Die Selbstreflexion – eine unverzichtbare Etappe vor der Existenzgründung!

20.03.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

selbstreflexion unverzichtbare etappe zur existenzgruendung

Ganz hektisch, schon der Verzweiflung nahe kramt man hier und kann auch dort nicht das Richtige finden, weil man einfach nicht weiß, wie es auszusehen hätte. So geht das nicht! Bevor man sich den Verlockungen verschiedener Angebote aussetzt, muss man wissen, was man will. Nur dann kann es Gestalt annehmen, sonst verschwimmt das innere Bild mit jeder weiteren Offerte. Dies und das wäre wohl ganz nett, es könnte auch noch angenehmer sein – bloß wie? Da heißt es, immer weiter zu suchen, bis das Leben schlussendlich vorbei ist.

Franchisenehmer brauchen eine genaue Orientierung

Wer sich selbstständig zu machen beabsichtigt, sollte zunächst Klarheit darüber gewinnen, was er damit erreichen möchte. Festgelegte Ziele sind leichter zu verfolgen als ihre beständige Wandlung im Spiegel entdeckter Möglichkeiten. Sie werden ohnehin eine ganze Zeitlang mit dem Aufspüren von für Sie Geeignetem verbringen, doch wenn Ihnen die Richtschnur fehlt, fischen Sie zunehmend im Trüben. Dann stoßen Sie plötzlich auf etwas, das Ihnen wie das Ei des Columbus vorkommt, doch bei näherem Hinsehen tun sich die Risse darin auf. Das wäre nicht passiert, wenn Sie es sogleich aussortiert hätten, weil Sie nach Ihrem persönlichen Katalog vorgehen. Er enthält Bedingungen, die unbedingt erfüllt sein müssen, auch weniger Wichtiges, das gefragt sein könnte, aber nicht zwingend ist.

Das Franchising als eine große Herausforderung

Zeichnen Sie ein Idealbild und machen bei Bedarf kleine Abstriche davon, aber bleiben Sie Ihrer Linie treu. Sie müssen sich im Vorfeld Rechenschaft darüber ablegen, was Sie leisten wollen und was nicht. Zu schnell nimmt man sonst etwas in Kauf, das im Moment nur stört, sich auf die Dauer aber zu einem echten Hindernis auswächst. Denken Sie allein an die Finanzierung: Sie kennen das, was Sie zur Verfügung haben, und alles andere bekommen Sie quasi geschenkt. Das kann Sie jedoch derart verpflichten, dass Sie beizeiten nicht mehr aus den Augen sehen können und bloß noch weitergeben, was Sie eingenommen haben. Ähnlich verhält es sich mit übernommenen Aufgaben, die man von vornherein nur halbherzig zu erfüllen bereit war.

Werden Sie zum Hecht im Karpfenteich

Überschätzen Sie Ihre Lernfähigkeit nicht, trauen Sie sich nicht mehr zu, als Sie wirklich können. Und wenn Sie noch im Zweifel darüber sind, dann müssen Sie zunächst mit sich ins Reine kommen, um sie auszuräumen. Wer sich selbst nicht realistisch genug einschätzen kann, zeigt damit seine Unfähigkeit zum Franchisenehmerdasein. Ziehen Sie Bilanz; überlegen Sie, was Sie bereits bewältigt haben und ob Sie es auch weiterhin tun wollen, schließen Sie anderes von Ihrer Agenda aus. Mit einem allzu häufigen Vielleicht kommt man nicht weiter, dadurch gerät man in den Strudel der Ereignisse, die ihre Sogwirkung ausüben. Und schon sieht man sich am Grund des Beckens angelangt, in dem man doch zu schwimmen lernen dachte. Einem drohenden Untergang ist umsichtig vorzubeugen. Wie macht man das?

Das eigene Rüstzeug ist mit einzubringen

Um eine ganze Weile länger als lediglich ein paar Tage oder Wochen im Franchising durchzuhalten, muss man sich

  • erst einmal Schwimmflossen zulegen, die einem
  • den nötigen Auftrieb verschaffen.

Der zu allem entschlossene Franchisenehmer mag zwar ein Anfänger in dem von ihm gewählten Bereich sein, doch die Grundzüge des Geschäftsbetriebs sollte er beherrschen. Sonst besteht die Gefahr, dass er sich zu sehr verbiegen muss, anstatt aufrecht und zielgerichtet seiner Wege zu gehen. Verlassen Sie sich nicht auf Versprechungen, machen Sie die Probe aufs Exempel, bevor Sie ins kalte Wasser springen. Das wird schon hart genug. Sie müssen etwas in der Hinterhand behalten, auf das Sie bauen können.

Partnersuche nach vollzogener Selbsterkenntnis

Dazu dient Ihr Selbstbewusstsein. Es sollte nicht jeder Grundlage entbehren, aber ebenso wenig sein Licht unter den Scheffel stellen. Denken Sie darüber nach, was Ihre Persönlichkeit im Einzelnen ausmacht und warum Sie für das Franchising besonders geeignet sind. Eine Aufstellung Ihrer Stärken, auch möglicher Schwächen ist aussagekräftiger als jede Absichtserklärung, wenn sie sich einer Überprüfung nicht entzieht. Gehen Sie offen und ehrlich mit sich um, machen Sie niemandem etwas vor, das zu durchschauen wäre. Stehen Sie dazu, dass nicht jeder Mensch perfekt sein kann. Jetzt müssen Sie nur noch einen Franchisegeber finden, dessen Anforderungsprofil für Franchisenehmer so weit wie nur möglich dazu passt.

Gereiftheit zeigen für dauerhafte Beziehungen

Er wird Ihre Aufrichtigkeit zu schätzen wissen, sobald er sich davon überzeugen konnte. Sie würden doch auch kaum jemandem Ihr ganzes Wissen anvertrauen, bei dem Sie es weniger gut aufgehoben wüssten. Ein faires Miteinander kann nur entstehen, wenn man die Karten auf den Tisch legt. Verheimlichen Sie nichts, das bei nächstbester Gelegenheit an die Oberfläche treten würde. Dadurch reißen angeknüpfte Bande gleich wieder, der ganze bisher betriebene Aufwand wäre für die Katz, und Sie brauchen es nicht schon bald an anderer Stelle erneut zu versuchen. Seien Sie redlich, planen Sie nicht, etwas im Sturm zu erobern, von dem Sie lange im beidseitigen Einvernehmen existieren wollen. Legen Sie die Grundlage dafür, denn Sie haben sich Gewissheit darüber verschafft, was man von Ihnen erwarten kann.

Immer mit dem ersten Schritt beginnen

Es wäre ein Fehler, voller Tatendrang ein neues Abenteuer anzugehen, um dann erst festzustellen, dass man sich überschätzt hat. So springen Sie nur von einem Pferd aufs andere und können bald nirgendwo mehr landen. Das Franchising ist kein Glücksspiel, es setzt eine umfangreiche Vorbereitung voraus. Dabei müssen Sie mit sich selbst beginnen und sich zum Sicherheitsfaktor machen. Dann kann alles, was noch kommt, sich fügen, auf unkalkulierbare Risiken lassen Sie sich nicht ein. Im Gegenteil: Sie haben exakt durchgerechnet, was Sie bewältigen müssen, vor unliebsamen Überraschungen sind Sie gefeit.

Zielstrebigkeit statt Aktionismus

Guten Gewissens können Sie sich als verlässlicher Partner empfehlen, mit dem man eine aussichtsreiche Zukunft planen kann. Dort hängen nicht allerorten lauter Geigen, es sei denn, Sie wären ausgesprochen musikalisch. Beherrschen Sie die Klaviatur, bevor Sie darauf zu spielen lernen, verwechseln Sie Pflichtübungen nicht mit der Kür. Dazu kann es später kommen, wenn Sie genügend Geduld aufgebracht haben und unter Beweis gestellt, dass Sie sich keinen Illusionen hingeben. Erfolg ist das, was zählt; um ihn zu erreichen, braucht man neben einem Quäntchen Glück vor allem Hartnäckigkeit.

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