Fear of Missing Out Marketing: Eine machtvolle Marketingstrategie für Ihr Franchise?

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feat of missing out marketing

Vielleicht haben Sie schon einmal mal von dem Begriff „Fear Of Missing Out“, kurz FOMO, gehört. Diesen Begriff gibt es noch nicht lange, denn er ist erst in den letzten Jahren durch die Digitalisierung entstanden und nimmt inzwischen in der Marketingstrategie vieler Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, woraus dieses Konzept genau besteht und ob es für Ihr Franchise eine sinnvolle Marketingstrategie ist.

Was genau ist FOMO Marketing?

Der Begriff „Fear Of Missing Out” beschreibt, vereinfacht gesagt, das Gefühl oder die Angst von Menschen, etwas zu verpassen. Das digitale Zeitalter hat zur Folge, dass fast jeder ein Smartphone besitzt, welches kaum noch aus dem Alltag wegzudenken ist und wodurch wir zu jeder Zeit an jedem Ort erreichbar sind. Die sozialen Netzwerke bieten uns die Möglichkeit, immer auf dem Laufenden zu bleiben mit allem, was in der Welt passiert und was Freunde, Bekannte und Familie in ihrem Alltag unternehmen.
Genau daraus ist auch die FOMO entstanden, da wir ständig mit neuen Reizen und Produkten konfrontiert werden, was uns das Gefühl vermittelt, diese kaufen zu müssen.

Wenn man aus den verschiedensten Gründen, wie etwa fehlenden finanziellen Mitteln, diesem Verlangen nicht nachgehen kann, führt das schnell zu dem Gefühl, dass andere ein besseres und wohlhabenderes Leben führen.
Während die Digitalisierung den Alltag vieler Unternehmer in gewissen Aspekten auch positiv beeinflusst haben mag, darf man die negativen Seiten nicht außer Acht lassen: FOMO ist nicht zwingend etwas Positives, da es sich auch negativ auf unsere Psyche auswirken kann.
Firmen allerdings konnten genau dieses gesellschaftliche Syndrom gezielt nutzen, um ihre Marketingstrategie zu ergänzen und somit höhere Verkaufszahlen zu erreichen. Hier ist die Rede von FOMO Marketing. Schauen wir uns an, wie genau das funktioniert.

Wie funktioniert die FOMO Marketingstrategie?

Es gibt verschiedene Wege, wie Unternehmen „FOMO“ in ihrer Marketingstrategie nutzen können. Eine der beliebtesten Strategien ist es, dass Unternehmen ihren Kunden signalisieren, dass es von einem Produkt nur noch eine gewisse Stückzahl gibt. Der Kunde kann per Mail, seltener auch per Anruf oder bei einer App per Push Benachrichtigung auf dem Handy benachrichtigt werden.
Ähnlich verhält es sich mit einem Sonderangebot, bei dem ein Produkt für eine bestimmte Zeit zu einem reduzierten Preis angeboten wird. Sobald sich dieses Angebot dem Ende nähert oder die Anzahl der zum reduzierten Preis verkaufen Produkte dem Ende neigt, wird der Kunde benachrichtigt.

Dadurch soll bei dem Kunden das Gefühl ausgelöst werden, dieses Angebot nicht verpassen zu wollen und somit soll im besten Fall der Kaufreflex zu getriggert werden. Ein weiterer Weg also, Ihrer Zielgruppe zu signalisieren, dass sich Ihr Produkt durch ein Alleinstellungsmerkmal auszeichnet, das es so auf dem Markt noch nicht gibt.
Bei dieser Marketingstrategie ist Vorsicht geboten, denn wenn Sie sie falsch anwenden, können sich Ihre Kunden schnell manipuliert fühlen. Wie Sie sich schon denken können, wird dies weniger zu einem Kauf und wahrscheinlicher dazu führen, dass sie zu einem Konkurrenten mit subtilerem Marketing wechseln.

FOMO anwenden: So geht’s

Wenn Sie das FOMO-Prinzip auf die Marketingstrategie Ihres Unternehmens bzw. Ihres Franchiseunternehmens anwenden möchten, können Sie sich an folgenden konkreten Beispielen orientieren:

  • Booking.com: Hier wird den Nutzern in Echtzeit angezeigt, wie viele Zimmer noch frei sind. Bzw. wie viele Nutzer das gerade angesehen Zimmer in den letzten Minuten gebucht haben – Panik pur!
  • Diverse Finanzierungs- und Crowdfundingkampagnen funktionieren auf dem FOMO-Prinzip, indem sie den Nutzern per Countdown anzeigen, wie lange die Kampagne noch läuft und so ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen
  • Aber es geht auch umgekehrt, so wie es uns Heineken vormacht: In einem Werbespot wird deutlich gemacht, dass man Alkohol viel lieber genießen anstatt in hohen Mengen trinken sollte, denn mit zu viel Alkohol verpasst man das Beste auf der Party…

Für Sie als Unternehmer bedeutet das konkret:

  • Nutzen Sie die Macht von begrenzten Angeboten und bieten Sie einen bestimmten Servoce oder ein bestimmtes Produkt zu besonderen Konditionen nur zu einer gewissen Zeitspanne an
  • Die Macht der Beschränkung erweist sich auch bei Kursen als hilfreich: Bieten Sie Onlinekurse oder Webinare an, kann es sich als hilfreich erweisen, die Teilnehmerzahl (künstlich) zu begrenzen, um letzten Endes auf mehr Anmeldungen zu Ihrem Kurs zu kommen.
  • Nutzen Sie auch das Konzept des Social Proof zu Ihrem Nutzen! Wie das geht? Der Social Proof basiert auf dem gleichen Konzept wie das FOMO-Prinzip: Menschen mögen es nicht, außen vor gelassen zu werden und sie würden gerne immer überall dabei sein, wo es interessant und wichtig wird. In der Realität zeigt sich das Social Proof Konzept insbesondere rund um Online Bewertungen, sonstige Kommentare im Netz oder auch Empfehlungen auf den sozialen Netzwerken.

Fear of Missing Out: Die Schattenseiten

Sicherlich sitzen Sie jetzt gerade vor Ihrem Bildschirm und denken sich. „Tolle Sache, dieses FOMO!“.
Selbstverständlich ist es ein machtvolles Instrument, mit der Angst anderer Menshcen zu spielen. Schließlich macht ein FOMO-Marketing auch nichts anderes.
Unternehmen halten diesbezüglich eine große Macht inne – einige übertreiben es sogar und führen Konsumenten damit beispielsweise in den finanziellen Ruin. Denn auch die Angst, etwas zu verpassen, ist eine Angst – und somit ein Krankheitssymptom.
Sie als Unternehmer oder Geschäftsführer haben die Verantwortung, hiermit bewusst umzugehen und mit einem FOMO-basierten Marketing lediglich eine bereits bestehende Kaufbereitschaft zu intensivieren.
Außerdem: Wenn Sie es als Unternehmen mit dem FOMO-Marketing übertreiben, kann auch Ihr Markenimage darunter leiden. Also gilt auch beim FOMO-Marketing, wie in vielen anderen Punkten im (Geschäfts-)leben: Weniger ist mehr.

Das Gegenstück: joy of missing out

Neben der Angst, etwas zu verpassen, also der “Fear of Missing Out” gibt es, aber natürlich, auch noch die „Joy of Missing Out“, also die FREUDE, einfach mal nicht dabei zu sein.
Aber wen wundert das, inmitten des digitalen Zeitalters, wo jeder ständig weiter anhäufen?
Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb ganz bewusst dafür, einfach mal abzuschalten und sich darüber zu freuen, das „Beste“ zu verpassen – ganz nach dem „Joy of Missing Out“-Prinzip.

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