Hotel Hilton: Die Erfolgsgeschichte von Hilton Gründer Conrad Nicholson Hilton

27.10.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

conrad nicholson hilton

Es sind ihrer drei, die denselben schwungvoll ausgestalteten Namen tragen, Unterschriften eines solchen Ausmaßes haben Gewicht und sind nicht mit einem Kürzel abzutun. Auch hierzulande hat es sich eingebürgert, dem Vornamen einen weiteren hinzuzufügen, doch generationsweise durchzuzählen, das ist uns noch fremd. Dies war lange Zeit den Potentaten vorbehalten. Vom Vater auf den Sohn wird im Hilton-Imperium übertragen, was sich von Bestrebungen in Richtung Franchising stets ferngehalten hat.

Das Hotel Hilton ist eine lebende Legende

Anstatt Franchisenehmer mit ins Boot zu holen, gibt man angesammeltes Wissen, Lebensstil und Vermögenswerte im Familienkreise weiter. Dumm ist es dann nur, wenn Töchter in die Fußstapfen ihrer Vorfahren treten wollen. Doch ab einem gewissen Volumen spielt es kaum noch eine Rolle, wie verschwenderisch man mit Erarbeitetem umzugehen beliebt, es muss ein jeder ja auch seinen eigenen Weg durchs Leben finden. Bevor die Enkel jedoch über die Früchte emsigen Bemühens verfügen können, gilt es, den Grundstein dafür zu legen, und wer den Anfang wagt, hat ein unbelastetes Betätigungsfeld vor sich, das noch mächtig durchpflügt werden kann – vorausgesetzt, man hat entsprechenden Erfolg damit.

Allzeit ziemlicher Trubel im Hotel Hilton

Und der blieb dem Gründer Conrad Nicholson, der kaum jemals daran dachte, als Franchisegeber in Aktion zu treten, nicht versagt. Wie kam es dazu, was ist sein Geheimrezept, das nicht gehütet werden muss? Auf seinem Weg von New Mexico nach Santa Monica ist Conrad Nicholson I. unter anderem auch Zsa Zsa Gabor vielleicht öfter als genug begegnet, was durchaus grundlegend zu seinen Siegeszügen beigetragen haben mag. Man entwickelt sich eben den eigenen Anlagen entsprechend, und jeder neue Abschnitt kann dadurch gekennzeichnet sein, dass man eine andere Frau an seiner Seite weiß. Mehr als drei Jahrzehnte brauchte es, bis die berühmt-berüchtigte Hotelkette geschmiedet werden konnte.

Gepflegte Geselligkeit kann mannigfaltig profitabel sein

Wenn man daheim schon stets ein volles Haus hat und sich daran erfreut, liegt es doch nahe, diesen Service auch anderweitig anzubieten. Dann gilt es nur noch, eine geeignete Stelle dafür zu finden, und die liegt eben dort, wo man sich gerne trifft. Sie könnte auch ein wenig entlegener sein, um genau das zu vermeiden, doch derartige Überlegungen bleiben einer späteren Phase vorbehalten. Uropa Conrad hat volle sechs Jahre seines damals noch recht jungen Lebens investiert, um Pionierarbeit zu leisten. Zunächst einmal übernahm er Bestehendes, dessen zunehmend reibungsloser werdender Betrieb schließlich zu Selbstgebautem veranlasste, und damit war das Ei des Columbus gefunden.

Allem Weiteren würdevoll das eigene Siegel aufgeprägt

Fortan ließ der Gründervater es sich nicht nehmen, bei jeder Neueröffnung persönlich zugegen zu sein, nachdem er beim Konzipieren der folgenden Dependance entscheidend mitgewirkt hatte. So geht die Saat auf, wenn man den richtigen Riecher beweist und sich nicht beirren lässt. In andere Hände zu geben, was Chefsache ist, das wäre für ihn nicht infrage gekommen. Dabei kann die Vorbildfunktion auch überwältigend sein und zu zügellosen Auswüchsen verleiten. Der Junior sollte fachlich vorgebildet von der Pike auf lernen, verweigerte jedoch seine Mitarbeit daran und ließ sich von der Schule weisen. So war das wahrscheinlich nicht gedacht, doch es konnte nicht vermieden werden.

Wer global unterwegs ist, braucht einen sicheren Hafen

Dabei lagen die Wurzeln desjenigen, der seine Laufbahn militärisch angehaucht begann, im höchsten Norden Europas, wohin es wiederum eine abgestammte Hunsrückerin verschlagen hatte. Derart international vorbelastet muss man sich auch irgendwann einmal niederlassen und das am besten dort, wo man sich ordentlich ausbreiten kann. Amerika bot genügend Möglichkeiten dafür, Umzüge innerhalb des Landes blieben dabei nicht außen vor. Sie können notwendig werden, wenn man sich vom Kadetten zum Kunstverständigen und nicht direkt darauf folgend zum Repräsentanten der Heimatgemeinde hochgearbeitet hat. Die Anerkennung vollbrachter Leistungen lenkt mitunter schnell an neue Ufer.

In der Rückschau betrachtet verändert sich manches

Und wenn der Rahmen des bisherigen Tätigkeitsfelds zu eng wird, dann muss man ihn halt sprengen. Die Welt ist voll von Unerschlossenem, wenn die Zeitumstände günstig dafür sind. Natürlich darf der Entdeckerdrang nicht fehlen, und ein einladendes Wesen kommt sämtlichen Bemühungen zugute. Wer sich die zahlreichen Ereignisse eines bewegten Lebens aus persönlicher Perspektive geschildert zu Gemüte führen möchte, sollte sich das autobiografische Werk des seinerzeit 70-Jährigen nicht entgehen lassen. Hotelier zu werden, das war vor rund einem Jahrhundert noch etwas ganz anderes, als es das heute ist. Wer sich einkaufen möchte, muss dafür gut ausgestattet sein.

Nur zum Investieren viel zu schade

Es können durchaus fünf Millionen auf der Rechnung stehen, anderthalb davon muss man zur eigenen Verfügung haben, wenn man ein angesehener Weltbürger werden will. Gelegenheit dazu bieten die nahezu überall vertretenen Häuser unter der Flagge von Accor, und man sollte nicht meinen, dass hohe Summen allzu abschreckend wirken würden. Von den etwa dreihundert in Deutschland unterhaltenen Betrieben wird zirka ein Drittel von Franchisenehmern geführt. Dabei gleicht längst nicht einer dem anderen wie gestanzt, doch alle haben eins gemeinsam: ihre unverwechselbare Gastlichkeit.

Wo auch immer man einkehrt, kann man sich ganz wie zu Hause fühlen, und auch die Abgeschiedenheit braucht man nicht zu vermissen. Was sich unter diesem Dach so alles tummelt, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als zugehörig zu erkennen, doch Eingeweihte wissen, worauf sie sich verlassen können und planen ihre Reiseroute dementsprechend. Es ist ein vielfältiges System, das an Professionalität nichts zu wünschen übrig lässt und auf beständiges Wachstum programmiert ist. Gar nicht ausgeschlossen, dass sich demnächst sogar in einer verwunschenen Gegend eine Jugendherberge findet, die notfalls auch mit dem Sechsfachen der Einstandssumme ordentlich aufzupeppen ist.

Und damit zum neuen Traumziel Begüterter wird. Vieles hat sich verändert seit der allmählichen Urbanisierung des Wilden Westens durch mutige Siedler, es kommt im Grunde nur auf ausreichende Tatkraft an und darauf, die Zeichen der Zeit nicht zu missdeuten. Nach wie vor möchten die Menschen gut untergebracht sein, wenn sie ihr Domizil vorübergehend beziehen, nur ihre Ansprüche haben sich hier und da gewaltig verändert. Im Prinzip jedoch wollen sie nicht anderes als sich wohlfühlen zu können, wenn sie in der Fremde gelandet sind und sich dort noch nicht so gut auskennen wie Einheimische, die ebenfalls einst von weither gekommen sind.

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