5 Dinge, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie sich auf ein Franchise einlassen

29.08.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

dinge vermeiden beim franchise

Es ist eine Entscheidung, die Sie für lange Zeit bindet, und deshalb sollten Sie nichts überstürzen. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist, und halten nicht damit hinterm Berg, dass Ihre Finanzierung womöglich noch auf wackeligen Beinen steht. Keinesfalls sollten Sie den Eindruck erzeugen, dass Sie jemand sind, der sich nicht richtig traut. Schließlich müssen Sie nicht meinen, Sie hätten den Fortgeschrittenenkurs im Franchising bereits erfolgreich absolviert, wenn Sie am Anfang stehen und offen für Neues sind.

Das Franchising ist nichts für Leute, die schon alles wissen

Gerade Ihre Lernfähigkeit ist es ja, die gefordert wird und auf den Prüfstand zu stellen wäre. Geben Sie sich nicht den Anschein, als hätten Sie die Weisheit mit Löffeln gefressen und verstünden mehr vom Geschäft als der Franchisegeber selbst. Damit müssen Sie ihn nicht beeindrucken, eher mit Ihrer Begeisterung, die in ein unverhohlenes Interesse mündet, das freilich ein gereiftes Verständnis der Problemlage erkennen lässt. Tun Sie sich einen Gefallen damit, Nachfolgendes nicht vor dem ersten Schritt ins Visier zu nehmen, tasten Sie sich behutsam heran und lassen denjenigen vom Leder ziehen, der sich trefflich darauf versteht. Denn er tut das schon seit geraumer Zeit und kennt sich damit bestens aus.

Zurückhaltend Vorpreschen beim Bemühen um das Franchising

Lassen Sie ihm den Vortritt im Gespräch, wenn es um Entscheidendes geht, prahlen Sie nicht vorwitzig mit Wissensbröckchen, die Sie kurz zuvor erst aufgeschnappt haben. Wer sich als Franchisenehmer empfehlen möchte, muss sich vor allem ernsthafte Gedanken darum gemacht haben, was auf ihn zukommt und wie viel von ihm erwartet wird. Explizit verlangte Eignungen sollten Sie belegen können, und mehr als eingerahmte Dokumente zählt dabei oft, wie gut man sein Verdienst vertreten kann. Übertreiben Sie nicht maßlos, aber stellen Sie Ihr Licht keinesfalls unter den Scheffel. Schüchternheit ist kaum das, womit man sein Gegenüber davon überzeugt, dass auf einen Verlass ist.

1. Sie haben zwar nicht alle Zeit der Welt, aber doch genug davon

Machen Sie niemanden glauben, Sie wären von tausend Hunden gehetzt und müssten nach dem letzten Strohhalm greifen. Das wäre schlimmstenfalls schamlos auszunutzen, als Grundlage für eine partnerschaftliche Beziehung taugt es wenig. Sie werden noch Gelegenheit genug dazu bekommen, sich in aller Eile zu verfransen, also sollten Sie es vorab möglichst ruhig angehen lassen. Nicht, dass Sie später erst bemerken, etwas Grundlegendes im Eifer des Gefechts übersehen zu haben. Das könnte schlimme Folgen für Sie haben; ist eine verpflichtende Vereinbarung erst getroffen worden, lässt sie sich so leicht nicht mehr rückgängig machen. Einem, der vorschnell Entschlüsse fasst und sie dann womöglich zu revidieren hat, sind Entscheidungen von erheblicher Tragweite kaum zuzumuten. Damit manövrieren Sie sich nur ins Abseits.

2. Klären Sie im Vorfeld so viel wie möglich, wenn es irgend geht

Scheuen Sie sich keinesfalls davor, noch einmal gründlich nachzuhaken, sollte Ihnen dieses oder das kaum schlüssig erscheinen. Sie müssen nichts akzeptieren, das Ihnen widerstrebt, besonders dann, wenn Sie es nur unzureichend verstehen. Gehen Sie geflissentlich darüber hinweg, wird man das nur als gegebenes Einverständnis bewerten, und Sie wissen nicht einmal so ganz genau, worum es eigentlich geht. Das dürfte fatal sein und zeigt im Nachhinein, dass Sie noch nicht reif genug fürs Franchising waren. Ebenso, wie Sie die Karten offen auf den Tisch legen müssen, können Sie dies auch von Ihrem künftigen Partner verlangen. Unnötig Mitgeschlepptes belastet nur, sowohl die Freiheit für den eigenen Kopf als auch die Qualität der sich anbahnenden Beziehung. Es vergiftet frühzeitig eine Atmosphäre, die sich stattdessen gedeihlich entwickeln sollte.

3. Keine Beschönigungen beim Verhandeln um das Eingemachte

Machen Sie auch keinen Hehl aus Ihren finanziellen Verhältnissen. Wenn da noch etwas nachzubessern sein sollte, gehört es gleich von Anfang an ans Tageslicht gezerrt, stellt es sich später erst heraus, kann das Geschäft nur platzen. In dem Moment wäre ein Vertrauensvorschuss verspielt und kaum noch Raum dafür, ihn erneut aufzubauen. Ehrlichkeit ist das, was zählt, sie macht mögliche Hilfsangebote wahrscheinlicher. Täuschen Sie zu gewinnende Verbündete nicht über die wahren Gegebenheiten hinweg, das möchten Sie doch genauso wenig erleben. Zwar wäre es verständlich, gerade das Wesentliche in einem besonders günstigen Licht erscheinen zu lassen, doch wenn es um Geld geht, dürfen keine Irritationen aufkommen. In diesem Punkt muss absolute Korrektheit herrschen, Verfälschungen könnten sich nachhaltig auswirken.

4. Sie sind kein Teenie mehr: Bloß nicht vor Scham erröten!

Es dürfte beeindruckend sein, was Ihnen da vorgebetet wird, könnte Sie sogar verschüchtern, doch das sollten Sie sich keinesfalls anmerken lassen. Für den Fall, dass es Ihnen die Sprache verschlägt, müssen Sie sich Floskeln zurechtlegen. Damit überspielen Sie eventuell auftretende Verlegenheit und verschaffen sich eine Pause dafür, Vorgezaubertes zu verdauen. Mal sehen, wann dem Selbstdarsteller die Munition ausgeht! Wenn es Ihnen zu viel wird, brechen Sie ab oder erbitten sich Bedenkzeit, mit schönen Sprüchen kann man keinen Blumentopf ergattern. Es geht doch hier um Ihre Existenz und nicht darum, einen alles überstrahlenden Anschein zu erwecken. Rosige Aussichten müssen sich durch entsprechende Anstrengungen ergeben, sie lassen sich nur ansatzweise auf einem silbernen Tablett servieren. Eitles Blendwerk kann dem berechtigten Anspruch kaum standhalten.

5. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Wer Profi werden will, der kann es noch nicht sein, wenn der erste Schritt dorthin bevorsteht. Für Ihren Ausblick auf die Zukunft haben sie wohl alle erdenklichen Vorbereitungen bereits getroffen, doch wären Sie bereits am Ende der Entwicklung angelangt, hätten Sie sich das auch ersparen können. Kein Mensch kann wissen, wie das Abenteuer ausgeht, solange er es noch nicht einmal in Angriff genommen, sondern lediglich theoretisch vorausgeplant hat. Sie wollen doch erst erfahren, wie es geht und nicht schon aus Ihrem Wissensschatz rezitieren. Wenn Sie genau die Richtung kennen, in die der Hase laufen soll, ist das schon viel, alles Weitere ergibt sich, nachdem der Startschuss fallen konnte.

Präsentieren Sie sich nicht als jemand, der bereits erreicht hat, was er anstrebt, umso eher wird man Sie beim Wort nehmen. Treten Sie selbstbewusst auf, aber lassen keinen Zweifel daran, dass Sie noch hinzulernen wollen und dazu in der Lage sind.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250