Franchise Definition - Was ist Franchising?

04.09.2017 17:45 | Ein Unternehmen gründen

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Franchise, Franchising, Franchisor, Franchisee, Franchisepartner – diese Begriffe sind in aller Munde und doch fragen Sie sich so manches mal doch insgeheim, was eigentlich dahintersteckt? Und nein, Franchising hat nichts mit der äußerst fehlerhaften Schreibweise „French Ice“ zu sein: Hier geht es nicht um französisches Eis…

Ursprünglich bezeichnet Franchising schlicht und einfach eine partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb einer Marke – ein wahrhaftiges Nehmen und Geben. Nicht umsonst spricht man auch man Franchisenehmer und vom Franchisegeber. Der Franchisenehmer erhält Rechte (und Pflichten), die Marke des Franchisegebers in einem bestimmten gebiet zu vertreten und zu vermarkten – der Franchisegeber unterstützt den Franchisenehmer dabei.

Wer also davon träumt, sein eigener Chef zu sein, jedoch die Risiken und Unsicherheiten scheut, die so ein Neuanfang unweigerlich mit sich bringt, für den bietet das Franchisesystem die perfekte Möglichkeit, tatkräftige Unterstützung beim Schritt in die Selbstständigkeit zu erhalten. Dabei handelt es sich um eine Win-Win-Situation für beide Seiten, Franchisenehmer und Franchisegeber.

Wenn man an Franchisesysteme denkt, fällt den meisten Menschen zunächst die Systemgastronomie ein, wie etwa ein Mc Donald‘s Franchise oder ein Burger King Franchise. Aber die Franchisewirtschaft hat so viel mehr zu bieten als „nur“ ein standardmäßiges Gastronomie Franchise. Beispielsweise können Sie:

…und vieles mehr.

So viele Franchise Branchen es gibt, so viele verschiedene Unternehmenskulturen und Persönlichkeiten von Franchisegebern gibt es. Finden Sie heraus, welches Franchisesystem am Besten zu Ihnen passt!

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Franchise: Bedeutung

Was bedeutet Franchise eigentlich?

Laut dem Deutschem Franchiseverband ist Franchising „ein auf Partnerschaft basierendes Absatzsystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung. Der sogenannte Franchisegeber übernimmt die Planung, Durchführung und Kontrolle eines erfolgreichen Betriebstyps. Er erstellt ein unternehmerisches Gesamtkonzept, das von seinen Geschäftspartnern, den Franchisenehmern, selbstständig an ihrem Standort umgesetzt wird.“

Beim Franchising erhält ein Neuunternehmer also ein bestehendes und bereits etabliertes Geschäftskonzept von einem anderen Unternehmen. Dabei wird der Neuunternehmer als Franchisenehmer und die andere Partei als Franchisegeber bezeichnet. Die Besonderheit ist, dass Franchisegeber und Franchisenehmer rechtlich jeweils als eigenständige Unternehmer gesehen werden. Der Franchisenehmer verkauft seine Produkte somit auf eigene Rechnung und investiert auch sein eigenes Kapital in das neue Franchise-Unternehmen. Dabei ist er jedoch an die Vorgaben des Franchisegebers gebunden, welche im Franchisevertrag spezifiziert sind.

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Da der Franchisenehmer durch die Franchisepartnerschaft einige Vorteile erhält, wie:

  • die Markenbekanntheit
  • Die Ausstattung
  • Das Verkaufssystem

... bezahlt er als Gegenleistung verschiedene Gebühren an den Franchisegeber, etwa:

  • Die Franchisegebühr
  • Werbegebühren
  • Standortgebühren

Franchising: Vorteile für den Franchisenehmer

Für den Franchisenehmer gibt es zahlreiche Vorteile:

Der Einstieg in die Selbstständigkeit ist oft mit vielen Risiken verbunden, welche die Geschäftseröffnung durch ein Franchisekonzept enorm minimiert. Zuallererst profitiert der frischgebackene Franchise-Unternehmer von dem bereits etablierten Geschäftsmodell des Franchisegebers. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Nutzungsrechte an einer bekannten Marke oder Waren- bzw. Geschmacksmuster. Durch die Erfahrung und Markenbekanntheit des Franchisegebers erhält der Franchisenehmer auch einen schnelleren Zugang zum Markt. Besonders interessant für Neu-Selbstständige ist auch die Unterstützung des Franchisegebers in den unterschiedlichen Bereichen des Geschäftseinstiegs.

Diese umfassen oftmals die folgenden Punkte:

  • Finanzierung: Die Finanzierungsfindung stellt im Gründungsprozess nicht selten eine unüberwindbare Hürde dar. Als Franchisenehmer genießt man in dieser Hinsicht viele Vorteile, da die Verwendung eines bereits etablierten Geschäftssystems die Kreditwürdigkeit stark verbessert. Darüber hinaus bietet der Franchisegeber in vielen Fällen Unterstützung bei der Finanzierungsfindung.
  • Standortsuche: Ein guter Standort ist in vielen Branchen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Daher übernimmt der Franchisegeber oftmals die Erstellung von Markt- und Standortanalysen und hilft, den idealen Standort für das neue Franchise-Unternehmen auszuwählen.
  • Trainings und Schulungen: Für einen reibungslosen Geschäftsaufbau und den Geschäftsalltag bietet der Franchisegeber Training und Schulungen zu den verschiedensten Themen an, wobei aktuelles Know-how an den Franchisenehmer vermittelt wird.
  • Einkaufs- und Kostenvorteile
  • Marketing: Dies wird häufig vom Franchisegeber zentral organisiert. Franchisenehmer profitieren davon, denn für einen einzelnen Unternehmer ist es oft schwierig, ein solches Budget und Reichweite zu erreichen.

Alles in allem lautet das Motto: „Selbstständig, jedoch gemeinsam statt einsam!“

Franchising: Vorteile für den Franchisegeber

Für den Franchisegeber bringt die Expansion durch Franchise-Unternehmen ebenfalls viele Vorteile. Allem voran ermöglicht das Franchisesystem eine relativ risikoarme Expansion sowohl auf dem nationalen, als auch auf dem internationalen Markt. Da der Franchisenehmer meist alle relevanten Investitionen vor Ort tätigt, spart sich der Franchisegeber teure und teilweise risikoreiche Immobilien- und Personalinvestitionen. Der Franchisegeber kann außerdem sicher sein, dass sein Geschäftsmodell mit vollem Einsatz umgesetzt wird, da schließlich auch viel Risiko vom Franchisenehmer getragen wird. Ein weiterer Vorteil für den Franchisegeber ist die Marktnähe, die durch die Franchisenehmer vor Ort erreicht wird.

Unterschied: Franchise & Unternehmenskauf

Zu den wesentlichen Unterschieden zwischen dem Franchisesystem und einem gewöhnlich zu verkaufendem Unternehmen gehört die vertragliche Abhängigkeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer oder Franchise-Unternehmen. Während nach einem gewöhnlichen Unternehmensverkauf alle Entscheidungsrechte an den neuen Eigentümer übergehen, bleibt im Franchisesystem eine partnerschaftliche Beziehung zwischen den beiden Parteien bestehen. Das bedeutet, dass der Franchisenehmer Unterstützung vom Franchisegeber erhält, sich im Gegenzug jedoch auch an die vertraglich vereinbarten Vorgaben halten muss.

Letztere umfassen:

  • Eine einheitliche Geschäftsausstattung
  • Einheitliche Produkte
  • Ein vorgegebener Stil der Unternehmensführung
  • Interne Leitfäden
  • Ein Franchise-Handbuch

Unterschiede zwischen den verschiedenen Franchisesystemen

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Franchisesystemen finden sich zumeist in den jeweiligen Franchise-Verträgen, die von Franchisegeber zu Franchisegeber variieren. Zudem kann man grob zwischen Produktionsfranchising, Vertriebsfranchising und Dienstleistungsfranchising unterscheiden. Beim Produktionsfranchising bekommt der Franchisenehmer das nötige Know-how für die Produktion einer Ware. Beim Vertriebsfranchising erhält der Franchisenehmer die Lizenz für das gesamte Leistungspaket des Franchisegebers, welches nicht auf eine einzelne Produktgruppe begrenzt ist. Ein Beispiel dafür sind die OBI-Baumärkte, in denen viele verschiedene Produkte und Marken unter einem einheitlichen Geschäftskonzept verkauft werden. Beim Dienstleistungs-Franchising erbringt der Franchisenehmer Dienstleistungen, die auf dem Know-how und der Erfahrung des Franchisegebers basieren, so wie es beispielsweise in der Systemgastronomie der Fall ist.

Franchising: Beispiele

Das Franchisesystem lässt sich in einer Vielzahl von Branchen finden, allen voran in der oben schon erwähnten Systemgastronomie.

Ein klassisches Beispiel für ein erfolgreiches Franchisesystem in diesem Bereich ist die Fastfood-Kette McDonald's, die oft als das Vorzeigebeispiel genanntt wird, wenn es um das Thema Franchising geht. Die bereits im Jahre 1940 in den USA gegründete Fastfood-Kette gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Franchise-Unternehmen weltweit. Sie zählt über 36.000 Franchise-Partner auf der ganzen Welt, Tendenz steigend. Eine Besonderheit im Franchisesystem von McDonald's ist, dass der Franchisegeber die benötigten Immobilien selbst baut bzw. anmietet und vom Franchisenehmer Pacht verlangt. Auch die Franchise-Verträge werden mit circa 20 Jahren über relativ lange Zeiträume abgeschlossen. Die benötigte Investitionssumme für ein eigenes neueröffnetes McDonald's Franchise-Restaurant beträgt circa 760.000 €, davon 500.000 € Eigenkapital.

 

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Weitere Beispiele sind die Sandwichkette Subway, der Immobilienriese CENTURY 21 das Fitnessstudio clever fit, sowie das Nachhilfeinstitut Studienkreis. Für Interessierte gibt es somit eine beinahe unlimitierte Anzahl an Franchise-Möglichkeiten in den verschiedensten Branchen, sowie mit unterschiedlichen Anforderungen, was Branchenerfahrung und Eigenkapitalmenge betrifft.

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