5 Dinge, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie sich auf ein Franchise einlassen

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dinge vermeiden beim franchise

Franchising ist ein System, das von der gemeinsamen Zusammenarbeit lebt. Franchisegeber und Franchisenehmer bilden zusammen eine Einheit und machen das Geschftskonzept somit zu einem Erfolg.

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Das Franchising kann man sich vorstellen wie eine Gesellschaft, in welcher die Mitglieder auch den sozialen Normen und Werten unterworfen sind, die es einzuhalten gilt, um von der Partnerschaft wirklich zu profitieren. Der Deutsche Franchise Verband hat aus diesem Grund sogar einen sogenannten Ethik-Kodex erstellt, der die Regeln fr ein faires Miteinander auflistet. Im folgenden wollen wir einige Verhaltensweisen auflisten, die man unbedingt vermeiden sollte, wenn man eine erfolgreiche Zusammenarbeit fhren mchte.

1. Lgen haben kurze Beine

In einigen Branchen ist es gang und gbe, dass der Franchisenehmer ber spezielle Vorkenntnisse verfgen muss oder schon einiges an Erfahrung gesammelt haben sollte, bevor er ins Geschft mit einsteigt. Nun gibt es jedoch durchaus Menschen, die beispielsweise keine kaufmnnische Ausbildung absolviert haben, oder noch nicht im Einzelhandel gearbeitet haben. Wenn der Wunsch, im Franchising Fu zu fassen, aber dennoch bestehen bleibt, mag der ein oder andere doch mal mit dem Gedanken gespielt haben, seinen Lebenslauf etwas zu verschnern und an die Voraussetzungen anzupassen.

Doch dies endet ohne Zweifel direkt in einer Katastrophe! Denn die Anforderungen, welche die Franchisegeber an ihre zuknftigen Geschftspartner haben, kommen nicht von ungefhr. Diese sind wohlberlegte Forderungen, die das Gelingen des Projekts garantieren. Beim Franchising wird dem Existenzgrnder zwar enorm unter die Arme gegriffen und er ist nicht auf sich alleine gestellt, trotzdem gehrt einiges dazu, um ein Unternehmen selbststndig zu leiten. Diese Fhigkeiten, die einen Angestellten von einem Unternehmer differenzieren, werden oft in der Ausbildung erlernt und durch jahrelange Erfahrung im Arbeitsalltag geschult.

Selbst wenn der Schwindel im Lebenslauf also nicht auffliegt, wird der Franchisenehmer sptestens im Berufsalltag ins Schwitzen kommen, da er die Aufgaben nicht so erledigen kann, wie ein Franchisenehmer, der ber die entsprechende Ausbildung verfgt.

Weiterhin sollten Sie Ihre finanzielle Lage klar und ohne Beschnigungen darlegen. Eine Existenzgrndung kann unter Umstnden eine teure Angelegenheit werden und man sollte ber gengend Eigenkapital verfgen, um auch mal unerwartete Kosten abdecken zu knnen, und vor allem, damit man im Privaten noch gut ber die Runden kommt. Der Businessplan kann dabei ein guter Anhaltspunkt sein, der den Franchisenehmern vor Augen fhrt, ob die finanziellen Mittel ausreichen oder eben nicht.

Wer nur ber keine spezielle Ausbildung gemacht hat, die beim Franchising von Vorteil sein kann, muss noch nicht gleich das Handtuch werfen. Es gibt unzhlige Franchisenehmer, die sich ber Quereinsteiger freuen und diese sogar bevorzugen! Einige Beispiele sind:

Auch wenn Sie ber kein groes Eigenkapital verfgen, heit das noch lange nicht, dass sie Ihren Wunsch nicht doch noch in die Realitt umsetzen knnen. Es gibt unzhlige Mglichkeiten, wie man einen Kredit ohne viel Kapital erhalten kann, zum Beispiel ber Crowdfunding, Frdergelder oder durch Brgschaftsbanken. Zudem gibt es allerdings auch so einige Unternehmen, die kein groes Startkapital fordern:

  • Ice and Roll + Cake and Roll: Der Franchisegeber verlangt weder eine Eintrittsgebhr, noch dass seine Franchisenehmer Eigenkapital mitbringen. Weiterhin entfallen Werbegebhren und es entstehen auch keine laufenden Gebhren. Die monatliche Lizenzgebhr betrgt 250 Euro. Hrt sich gut an? Es kommt sogar noch besser: Das Konzept empfngt Quereinsteiger mit offenen Armen!
  • EASYFITNESS: Das Unternehmen verlangt zwar ein Eigenkapital in Hhe von mindestens 30.000 Euro, doch bietet es jhrlich zehn Existenzgrndern ein Darlehen bis zu 40.000 Euro an. Und bewerben kostet ja nichts!
  • Ihr Brtchenbursche: Das Unternehmen fordert zwar eine relativ hohe Lizenzgebhr (15,00 %), verzichtet dafr allerdings auf die Eintrittsgebhr und berzeugt mit einem niedrigen Startkapital von 2.000 bis 5.000 Euro.

2. Durch die richtige Einstellung berzeugen

Franchisegeber wnschen sich Franchisenehmer, die sich durch ihre Motivation und ihr persnliches Engagement auszeichnen. Faulenzer, Drckeberger und Nichtstuer werden nicht gerne gesehen und werden recht schnell die Quittung fr den fehlenden Einsatz erhalten. Eng damit verbunden ist nicht nur die eigentliche Arbeit, sondern auch das Interesse, das vor dem Beginn der eigentlichen Ttigkeit gezeigt wird. Beim Franchising ist es wichtig, dass man ber fundierte Kenntnisse verfgt.

Das Geschftsmodell des Franchisiesystems sollte verstanden werden. Der Franchisenehmer sollte sich ber seine Position, sein Ttigkeitsfeld und seine Rechte und Pflichten im Klaren sein. Ab einem gewissen Alter schtzt Unwissen nmlich nicht mehr vor rechtlichen Folgen und auerdem hinterlsst es natrlich keinen guten Eindruck, wenn der zuknftige Partner keine Ahnung vom Thema Franchising hat.

Bevor Sie sich also auf eine solche geschftliche Beziehung einlassen, informieren Sie sich ausfhrlich, was hinter dem Namen Franchise steckt. So knnen Sie im anschlieenden Gesprch mit dem zuknftigen Franchisegeber gleich einige Pluspunkte sammeln und zudem auch die Ablufe und Anforderungen besser verstehen.

3. Der Ton macht die Musik

Als Unternehmer ist es wichtig, dass man wei, was man mchte und dieses Ziel auch in die Tat umsetzen kann. Viele Selbststndige zeichnen sich deswegen durch Eigenschaften, wie Sturheit, Zielstrebigkeit, Verbissenheit und Starrsinn aus. Dies sind Charaktereigenschaften, die zum Erfolg fhren, da man sich durch nichts und niemanden von seinem Vorhaben abbringen lsst. Gleichzeitig sind aber auch genau diese Eigenschaften, ein Garant fr auftretende Probleme im sozialen Miteinander, da dadurch oftmals die Hflichkeit zu kurz kommt.

Das Personal wird wohl oder bel mit den Macken und Schrullen ihres Chefs leben mssen und sich schnell damit arrangieren. Sollte der Franchisenehmer jedoch den gleichen Umgangston bei Gesprchen oder Verhandlungen mit dem eigenen Franchisegeber anschlagen, drfte dies in krzester Zeit zu groen Problemen fhren. Das Franchising ist zwar eine Partnerschaft, da beide Parteien als unternehmerische Selbststndige angesehen werden, trotzdem sollte man sich die Beziehung zum Franchisegeber nicht verscherzen. Dieser untersttzt schlielich die Franchisenehmer und entscheidet nach Ablauf der Vertragslaufzeit, ob er das geschftliche Verhltnis aufrecht erhalten mchte, oder nicht.

Der Franchisenehmer sollte seinem Franchisegeber deswegen immer den ntigen Respekt entgegenbringen, auf einen angemessenen Umgangston achten und nie gutes Benehmen und Hflichkeit auer acht lassen.

Doch auch die andere Extreme ist nicht wnschenswert. Manche Franchisegeber pflegen ein sehr lockeres und offenes Verhltnis mit ihren Franchisenehmern. Es werden Witze gerissen, Freundlichkeiten ausgetauscht und eventuell sogar bers Privatleben gequatscht.

Dies ist natrlich schn, trotzdem sollte man niemals vergessen, wen man da vor sich stehen hat. Achten Sie also darauf, dass sie keinen zu kameradschaftlichen Ton anschlagen, dass Sie auf den Gebrauch Ihrer elektronischen Gerte verzichten, wenn Sie sich in einem Gesprch mit dem Franchisegeber befinden, dass Sie sich nicht dauerhaft und wegen Nichtigkeiten beschweren und dass Sie sich stets an die angemessenen, gesellschaftlichen Normen halten. Denn sind Sie erst einmal in Ungnade gefallen, drfte es schwer werden, ihren Franchisegeber vom Gegenteil zu berzeugen.

4. Die Qualitt der Arbeit ist das A und O

Im Franchising werden regelmig die einzelnen Niederlassungen vom Franchisegeber berprft, um sicherzustellen, dass die geforderten Standards umgesetzt werden. Deswegen ist es wichtig, dass die Franchisegeber viel Wert auf die korrekte Umsetzung ihrer Aufgaben und Pflichten legen. Dies betrifft die Handhabung der Mitarbeiter. Diese sollten regelmig geschult werden und es sollte gewhrleistet sein, dass sie ihre Ttigkeiten zur vollsten Zufriedenheit ausfhren. Gleichzeitig sollte die Zusammenarbeit mit den Geschftspartnern ohne Probleme vonstattengehen. Ein besonderes Augenmerk muss jedoch vor allem auf die Umsetzung von gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen gelegt werden. Der Franchisenehmer darf sich keine Fehler bei der Buchhaltung erlauben und auch smtliche Vorgaben den Datenschutz betreffend, mssen eingehalten werden. Sollten hierbei Patzer durch Ungenauigkeit oder schlampige Arbeit geschehen, kann dies das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Ein solches Fehlverhalten kommt natrlich auch dem Franchisegeber zu Ohren und hinterlsst keinen guten Eindruck.

Ein schlechtes Bild kann jedoch schon vor der eigentlichen Vertragsabwicklung entstehen. Um einen Kredit bei der Bank zu erhalten, ist es ntig, dass der Franchisenehmer einen Businessplan erstellt, der im Detail das zuknftige Vorhaben darstellt. Es werden die einzelnen Parteien genannt, die gewnschte Finanzierung erklrt, die Geschftsidee dargelegt, Informationen zum Marketing gegeben, ber die aktuelle Wirtschaftslage und den geschftlichen Ablauf informiert. Wer sich das Leben einfach machen mchte und ein Muster im Internet herunterldt und dieses lediglich ausfllt, wird wenig Begeisterung und Vertrauen von seinem Franchisegeber und der Bank erhalten.

Denn der Businessplan stellt einen Teil der Bewerbung dar, durch welchen Sie zeigen knnen, dass der Richtige fr diese Position sind und mit Leidenschaft und Engagement agieren. Es ist also essenziell, dass der Businessplan mit viel Sorgfalt und Bedacht erstellt wird und vor der Einreichung genauestens berprft wird. Es ist zum Beispiel auch vllig normal, sich Hilfe zu holen, um die richtige Formulierung und Struktur zu garantieren. Keinesfalls sollte der Businessplan jedoch in Auftrag gegeben werden. Denn der Franchisenehmer sollte bestens ber den Inhalt seines Businessplans informiert sein, um Fragen vonseiten des Franchisegebers oder der Bank beantworten zu knnen.

5. Regeln haben ihren Sinn

Fr den einen oder anderen mag es manchmal schwer sein, Regeln zu befolgen. Beim Franchising ist es jedoch nun mal so, dass dies ein System ist, das von seinen Regeln und Normen lebt.

Diese Vorgaben wurden oftmals jahrelang erprobt und getestet und haben durchaus ihren Sinn. Denn nur dadurch kann, das Bestehen und der steigende Erfolg der einzelnen Niederlassungen garantiert werden. Wer schlecht Anweisungen befolgen kann, sollte sich dementsprechend gut berlegen, ob das Franchising wirklich fr ihn geeignet ist.

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