Empfehlungsmarketing mit dem BNI-Netzwerk für Gründer und Franchisepartner

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Sie sind Existenzgründer, Franchisenehmer, Franchisegeber oder Freiberufler und hören immer wieder von den verschiedenen Businessnetzwerken und Networkingveranstaltungen?

Haben Sie schon mal etwas von den sogenannten BNI-Netzwerken gehört?
BNI steht für „Business Network international“ und der Name ist auch Programm: BNI ist eine Art, Marketing zu betreiben – nämlich durch Empfehlungsmarketing.

Was ist das BNI

Das vom amerikanischen Unternehmensberater und Bestsellerautor Ivan Misner im Jahre 1985 in den USA gegründete Unternehmensnetzwerk ist mittlerweile in mehr als 71 Ländern etabliert und zählt 241.000 Unternehmer weltweit zu seinen Mitgliedern. Im DACH-Raum gibt es ein eigenständiges BNI-Unternehmen, dessen Sitz sich in Wien befindet. Auch im DACH-Raum gibt es nicht weniger Mitglieder - nämlich ganze 14.117 Mitglieder.

Wie funktioniert das BNI

Das BNI-Netzwerk basiert auf dem sogenannten Empfehlungsmarketing und bietet Unternehmern, Freiberuflern, Franchisepartnern oder Selbstständigen allgemein die Chance, effizientes Marketing zu betreiben ohne tausende Euros etwa in Online-Marketing, etwa durch SEA oder SEO oder kostspielige Werbekampagnen zu investieren. Bei der BNI läuft die „Werbung“ über persönlichen Kontakt.

Die Treffen des BNI-Netzwerkes finden meist in aller Frühe statt – gegen 7 Uhr morgens, einmal wöchentlich, mit einer Dauer der Veranstaltung von jeweils etwa 2 Stunden. Um, 7 Uhr morgens zu einer Veranstaltung zu kommen, mag abschreckend wirken – wenn man jedoch bedenkt, dass diese Veranstaltungsuhrzeit einem besonders an Werktagen die Zeit lässt, tatsächlich gegen 9 Uhr oder auch 10 Uhr im Büro angekommen zu sein, lässt sich diese frühe Uhrzeit begründen.

Manch einer behauptet, das System der BNI ist beinahe militärisch. Nein, die BNI ist natürlich kein Militär – aber es geht dennoch relativ „organisiert“ zu: Jedes Treffen verläuft nach einem festgelegten und relativ straffen Zeitplan – der übrigens immer der Gleiche ist.

Die Gruppen bestehen aus maximal 20 Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Branchen, wie etwa:

  • Beratung
  • Gastronomie
  • Dienstleistungen
  • Kosmetik
  • B2B

Da das Treffen offiziell ab Punkt 7 Uhr beginnt, treffen die Mitglieder der Gruppe ab etwa 6h30 ein.

Übrigens - Mitglied der BNI-Gruppe muss zu den wöchentlichen Treffen mehrere „Gäste“ mitbringen – und zwar jede Woche andere Gäste.

Nachdem die offizielle Vorstellungs- und Begrüßungsrunde abgehakt wurde, geht es weiter mit einem 60-sekündigem Pitch der jeweiligen Gruppenmitglieder, sowie auch der Gäste der Mitglieder.

Damit es den festen Mitgliedern nach einer Zeit nicht langweilig wird, wenn sie immer wieder die gleichen Pitches und Vorstellungsrunden hören, müssen sich die festen Mitglieder natürlich für ihre „Kollegen“ jede Woche einen neuen Pitch überlegen – zusätzlich zur Suche nach geeigneten „Gästen“ für die kommende Woche.

Auf die 60-Sekunden-Pitchphase folgt die Gelegenheit für einen Unternehmer, sein Business in 10 Minuten näher vorzustellen.

Nachdem die Pitch-Phase beendet wurde, gibt es eine Gelegenheit zum Austausch von Visitenkarten. Hier wird bereits das Ziel der BNI-Netzwerke deutlich – nämlich der Austausch von nicht nur Visitenkarten, sondern Geschäftsbeziehungen – beziehungsweise „Business-Gelegenheiten“.

Und genau das geschieht auch im nächsten Schritt: Die Teilnehmer sprechen Empfehlungen aus. Ganz dem Motto „Wer gibt, gewinnt“, sind die Teilnehmer der BNI-Gruppen sehr engagiert um ihren „Gruppenkollegen“ geeignete Business-Empfehlungen auszusprechen. Dabei sollten sich die Teilnehmer eben keinesfalls darauf ausruhen, lediglich Empfehlungen von anderen „einzukassieren“ - denn das System basiert auf Gegenseitigkeit. Nachdem durch das BNI-Netzwerk auch tatsächlich ein Geschäft entstanden ist, bedanken sich die Mitglieder gegenseitig mit den Worten „Danke für das Business“.

Die BNI-Treffen sind also nicht nur nützlich für Ihren eigenen Umsatz – sondern auch für den Umsatz der anderen Teilnehmer - was Ihnen wiederum zu Gute kommen wird, wenn Sie regelmäßig passende Empfehlungen für Ihre verschiedenen unternehmerischen Projekte erhalten und mit Vertrauen lossprinten können.

Was ist eigentlich Empfehlungsmarketing

Die gute, alte Mund-zu-Mund-Propaganda. Die braucht man ja nicht mehr, man hat ja das digitale Marketing, SEO, SEA und was es sonst noch so alles gibt. Allerdings ist es in manchen Berufen und Tätigkeitsfeldern dennoch sinnvoll, sein Marketing auf die gute, alte Art zu erledigen – und zwar durch persönliche Kontakte und Empfehlungen.

Empfehlungsmarketing ist also nichts anderes als das, was die meisten als „Mundpropaganda“ kennen. Die BNI hat dieses Konzept der Mundpropaganda in ein organisiertes und effizientes Marketingkonzept geformt.

Ihr persönlicher Marketing-Mix

Das Marketing über Empfehlugnsnetzwerke, wie etwa das BNI oder andere ist sicherlich eine interessante Option wenn Sie Ihr Business bekannt machen, Geschäftskontakte aufbauen/pflegen wollen oder wenn Sie Ihren Umsatz steigern möchten.

Schließlich sollten Sie sich für sich selber überlegen, welcher Marketing-Mix der beste gerade für Ihr Unternehmen ist. Sie können sich dafür entscheiden, hohe Beträge in Print- oder Fernsehwerbung, Anzeigen in den sozialen Medien, für die Einstellung eines Business Developern oder eben in den Jahresbeitrag sowie Ihre persönliche Zeit und Energie für eine BNI-Gruppe zu investieren. Egal, was Sie tun: Sie müssen dahinterstehen und es muss zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Zielgruppe passen. Machen Sie sich Gedanken, wer Ihre Zielgruppe ist, was diese benötigt und vor allem: Wo Sie aufzufinden ist. Ist Ihre Zielgruppe beispielsweise auf Instagram zu finden, dann sollten Sie sich schleunigst um eine ansprechende Social Media Strategie kümmern.

Sie sind bereits Franchisenehmer? Dann werden Sie von Ihrem Franchisegeber in Sachen Marketing und Kommunikation unterstützt – wir würden nicht sagen “lehnen Sie sich entspannt zurück“, aber vielleicht „genießen Sie es, einen starken Partner an Ihrer Seite zu haben!“

Der Franchisegeber übernimmt in der Regel Aufgaben wie die Vorgabe einer Corporate Identity sowie einer Marketingstrategie. In Ihrem Franchise-Handbuch können Sie diese Vorgaben nachlesen und ohne Kopfzerbrechen anwenden. Außerdem profitieren Sie als Franchisenehmer von einer starken Markenidentität – der Ihr Franchisegeber wahrscheinlich zuvor kostspielig und mühsam earbeitet hat, etwa durch:

  • Fernsehwerbung
  • Printwerbung
  • bezahlte Anzeigen in den sozialen Medien

Wenn Sie Unternehmer, o b Franchisegeber/Franchisenehmer oder Start-up-Gründer/Freiberufler sind, und überlegen sich einem Business-Netzwerk anzuschließen sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie auch die notwendige Zeit aufbringen können, oder möchten um an den entsprechenden Treffen regelmäßig teilzunehmen.

Auf der anderen Seite sollten Sie sich die Frage stellen, welchen Sie sich von der Teilnahme an Business-Netzwerken erhoffen. Steht Ihre zeitliche und finanzielle Investition in einem sinnvollen Zusammenhang zu den erzielten oder erhofften Resultaten, sind alle Leuchten grün. Ist dies allerdings nicht so, können Sie sich Gedanken über einen alternativen Marketing-Mix machen, wie etwa das Suchmaschinenmarketing oder allgemein durch die Erhöhung Ihrer Online-Sichtbarkeit.

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