtzeitig die Notbremse ziehen und von einer Gründung absehen!

Einen guten Businessplan schreiben: Hierauf kommt es an!

Wenn Ihre Franchisepartner den Businessplan schreiben, sollten Sie darauf achten, dass diese auf die folgende 7 Aspekte eingehen:

  • Analyse des Franchisekonzeptes

Ihre angehenden Geschäftspartner sollten das Franchisekonzept umfassend verstanden haben, so dass sie es auch 1:1 an ihrem eigenen Standort umsetzen können. Dies bedeutet, dass die Gründung sorgfältig geplant wird und die Franchisenehmer alle noch offenen Fragen klären! Das Franchisekonzept stellt das entscheidende Fundament einer Gründung dar!

  • Verfügt der Franchisepartner über eine Gründerpersönlichkeit?

Damit eine Gründung gelingt, ist es wichtig, dass der Gründer auch über die entscheidende Unternehmerpersönlichkeit verfügt. Und zwar sind die praktischen Skills und die Eignung gerade beim Franchising meist wichtiger als vorherige Berufserfahrungen! Aus diesem Grund sollten Sie als Franchisenehmer herauslesen können, welche Skills und Qualifikationen der Gründer hat und wie es um sein Know-How steht. Unser Persönlichkeitstest für Gründer kann Klarheit schaffen! Nur wer über den entsprechenden Unternehmergeist und eine bestimmte Persönlichkeit verfügt, der kann auch überzeugend gründen!

  • Wie steht es um die rechtlichen Rahmenbedingungen?

Achten Sie darauf, dass Ihre zukünftigen Geschäftspartner auch sämtlichen rechtlichen Rahmenbedingungen im Businessplan ihre Aufmerksamkeit schenken. Als erfahrener Franchisegeber kennen Sie Ihr Konzept in- und auswendig und wissen, worauf es ankommt, damit eine gewerbliche Immobilie die baulichen Vorgaben erfüllt. Außerdem wissen Sie darüber Bescheid, welche standesrechtlichen Voraussetzungen für eine Gründung erfüllt werden müssen, damit die Leistungen Ihres Franchise-Unternehmens überhaupt angeboten werden dürfen. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Franchisenehmer aller rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst sind.

  • Welchen Mehrwert schafft das Konzept für die Kunden?

Natürlich haben Sie bei der Entwicklung Ihrer Geschäftsidee darauf geachtet, was der Kundennutzen und was das Alleinstellungsmerkmal Ihres Konzeptes ist. Aber auch Ihre Geschäftspartner sollten den Kundennutzen verinnerlichen und sich in die Sicht der Kunden hineinversetzen können. Nur wenn sich diese bewusst sind, welchen Mehrwert sie beim Kunden generieren, können sie das Konzept auch erfolgreich an ihrem Standort umsetzen.

  • Sind Marketing und Vertrieb bestens an das Konzept ausgerichtet?

Der große Vorteil beim Franchising ist, dass Sie Ihre Geschäftspartner mit Werbe- und Marketingmaterialien versorgen. Außerdem ist es meist die Franchisezentrale, die gebündelt für das gesamte Netzwerk eine überregionale Marketingstrategie erstellt. Jedoch übernehmen die Franchisepartner meist das Marketing für den regionalen Markt. Briefen Sie diese, worauf es hierbei ankommt!

>>> Informieren Sie sich hier zum Thema Marketing im Franchising:

  • Passen die Finanzen?

Selbstverständlich kommt es auch auf finanzielle Aspekte im Businessplan an. Werfen Sie ein Auge darauf, dass die Geschäftspartner sich aller Investitionsposten bewusst sind und einen soliden Liquiditäts- und Rentabilitätsplan aufstellen. Versichern Sie sich, dass nicht zu knapp geplant wird, so dass die Gründer am Ende noch in Existenzsorgen kommen. Hier sollte mit einem realistischen Geldfluss geplant werden.

  • Wie steht es um die Zukunft?

Gerade wenn die Gründung nur mit einem hohen Beitrag an Fremdkapital realisiert werden kann, ist es wichtig, dass die Franchise-Unternehmer sehr rosige Zukunftsaussichten in ihrem Businessplan schildern. Wenn sich ein Konzept voraussichtlich auch in zehn Jahren noch am Markt behaupten kann und sich einer großen Nachfrage erfreut, dann sind Kapitalgeber auch eher bereit, einen Kredit zu bewilligen.

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