Corporate Sustainability: Was macht es für Ihr Franchise aus?

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Welche Rolle spielt Corporate Sustainability im Frachising?

Damit sich ein Unternehmen langfristig auf dem Markt hält, müssen wichtige Vorkehrungen getroffen werden, um existenzielle Herausforderungen zu überstehen. Nachhaltiges Wirtschaften ist mittlerweile eine der Grundvoraussetzungen, um ein dauerhaft erfolgreiches Franchise zu führen. Gerade im Zusammenhang mit Unternehmen stößt man dabei oft auf den Begriff der Corporate Sustainability. Wir erklären Ihnen alles, was Sie als Franchisegründer darüber wissen sollten.

Was hat es mit der unternehmerischen Nachhaltigkeit auf sich?

Je mehr Themen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit in den Vordergrund rücken, desto eher sehen sich Unternehmen dazu gezwungen, ihre Strategien an die sich ändernden Bedingungen anzupassen.

Der Begriff der Nachhaltigkeit kann dabei je nach Kontext variieren, doch gibt es eine Definition, auf die jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt, immer wieder stoßen wird:
„Humanity has the ability to make development sustainable - to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs."

Diese Definition stellten die Vereinten Nationen bereits 1987 auf. Zu Deutsch bedeutet dies, dass es sich bei Nachhaltigkeit um eine Entwicklung handelt, die gewährleistet, dass auch zukünftige Generationen die gleichen Chancen haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, wie wir sie haben. Und auch wenn wir bei diesem Begriff oft daran denken, was jeder einzelne Mensch gegen Klimawandel und Co. tun kann, handelt es sich dabei um ein Thema, das vor allen Dingen auch Unternehmen betrifft.

Doch warum sollte man sich als Franchisegründer mit diesem Thema beschäftigen?

  • Eine Vielzahl an Experten auf dem Gebiet des Risikomanagements glauben, dass mangelnde Rohstoffe zukünftig eine reale Bedrohung für Unternehmen sein können.
  • Die Hälfte aller Verpackungsmaterialien für Konsumgüter besteht aus Papier, die andere aus Plastik. Insgesamt entstehen dabei mehrere Millionen Tonnen Verpackungsmüll.
  • Studien zufolge wären knapp 80% der ostasiatischen Konsumenten sogar dazu bereit, höhere Preise zu zahlen, um für nachhaltigere Logistikprozesse zu sorgen.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Unternehmerische Nachhaltigkeit wird für gewöhnlich in drei Kategorien unterteilt: Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Hier spricht man auch von dem sogenannten „Drei-Säulen-Modell“ bei dem alle drei Aspekte in möglichst gleicher Weise berücksichtigt werden sollen.

Ökologische Nachhaltigkeit

Ziel des ökologischen Handels ist der Erhalt der Natur sowie der natürlichen Ressourcen. Im Zusammenhang damit wird oft von der Reduktion von Treibhausgasen und grünen Alternativen gesprochen. Doch ökologische Nachhaltigkeit geht weit darüber hinaus: Weniger Ressourcen zu verbrauchen, sich für den Artenschutz einzusetzen und ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur sind wichtige Faktoren, mit denen sich Gründer unter diesem Aspekt beschäftigen sollten.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Basis der ökonomischen Nachhaltigkeit ist effizientes Wirtschaften. Hier geht es speziell darum, dass ein Unternehmen auch auf lange Sicht wirtschaftliche Erträge erzielt, sodass dessen Kapital erhalten bleibt oder gegebenenfalls steigt, um auch in der Zukunft in neue Mitarbeiter und Maschinen investieren zu können. Ebenfalls sollten Unternehmen in der Lage sein, auch auf lange Sicht ein positives Image aufrecht zu erhalten und dies im besten Fall sogar verbessern zu können.

Soziale Nachhaltigkeit

Wer nachhaltig soziale Strategien ausübt, wird auch von motivierteren Arbeitskräften profitieren, denn diesen mit dem nötigen Respekt entgegen zu treten ist ein wichtiger Bestandteil dieser Säule. Konflikte sollen vermieden werden, da der Fokus hier auf der Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit innerhalb der Firma liegt. Von dieser wird verlangt, die nötigen Maßnahmen zur Steigerung des innerbetrieblichen Sozialkapitals zu treffen und soziale Spannungen so zu vermeiden.

Warum sich Nachhaltigkeit im Franchising lohnt

Dass sich auch Franchisegeber und Franchisenehmer Gedanken über das Thema Corporate Sustainability machen sollten, wird spätestens dann klar, wenn man sich die Vorteile ansieht, die mit nachhaltigen Strategien einhergehen.

Nachhaltigkeit kann Kosten senken

Da fossile Brennstoffe keine unwesentliche Rolle im Klimawandel spielen, wollen Politiker diese um mehr als 80% reduzieren. Als Unternehmen ist es deswegen an der Zeit, auf grüne Alternativen umzusteigen: Sonne, Wind oder Hybrid-Lösungen sind auf dem Vormarsch und werden in Zukunft sogar noch günstiger.

Nachhaltigkeit verbessert Ihr Image

Wenn Sie Ihr Unternehmen in eine umweltbewusstere Richtung lenken möchten, um Ihr Image aufzupolieren, sind Sie damit nicht allein. So haben in einer Studie 28% der Befragten angegeben, dass dies ihr Hauptgrund sei, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Gerade heutzutage, in einer Zeit, in der Umweltbewusstsein großgeschrieben wird und Menschen Ressourcen sparsam nutzen wollen, lässt sich damit hervorragend werben.

Nachhaltigkeit wird von Mitarbeitern geschätzt

Ob Sie Ihr Franchise ausweiten, oder nach der Existenzgründung erstmals nach Mitarbeitern Ausschau halten möchten – wer als Unternehmen nachhaltig agiert, macht sich auch bei potenziellen Angestellten begehrt.

Vor allem Menschen jüngerer Generationen legen immer größeren Wert darauf, dass Corporate Sustainability kein Fremdbegriff für Unternehmen ist. Ökologische Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sind ihnen wichtig, weswegen sie sich eher denen zuwenden werden, die ihnen dies bieten können.

Nachhaltigkeit rechtfertigt höhere Preise

Dass viele Menschen gegen Ressourcenknappheit und für den Umweltschutz kämpfen wollen, sind nicht nur leere Worte. Viele von ihnen lassen Taten sprechen und sind dazu bereit, mehr Geld zu investieren, wenn Produkte unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden und die verantwortlichen Unternehmen sich aktiv für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen.

Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Unternehmen transparent agieren und auch der Kundschaft Einsicht in diese Prozesse gewähren.

Reagieren Sie frühzeitig

Wer im Wettbewerb mithalten will, muss sich früh genug auf anstehende Veränderungen einstellen. In ganz Europa stehen neue Energiestrategien an der Tagesordnung, die dem massenhaften CO2-Ausstoß entgegenwirken sollen.

Diese Veränderungen führen dazu, dass sich große wie auch kleine Firmen dem Wandel anpassen müssen. So ist es möglich, dass europäische Unternehmen in ein paar Jahren den CO2-Ausstoß ihrer Produkte ausweisen und sich an bestimmte gesetzliche Rahmenbedingungen für Emissionswerte halten müssen. Wer sich dessen bewusst ist und schon frühzeitig auf nachhaltiges Wirtschaften setzt, hat langfristig die Nase vorne, denn wo andere Unternehmen diese Maßnahmen in letzter Sekunde umsetzen, können Sie sich auf die Dinge konzentrieren, die Ihre Firma wirklich voranbringen.

Ein Konzept, das bleibt

Sei es ökonomische, ökologische oder soziale Nachhaltigkeit - Unternehmen sollten sich von dem Gedanken, lediglich schnelle Gewinne erwirtschaften zu wollen, ohne dabei Rücksicht auf ihre Umwelt zu nehmen, verabschieden.

Wer auf Nachhaltigkeit setzt, verschafft sich nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern profitiert von Kostenersparnissen und glücklicheren Kunden. Und das dauerhaft, denn Nachhaltigkeit ist kein Trend. Es ist ein Konzept, das uns auch in der Zukunft weiterhin begleiten wird.

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