Die vier Seiten einer Nachricht: Kommunikationsmodelle für Ihren Erfolg im Franchising

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Wie funktioniert Kommunikation im Franchising?

Kommunikation ist im Leben das A und O. Das gilt für das Privatleben, aber auch für das Berufsleben.

Bestimmt ist bei Ihnen schon einmal die Situation vorgekommen, dass Sie mit einem Kollegen sprechen und ihm einen Auftrag erteilen und dieser versteht ihre Nachricht falsch und fühlt sich eventuell auch beleidigt oder interpretiert die Kommunikation als einen Vorwurf.

Diese Situation kann immer mal wieder vorkommen, da jeder eine Nachricht auf eine andere Weise verstehen kann.

Vor allen Dingen in einem Franchiseunternehmen muss man mit vielen Mitarbeitern und Kollegen sprechen und da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass man missverstanden wird.

Als Franchisenehmer ist man ein eigenständiger Unternehmer und führt sein eigenes Unternehmen. Das heißt, dass man Mitarbeiter hat, die unter einem arbeiten und man muss Aufträge erteilen. Als Franchisegeber ist man für das ganze Unternehmensnetzwerk verantwortlich.

Auch hier muss die Kommunikation stimmen. Wenn es um die Kommunikation und die unterschiedliche Art und Weise eine Nachricht zu verstehen geht, ist es immer ratsam sich auf das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun zu beziehen.

Die Kommunikation bei Schulz von Thun

Man kann das Kommunikationsmodell sehr gut in seinen Alltag und auch in seinen Beruf integrieren.

Es ist eine gute Möglichkeit, sich an dem Modell entlang zu hangeln. Das Kommunikationsmodell wird auch das „Vier-Ohren-Modell“ genannt. Es wurde von Friedemann Schulz von Thun entwickelt.

In dem Modell wird angenommen, dass die Kommunikation immer auf vier Ebenen stattfindet:

  • Sachebene
  • Selbstkundgabe
  • Beziehungsebene
  • Appellebene

In der Sachebene geht es um tatsächliche Daten und Fakten, die sich in der Nachricht befinden und übertragen werden.

Es ist also wichtig, dass auf der Sachebene die Daten und Fakten so klar und verständlich wie möglich übermittelt werden. Der Empfänger kann sich drei Punkte zurechtlegen, an denen er die übermittelten Inhalte bewertet:

  • Ist der Sachverhalt wahr oder unwahr?
  • Ist der Sachverhalt relevant oder irrelevant?
  • Ist der Inhalt ausreichend oder unzureichend?

Wenn sich der Empfänger diese Fragen stellt, kann er den Inhalt der Nachricht bewerten und die wichtigen Sachen herausfiltern.

Bei der zweiten Ebene handelt es sich um die Selbstkundgabe. Es ist immer der Fall, dass wir beim Übermitteln einer Nachricht auch Informationen über uns selber preisgeben.

Dabei kann es sich um Gefühle, Motive oder Werte handeln. Es ist einem aber nicht immer bewusst, dass man auch etwas über sich selber preisgibt. Oft geschieht dies unbewusst und eher unfreiwillig.

Bei der Beziehungsebene spielt, wie der Name schon sagt, das Verhältnis der Kommunikationspartner untereinander eine wichtige Rolle. Hierbei wird dem jeweiligen Kommunikationspartner mitgeteilt, was man von ihm hält.

Das kann sowohl verbal als auch nonverbal, durch Gesten, passieren.

Es spielen

  • Tonfall
  • Gestik
  • Mimik
  • Formulierungen

bei diesem Punkt eine wichtige Rolle. Der Empfänger kann aus dem Verhalten und den Worten des Gegenübers ableiten, ob dieser ihn mag, wertschätzt oder eher ablehnt und nicht respektiert.

Letztendlich gibt es noch die Appellebene, die bei dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun eine Rolle spielt und erläutert wird.

Wenn Aufforderungen an den Empfänger herangetragen werden, geschieht das auf der Appellebene. Natürlich möchten die Leute, die generell ein Gespräch starten, auch etwas erreichen.

Sie äußern in ihrer Nachricht Wünsche Appelle, oder auch Handlungsaufforderungen. Auf der Appellebene muss der Empfänger diese Appelle herausfiltern und in die Tat umsetzen.

Diese Ebene wird natürlich bei der Arbeit häufig genutzt, da es dort bei Gesprächen nahezu immer um Handlungsaufforderungen geht.

Inhalte aufnehmen

Zu diesen vier Ebenen einer Nachricht kommt hinzu, dass nicht jeder Mensch mit dem gleichen Ohr zuhört und damit auch nicht die Inhalte gleich aufnimmt, wie es beispielsweise ein Kollege tun würde.

Viele haben zum Beispiel ein ausgeprägtes Sach-Ohr und hören überwiegend damit zu. Andere wiederum hören eher auf der Appellebene zu, also mit dem Appell-Ohr.

Es gibt also keine pauschale Lösung, wie man eine Nachricht am besten und verständlichsten überbringt. Dies hängt immer von dem Gegenüber ab.

Je nachdem mit welchem Ohr dieser zuhört, auf diese Weise wird die Nachricht auch aufgenommen und interpretiert. Menschen mit einem ausgeprägten Sach-Ohr nehmen Daten und Fakten schnell auf, allerdings dauert dann die Aufnahme auf der Beziehungsebene eher länger.

Leute, die ein ausgeprägtes Selbstoffenbarungs-Ohr haben, können sich wiederum gut in andere hineinversetzen und sind sehr empathisch.

Menschen, die oft mit dem Beziehungs-Ohr zuhören, beziehen Nachrichten schnell auf sich. Menschen mit einem ausgeprägten Appell-Ohr beziehen Nachrichten auch auf sich und filtern immer eine Aufforderung an sich aus einer Nachricht heraus.

Das Kommunikationsmodell anwenden

Zunächst muss man das Kommunikationsmodell verstehen und es verinnerlichen. Allerdings muss es dann für eine erfolgreiche Kommunikation auch angewendet werden. Es gibt Faktoren, auf die man achten kann, um Missverständnisse zu vermeiden:

  • Kommunikation sollte im besten Falle klar und verständlich ablaufen. Es ist immer wichtig, dass man weiß, dass das Gegenüber die Nachricht und die Inhalte verstanden hat. Im Zweifel sollte man lieber nochmal nachfragen
  • Man sollte seinem Gesprächspartner immer auf Augenhöhe begegnen und ihn mit Respekt behandeln. Er darf sich auf keinen Fall klein fühlen und Ihnen unterstellt.
  • Man sollte sich vor einem Gespräch immer klar darüber sein, wie man eigentlich wahrgenommen werden möchte. So kann man vermeiden, dass man ungewollt Informationen über sich preisgibt oder Missverständnisse entstehen.
  • Wenn die Nachricht letztendlich übermittelt wurde, sollte man klarstellen, was der Gesprächspartner mit der Nachricht machen soll und in die Tat umsetzen soll. Auch so werden Missverständnisse vermieden.

Kommunikationsmodell im Unternehmen

In jedem Unternehmen, auch in einem Franchiseunternehmen, ist man auf Kommunikation angewiesen und führt dies auch tagtäglich durch.

Sowohl Angestellte als auch Franchisenehmer, Franchisegeber und Geschäftspartner müssen Nachrichten klar und deutlich übermittelt bekommen. Nur so kann man Erfolg in seinem Unternehmen haben. Natürlich kann man mit Kollegen auch mal Scherze machen und ein lustiges Miteinander fördern.

Allerdings ist es für eine einwandfreie Kommunikation wichtig, dass man bei der Übermittlung einer wichtigen Nachricht, die Inhalte der Nachricht direkt und klar übermittelt und Ironie vermeidet. Diese versteht nicht jeder auf die gleiche Art und Weise. Aufträge sollten immer klar formuliert werden.

Es ist wichtig, dass das Gegenüber die Nachricht sofort versteht. Falls Zweifel aufkommen und eventuell Verständnisprobleme auftauchen, sollte man immer nachfragen. Wenn Sie das Kommunikationsmodell verinnerlichen und in ihrem Unternehmen umsetzen, steht einer erfolgreichen Kommunikation nichts mehr im Weg.

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