Das Konzept: Ist Ihre Geschäftsidee bereit für das Franchising?

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Die Phase der Ideenfindung, der Suche nach geeigneten Finanzierungen und die aufregende Gründungsphase liegt bereits hinter Ihnen?

Sie können sich bereits stolz nicht nur als Gründer, sondern auch als erfolgreicher Gründer betiteln und Ihr Unternehmen schreibt nicht erst seit heute die ersten grünen Zahlen? Ihr Geschäftskonzept oder Ihre Idee hat sich bewährt und Kunden lieben das, was Sie anbieten? Sie haben bereits die ersten Angestellten in Ihrem Unternehmen an die Sie Aufgaben delegieren?

Derzeit stehen Sie vor der Frage, wie Sie Ihre Geschäftsentwicklung/Business Development oder Ihre Expansion am sinnvollsten über die Bühne bringen?

Und geben Sie es zu – auch über Franchising haben Sie im Zuge Ihrer Expansion bereits nachgedacht!

Wir geben Ihnen alles Wichtige mit auf den Weg, wenn Sie Ihre Geschäftsidee mit Franchising ausbauen und Franchisegeber werden möchten.

Franchisegeber werden: 3 wichtige Punkte

Sie kennen doch dieses Gefühl, wenn Sie im Ausland plötzlich von akutem Heißhunger nach einem guten, alten BicMac oder Chicken Mc Nuggets geplagt werden. Wer hat da nicht gleich den Reflex, den erstbesten McDonald’s im Ausland aufzusuchen und wer freut sich nicht jedes Mal darüber, egal wo man ist immer „zu wissen, was man hat“? Ganz genau – und darauf basiert eben jedes erfolgreiche Franchisesystem: eine replizierbare Identität und Strategie des Unternehmens, angefangen vom Branding bis hin zu den angebotenen Soßen oder dudelnder Coffeehousejazz-Musik im Hintergrund. Franchising im Ausland sorgt für den ein oder anderen Reisenden für ein kleines Stück Bekanntheit mitten im Unbekannten.

  • Die Replizierbarkeit Ihres Unternehmens

Bevor Sie den Schritt in Richtung Franchisegeber wagen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Unternehmen auch für das Franchising geeignet ist, d. h. ob es replizierbar, standardisierbar sowie skalierbar ist.

  • Die Durchführbarkeit Ihres Geschäftes einer beliebigen Person

Der Erfolg Ihres Unternehmens hängt natürlich zunächst einmal von ihrer eigenen Person ab. Allerdings sollten Sie sich ab der Entscheidung, Franchisegeber zu werden, davon „abnabeln“ und darauf hinarbeiten, dass Ihr Business auch von anderen Personen geführt werden kann. Um diesen Status zu erreichen, müssen Sie sich an die Arbeit machen und Ihre Franchise-Dokumentation zusammenstellen: Standardisierung der Prozesse, Richtlinien, Informationen…

  • Interkulturelle Gegebenheiten und Standortfaktoren

Es kann durchaus vorkommen, dass Ihr Unternehmen zwar in Deutschland gut funktioniert, aber in anderen Ländern oder Regionen etwa aus kulturellen oder standorttechnischen Gründen nicht gut funktioniert. Diese Faktoren sollten Sie sich vor der Gründung vor Augen führen, um Misserfolgen vorzubeugen.

Vorbereitung als Franchisegeber

  • Strukturierung und Vorbereitung Ihres Franchisesystems

De Strukturierung Ihres Franchisesystems steht in enger Verbindung mit dem oben genannten Punkt „Replizierbarkeit“. Beim Start als Franchisegeber kommen folgende Aufgaben auf Sie zu:

  • Die Standardisierung Ihres Betriebsabläufe oder die Vereinheitlichung von Prozessen

Franchising lebt davon, dass der Kunde, egal an welchem Standort, seine altbekannte und geliebte Marke mit demselben Markenauftritt wiederfindet. Dies funktioniert aber natürlich nur, wenn Betriebsabläufe an jedem Standort einheitlich sind. Nachdem Sie sich über die Standardisierung der Prozesse Gedanken gemacht haben, folgt… :

  • Die Niederschrift und Dokumentation Ihrer Prozesse, Abläufe und Richtlinien

...die wahrscheinlich bisher „nur“ in Ihrem Gedächtnis „niedergeschrieben“ sind: So helfen Sie Ihren Franchisenehmern auf dem Erfolg zum Erfolg in ihre eigene Selbstständigkeit. Vergessen Sie nicht: Franchising ist auch ein Nehmen und Geben. Nicht umsonst spricht man von Franchisenehmern und Franchisegebern. Der Erfolg Ihrer Franchisenehmer ist gleichzeitig Ihr Erfolg als Franchisegeber und der Erfolg Ihrer Marke führt dazu, dass mehr Unternehmer Ihr Franchisenehmer werden wollen. Daher sollten Sie die vielleicht etwas „öde“ klingende Aufgabe der Niederschrift von Prozessen in jedem Fall ernst genug nehmen. Nutzen Sie doch gleich die Chance der Niederschrift Ihrer Prozesse, um darüber nachzudenken ob diese Prozesse gerade im Hinblick auf die Digitalisierung noch zeitgemäß und effizient genug sind.

  • Erstellen eines einheitlichen Marketingkonzeptes

Hier kann eventuell sogar ein Rebranding oder ein Auffrischen der Corporate Identity notwendig sein. Nutzen Sie beispielsweise in Ihrem Unternehmenslogo Farben, die in Ihrem Zielland beispielsweise eine negative Konnotation haben oder hat Ihr Unternehmensname- oder Slogan in einer bestimmten Sprache eine unerwünschte Bedeutung ist es Zeit über eine Corporate Identity nachzudenken, die auch international Ihr Unternehmen würdigt. Gleiches gilt für Ihre Unternehmenstexte, Webseiten, Werbebroschüren und Ähnliches – Stichwort Lokalisierung und Transkreation. Wenden Sie sich zu diesem Thema an die Übersetzungsagentur Ihres Vertrauens. Schließlich ist es wichtig, dass Sie auch das gesamte Image- und Marketingkonzept auf Papier bringen, um dieses in „mundgerechten Stücken“ Ihren neuen Franchisenehmern vorstellen zu können.

  • Rekrutierung von Franchisenehmern

Ein offensichtlicher, aber nicht zu unterschätzender Schritt: die Rekrutierung Ihres neuen Franchisenehmers. Es mag vielleicht sehr einfach klingen, ist es aber nicht unbedingt. Genau wie ein Unternehmen, das nach passenden Kandidaten sucht, und Employer Branding betreibt, um die besten Talente zu akquirieren, müssen auch Sie sich als Franchisegeber ins rechte Licht rücken, um das Vertrauen der potenziellen Franchisenehmer zu gewinnen und sie zu motivieren, sich bei Ihnen als Franchisenehmer zu bewerben.

Haben Sie die ersten Bewerbungen der Franchisenehmer erhalten, gilt es, die interessantesten herauszufiltern und ein erstes Bewerbungsgespräch mit den Kandidaten zu organisieren. An dieser Stelle nehmen Sie die Rolle eines Personalmanagers ein und die Schwierigkeit wird darin bestehen, herauszufiltern oder zu aufzuspüren, was Kandidaten nicht unbedingt von sich aus erzählen sowie Ihre Persönlichkeitsstruktur einzuschätzen, um zu entscheiden ob sie zu ihrem Unternehmen passen oder nicht. Unterschätzen Sie diese Aufgabe nicht, denn natürlich wird sich jeder Kandidat nur von seiner besten Seite zeigen wollen. Sind Sie in der Auswahl des Franchisenehmers zu naiv, kann die falsche Person Ihrem Unternehmen sehr viel Zeit und Geld kosten. Schließlich folgen Verhandlungen sowie die Unterschrift des Franchisevertrages – den Sie in dieser Anfangsphase natürlich auch erst schreiben bzw. schreiben lassen müssen! Wenden Sie sich am besten an einen Anwalt, der auch Franchising spezialisiert ist und lassen sich ausgiebig über die verschiedenen Möglichkeiten beraten.

Leinen los!

Sie haben alle Konzepte auf Papier gebracht, ein ansprechendes Franchise-Paket mit Franchisehandbuch geschnürt und die passenden Profile als Ihre zukünftigen Franchisenehmer gefunden?

Dann wird es jetzt Zeit, loszulassen und Ihren Franchisenehmern das passende Vertrauen einzuräumen und eine gute Kommunikationskultur zu pflegen. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Franchisenehmer keine Angestellten, sondern eigenständige Unternehmer sind, zwar Ihre Marke, aber ihr eigenes Business führen.

Das Stichwort ist jetzt erst einmal: Vertrauen, Vertrauen und noch mal Vertrauen.

Es gilt jetzt, eine konstruktive Beziehung aufzubauen, den Franchisenehmer weiterhin zu unterstützen und ihm alles Notwendige zur Verfügung zu stellen und gemeinsam (!) auf den Erfolg hinzuarbeiten – nicht umsonst spricht man von Franchisepartnern.

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