Die Digitalisierung im Franchising: Das müssen Sie wissen

28.06.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

digitalisierung im franchising

Sie hat bereits Einzug gehalten, kann sich damit jedoch nicht begnügen. Die Digitalisierung ist nichts, das man als abgeschlossen betrachten könnte; ist der Anfang erst gemacht, zieht er seine Kreise. Empfehlenswert wäre, sich von vornherein für Dauerhaftes zu entscheiden, das dann nur ab und zu ein Update bräuchte. Doch im Franchising sind die Grenzen mitunter eng gesteckt, einmal Vorgegebenes ist nicht mehr leicht aus der Welt im persönlichen Erlebnisraum zu schaffen, von Netzmängeln ganz zu schweigen.

Nehmen Sie Abstand von Rückständigem im Franchising

Wenn Ihnen bei näherem Hinsehen auffällt, dass noch eine Menge aufzuarbeiten wäre, was die Ausstattung mit digitalen Möglichkeiten angeht, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Das kostet Zeit, und es mag gute Gründe dafür geben, sie bislang noch nicht investiert zu haben. Ein weitgehend unbeackertes Feld bietet dagegen auch die Chance für den richtigen Ansatz, den Sie womöglich selbst gestalten können. Dadurch lässt sich unter Umständen ein großer Schritt voraus unternehmen, es fragt sich nur, ob er sich dem bestehenden System anpasst. Womöglich könnte damit aber eine Entwicklung angestoßen werden, die dem gesamten Apparat eine wesentlich höhere Drehzahl verschafft. Spüren Sie Lücken auf, liefern Sie gehaltvoll Füllendes dafür im Franchising.

Im Franchising auf Feinheiten der Digitalisierung achten

Vier Jahre hat die Politik der Wirtschaft eingeräumt, um ihre Führungsrolle zu übernehmen, als hinge dies von Zerstrittenheiten ab. Was vollmundig angekündigt, tatsächlich aber oft nur gebremst wird, muss umgangen werden, möglichst ohne dabei allzu gravierende Blessuren zu erdulden. Reichlich wirklichkeitsfremd erscheint die Erklärung vor allem angesichts des Hintergrunds, dass sie bereits ein halbes Jahrzehnt auf ihrem breiten Buckel mit sich schleppt. Doch wie so oft sind es Details, die den Verkehr aufhalten, strategische Planungen und Grundsatzanalyen helfen dann auch nicht immer weiter, wenn es um undogmatische Lösungen geht. Sollte man sich vielleicht voll und ganz auf Twitter & Co. beschränken? Keineswegs, das Intranet ist sicherer.

Co-Working: Sich nicht ganz und gar abkabeln lassen

Es muss ja nicht alles in denselben Topf geworfen werden. Was hat die Kundenakquise schließlich mit dem Abrechnungswesen zu tun? Eine Menge, im Zeitalter der Vernetzung sollte jederzeit alles eventuell Entscheidende auf Zugriff verfügbar sein. Das erfordert natürlich ein beachtliches Know-how aus einem anderen Bereich, und dafür müssen Franchisenehmer sich mit Außenstehenden zusammentun, wenn die IT-Abteilung keinen ausreichenden Service bereitstellt. Und an dieser Stelle fangen die Probleme an, weshalb die Digitalisierung meist Chefsache ist, wobei dem Einzelnen nur wenig Spielraum zugestanden wird. Er kann doch im Grunde nur froh sein, dass alles bestens organisiert erscheint und er sich mit solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten muss.

Den Kopf frei haben für das eigentlich Wesentliche

Damit werden ihm aber auch verschiedene Fäden aus der Hand genommen, und wer das nicht will, muss sein eigener Fachmann sein, zumindest nachvollziehen können, was vor seinen Augen und mit seinen Daten geschieht.

  • Noch einzugreifen, wenn diverse Programme ablaufen,
  • dürfte so leicht nicht sein, es kann ja auch sehr nützen.

Sind indes Defizite auszumachen, ist dagegen kaum etwas zu unternehmen, es sei denn, man hätte ein Mitspracherecht und müsste sich nicht nur mit dem Vorhandenen abfinden. Datensalat kann auch bewirken, dass sich niemand einmischt, von dem dies nicht erwartet wird.

Hilflos dem eigenen Untergang entgegensehen

Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sein eigenes Süppchen kochen wollte? Das kann doch nur im Chaos enden. Kümmern Sie sich nur um Ihr Kerngeschäft und überlassen alles andere den Profis. Kann das der Sinn der Sache im Franchising sein? Es hat gewiss praktische Vorteile, die verlockend sind, kann jedoch auch eine Falle sein. Die Überraschung ist groß, wenn einem plötzlich Zahlen präsentiert werden, die man so niemals hätte zustande kommen lassen. Das Kontrollieren des eigenen Gebarens darf nicht verselbstständigt werden, der Unternehmer muss sich zunächst selbst Rechenschaft ablegen können. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn ein Automatismus um sich greift, der Beteiligte zu hilflosen Zuschauern degradiert.

Der große Bruder schaut beständig zu

Ganz so dramatisch wird es wohl nicht werden. Welches Interesse hätte ein Franchisegeber daran, seine Partner in die Irre zu führen, um sie vor vollendete Tatsachen stellen zu können? Zunehmende Digitalisierung ist ein Machtfaktor, der die Betroffenen nicht entmündigen darf, wiewohl sie aufatmen können, wenn ihnen der ganze lästige Kleinkram zuverlässig abgenommen wird. Belasten Sie Ihr Vertrauensverhältnis, wenn es Ihnen zu bunt werden sollte, legen Sie im Vorfeld eine tragfähige Basis vor allem für das, was Ihnen demnächst blüht. Gerade in den sensibleren Bereichen muss Fairness herrschen und Offenheit gegeben sein, es sollte nichts unter dem Deckel gehalten werden, was alle angeht, weil auch ihr persönliches Schicksal davon abhängt. Entscheiden Sie sich für Transparenz.

Akzeptanz für Erleichterungen schaffen

Vertrauen ist wichtig, besonders im Franchising. Gestalten Sie übergreifende Prozesse so, dass jeder sie nachvollziehen kann, stellen Sie die Weichen für eine interne Verständigung, die nicht Wort für Wort übertragen werden muss. Ein Vorteil der Digitalisierung liegt fraglos darin, dass erheblich vereinfacht zu Bewältigendes sich auch in einer Weise abspielen kann, die Einsichten fördert. Da wird offensichtlich kaum etwas vorgezaubert und auch nichts für andere Zwecke registriert, das geschieht, wenn überhaupt, eher dezent im Hintergrund. Es ist immer abzuwägen zwischen dem, was unumgänglich ist, und anderem, das die Mitarbeit unterstützt oder aber überhaupt erst möglich macht. Verbauen Sie sich keine Chancen, wenn Sie die Digitalisierung vorantreiben, tun Sie es im Sinne aller, die davon profitieren können.

Nicht an den Köpfen vieler vorbei

Es geht immer anders und dabei ein wenig freundlicher, nur wird das immer schwieriger, je länger man wartet. Die Unzufriedenheit Betroffener mit dem, was sie nicht ändern können, wächst und ist irgendwann auch nicht mehr in ihr Gegenteil zu verkehren. Sobald sich ein berechtigtes Rumoren innerhalb der Belegschaft erhebt, sollten Sie alles andere tun als weiterhin zu vertrösten. Sprechen Sie Probleme, die sich im Moment nicht lösen lassen, unverblümt an und werben um Verständnis. Vielleicht ergibt sich ja sogar aus den Kreisen der in Mitleidenschaft Gezogenen ein Lösungsansatz, der Ihnen nicht einmal im Traum eingefallen wäre. Menschen wollen ernst genommen werden mit ihren Sorgen, gänzlich aus der Luft gegriffen werden sie wohl nicht sein.

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