Heinrich Deichmann: Der Deichmann Gründer unter der Lupe

06.10.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

deichmann gründer unter der lupe

Er hätte womöglich zu einem sehr fürsorglichen Franchisegeber werden können, wenn man bedenkt, wie der betagte Betrieb sich inzwischen ausgeweitet hat, doch damals war man in seinem Umfeld noch lange nicht so weit. Da wurden derbe Bergmannsschuhe noch ein ums andere Mal besohlt, anstatt sie sogleich wegzuwerfen, wenn sich hier und da ein Nagel löste. Heinrich Deichmann hatte selbst seine liebe Müh damit, eine vielköpfige Familie zu versorgen, und wusste auch deswegen um die Sorgen und Nöte seiner Kundschaft.

Heinrich Deichmann hat einst den ersten Schritt getan

Dass ihm so viele weitere folgen würden, war seinerzeit noch längst nicht abzusehen und auch im Urgeschäft tagtäglich viel zu tun. Mit dem Franchising aus heutiger Sicht hatte das nur wenig gemein. Dennoch ging das Know-how vom Vater auf den Sohn über, die Namensähnlichkeit kann gelegentlich Verwirrung stiften. Die Frauen spielten dabei stets eine weniger in der Öffentlichkeit verortete Rolle, Generationen übergreifend setzte sich mit rasantem Zuwachs fort, was mit der Geburt von Großvater Heinrich 1888 begann. Der Ur-Gründer des mittlerweile weltweit agierenden Familienunternehmens ließ sich, nachdem die seine Zeit dafür gekommen war, als Schuhmacher in einem Arbeiterbezirk nieder.

Die Keimzelle trägt den Namen Heinrich Deichmann

Deichmann hat sich einem vielleicht möglichen Franchisenehmer gegenüber nie geöffnet. Und wenn der Gedanke daran jemals erwogen worden ist, wurde er verworfen. Das hat sicher seinen guten Grund, nur soll dem hier nicht weiter nachgegangen werden. Erst der Enkel, dessen zweiter Vorname Otto nicht immer Erwähnung findet, wurde ebenso getauft und begründete peu à peu ein Konsortium, bei dessen Leitung es anscheinend eher auf die Bewunderung von hochhackigen Schuhen ankommt als darauf, eine Jacht oder ein Privatflugzeug zu besitzen. Wie sich doch die Zeiten ändern! Überlegungen in dieser Richtung wären seinerzeit wohl unvorstellbar gewesen.

Verblüffendes Wachstum in nicht viel mehr als einem Jahrhundert

Was bleibt, ist die Leidenschaft für gutes Schuhwerk, das sich dem Geschmack der Masse anpasst. Sie ist heutzutage eher auf der fünften Avenue und in deren Umfeld anzutreffen als rund um einen idyllisch verklärten Marktflecken im Ruhrgebiet. Heinrich Deichmann II. sitzt dem Verwaltungsrat der Deichmann SE vor, er führt ein Imperium, an dessen Ausmaß vormals nicht zu denken war. Dennoch hat es sich entwickelt, nicht zuletzt vielleicht durch eine Beteiligung am Onlinehandel, wenn dabei auch das menschliche Miteinander schmerzlich vermisst wird. Bei Deichmann kauft nicht mehr immer nur die ganze Familie ein und wird dabei sorgsam gerüstet für die kommende Saison.

Wenn viele auch aufstecken: Deichmann verharrt redlich vor Ort

Das Herz des Unternehmens schlägt jedoch nach wie vor in den Filialen, sofern man Verlautbarungen Glauben schenken darf, die nur selten erfolgen. Der Trend, dass neu hinzugekommene Anbieter Alteingesessenes verdrängen, geht an der Beharrlichkeit des großen Esseners offensichtlich vorbei, man muss oft nur einen Fuß in der Tür haben, um weiterhin mitreden zu können. Auch anderen Bestrebungen weiß man zu trotzen, die Preisentwicklung im Rohstoffmarkt führt nicht dazu, gewohnt günstige Preise anzuheben. Und dem Fachkräftemangel wird durch Rekrutierung selbst Auszubildender in großer Zahl begegnet.

Man muss nur seine Möglichkeiten effektiv zu nutzen verstehen

Einschnitte beim Verdienst sind durchaus hinzunehmen, wenn gleichzeitig hochwertig Sportliches nachgefragt wird. Das kann man mit Fug und Recht als Gelassenheit bezeichnen, die sich aus übergreifenden Ressourcen speist. Die Expansion muss nicht im eigenen Land stattfinden, kann sie jedoch global beflügeln und Erhaltenswertes stützen. Sofern eine entsprechende Reichweite vorhanden ist, rücken die Ereignisse am Platz eben in den Hintergrund. Es könnte sich dabei auch um eine Form des sozialen Engagements handeln, die den Bedürfnissen der Neuzeit entspricht und sich deutlich von dem unterscheidet, was vor Jahrzehnten gang und gäbe war.

Schauen Sie sich bei Interesse ruhig nach Alternativem um

Immer noch geht es darum, Schuhe zu verkaufen, wobei in früher Zeit ein Paar genügte, während es akut auch ein ganzer Schrank voll davon sein darf. Wer sich für andere Arten des Vertriebs erwärmen kann, dem stehen verschiedene Modelle zur Verfügung, bei denen die eigene unternehmerische Aktivität nicht ausgeschlossen ist. Man kann sich ja auch spezialisieren – warum nicht auf Nutzer von Laufschuhen, die sich wie eine zweite Haut anpassen und damit der Gesundheit ebenso förderlich sind wie erstrebenswerten Ehren, die allein dadurch schon erwachsen können oder zumindest stark davon befeuert werden? Gut beschuht barfuss laufen, das gleicht schon einem Quantensprung.

Quasi aus dem Nichts tritt die Erneuerung hervor

Doch es hat sich gezeigt, dass er vollführbar ist. Mitunter muss man sich zusammentun, um ehedem für unmöglich Gehaltenes zu realisieren, oft kommt es nur auf die nötige Tatkraft an, verbunden mit einem erstaunlichen Einfallsreichtum. Ab und an muss es auch nur schnell gehen, wenn man neue passende Treter erstehen will und die georderte Paketlieferung nicht abwarten will. Gut ist es, wenn man dabei auf ein bewährtes Sortiment zurückgreifen kann, das sich an Ort und Stelle anprobieren lässt, sich wirkungsvollen Ergänzungen aber nicht verschließen muss. Dann bahnt gut Eingeführtes den Weg zu dem, was man nur selbst empfehlen kann und vielleicht sogar persönlich trägt.

Individuelles aus einem großen Angebot filtern

Schuhe sind einerseits ein Massenartikel, auf der anderen Seite aber auch etwas, das man nicht aus der Hand geben möchte oder mit einem täuschend ähnlichen aussehenden Exemplar vertauschen. Die ideale Passform ergibt sich meist erst durch das Einlaufen, doch manches sitzt gleich so wie angegossen, dass man sich davon nicht mehr trennen möchte. Was auf Dauer daraus wird, ist eine andere Frage, manchmal zeigen Blasen sich erst nach geraumer Zeit, ein andermal leiert aus, was zunächst optimalen Halt versprach. Selbst wenn Sie bei Deichmann jedes Mal Geeignetes gefunden haben, können Sie durchaus auch mal einen Blick über den Zaun riskieren.

Denn sonst wäre Ihre Perspektive womöglich derart eingeengt, dass Sie Abweichendes nicht sehen können, obwohl es besser sein mag als alles, was Sie bislang kannten. Bleiben Sie stets offen für neue Wege der Vermarktung, anstatt sich davon überraschen zu lassen, wie man es auch hätte anstellen können. Berühmte Vorbilder aus der Vergangenheit sind nicht unbedingt das, was einen weiterbringt, obwohl man sich durchaus ein Beispiel daran nehmen kann. Sie sind oftmals jedoch nicht einfach zu kopieren.

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