Erfolgreich als Franchisegeber: Unsere 6 Erfolgsfaktoren!

28.03.2018 15:45 | Ein Unternehmen gründen

erfolgreich als franchisegeber

Franchisegeber sind dem Erfolg verpflichtet – und wie werden sie ihrer Aufgabe gerecht? Sie berücksichtigen die sechs dafür ausschlaggebenden Faktoren zur Genüge, und schon haben sie es zumindest für den Moment geschafft. Was weiter wird, hängt davon ab, wie sehr sie ihre Bemühungen beibehalten. Und sollte es an einer Stelle noch ein bisschen hapern, dann wären sie wohl zu intensivieren. Im Grunde aber stellen sie nichts anderes als das Rüstzeug dafür dar, ein bestehendes System zum Wohle aller Beteiligten prosperieren zu lassen.

Der Franchisegeber hat ein Rundumsorglospaket zu schnüren

Die Voraussetzung dafür besteht darin, dass die zu verwertende Geschäftsidee sich überhaupt in geeigneter Weise multiplizieren lässt. Eine absolvierte Testphase sollte keinen Zweifel daran lassen. Dann gilt es nur noch, das Franchising so zu gestalten, dass

  • alle zufrieden sind,
  • keine Schwierigkeiten im Ablauf auftreten,
  • man über Geleistetes Rechenschaft ablegt,
  • Rechte und Pflichten fair verteilt sind,
  • ein zugänglicher Praxis-Ratgeber verfügbar ist und
  • es mit der Verständigung überall gut klappt.

Einzelne Akzente können dabei nach Bedarf zu setzen sein, im Wesentlichen aber kommt es auf das gelungene Zusammenspiel der Komponenten an.

Es wird viel verlangt von einem angesehenen Franchisegeber

Nicht diesen oder jenen besonders zu hofieren, sollte das Ziel der Unternehmung sein, sondern ein ausgewogenes Gleichgewicht herzustellen im wachsenden Kreis der Franchisenehmer. Neuankömmlinge werden mit allen Ehren empfangen, schließlich sind sie es, die zu tragenden Säulen des Systems heranwachsen sollen. Damit wird der eine größere Probleme haben können als andere, individuelle Betreuung kann Schieflagen vermeiden. Denn es geht nicht darum, alle über einen Kamm zu scheren, sondern Auswüchse da im Keim zu ersticken, wo sie zu entstehen drohen. Wenn Engpässe, auch finanzieller Art auftreten, wäre das im Idealfall vorherzusehen und nicht abzuwarten, bis aus einem Stolperstein ein dicker Brocken wird. Zufriedenheit ist jedoch auch auf anderen Ebenen herzustellen. Das zeigt sich besonders in der perfekten Organisation.

Franchising muss nahtlos ineinandergreifend funktionieren

Sollte es am Nachschub mangeln, führt das berechtigterweise neben Missgestimmtheit zu Ausfällen, die schädigend sein dürften. Wenn noch dazu keinerlei oder nur unzulängliche Information über die Gründe dafür erfolgt, könnte das System sogar zum Erliegen kommen. Das darf nicht sein. Absehbare Unterbrechungen des geregelten Ablaufs müssen rechtzeitig angekündigt werden, damit vorgebeugt werden kann. Der Franchisegeber sollte alles dafür tun, auf ihn und seine Leistungen Angewiesene keinesfalls vor vollendete Tatsachen zu stellen und sie stattdessen vorzuwarnen. Dann bringt man auch Verständnis dafür auf und hält sich damit zurück, Widerstände aufzubauen. Im Regelfall jedoch läuft alles wie geschmiert, und jeder weiß, dass er sich darauf verlassen kann. Das schafft Sicherheit und ein gutes Gefühl, die Motivation stellt sich durchgängig anhaltend ein und ist keine Frage der Disponiertheit für den Tag.

Die unbestechliche Statistik bringt Mängel an den Tag

Der zentrale Knotenpunkt ist die Kontrollstation. Hier wird festgestellt, ob man sich etwa Illusionen darüber hingegeben hat, wie zufriedenstellend sich das Geschäft entwickelt. Eventuelle Defizite sind aufzudecken, die letzten Reserven zu mobilisieren. Denn im Vergleich der nackten Zahlen zeigt sich oft, dass hier und da noch mehr herauszuholen ist als einst gedacht. Zu schnell macht man sich allzu hoffnungsvolle Vorstellungen davon, wie sich die Lage entwickelt, und um solches zu vermeiden, muss knallhart gerechnet werden. Auf Ergebnisse kann man sich berufen, sie dienen als Argument für Anstrengungen, die offensichtlich bislang unterblieben sind. Genauso kann man sie dafür verwenden, sich gegen Vorwürfe zu verteidigen, steht doch auf dem Papier, dass sie unbegründet sind. Objektivität ist unverzichtbar im Franchising, sie leidet, wenn Kalkulationen geschönt erscheinen. Umso mehr Wert muss auf akribische Aufstellungen gelegt werden.

Wer etwas beansprucht, muss auch dafür einstehen

Es ist nicht zumutbar, dass einer mehr leisten soll, als von ihm berechtigterweise verlangt werden kann. Das führt dazu, sich ausgenutzt zu fühlen, die Lasten müssen ebenso gerecht verteilt sein wie zu genießende Vorrechte. Um Zwist im Alltag aus dem Weg zu gehen, schließt man Verträge ab, über deren Einhaltung gleichwohl keine Diskussion entstehen sollte. Bestimmungen müssen so klar abgefasst sein, dass keine Missverständnisse auftreten. Bei Umstrittenem empfiehlt es sich, vorab Übereinkunft herzustellen. Nicht alles, was dem Buchstaben des Gesetzes folgend zwingend wäre, erweist sich auch als praxistauglich. Anstatt sich übervorteilt zu fühlen und vor den Kadi zu ziehen, scheint eine Einigung unter vier Augen allemal verträglicher zu sein. Es darf sogar ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden, wenn Unsicherheit besteht, die nicht gleich ausufern und über die Grenzen des Systems hinaus Aufsehen erregen muss.

Deutliche Ansagen sind von großem Nutzen

Über alle Zweifelsfälle im täglichen Betrieb hilft gemeinhin das Handbuch hinweg, zumindest sollte es das tun. Der Franchisegeber muss künftigen Franchisenehmern gegenüber auch dann schon Einblick gewähren, wenn ihnen noch keine Möglichkeit dazu eingeräumt worden ist, praktischen Gebrauch davon zu machen. Man will ja vorher wissen, was auf einen zukommen mag und ob man sich in einem umfassenden Katalog voller Anweisungen auch zurechtfindet. Darüber geplaudert werden darf indessen nicht, Einzuweihende sind zur Verschwiegenheit verbindlich anzuhalten. Unabhängig davon besteht die Verpflichtung zur Eindeutigkeit, sofern das möglich ist. Einiges wird vage bleiben, besonders dann, wenn es sich um auszuführende Dienstleistungen handelt, die weniger konkret beschrieben sein können als die Zubereitung eines kleinen Snacks für zwischendurch nach bewährtem Rezept. Je schwieriger es wird, desto wichtiger ist eine gesunde Basis für die gegenseitige Verständigung.

Nicht Äpfel mit Birnen verwechseln

Der Franchisenehmer muss sich nicht nur mit seinen Kunden nutzbringend ins Benehmen setzen, sondern überdies Kontakte zu Kollegen pflegen und vor allem allgemein geltende Anordnungen zu respektieren wissen. Der vielfältige Austausch von Gedanken im System sollte möglichst reibungslos abzuwickeln sein, zu schnell fällt ein falsches Wort, das Tiraden nach sich ziehen kann. Dafür bleibt keine Zeit im geregelten Geschäftsablauf; wer nicht nur ausnahmsweise den Funkverkehr beeinträchtigt, hat sich die Gelegenheit zu einer Nachschulung verdient. Auch dabei kann es zu Irritationen kommen, wenn Termine kollidieren oder deren Effektivität infrage gestellt werden muss. Wichtig ist eine klare Diktion. Jeder muss wissen, wann erhöhte Aufmerksamkeit gefordert wird, damit er seine Prioritäten dementsprechend setzen kann. Aneinander vorbeizureden, dafür ist die Zeit zu wertvoll, auf den Punkt Gebrachtes spielt sich leichter ein, wenn das genügend eingeübt wurde.

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