Selbstständig machen? So finden Sie Ihr passendes Franchise

16.10.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

finden sie passendes franchise

Der Wille, sich selbstständig zu machen, ist eine Sache. Eine andere ist die, das richtige Umfeld dafür zu finden. Wer sich für das Franchising entschieden hat, stößt auf eine große Auswahl, wodurch die Suche nicht unbedingt erleichtert wird. Sie engt jedoch in keinem Falle ein, kann wohl zu Irritationen führen, die das eigentliche Ziel vernebeln. Gehen Sie systematisch vor, lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen. Aber schauen Sie sich ruhig ein wenig gründlicher um, bevor Sie sich endgültig festlegen und dauerhaft gebunden sind.

Selbstständig machen – man sollte tunlichst wissen, was man will

Es kann indes auch Lohnendes abseits der eingeschlagenen Richtung geben. Setzen Sie Ihre Akzente dynamisch, halten Sie zunächst Ausschau nach dem, was Sie spontan begeistert. Und sollten Sie währenddessen feststellen, dass etwas anderes ausschlaggebender sein kann, dann gehen Sie fortan dem nach. Was auf den ersten Blick überaus verlockend erscheint, muss diesen Eindruck bei intensiver Annäherung nicht unterstreichen. Sie sollten sich Zeit nehmen, um herauszufinden, was wirklich zu Ihnen als künftigem Franchisenehmer passt, damit Sie nach einer Weile nicht feststellen müssen, in eigener Verantwortung einem Irrtum aufgesessen zu sein. Dafür können Sie niemanden zur Rechenschaft ziehen, nur einsehen, dass Sie übereilt gehandelt haben oder leichtgläubig waren.

Keine Kompromisse, wenn man sich selbstständig machen möchte

Halten Sie sich nicht nur an das, was Ihnen sehr vertraut vorkommt. Franchisegeber bieten vielfältige Chancen für einen Neuanfang, sie muten zu gewinnenden Partnern nicht zwangsläufig zu, weiterhin im eigenen Saft zu kochen. Was sie auf die Beine stellen, das kann auch für andere beflügelnd sein und Fähigkeiten aufdecken, die bislang im Verborgenen schlummerten. Sehen Sie sich genau an, wie das Wunschprofil beschaffen ist, es liefert erste Ansatzpunkte, und dabei kommt es auf die feinen Unterschiede an. Fast jeder fordert Unternehmergeist, doch wie er das tut, kann aufschlussreich sein. Versetzen Sie sich in seine Situation und überlegen, ob Sie erkennbare Perspektiven teilen wollen.

Aufgaben müssen klar verteilt sein

Schätzen Sie die Lage realistisch ein. Machen Sie sich möglichst keine falschen Vorstellungen davon, dass

  • Ihr Charakter dem Geforderten entspricht und
  • es mit der Finanzierung klappt.

Über Geld kann man reden, Mängel der persönlichen Eignung stehen nicht zur Diskussion. Wenn die Chemie nicht stimmt, kann aus dem gemeinsam anzustoßenden Vorhaben nicht viel werden, vorhandene Defizite sind leichter aufzuarbeiten, sofern man in der Sache Einigkeit erzielt. Es mag durchaus sein, dass ein System selbst noch in der Aufbauphase steckt. Kann das für Sie von Vorteil sein? Ihr Spielraum zur Gestaltung dürfte dann größer ausfallen, doch wenn Sie darauf angewiesen sind, stehen Sie womöglich ganz allein auf weiter Flur.

Warten Sie mit Informiertheit auf

Man muss absehen können, worauf man sich einlässt, im Vergleich wird manches deutlicher. Halten Sie stets mehrere Eisen im Feuer, treffen Sie Ihre Wahl niemals, bevor Sie sich ganz sicher sind. Eines oder keines ist nicht die Alternative im Franchising, obwohl es kaum für zu erweisende Loyalität spricht, wenn man auch nach anderen schönen Töchtern Ausschau hält. Die finale Bindung bleibt einer späteren Phase vorbehalten, vorerst gilt es, seine Chancen zu sondieren. Das wird auf dem Papier jedoch nicht immer möglich sein. Ziehen Sie ergänzend abweichende Quellen zurate, schenken Sie vollmundigen Verlautbarungen kein leichtfertiges Gehör.

Sachliche Offenheit anstelle von Beschönigungen

Kaum jemand dürfte darauf verzichten wollen, sich selbst so positiv wie nur möglich darzustellen. Wenn Sie unvorbereitet in Verhandlungen eintreten, könnten Sie leicht geblendet sein von dem verlockenden Schein, der sich Ihnen unverhohlen darbietet. Holen Sie Erfahrungswerte ein, die gemeinhin weniger auf das Tapet gehören, der Wirklichkeit aber näher kommen können als das, was Ihnen präsentiert wird. Legen Sie genügend Skepsis an den Tag, aber erzeugen nicht den Eindruck, als stünden Sie der Umsetzung des Projekts misstrauisch gegenüber. Dennoch muss Klarheit über neuralgische Punkte zu erzielen sein, die Fairness gebietet, dass beide Vertragspartner zu ihrem Recht kommen.

Ein Klima, das genug Verständigung ermöglicht

Wer sich anfangs schon bedeckt hält, wird auch dann nicht offenherzig werden, wenn es ans Eingemachte geht. Sie können indes ebenso wenig erwarten, dass einer sämtliche Karten auf den Tisch legt, bevor er sichergehen kann, wem er seine Schätze offenbart. Vertrauen auf Gegenseitigkeit zu schaffen ist eine kitzlige Angelegenheit, natürlich wird es zunächst schwerer fallen als in einem fortgeschrittenen Stadium. Sollten jedoch gleich zu viele Vorbehalte herrschen, wird die Aussicht darauf reduziert. Manchmal muss man sich wohl auch zunächst zusammenraufen, es fragt sich nur, ob man das möchte. Ein offenes Visier kann einladender sein als bemühte Höflichkeit.

Schicksalhafte Verbindungen sind einzugehen

Lassen Sie sich von grassierendem Fieber anstecken oder wahren die Distanz. Beides kann hilfreich werden, zukunftsfähig ist das, was einen antreibt. Der eine bevorzugt vornehme Zurückhaltung, ein anderer muss Feuer und Flamme sein. Verständlich scheint es, wenn das Temperament an der Stelle mit einem durchgeht, wo es um nichts Geringeres als die eigene Zukunft geht. Sie darf jedoch nicht nur auf Emotion gegründet sein, wiewohl gerade das den Anstoß liefern mag. Begeistern Sie sich für stolze Zahlen, aber behalten das Wesentliche beharrlich im Blickfeld. Es besteht darin, dass Sie eine Idee dauerhaft verfechten können, die nicht auf Ihrem Mist gewachsen ist.

Die Wahrheit ist ein wendiger Gefährte, kaum hat man sie erwischt, kann sie sich auch schnell wandeln. Legen Sie es nicht zwanghaft darauf an, ihr auf den Grund zu kommen, nähren Sie Illusionen, die Sie dazu veranlasst haben mögen, sich ihr zu nähern. Vielleicht wird eines Tages Wirklichkeit daraus, wenn Sie fest daran glauben. Das Passende zu finden kann dem Gebot der Situation gehorchen und ebenso generalstabsmäßig vorbereitet sein. Nicht in jedem Fall hat man genügend Zeit dafür, doch in entscheidenden Fragen sollte man sie sich nehmen.

Zu eilfertig kann verankert sein, was sich so leicht nicht mehr rückgängig machen lässt. Bürden Sie sich keine Lasten auf, die Sie nicht tragen können, denken Sie daran, dass jederzeit Unvorhergesehenes geschehen mag. Dann müssen Sie einen Rückhalt haben, der Sie vor dem Schlimmsten bewahrt. Sie wollen ja keinen Schiffbruch erleiden, sondern auch bei mäßigem Wind flott genug vorankommen können. Dabei helfen Planken, auf denen man allzeit einen festen Stand hat.

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