Fehlzeiten: So gehen Franchise-Unternehmer am besten mit Absentismus um

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Wenn Mitarbeiter der Arbeit fernbleiben, dann kann das viele Gründe haben. Der wohl offensichtlichste Grund ist eine Erkrankung. Kommt es zu häufigeren Fehlzeiten können allerdings auch andere Gründe wie persönliche Krisen oder eine berufliche Unzufriedenheit dahinter stecken. Als Franchisenehmer oder Franchisegeber sollten Sie daher hellhörig werden, wenn ein Angestellter mehr durch seine Fehlzeiten als durch seine Performance am Arbeitsplatz auffällt. Heute zeigen wir Ihnen auf, wie Sie am besten mit Fehlzeiten als Führungskraft umgehen sollten.

Häufige Fehlzeiten: Wenn Absentismus im Franchise-Unternehmen zum Problem wird!

Wenn ein Mitarbeiter häufig der Arbeit fernbleibt, haben Sie als Franchisegeber oder Franchisenehmer Ihrer Fürsorgepflicht als Chef nachzukommen. Handelt es sich um einen grippalen Infekt oder eine schwerwiegendere Erkrankung, so sollten Sie die Fehlzeiten nicht beanstanden, da Ihnen das Wohl und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegen sollte. Jedoch können auch familiäre Probleme, andere äußere Umstände oder motivational bedingte Einstellungen der Grund für häufige Fehlzeiten sein. Die Fehlzeitenproblematik ist also stark vom Einzelfall abhängig und lässt sich nicht so leicht quantifizieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sich in den wenigsten Fällen die Mitarbeiter an ihre Vorgesetzten anvertrauen, so dass die Führungskraft selbst meist auch ratlos ist, was die Gründe des Absentismus angeht. Als Franchisegeber oder Franchisenehmer wissen Sie also nicht eindeutig, wie Sie auf die Fehlzeiten reagieren und welche Maßnahmen Sie ergreifen sollten: Benötigt der Arbeitnehmer vielleicht Hilfe oder sollte er aufgrund seiner Fehlzeiten womöglich eher diszipliniert werden?

Was genau bedeutet Absentismus?

Wenn vom Absentismus die Rede ist, dann bezeichnet dies das Verhalten einer Person, was sich durch das Fernbleiben oder aber die Abwesenheit auszeichnet. Hier geht es unter anderem um krankheitsbedingtes Fehlen, aber auch eine geringe Arbeitsmoral sowie eine unzureichende Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Im Arbeitsleben bezieht sich dies auch darauf, wenn Mitarbeiter beispielsweise Termine nicht einhalten oder Verpflichtungen von ihnen nicht wahrgenommen werden. Häufige Fehlzeiten stellen für Unternehmen einen enormen Kostenfaktor dar: Die Arbeit bleibt liegen und das Arbeitsvolumen ist für die anwesenden Mitarbeiter nahezu kaum zu bewältigen. Fehlt ein Mitarbeiter sehr oft, erschwert das Ihre Personaleinsatzplanung, was Ihr Franchise-Unternehmen und sogar das gesamte Team in Mitleidenschaft ziehen kann.

Absentismus kann sich in zwei Formen äußern:

  • Absentismus bei den Mitarbeitern:

Per Arbeitsvertrag binden sich die Mitarbeiter daran, die festgelegten Leistungen zu erbringen. Dafür erhält der Arbeitnehmer schließlich auch sein monatliches Gehalt. Häufen sich die Fehlzeiten, kommt er seinen verpflichtenden Arbeitsleistungen nicht nach.

Gründe für Fehlzeiten bei Mitarbeitern:

Drei große Bereiche konnten für die Fehlzeiten von Arbeitnehmern ausgemacht werden: Private, gesundheitliche sowie berufliche Gründe. Läuft es im Privatleben drunter und drüber, so kann dies auch zum Absentismus im Unternehmen führen. Beziehungsprobleme, eine Scheidung, familiäre Überlastungen oder aber das Dasein als alleinerziehender Elternteil können die Performance am Arbeitsplatz mindern. Vorgesetzte wissen oft nicht genau, was genau im Privatleben der Mitarbeiter passiert, so dass diese oft nicht wissen, was der tatsächliche Grund für die Fehlzeiten ist. Neben Krankheiten können aber auch Suchtprobleme zu Fehlzeiten führen, wobei diese als eine stark unterschätzte Ursache für Fehlzeiten gilt. Häufige Abwesenheiten können allerdings auch einfach dem geschuldet sein, dass im Unternehmen ein schlechtes Betriebsklima vorherrscht, Lob oder Anerkennung durch den Chef fehlen oder aber sich der Mitarbeiter einfach überfordert fühlt.

  • Absentismus bei Führungskräften:

Aber auch bei Führungskräften kann es zu häufigen Fehlzeiten kommen. Hier kann es zu einem nachhaltigen Problem werden, wenn die Manager keine starken Führungskräfte sind oder ihnen der passende Führungsstil fehlt.

Was hat es mit der Führungsschwäche bei Vorgesetzten auf sich?

Absentismus bei Führungskräften muss sich nicht nur in Fehlzeiten äußern, dieses Phänomen kann sich auch auf eine Führungsschwäche beziehen. In diesem Fall sind die Chefs zwar nominell anwesend, ihre Führungsqualitäten haben allerdings denselben Effekt, als wenn sie abwesend wären. Handelt es sich um eine schwache Führungskraft, kann sich dies in manchen Unternehmen im sogenannten Cheffing, der Führung von unten, äußern.

Aus diesem Grund ist es beim Franchising auch so entscheidend, dass potentielle Franchisenehmer über ausreichend Sozialkompetenzen verfügen, damit sie ihr Team gut führen können, und den gewissen Unternehmergeist besitzen, was eine gute betriebswirtschaftliche Führung des Betriebes möglich macht. Eine gute Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass Sie konstruktives Feedback geben kann, die Stärken der Mitarbeiter erkennt, gut zuhören und kritisch reflektieren kann, gute kommunikative Fähigkeiten besitzt, empathisch ist und weiß, wie er seine Mitarbeiter richtig motivieren kann.

>>> Erfahren Sie hier mehr über das Thema Franchisenehmer werden:

Häufige Fehlzeiten: Wie schadet Absentismus einem Franchise-Unternehmen?

Sollte ein Vorgesetzter eine schwache Führungskraft sein, so macht sich deren Führungsschwäche vor allem bei den Mitarbeitern bemerkbar. Und zwar äußert sich dies meist darin, dass die Mitarbeiter unzufrieden und bisweilen sogar orientierungslos sind. Hierunter leiden die Mitarbeiterzufriedenheit, das Betriebsklima und die Unternehmenskultur. Das wiederum kann sich in folgender Art und Weise äußern:

  • Finanzielle Einbußen:

Aufgrund der Unlust der Mitarbeiter fehlt es ihnen an Engagement, so dass sie lediglich Dienst nach Vorschrift machen. Studien zufolge kommt dies der Wirtschaft teuer zu stehen: Die Unternehmen verzeichnen allein deshalb jährlich finanzielle Einbußen bis zu 105 Milliarden Euro!

  • Gesundheitliche Konsequenzen:

Sind die Mitarbeiter mit ihren Arbeitsaufgaben oder aufgrund von Führungsfehlern unzufrieden, so bleiben sie gerne aus Trotz der Arbeit zu Hause. Manche enden mit einer Depression, weil sie so unglücklich und orientierungslos sind, andere fühlen sich überlastet und leiden unter einem Burn-Out. Ein schwacher Führungsstil hat ungesunde Folgen bei den Arbeitnehmern und kann zu Stress oder Angststörungen führen!

  • Unternehmensinterne Folgen:

Die Unzufriedenheit verursacht letztlich eine höhere Fluktuationsrate: Die Arbeitnehmer aber auch unzufriedene Franchisenehmer kündigen innerlich und verabschieden sich vom Franchise-Unternehmen, weil die Rahmenbedingen am Arbeitsplatz nicht stimmen.

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Welche Maßnahmen können Sie bei häufigen Fehlzeiten ergreifen?

Nun gilt es, dass Sie als Franchisegeber oder Franchisenehmer die richtigen Maßnahmen wählen, um die Fehlzeiten gezielt einzudämmen. Nur so können sie die finanziellen Einbußen reduzieren und die Personaleinsatzplanung in den Griff bekommen.

  • Suchen Sie das Gespräch mit dem Mitarbeiter:

Bevor Sie zu wilden Mutmaßungen neigen, sollten Sie sich zunächst einmal den Mitarbeiter zur Brust nehmen und die Umstände abklären. Finden Sie die Gründe für die Fehlzeiten heraus und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Vielleicht können Sie den Mitarbeiter ganz einfach entlasten, indem Sie ihm mit einem flexibleren Arbeitszeitmodell und ein paar Tagen Arbeit im Home Office entgegenkommen können?

  • Reflektieren Sie kritisch!

Es kann allerdings auch sein, dass die Gründe im Franchise-Unternehmen selbst liegen. Schauen Sie, wie es um das Verbesserungspotential Ihrer Franchisemarke steht. Werfen Sie einen Blick darauf, ob Aufgaben und Tätigkeiten gerecht verteilt sind und ob Sie Ihren Mitarbeitern ausreichend Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen.

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