EFF (European Franchise Federation) - Werden Sie jetzt Franchise-Partner

28.09.2018 16:00 | Ein Unternehmen gründen

european franchise foundation

Die European Franchise Federation, kurz EFF, vertritt sämtliche Angelegenheiten rund um das Franchising in Brüssel. Es handelt sich hierbei um den Zusammenschluss mehrerer nationaler, europäischer Franchise Verbände. Die dem EFF übergeordnete Organisation ist der World Franchise Council, WFC, der sich aus über 40 Vereinigungen zusammensetzt.

Was genau macht der EFF?

Die European Franchise Federation ist ein politisch unabhängiger Verein, der 1972 in Frankreich gegründet wurde. Der EFF verfolgt das Ziel, die Interessen der europäischen Franchisewirtschaft zu repräsentieren.

Die Gründungsmitglieder waren damals Frankreich, Italien, Belgien und die Niederlande. Sie gründeten die Vereinigung, um sich für die Franchisewirtschaft einzusetzen. Zu diesem Zwecke haben sie gewisse Ethikgrundsätze selbst definiert, die die Franchisewirtschaft verbessern und schützen sollten. Diese Grundsätze wurden später zum europäischen Verhaltenskodex für die Franchise-Industrie. Allerdings musste die Vereinigung noch weiter wachsen und sich einen gewissen Ruf verschaffen, damit dieser Kodex auch wirklich in der Franchisewirtschaft Einzug erhalten und eine ethisch bewusste Franchise-Industrie schaffen würde.

Die EFF heute: Europäische Repräsentanz von 21 nationalen Franchise Verbänden

Seit ihrer Gründung ist die EFF stark gewachsen. Heutzutage repräsentiert die EFF mit Sitz in Brüssel 21 nationale Franchise Verbände in Europa.

Was sind die Aufgaben der EFF?

Die Europäische Franchise Federation ist die zentrale Behörde in Europa, die sich für Franchising einsetzt. Die EFF vertritt die Interessen der nationalen Franchise Verbände in Europa und gegenüber anderen internationalen Organisationen – hierzu zählen unter anderem die Europäische Kommission und das Europäische Parlament.

Der EFF geht es vor allem darum, dass Franchising als faires und ethisches Vertriebsmodell weiter wachsen und Bekanntheit erlangen kann. Aus diesem Grund hat sich die EFF folgenden Aufgaben verschrieben:

  • Franchising in Europa zu fördern
  • Die Franchisewirtschaft durch den europäischen Verhaltenskodex zu schützen
  • Sich für die Interessen der Franchise-Industrie gegenüber internationalen Organisationen stark zu machen
  • Die Entwicklung vom Franchising in Europa zu beeinflussen und zu inspirieren
  • Die europäische Franchisewirtschaft zu repräsentieren und sich für ihre Mitglieder weltweit einzusetzen
  • Die Förderung eines Wissensaustausches zwischen nationalen Vereinigungen und Verbänden, sowohl in Europa als auch global
  • Für die Mitglieder da zu sein, wenn diese Fragen haben und Hilfe benötigen

Die EFF wird von einer Vision angetrieben und verfolgt eine Mission

Die Vision der EFF macht sich für mehr Bewusstsein stark: Die europäischen Verbände sind sich bewusst, dass die Franchisewirtschaft dem institutionellen und regulatorischen Rahmen der EU unterliegt – sie ist sich des europäischen Binnenmarktes bewusst. Um besser agieren und sich selbst schützen zu können, hat die Vereinigung sich gewisse ethische Prinzipien auferlegt, die auch als europäischer Verhaltenskodex bekannt sind. Jedoch ist die EFF dann noch einen Schritt weiter gegangen: Sie hat Akkreditierungsverfahren für Franchise-Unternehmen designt, um das Franchising so auf eine ethisch bewusste Basis zu setzen.

Die Mission der EFF lässt sich in drei Kernaufgaben einteilen:

  • Lobbying: Als einzige und autoritäre Stimme des Franchising in Europa möchte sich die EFF für Anliegen der Franchisewirtschaft bei der EU und anderen nationalen sowie internationalen Institutionen stark machen.
  • Selbstregulierung: Das Geschäftsmodell im Franchising soll stets von der Einhaltung des selbst auferlegten Regulierungsrahmens geprägt sein.
  • Von Best Practices lernen und wachsen: Die EFF möchte eine Austauschplattform sein und Benchmarks für die Industrie vorgeben, so dass sie allen Franchisemitgliedern nützlich ist.

Was hat es mit dem europäischen Verhaltenskodex auf sich?

Die gemeinnützige Organisation spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Franchise-Industrie zu schützen. Dies macht sie vor allem durch das Aufrechterhalten des europäischen Verhaltenskodex, der ein faires Verhalten der Franchisewirtschaft in Europa zum Ziel hat. Die Mitgliederverbände haben den Verhaltenskodex einzuhalten.

Die Anfänge des europäischen Verhaltenskodex

Der Kodex weist bereits eine lange Geschichte auf: Er wurde 1972 zum ersten Mal entwickelt. Im Laufe der Zeit wurde er immer wieder angepasst, um die aktuellen Entwicklungen im Franchising angemessen widerzuspiegeln. Der Verhaltenskodex enthält Definitionen, Leitlinien und Vorgaben für das Recruiting sowie die Auswahl von Franchisenehmern. Ebenso enthält der Kodex Aspekte, die für das Master-Franchising relevant sind, und Vorgaben, wie ein Franchisevertrag ausgestaltet werden sollte.

Die Prinzipien des Verhaltenskodex spiegeln alle Phasen in der Entwicklung einer Franchisebeziehung wider: Was gilt es zu beachten, bevor der Franchisevertrag unterzeichnet wird, wie gestaltet sich die Vertragsunterzeichnung und was liegt es danach zu bedenken. Um Missverständnisse zu vermeiden, wurde der Kodex klar und deutlich aufgesetzt. Ebenso wurde darauf geachtet, dass der Kodex nicht nationalen Gesetzen oder den fundamentalen Rechten der EU widerspricht.

Der europäische Verhaltenskodex als Basis für die nationalen Verbände

Es ist also eine wichtige Voraussetzung für die Mitgliederverbände der EFF, dass diese den Verhaltenskodex einhalten. Da er im selben Jahr wie die EFF formuliert wurde, stellt er die Grundlage der EFF dar. Alle EFF Mitglieder machen sich für das Einhalten, die Promotion und die Umsetzung in ihren eigenen Ländern stark. Es wird erwartet, dass die nationalen Verbände den Verhaltenskodex öffentlich zugänglich machen und dafür sorgen, dass er vor allem denjenigen, die in der Franchisewirtschaft tätig sind, vorliegt.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der EFF mit dem World Franchise Council?

Die EFF war eine der 26 Verbände und Vereinigungen, die 1994 den World Franchise Council (WFC) ins Leben gerufen hat. Beim WFC handelt es sich um einen Franchiseverband auf internationaler Ebene. Ziel des WFC ist es, alle Franchisemitglieder und Franchisevereine rund um den Globus zu vereinen. Aus diesem Grund informiert er seine Mitglieder ständig über neue Entwicklungen, die für das Franchising relevant sind. Es vereint alle 43 nationalen Franchiseverbände und repräsentiert die Interessen und Anliegen in der Welt des Franchising. Der WFC trifft sich zwei Mal pro Jahr, jedes Zusammenkommen wird von einem anderen Mitglied ausgerichtet und findet somit in einem anderen Land statt.

Inwieweit beeinflusst die EFF die Arbeit des Deutschen Franchise Verbandes?

Durch seine Mitgliedschaft bei der EFF stellt der deutsche Franchise Verband sicher, dass auch auf internationaler Ebene eine Einflussnahme zugunsten des Franchising stattfindet. Der Deutsche Franchise Verband setzt sich ferner dafür ein, dass seine Mitglieder so einen besseren Zugang zu internationalen Märkten erhalten.

Die EFF hat ein Netzwerk an Franchise-Experten um sich gesammelt, die Erfahrung in den Bereichen Recht, Buchhaltung, Finanzen und Marketing haben. Die EFF kann das Wissen dieses Experten-Netzwerks mit seinen Mitgliedern wie beispielsweise dem Deutschen Franchise Verband teilen. Ebenso profitiert der Deutsche Franchise Verband davon, dass sich die EFF auf internationaler Ebene für Franchising-Belange aller Art einsetzt. Durch die wichtige Rolle des EFF beim World Franchise Council profitiert der Deutsche Franchise Verband von einem Sprachrohr, was weit über deutsche und europäische Grenzen hinausgeht.

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