Fortbildung: Franchisenehmer und die Weiterbildung seiner Angestellten

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fortbildung und die angestellten

Dass das Franchising eine einzigartige Möglichkeit für Franchisegeber als auch für Franchisenehmer ist, wurde bereits ausreichend dargelegt und bewiesen. Doch so grandios und praxiserprobt ein Konzept auch ist, bedarf es dennoch immer die Angestellten, welche die Theorie in die Praxis umsetzen.

Da deren Zufriedenheit und Motivation maßgebend für die geschäftlichen Abläufe sind, sollte dies die höchste Priorität eines Franchisenehmers darstellen. Unterstützend können hierbei beispielsweise Leistungsprämien, viel Lob oder Mitarbeiterschulungen wirken. Auf den letzten Punkt wollen wir heute im folgenden Artikel ein wenig näher eingehen und Ihnen die Vorteile und Formen der Mitarbeiterschulung aufzeigen.

1) Welche Möglichkeiten der Weiterbildung der Mitarbeiter gibt es?

Generell kann gesagt werden, dass schon alleine die Einarbeitung eines Mitarbeiters als Schulung gelten kann. Trotzdem wird es jedem Arbeitgeber ans Herz gelegt, aktiv in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren, da dies sehr viele Vorteile birgt. Natürlich ist es möglich, das Training unerfahrener Mitarbeiter in die Hände des eigenen Unternehmens zu legen.

Ein klassischer Weg hierfür besteht darin, dass man speziell für die Fortbildung der Angestellten einen Experten einstellt, der sich ausschließlich mit dem Training der Mitarbeiter beschäftigt.

Das Problem dabei ist nur leider, dass es nicht ausreichend Profis gibt, welche diese Aufgabe übernehmen könnten und externe Trainingsanbieter sind schlicht und einfach in den meisten Fällen zu teuer. Außerdem sind diese Dienstleister nicht in die Abläufe und Strukturen des Unternehmens eingeweiht und vermitteln aus diesem Grund häufig nur Grundlegendes. Wollen Sie über die Basics hinausgehen, müssten sie sich selbst erst einmal einer Schulung unterziehen.

Ein Ausweg aus dieser verzwickten Situation besteht darin, die Führungskräfte oder Kollegen mit viel Praxiserfahrung in der Schulung der Mitarbeiter auszubilden. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass die Mitarbeiter direkt vor Ort und zeitnah geschult werden können. Des Weiteren müssen die Unternehmen zwar in die Ausbildung ihrer Führungskräfte investieren, sparen sich allerdings ansonsten hohe Ausgaben.

Weiterhin ist es nun möglich mehrere Mitarbeiter zur gleichen Zeit fortzubilden und dies sogar in den geschäftlichen Alltag zu integrieren. Somit fallen auch keine Vertretungen an und es wird kein Personalmangel entstehen. Sollten während der Anwendung des frisch Gelernten unvorhergesehene Fragen oder Probleme auftreten, können diese von den ausgebildeten Führungskräften schnell beantwortet werden.

Dadurch kann das Unternehmen auch sicherstellen, dass das theoretische Wissen letztendlich auch wirklich im Alltag umgesetzt wird. Bei der Auswahl der Führungskräfte muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass diese die passenden Voraussetzungen mitbringen. Denn ein Ausbilder sollte sich stets durch Geduld und die Fähigkeit auszeichnen, Vorgänge einfach und nachvollziehbar zu erklären.

Weiterhin muss das Unternehmen zusätzlich darauf achten, dass den Trainern überhaupt genügend Zeit zur Verfügung steht, um sich um die Fortbildung der Mitarbeiter zu kümmern. Es sollten also effektive Leerphasen in den Terminkalender der Führungskräfte eingebaut werden, sodass sich diese mit den Angestellten beschäftigen können. Schließlich hat deren Ausbildung höchste Priorität.

Eine weitere Form des Mitarbeiterschulung besteht in den klassischen Fortbildungen. Hier nehmen die Angestellten von Zeit zu Zeit an externen Weiterbildungsmöglichkeiten teil. Dabei kann es sich um Kongresse, Tagungen, Kurse oder Seminare handeln.

Ein Experte teilt bei dieser Art der Weiterbildung sein Wissen mit den Zuhörern in dafür vorgesehenen Schulungszentren. Zudem können Unternehmen allerdings beispielsweise auch E-Learning Programme oder sogenannte Webinare für ihre Mitarbeiter erwerben, die im Anschluss daran am firmeneigenen Schreibtisch absolviert werden. Die Angestellten können die online Kurse zu einer beliebigen Zeit absolvieren und müssen somit nicht außer Haus. Das Unternehmen spart sich dementsprechend Fahrt- und Personalkosten und die Schulung kann flexibel in den Alltag miteingebaut werden.


2) Vorteile der Mitarbeiterschulung für den Arbeitgeber

Ein häufiges Vorurteil der Mitarbeiterschulungen besteht darin, dass diese ausschließlich kostenintensiv für den Arbeitgeber sind und dem Unternehmen letztendlich nichts bringen. Denn die geförderten und weitergebildeten Angestellten werden doch ihre gewonnenen Qualitäten nur dafür verwenden, um sich bei anderen Firmen zu bewerben, die besser bezahlen. Dies ist eine falsche Annahme, die es gilt, aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben. Denn wenn man einen genaueren Blick auf die Sachlage wirft, wird man erkennen, welche positiven Aspekte sich für die Arbeitgeber ergeben.

Zunächst das Offensichtliche: Durch die Weiterbildung der Mitarbeiter erhalten diese fachliche Kompetenzen und Fähigkeiten, welche dem Unternehmen mehr als nützlich sein können. Denn heutzutage erscheint fast wöchentlich eine technische Neuerung oder Innovation auf dem Markt, welche mehr als hilfreich und sinnvoll ist.

Durch deren Integration in das Unternehmen und vor allem dem Vorhandensein einer Person, welche die dahintersteckende Problematik tatsächlich versteht, können unternehmerische Abläufe und Routinen beispielsweise erleichtert werden. Wurde dieses Wissen den Führungskräften beigebracht, welche mit dem Training ihrer Mitarbeiter beauftragt wurden, kann dieses Know-how sogleich an das gesamte Personal weitergegeben werden.

Damit wären wir sogleich auch bei unserem zweiten Punkt angelangt: Denn durch die Integration der neusten Technologie und der beständigen Modernisierung des Unternehmens heben Sie sich von der Konkurrenz ab.

Sie verfügen über ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal, welches Bewerber in Scharen anziehen wird. Sie bieten die Möglichkeit an, sich fortzubilden und gleichzeitig Erfahrung in der Praxis zu sammeln. Ein Traum für alle Arbeitnehmer. So wird die Attraktivität Ihres Unternehmens enorm gesteigert werden.

In einer Zeit, in welcher unser deutscher Wirtschaftsmarkt mit den Folgen des Fachkräftemangels zu kämpfen hat, ist dies ein ausgezeichneter Schachzug, der Ihr Unternehmen in kürzester Zeit auf die Spitzenpositionen katapultieren wird. Um an diesen Punkt anzuknüpfen; wer keine Fachkräfte anwerben kann, muss mit dem arbeiten, was er zur Verfügung hat. In die Ausbildung seiner Mitarbeiter zu investieren, kann also auch viel Zeit und Arbeit ersparen.

Der wichtigste Aspekt, der für die Weiterbildung der Angestellten spricht, ist ein Argument aus dem sozialen Bereich. Wenn Sie als Arbeitgeber Geld investieren, um die Kompetenzen Ihrer Angestellten zu verbessern und zu erhöhen, kann dies auch als eine Form der Wertschätzung angesehen werden. Sie signalisieren Ihren Mitarbeitern damit, dass Sie daran interessiert sind, diese langfristig an Ihr Unternehmen zu binden und dass Sie dafür keine Mühen und Kosten scheuen.

Dies wird unweigerlich dazu führen, dass sich Ihre Mitarbeiter vermehrt mit Ihrem Unternehmen identifizieren und bereit sind, jeden Tag 100 Prozent zu geben. Sie sind also motivierter, was einen positiven Einfluss auf deren Leistungsbereitschaft haben wird und sich somit wiederum auf deren Produktivität auswirkt. Letztendlich ist es also wieder das Unternehmen, das profitiert.

3) Vorteile der Mitarbeiterschulung für den Arbeitnehmer

Die Pluspunkte, welche sich durch Fortbildungen für die Angestellten ergeben, sind eigentlich offensichtlich, dennoch muss man diese manchmal schwarz auf weiß vor sich haben, um Schritte einzuleiten.

Zunächst ist es heutzutage unabwendbar, in die eigene Bildung zu investieren. Denn Wissen ist etwas, das nicht auf einem Stand bleibt, sondern an dem beständig gearbeitet werden muss. Außerdem ist es wichtig, mit dem Zahn der Zeit zu gehen. Viele Schritte und Prozesse in Unternehmen sind mittlerweile von der Digitalisierung durchzogen und manuelle Eingaben oder gar nicht virtuelle Ordner existieren kaum noch.

Aus diesem Grund sollte ein jeder Mitarbeiter stets bestrebt sein, sich auf dem Laufenden zu halten. Schließlich lernt man hierbei nicht nur Dinge, welche auch im Privaten anwendbar sind, sondern man zeigt seinem Arbeitgeber auch das eigene Engagement und Motivation.

Gleichzeitig erhöhen sich durch Fort- und Weiterbildungen aber auch die Aufstiegschancen. Wer schon immer davon geträumt hat, eine höhere Position zu bekleiden, kann sich durch Schulungen und zusätzliche Qualitäten in den Blick des Arbeitgebers rücken.

Doch nicht nur die Karriereleiter kann erklommen werden, sondern vor allem ermöglichen Schulungen es dem Arbeitnehmer ein höheres Gehalt zu fordern. Schließlich hat man viel Zeit und Arbeit in die Reifung der eigenen Fähigkeiten investiert und kann das Unternehmen nun vermehrt unterstützen. Ein Arbeitgeber, der Geld in die Weiterbildung seiner Angestellten gesteckt hat, wird sich zudem kaum weigern, seinem Mitarbeiter von nun an, einen kleinen Bonus zusätzlich auszuzahlen. Schließlich ist es ihm daran gelegen, seine Fachkräfte dauerhaft an sich zu binden.

Dies bringt uns zugleich zu einem weiteren Argument. Denn auch wenn die Angestellten dies eigentlich nicht in Betracht ziehen, ist es dennoch so, dass sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch eine Weiterbildung enorm verbessern. Theoretisch kann man die Zukunft nicht beeinflussen und auch nicht voraussagen. Eventuell geht das Unternehmen insolvent oder beschließt sich von einigen Angestellten zu trennen. Diejenigen, die spezielle Fachkenntnisse vorweisen können, werden mit Sicherheit leichter wieder eine Anstellung finden.

Zu guter Letzt ist eine Weiterbildung natürlich auch immer ein extremer Boost für das eigene Selbstbewusstsein. Nicht nur, weil die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, sondern weil diese Qualifikationen nun auch im Arbeitsalltag mitintegriert werden können. Dadurch erlangen die Angestellten vermehrt Lob und Anerkennung von ihren Kollegen und Vorgesetzten und werden dadurch motivierter und beschwingter in jeden Arbeitstag starten.

4) Fazit

Die Schulung der Angestellten kann in den unterschiedlichsten Formen vonstattengehen. Sicher ist jedoch, dass sich dadurch stets enorme Vorteile sowohl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergeben werden. Voraussetzung für die Weiterbildung ist allerdings, dass eine Bereitschaft beider Parteien vorhanden ist.

Ein Mitarbeiter, der nicht gewillt ist, an Seminaren oder Fortbildungen teilzunehmen, wird sich dementsprechend benehmen und die Schulung als zusätzliche Belastung wahrnehmen. Das investierte Geld wäre eine Verschwendung, da die positiven Aspekte, welche sich normalerweise für beide Seiten ergeben, ausbleiben würden. Arbeitgeber, die etwas Extraordinäres ausprobieren wollen, könnten eine Schulung mit einer spaßigen Aktivität verbinden. So werden alle Angestellten gefördert und dies wird gleichzeitig mit einer Teambuilding Maßnahme kombiniert.

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