Businessplan und Executive Summary in 8 Punkten zusammengefasst!

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Ein guter Businessplan legt den Grundstein für eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Der Businessplan -zu Deutsch Geschäftsplan- ist eine Zusammenfassung der Geschäftsidee und gleichzeitig beinhaltet er die Finanzierungsplanung.

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Für die meisten Gründer gilt er immer noch als notwendiges Übel, um die Kapitalgeber zu beeindrucken. Das ist jedoch nur zum Teil richtig! Obwohl der Businessplan Banken und Investoren vorgelegt wird, sollte er in erster Linie dem angehenden Unternehmer zur optimalen Vorbereitung dienen. Dazu gehört insbesondere, dass sich der Gründer selbst mit seiner Geschäftsidee ausreichend auseinandergesetzt und diese gründlich durchdacht hat. Viel zu häufig scheitert eine angestrebte Selbstständigkeit schon ganz zu Beginn, da nicht alle relevanten Aspekte grundlegend beachtet wurden.

Insgesamt sollte das Wagnis der Selbstständigkeit grundsätzlich nur eingegangen werden, sofern der entsprechende Markt ausreichend analysiert wurde und alle möglichen Stolpersteine schon frühzeitig einkalkuliert wurden!

>> Mehr zum Thema Businessplan:

Eine vorgegebene Gliederung gibt es für den Businessplan nicht. Es empfiehlt sich jedoch, strukturiert auf die nachfolgenden Punkte ausführlich einzugehen.

Geschäftsidee, Angebot und Zielgruppe

Natürlich ist Ihre Geschäftsidee der zentrale Mittelpunkt Ihres Geschäftsplanes. Beschreiben Sie Ihre Geschäftsidee und sich das daraus ergebende Geschäftsmodell so genau wie möglich:

· Wie stellen Sie sich Ihre zukünftige Angebotspalette vor?

  • In welchem Rahmen wird Ihr Produkt angeboten und vor allem wo?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe und welche besonderen Merkmale weist diese auf?

Sie haben keine Idee für Ihr Geschäftskonzept, möchten sich aber gerne selbstständig machen?

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Markt und Wettbewerb

In diesem Kapitel sollten Sie dem Leser zeigen, dass Sie bereits eine eingehende Marktanalyse vorgenommen haben. Dazu gehört auch, dass Sie sich mit den möglichen Marktentwicklungen in der Zukunft auseinandergesetzt haben und auf diese gegebenenfalls vorbereitet sind.

Weiterhin sollten Sie sich explizit und detailliert über alle Mitwettbewerber informiert haben – Stichwort Konkurrenzanalyse.

Strategie

Ohne die passende Strategie geht gar nichts! Sie müssen Ihren Kunden einen ganz klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Konkurrenten bieten. Der wichtigste Bestandteil dabei ist, dass Sie den besonderen Kundennutzen (Alleinstellungsmerkmal) herausstellen können.

Diesem Punkt sollten Sie besondere Beachtung schenken, denn allzu oft scheitert eine gute Geschäftsidee an dem besonderen Kundennutzen! Dabei kann dieser zusätzliche „Nutzen“ in den unterschiedlichsten Formen auftauchen (Preis, Service, Umweltfreundlichkeit etc.)

Des Weiteren müssen Sie festlegen, wo Sie mit Ihrem Produkt im Preis- Leistungsverhältnis stehen möchten. Planen Sie den Einstieg im Niedrigpreissegment oder lieber in der gehobenen Klasse? Beschreiben Sie in diesem Zusammenhang auch, wie sich der endgültige Preis des Produkts zusammensetzt.

Als Letztes folgt die Bestimmung und Ausrichtung der Unternehmensstrategie. Wollen Sie sich mit einem Nischenprodukt selbstständig machen oder planen Sie, sich beispielsweise als Kostenführer auf dem Markt zu etablieren?

Marketing

Das beste Produkt nützt Ihnen nichts, wenn Sie nicht auf sich aufmerksam machen. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang die 4P´s:

  • Product
  • Place
  • Price
  • Promotion

Empfehlenswert hierbei ist ein Marketingbudget festzulegen, welches sich in online & offline unterteilt.

Betriebliche Organisation

Wie soll Ihr zukünftiges Unternehmen organisiert sein?

In diesen Teil gehören Personal- und Führungsstruktur des Unternehmens genauso wie der Standort.

Finanzierung

Der wahrscheinlich wichtigste Teil des Businessplans und der für Sie aufwendigste ist die Finanzierung.

Vor allem die zukünftigen Kapitalgeber schenken diesem Teil besondere Aufmerksamkeit. Daher darf hier nichts dem Zufall überlassen werden! Sofern Sie sich selbst zu wenig damit auskennen, lohnt sich an dieser Stelle das Hinzuziehen eines externen Beraters.

Beachten Sie, dass neben Fremdmitteln von Ihnen auch erwartet wird, dass Sie sich von Ihrer Seite mit finanziellen Mitteln beteiligen!

Führen Sie in diesem Kapitel zunächst die Gründungskosten an und bedenken Sie dabei bitte auch Kosten wie:

Daran anschließend folgen die Investitionen, also alles, was dem Anlagevermögen des Unternehmens zugeordnet wird, wie Maschinen, Ausstattungsgegenstände etc.

Danach sollten Sie eine sorgfältige und detaillierte Gewinn- und Verlustplanung aufstellen.

Von enormer Wichtigkeit ist der nun folgende Liquiditätsplan.

Sehr häufig scheitern neue Unternehmen gerade in der Anfangszeit an Liquiditätsproblemen. Daher sollten Sie den Liquiditätsplan für die erste Zeit in kürzere Abstände unterteilen. Erklären Sie dabei genau, wann Sie schwarze Zahlen erwarten und wie Sie eventuelle Engpässe finanziell überbrücken wollen.

>> Lesen Sie mehr über Cash Flow Management

Zum Schluss werden im Rentabilitätsplan die zu erwartenden Umsätze den anfallenden Kosten gegenübergestellt.

Recht und Steuern

Zeigen Sie an dieser Stelle, dass Sie sich mit der Rechtsform des Unternehmens und allen erforderlichen Genehmigungen schon von Anfang an auseinandergesetzt haben!

Von der gewählten Rechtsform hängt sowohl die Haftung, die zukünftige Einflussnahme des Gründers als auch die steuerliche Betrachtungsweise ab.

Ferner fallen in diesen Bereich der Unternehmens- bzw. Markenname und alle damit verbundenen rechtlichen Probleme.

SWOT Analyse und Executive Summary

Stellen Sie in diesem Abschnitt die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens heraus. Weiterhin können Sie Ihre Weitsichtigkeit aufzeigen, in dem Sie sowohl auf zukünftige Chancen als auch auf Risiken eingehen und darstellen wie Sie mit diesen umzugehen gedenken.

>> Unsere Tipps für Ihre SWOT Analyse

Das “Executive Summary” ist nur eine kurze Zusammenfassung Ihres Businessplans und gehört an dessen Anfang. Aus praktischen Gründen sollte es jedoch erst nach Fertigstellung des Businessplans geschrieben werden.

Bedenken Sie vor diesem Hintergrund, dass viele Banker und Investoren aus Zeitgründen nur Ihr Executive Summary lesen. Aufgrund dessen sollten Sie eine kurze und überzeugende Zusammenfassung formulieren, die bei dem Leser Interesse erweckt.

Da es sich, wie bereits erwähnt, nur um eine kurze und prägnante Zusammenfassung handelt, sollten Sie für Ihr Executive Summary maximal zwei Seiten einplanen. Bedenken Sie dabei bitte immer, dass Sie fachspezifische Sachverhalte so darstellen, dass diese auch von fachfremden Personen schnell und ohne Probleme verstanden werden können. Schließlich soll diese Person zum Weiterlesen animiert werden!

Beginnen Sie mit Ihrem Produkt oder der Dienstleistung und der Zielgruppe. Gehen Sie dann bereits an diesem Punkt auf den Kundennutzen ein.

>> Lesen Sie mehr über die Value Proposition

Zeigen Sie weiterhin auf, welche attraktiven Eigenschaften der jeweilige Markt aufweist. Wie groß ist dieser Markt und wie hoch ist die Dichte an zu erwartenden Mitwettbewerbern?

Beschreiben Sie Ihre kurzen und langfristigen Ziele und welche Hauptstrategien Sie anwenden möchten. An dieser Stelle müssen Sie sich zwar so positiv wie möglich äußern, aber dennoch sollten Sie aufpassen, dass Sie nicht zu sehr übertreiben. Zu viel des Guten wirkt oft unseriös!

Wie auch schon im Businessplan, sind auch im Executive Summary die Finanzen von entscheidender Bedeutung. Es wird an dieser Stelle erwartet, dass Sie die wichtigsten Kennzahlen für die ersten drei Jahre angeben.

Stellen Sie zum Schluss Ihr Team vor und gehen Sie auf die besonderen fachspezifischen Fähigkeiten Ihrer einzelnen Mitarbeiter ein.

Sofern Sie alle vorgenannten Ratschläge berücksichtigen, steht einem erfolgreichen Businessplan und Executive Summary nichts entgegen und Sie können dieses Jahr mit Ihrer Selbstständigkeit durchstarten!

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