Die 10 größten Mythen zum Thema Finanzierung und Bankkredit

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10 groessten mythen

Sei es um ein Auto zu kaufen, das Haus zu renovieren, das Studium zu finanzieren oder um die eigene Firma zu gründen. Um solche oder andere Träume zu verwirklichen, nehmen viele im Laufe ihres Lebens einen Kredit auf. Dieses Darlehen bedeutet in der Regel eine finanzielle Verpflichtung über einen längeren Zeitraum hinweg und will entsprechend gut durchdacht sein. Freunde, Familie und Institute stehen gerne mit helfenden Ratschlägen beiseite. Damit man dabei keinen Mythen aufsitzt, haben wir die hartnäckigsten davon unter die Lupe genommen.

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Mythos 1: Man muss immer angeben, wofür der Kredit gebraucht wird

Bei niederen Beträgen muss der Verwendungszweck in der Regel nicht angegeben werden. Ab spätestens 10.000 Euro allerdings ist es üblich, dass Banken im Finanzierungsgespräch danach fragen. Denn je nach Verwendungszweck fallen die Zinsen unterschiedlich hoch aus. Immobilienkredite beispielsweise sind mit niedrigeren Zinsen belegt, da der Gegenwert risikoarm ist. Ist der Bankkredit hingegen für ein Auto, wird der Zins höher ausfallen, da das Gefährt bei einem Unfall zu Schaden kommen könnte und somit an Wert verliert.

Mythos 2: Meine Kreditwürdigkeit bestimmt allein die Schufa

Die Schufa, kurz für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, dient als Auskunftszentrale für die Kreditwirtschaft. Keine negativen Einträge bei der Institution zu haben ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt in deren Bonitäts-Prüfung. Allerdings bestimmen nicht bloß die Daten der Schufa über die Bonität, da diese über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Kreditnehmer nicht informiert ist. Um sicherzugehen, dass alle Angaben der Schufa korrekt sind, ist es empfehlenswert, sich unter www.meineschufa.com zu registrieren und seine Daten nachzuprüfen. Allenfalls kann die Schufa zur Korrektur aufgefordert werden.

Mythos 3: Mein Banker und ich verstehen uns super – deshalb bekomme ich sicher einen Kredit

Der Sympathiefaktor entscheidet bei einer seriösen Bank nicht über die Kreditvergabe. Für die Genehmigung gelten bestimmte Kriterien, an die sich jedes Geldinstitut halten muss: Einerseits muss die Person kreditfähig sein. Das heißt, sie ist volljährig und voll geschäftsfähig. Außerdem muss sie kreditwürdig sein. Kreditwürdigkeit, auch Bonität genannt, wird an folgenden Faktoren gemessen:

  • Angaben der Schufa.
  • Vorhandenes Vermögen und Sicherheiten.
  • Aktuelles Einkommen und finanzielle Verpflichtungen sowie monatliche Ausgaben werden überprüft um zu sehen, was unter dem Strich Ende Monat übrig bleibt.
  • Zahlungsunregelmäßigkeiten.
  • Harte Negativmerkmale wie beispielsweise Haftstrafen.
  • Insolvenzverfahren.

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Mythos 4: Ich bekomme nur bei meiner Hausbank einen Kredit

Während es sicher sinnvoll ist, sich als Erstes bei der eigenen Bank über einen Kredit zu informieren, sollte man sich auf jeden Fall auch bei anderen Banken erkundigen. Diese bieten möglicherweise bessere Konditionen an. Dabei auf jeden Fall das Gespräch mit einem Banker suchen.

Mythos 5: Online-Kredite über Direktbanken sind nicht seriös

Gerade für Rentner und ältere Personen mit geringem Einkommen ist es besonders schwierig, einen Kredit aufzunehmen. Der Einfachheit halber wenden diese sich meistens an ihre jeweilige Hausbank vor Ort, die ihnen entweder gar kein Kredit vergibt oder deren Notlage sogar ausnutzen und Kredite mit sehr hohen Konditionen vergeben.

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Direktbanken hingegen, die Online-Kredite anbieten, überprüfen den Antrag weniger genau. Dies erhöht die Chancen für Personen mit einer schlechteren Bonität. Da die Kredite außerdem via Internet vergeben werden, sparen Direktbanken Personalkosten und können die Darlehen so günstiger vergeben.

Mythos 6: Nur Banken können Kredite vergeben

Während der Bankkredit die am weitesten verbreitete Finanzierungsform Deutschlands ist, ist sie längst nicht die einzige. Alternativ können Kredite beispielsweise via Factoring, Crowdfunding, Gründerzuschuss oder Angel Investoren angefordert werden.

Mythos 7: Das Geld trifft bereits einige Tage nach der Bewilligung auf meinem Konto ein

Wer einen Bankkredit beantragt, muss leider mit langen Bearbeitungszeiten rechnen. Es kann drei Monate oder sogar länger dauern, bis das Geld auf dem Konto eintrifft. Es empfiehlt sich daher, sich vorher über die Bearbeitungszeiten zu informieren.

Mythos 8: Kredite mit Minuszins sind immer lohnenswert

Einige Wirtschaftsinstitute bieten Kredit mit negativer Verzinsung an. Das heißt, die Kreditsumme die zurückbezahlt werden muss, ist weniger hoch, als die, die verliehen wurde. Was sich sehr attraktiv anhört, ist in Wirklichkeit ein Lockangebot um neue Kunden und deren Daten zu gewinnen.

Einerseits werden solche Kredite nämlich nur an Kunden mit besonders hoher Bonität verliehen. Andererseits ist der Kreditbetrag nicht frei wählbar, sondern auf genau 1000 Euro begrenzt. Das Darlehen wird zudem nur ein Mal vergeben. Geld verdienen lässt sich mit dem Kredit auch nicht – abgesehen von den fünfzig bis achtzig Euro die man nicht zurückzahlen muss.

Mythos 9: Ist der Kreditvertrag einmal abgeschlossen, gibt es kein Zurück mehr

Doch, gibt es. Der Kredit kann bis zu 14 Tagen nach Abschluss des Vertrages ohne Begründung widerrufen werden. Dies gilt für Raten- und Autokredite sowie für Baufinanzierungsdarlehen aber nicht für Kleinkredite und kurzfristige Verträge. Dieses sogenannte Widerrufsrecht kann unter Umständen auf 30 Tage verlängert werden. Dies hängt von der Bank und der Art des Kredites ab. Das Gesetz sieht eine verlängerte Widerrufsfrist dann vor, wenn im Kreditvertrag wichtige Informationen fehlen. Dazu gehören die Höhe des Darlehens, die Vertragslaufzeit und der vereinbarte Darlehenszins.

Nach dem Ablauf von mindestens zehn Jahren haben Kreditnehmer ein Sonderkündigungsrecht. Der Kredit kann dann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden, sofern die Restschuld innerhalb von zwei Wochen zurückgezahlt wird.

Wer einen länger laufenden Kredit mit einem zinsgünstigeren Kredit umschulden will, kann das tun, indem er das Darlehen ablöst. In dem Fall wird der laufende Betrag auf einen Schlag mit dem neuen, günstigeren Kredit abbezahlt. Die Bank kann lediglich eine Vorfälligkeitsgebühr erheben, die maximal ein Prozent der verbliebenen Restschuld betragen darf. Daher sich bei Vertragsabschluss unbedingt nach der Vorfälligkeitsgebühr erkundigen!

Mythos 10: Dispokredite sind günstiger als Ratenkredite

Dispokredite sind allenfalls bequemer als Ratenkredite. Allerdings bergen sie die Gefahr, allzu leicht ins Minus abzurutschen. Ein Ratenkredit hingegen bietet den Vorteil, dass er aufgeteilt und so monatlich als feste Größe eingeplant werden kann. Dies erlaubt eine bessere Kontrolle über die eigenen Finanzen.

Fazit

Es gilt, sich vor einer Kreditaufnahme besonders gut zu informieren. Also nicht nur auf gut gemeinte Ratschläge hören, sondern das Gespräch mit Experten suchen und sich online orientieren. Dazu gehört auch, sich über die Angebote verschiedener Banken zu informieren, sowie allenfalls über Alternativen zu Bankkrediten. So läuft man ferner nicht Gefahr, Mythen oder Irrglauben aufzusitzen.

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