Checkliste für Franchisenehmer: 30 Punkte

12.08.2018 15:30 | Ein Unternehmen gründen

checkliste fuer franchisenehmer

Sie haben sich dazu entschieden, mit Franchising in Ihre Selbstständigkeit zu starten. Herzlichen Glückwunsch! Wir haben Ihnen dazu 30 Punkte zusammen gestellt, die Sie als Franchisenehmer beachten sollten, damit Ihre Existenzgründung auf einem sicheren Fundament steht.

1. Die Suche nach dem passenden Ladenlokal

Der Standort Ihres Betriebes ist unglaublich entscheidend. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Standortanalyse in keinem Fall schludern: Hier sind Präzision und Ehrlichkeit angesagt. Der richtige Standort entscheidet über den Erfolg oder Ruin eines Unternehmens!

2. Der Mietvertrag für Ihren Gewerberaum

Im nächsten Schritt geht es dann darum, den Mietvertrag für den Gewerberaum auszuhandeln. Bei den Verträgen für gewerblich genutzte Räume gibt es einige Unterschiede zum herkömmlichen Mietrecht zu beachten, was wir vom Wohnungsmarkt kennen.

3. Führen Sie eine Marktstudie durch

Im Zuge der vorvertraglichen Aufklärungspflichten muss der Franchisegeber wichtige, wirtschaftliche Daten und Zahlen des Franchisesystems mit Ihnen teilen. Diese geben Ihnen eine gute Idee über das Marktpotential. Erstellen Sie mithilfe dieser Informationen Ihre eigene Marktstudie und machen Sie sich die Wirtschaftlichkeit des Franchisesystems klar.

4. Entwickeln Sie einen Businessplan

Nun geht es an’s Eingemachte: Erstellen Sie Ihren eigenen Businessplan! Mithilfe dieses Dokuments skizzieren Sie sich Ihre wirtschaftliche Zukunft und Sie spielen die Profitabilität Ihres Franchisebetriebes durch. Darüber hinaus ist der Businessplan sehr wichtig für die Gespräche mit Banken, Kreditgebern und Investoren, wenn es um die Fremdkapitalfinanzierung geht.

5. Wählen Sie einen rechtlichen Status für Ihre Selbstständigkeit

Wenn Sie gründen, müssen Sie früher oder später Ihre Selbstständigkeit anmelden. Hier gilt es zu beachten, ob es sich um eine freiberufliche Tätigkeit handelt oder ob Sie als Gewerbetreibender nur das Gewerbeamt aufsuchen müssen. Sprechen Sie mit den Ämtern und der Handelskammer vorab, um alle relevanten Informationen zu sammeln.

6. Die Finanzierungsfrage

Wie werden Sie Ihre Gründung finanzieren? Benötigen Sie Fremdkapital – wenn ja, wie viel?

7. Erfolg mit Ihrem Darlehensantrag

Wenn Sie auf Fremdkapital angewiesen sind, dann spielt Ihr Businessplan in den Gesprächen mit Banken und Kreditgebern nun eine wichtige Rolle!

8. Bereiten Sie die Bankgespräche vor

Bereiten Sie sich gut auf diese Gespräche vor, Sie haben hier schließlich nur einen einzigen Versuch! Ihr Businessplan sollte also Hand und Fuß haben. Viele Franchisegeber unterstützen ihre Franchisenehmer bei der Vorbereitung des Gesprächs und der Dokumente.

9. Wie läuft der Entscheidungsprozess für einen Finanzierungsantrag ab?

Informieren Sie sich vorab, worauf es hier ankommt. So glänzen Sie mit perfekten Unterlagen und machen garantiert alles richtig!

10. Verstehen Sie, wie Ihre Unterlagen von der Bank untersucht werden

Was genau sind die ausschlaggebenden Kriterien von Banken und Kreditgebern? Bereiten Sie Ihre Dokumente entsprechend vor! Ihr Franchisegeber kann Ihnen hier sicherlich auch behilflich sein.

11. Die erste praktische Einarbeitung

Die Eröffnung Ihres eigenen Franchisebetriebes rückt immer näher. Bevor dem so ist, werden Sie zunächst noch vom Franchisegeber eingearbeitet. Ein bis drei Monate vor der Eröffnung absolvieren Sie in der Regel Ihre initiale Einarbeitung. Hier erlernen Sie alle Fertigkeiten, die Sie für das Führen Ihres eigenen Betriebes benötigen.

12. Bereiten Sie die große Eröffnungsfeier Ihres Betriebes vor

Der große Tag rückt näher. Seit Unterzeichnung des Franchisevertrages haben Sie nun schon die verschiedensten Hürden genommen, nun geht es weiter mit der nächsten großen Herausforderung: Wie genau gehen Sie die große Eröffnungsfeier an?

13. Rühren Sie die Werbetrommel für Ihre Eröffnungsfeier!

Hier können Sie sich auf die Unterstützung des Franchisegebers verlassen. Beim Franchising erhalten Sie Zugriff auf Marketingunterlagen, was Ihnen hilft, die Kunden anzulocken. Auch für die Eröffnung Ihres Betriebes können Sie sich als Franchisenehmer darauf verlassen, dass Sie von Ihrem Geschäftspartner an die Hand genommen werden, was die Kommunikationskampagne angeht.

14. Entwerfen Sie eine klare Kommunikationsstrategie

Sie sollten aber auch über die Eröffnungsfeier hinausdenken: Die richtige Kundenansprache ist entscheidend für einen profitablen Franchisebetrieb! Auf welchen Kanälen möchten Sie Ihre Kunden ansprechen? Welche Ziele verfolgen Sie? All solche Aspekte müssen bedacht werden. Oft erhalten Sie dazu feste Vorgaben vom Franchisegeber, so dass die Marketingpolitik überregional kohärent und einheitlich ist.

15. Verlassen Sie sich auf die Hilfsmittel des Franchisegebers

Als Franchisenehmer erhalten Sie meist zahlreiche Tools und Hilfsmittel vom Franchisegeber an die Hand. Nutzen Sie diese und halten Sie sich an die Vorgaben von oben. Das ermöglicht einen einheitlichen Marktauftritt!

16. Zu wissen, wie man von der Animation des Netzwerks profitiert

Als Franchisenehmer sind Sie mehr als nur Ihr eigener Betrieb, Sie sind Teil eines großen Netzwerkes! Nutzen Sie alle Vorzüge, die Ihnen das Franchise bietet, um wirtschaftliche gesehen das Maximale aus Ihrem Betrieb herauszuholen.

17. Machen Sie das Franchisesystem fit für die Zukunft!

Sie führen Ihren eigenen Betrieb und sind direkt am Kunden – aus diesem Grund kommt Ihnen eine wichtige Rolle zu. Sie wissen, was die Kunden bewegt und worauf es ankommt. Teilen Sie dieses Wissen mit dem Franchisegeber, so dass dieser das System stetig verbessern und optimieren kann. Nur wer sich den Marktentwicklungen anpasst, der kann auch überleben.

18. Teilnahme an beratenden Ausschüssen oder Franchise-Verbänden

Werden Sie Teil von Ausschüssen und Verbänden und setzen Sie sich für die Interessensvertretung von Franchisenehmern ein. Ihre Mitarbeit in solchen Ausschüssen garantiert eine wahre Demokratie innerhalb des Franchisesystems!

19. Nehmen Sie an der jährlichen Versammlung teil!

Jährlich finden meist Franchisenehmer Events statt, die der Franchisegeber organisiert. Nutzen Sie solche Events, um weitere Franchisenehmer kennen zu lernen und sich mit diesen auszutauschen. Ebenso bereitet der Franchisegeber hier meist interessante Diskussionen und Vorträge vor, so dass Sie Relevantes über neue Trends und Marktentwicklungen erfahren. Die Teilnahme lohnt sich in jedem Fall!

20. Profitieren Sie vom Netzwerk der Franchisenehmer

Das Tolle am Franchising ist, dass Sie zahlreiche Franchisenehmer um sich haben, die alle im selben Boot sitzen. Nutzen Sie Netzwerktreffen für einen informellen Austausch. Helfen Sie sich gegenseitig weiter und Sie werden sehen: Ihr Franchisebetrieb wird davon in jeglicher Hinsicht profitieren!

21. Nutzen Sie die Betriebsstruktur des Franchisesystems – diese sollte ein Selbstläufer sein!

Der Franchisegeber stattet Sie mit allem Nützlichen aus, so dass das Franchisesystem an sich ein Selbstläufer ist: Sie erhalten wichtige Tools, technische Unterstützung, Marketingmaterialien, so dass das operative Geschäft gut zu managen ist. Nutzen Sie diese hilfreichen Werkzeuge für den nachhaltigen Ausbau Ihres Betriebes.

22. Die nächste Herausforderung: Werden Sie zum Multi-Unit-Franchisenehmer!

Immer mehr Franchisenehmer eröffnen weitere Betriebe und werden somit zum Multi-Unit-Franchisenehmer. Möchten auch Sie sich der nächsten beruflichen Herausforderung stellen?

23. Entwickeln Sie Ihren Franchisebetrieb weiter

Als Franchisenehmer kommt es auf zwei Dinge in Ihrem Betrieb an: Binden Sie die Kunden und Mitarbeiter an sich. Hier sollten Sie vor allem auf dem persönlichen Level fit sein: Als empathisches Kommunikationsgenie sollten Sie Menschen für sich begeistern können. Wie steht es um Ihre people skills?

24. Pflegen Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Kreditgeber!

Stellen Sie sich darauf ein, dass auch mal wirtschaftlich schwierige Zeiten auf Sie zukommen können – seien Sie dafür gewappnet! Je besser Ihr persönlicher Draht zum Kreditgeber ist, umso einfacher lassen sich Liquiditätsprobleme und Finanzierungsangelegenheiten klären.

25. Zeigen Sie in der Region Präsenz!

Als Unternehmer werden Sie bekannter sein: Sie sind Gründer und somit Konkurrent für einige Unternehmer der Region, zeitgleich aber auch ein potentieller Partner für andere. Sie vertreten eine Marke in einer bestimmten Region! Zeigen Sie Gesicht, machen Sie auf sich und Ihren Betrieb aufmerksam!

26. Die Vertragsverlängerung…

Ein Franchisevertrag ist in der Regel begrenzt und er muss nach einer befristeten Laufzeit erneuert werden. Sie können gemeinsam mit Ihrem Franchisegeber entscheiden, ob Sie den Vertrag verlängern möchten. Machen Sie hierzu eine Bestandsaufnahme und fällen Sie eine Entscheidung, die sich gut anfühlt.

27. Sie wollen vor Vertragsende bereits aus dem Franchisesystem aussteigen?

Es ist möglich, wenn auch sehr schwierig, aber Sie können früher aus Ihrem Vertrag aussteigen. Mit der Unterzeichnung des Vertrages verpflichten Sie sich meist auf mehrere Jahre Ihren Betrieb zu führen, ein früheres Vertragsende bedeutet somit Vertragsbruch! Rechtlich gesehen könnten Sie dafür belangt werden. Allerdings gibt es gewisse Gründe, die einen früheren Ausstieg möglich machen.

28. Kann der Franchisegeber Ihren Vertrag kündigen?

Während ein früheres Vertragsende für Sie schwierig herbeizuführen ist, so hat der Franchisegeber mehrere Möglichkeiten, um Ihnen den Vertrag frühzeitig zu kündigen.

29. Können Sie Ihren Franchisebetrieb verkaufen?

Sie können Ihren Betrieb verkaufen, allerdings ist eine Unternehmensnachfolge eine komplizierte Angelegenheit. Auch wenn es in der Regel einfacher ist, sich mit einem Franchise selbstständig zu machen, so ist die Aufgabe eines Franchisebetriebes durchaus komplizierter. Lesen Sie hierzu in Ihrem Franchisevertrag nach, wie der Verkauf vertraglich geregelt ist.

30. Sind Sie von Ihrem Franchisesystem enttäuscht?

Auch wenn das Risiko beim Franchising geringer als bei einer herkömmlichen Gründung ist, so können Sie als Franchisenehmer trotzdem scheitern. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Sollte es zum Scheitern kommen, analysieren Sie Ursachen genau, um in Zukunft besser vorbereitet zu sein und die Fehler nicht noch einmal zu wiederholen.

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