Das Lob: So agieren Franchise-Unternehmer richtig

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Regelmäßiges Lob im Job ist ein sehr wichtiges und mächtiges Instrument, um seine Mitarbeiter zu motivieren. Denn wie wir alle wissen, sind motivierte Mitarbeiter produktiver als ihre unmotivierten Mitstreiter. Wer das Lob richtig einsetzt, der kann das Verhalten seiner Mitarbeiter positiv verändern und sie zu einer höheren Leistung anreizen. Studien haben sogar gezeigt, dass richtig eingesetztes Lob und Komplimente Mitarbeiter zu mehr anspornen als eine bloße Gehaltserhöhung. Heute klären wir Sie auf, wie Sie als Franchisegeber und Franchisenehmer das Lob richtig bei Ihren Mitarbeitern platzieren können.

Das Lob – sublimer Beifall als ultimativer Motivationskick beim Franchising!

Wirtschaftswissenschaftler und Psychologen sind sich einig: Ehrlich gemeintes Lob kann zu mehr Leistung und einer höheren Kreativität führen als ein höheres Gehalt. Und zwar hat eine soziale statt finanzieller Belohnung im Arbeitskontext weitreichendere Effekte – allerdings gilt dies nur für intrinsisch motivierte Mitarbeiter. Durch den positiv gestimmten, sublimen Beifall können Sie auch im Franchising die Kreativität und das Finden innovativer Lösungen anreizen. Die Studien vom Norihiro Sadato vom National Institute for Physiological Sciences belegen, dass Belohnungen im Arbeitskontext essentiell sind. Jedoch ist wichtig, dass man als Führungskraft weiß, wie man richtig lobt. Formuliert man das Lob falsch, verpufft es oder aber das Ganze geht nach hinten los.

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Richtig loben? Wie geht das?

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter loben, dann ist es entscheidend, dass es sich dabei auch um ernst gemeintes Lob handelt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Gelobten die Anerkennung dahinter spüren können – es muss von Herzen kommen! Denn nur dann kann das Lob auch als intelligenter Applaus verstanden werden und bewirkt den erwünschten Effekt.

Mit Recht kann man also davon sprechen, dass das Lob in gewisser Weise eine sanfte Manipulation ist, die – im richtigen Moment eingesetzt – beste Absichten verfolgt. Damit das Lob möglichst wirkungsvoll ist, sollte es ehrlich sein und emotional kommuniziert werden. Nur so können Sie mit Ihren Komplimenten auch die Herzen Ihrer Mitarbeiter berühren! Sie sollten sich also darüber bewusst sein, was genau Sie loben möchten – desto nachhaltiger wirkt das Lob: Nur so weiß der Gelobte, was er gut gemacht hat und kann auch davon lernen. Außerdem ist menschliche Nähe entscheidend: Wir alle reagieren intensiver auf Gefühle als auf sachliche Argumente. Ihre Begeisterung für das Geleistete sollte spürbar sein, sonst beeinträchtigt dies die Glaubwürdigkeit des Lobs.

Gibt es einen Unterschied zwischen Lob und Anerkennung?

Wird jemand gelobt, so erhält er eine spontane Wertschätzung. Der Gelobte weiß, wofür er den Beifall erhält. Lob wird daher auch nur in solchen Fällen verteilt, wenn es etwas zu loben gibt. Die Anerkennung drückt sich mehr als eine Haltung aus, es handelt sich dabei nicht um einen Einzelfall oder aber eine konkrete Leistung. Wenn Sie als Franchisenehmer oder Franchisegeber Anerkennung äußern, so beurteilen Sie auf diese Weise das Gesamtbild. Hier steht eher die regelmäßige Qualität oder Leistung eines Mitarbeiters im Vordergrund. Als Führungskraft sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es zahlreiche Mitarbeiter gibt, die beständig eine top Arbeit leisten, so dass das Tagesgeschäft einwandfrei ablaufen kann. Werfen Sie also auch einen Blick auf diejenigen, die stets gute und souveräne Arbeit leisten, ohne dass sie dabei herausragend sind.

Darum ist das Lob im Arbeitsalltag so wichtig!

Natürlich kann das Lob als sanfte Manipulation verstanden werden, die sehr zuträglich für die Mitarbeitermotivation ist. Darüber hinaus hat es aber auch einen wesentlichen psychologischen Effekt: Bleiben im Arbeitsalltag positive Rückmeldungen, Komplimente und Lob aus, sind Mitarbeiter unglücklicher und stärker verunsichert. Unterläuft Ihnen dann im Tagesgeschäft ein Fehler, versuchen sie eher diesen zu vertuschen als dass sie ehrlich dazu stehen. Man fürchtet den Tadel und die Konsequenzen. Ein weiterer Aspekt ist, dass fehlendes Lob Stress für den Menschen bedeutet. Erhalten Mitarbeiter keine Wertschätzung leiden sie oft psychisch darunter. Eine weitere Folge können sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Setzt man stattdessen das Lob richtig ein, können Krankheitsrisiken effektiv gesenkt werden. Außerdem stecken sich die Gelobten meist höhere Ziele und setzen alles daran, diese zu erreichen. Als Chef können Sie ebenso die Unternehmenskultur positiv beeinflussen und den Teamgeist stärken.

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Oh ja, auch die gibt es: Die Schattenseite vom Lob!

So positiv und stimulierend das Lob auch sein kann, es hat allerdings auch seine Schattenseite! Die Kehrseite vom Lob ist, dass es süchtig machen kann. Bleibt auf einmal das Lob im Job aus, so kann so manch einer in eine Sinnkrise abdriften. Denn vor allem heutzutage spielt der Job eine essentielle Rolle bei der Selbstverwirklichung. Zahlreiche Menschen ziehen daher einen Großteil ihres Selbstwertgefühles aus dem Job, so dass sie in gewisser Weise so abhängig von der positiven Bestätigung werden und es stark schmerzt, wenn Beifall und Konfettiregen ausbleiben.

Goldene Regeln für richtiges Loben

Das Lob nimmt also eine wichtige Rolle in unserem Arbeitsleben ein. Leider gibt es zahlreiche Chefs, denen das Loben sehr schwer fällt. Damit Sie als Franchisegeber und Franchisenehmer nicht zu dieser Gruppe an Führungskräften gehören, möchten wir Ihnen heute ein paar Tipps an die Hand geben, damit Sie Lob richtig in Ihrem Franchise-Unternehmen platzieren können!

  • Loben Sie ehrlich!

Wie bereits angemerkt ist ein ehrlich gemeintes Lob essentiell. Setzen Sie das Lob daher niemals nur als Mittel zum Zweck ein und verteilen Sie kein unaufrichtiges Lob! Ob Sie es glauben oder nicht: Aber zahlreiche Mitarbeiter haben ein Gespür dafür, ob es ehrlich gemeint ist oder ob es sich lediglich um ein taktisches Lob handelt.

  • Loben Sie persönlich!

Äußern Sie Lob immer persönlich. Hier kann es hilfreich sein, das Gespräch mit dem Mitarbeiter zu suchen, da Vielen öffentliches Lob peinlich ist und sich zudem nachträglich auf die Teamdynamik auswirken kann. Andere Mitarbeiter können daraufhin eingeschnappt reagieren, da sie nicht auch persönlich ausgezeichnet wurden. Wenn Sie das Lob persönlich mitteilen, hat dies beim Adressaten direkt einen viel höheren Wert!

  • Loben Sie konkret!

Es ist hilfreich, eine konkrete Leistung oder aber ein bestimmtes Verhalten zu loben. Anstatt, dass Sie einfach nur sagen: „Frau Schmidt, das haben Sie mal wieder top gemacht“ könnte es hilfreich sein, Ihr Lob stärker zu konkretisieren. Was war gut? Warum sind Sie so begeistert? „Einsame Spitze, wie Sie den neuen Kunden für uns gewinnen konnten!“ – so weiß der Mitarbeiter direkt Bescheid.

  • Loben Sie nicht nur Leistungen!

Abgesehen von den Leistungen der einzelnen Mitarbeiter, können Sie auch das Verhalten loben. Auch der Einsatz oder Geduld eines Mitarbeiters sollten belohnt werden. Das ist daher so wichtig, da Sie so als Führungskraft ein sicheres und angstfreies Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich Ihre Mitarbeiter wohl fühlen. Schließlich ist es okay, wenn auch mal etwas schief läuft, wichtiger ist es, den Einsatz des Mitarbeiters positiv zu bewerten.

  • Loben Sie auch Teilerfolge!

Gefällt Ihnen die Verhaltensweise Ihrer Mitarbeiter, so sollten Sie es diesen mitteilen. Erwähnen Sie all die Dinge, die Ihnen besonders positiv aufgefallen sind. Wichtig ist außerdem, dass das Lob zeitnah geäußert wird, da es sonst so wirkt, als wäre Ihnen die gute Leistung gar nicht direkt aufgefallen. Gerade auch das Loben von Teilerfolgen kann hier ein sehr effektives Mittel sein, um das Team hoch motiviert zum Abschluss eines Projektes zu bringen.

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