Franchise einfach erklärt: Das Wesentliche auf einen Blick!

29.12.2017 08:30 | Ein Unternehmen gründen

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Franchising einfach erklärt – das sollten Sie zu dem Thema wissen!

Beim Franchising handelt es sich um eine partnerschaftliche Kooperation mit Rechten und Pflichten für beide Partner. Die Partner diese Kooperationsform werden als Franchisegeber und Franchisenehmer bezeichnet. Der Franchisegeber stellt die Muttergesellschaft dar, der Franchisenehmer ist ein Existenzgründer, der mit dem Franchising in die Selbstständigkeit einsteigen möchte.

Gegen Entrichtung einer sogenannten Franchisegebühr überträgt der Franchisegeber seinem Franchisenehmer die Nutzungsrechte seiner Marke und seines Geschäftskonzeptes. Der Franchisenehmer profitiert also von einem am Markt erprobten Geschäftskonzept und reduziert somit sein unternehmerisches Risiko. Beim Franchise sind gegenüber einer klassischen Selbstständigkeit die Einstiegsgebühren sowie die Investitionen niedriger und zudem kann man sich darauf verlassen, dass man einen starken, erfahrenen Franchisegeber im Rücken hat.

Die Kooperation ist von gegenseitigen Rechten und Pflichten gekennzeichnet: Durch die Zahlung der Franchisegebühren erhält der Franchisenehmer das Recht und die Pflicht, die Nutzungsrechte, den Markennamen und das gesamte, identische Geschäftsmodell uneingeschränkt zu nutzen und zu übernehmen. So verkauft beziehungsweise vermietet für die Dauer des Franchise-Verhältnis der Franchisegeber den Markennamen, seine Produkte und Dienstleistungen sowie gegebenenfalls Rezepturen der Waren. Der Franchisegeber verpflichtet sich dazu, den Franchisenehmer zu unterstützen, zu trainieren und zu schulen. Durch das Franchising kann die Muttergesellschaft somit ihren Absatzmarkt erweitern, obwohl Franchisenehmer und Franchisegeber rechtlich und finanziell selbstständig bleiben. Das ist das Besondere am Franchising.

Für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Übergabe der Nutzungsrechte wird ein Franchise-Vertrag geschlossen. Dieser regelt der Dauer der Geschäftsbeziehung sowie die Gebühren und Leistungen, die von beiden Geschäftspartnern erbracht werden müssen.

Das sind wichtigsten Informationen, die Sie wissen müssen, um das Thema Franchise einfach erklärt zu haben.

Franchising – eine Erfolgsgeschichte

Der Ursprung des Franchising liegt in Europa des 17. und 18. Jahrhunderts. In Frankreich ermächtigten die Feudalherren die Steuereintreiber, dass diese einen Teil der Steuern selbst einbehalten durften. Ein wenig später entwickelte sich die Bedeutung hin zu einer Befreiung von Steuern und Zöllen. Das französische Wort franchise bedeutet auch die Befreiung von Abgaben und Gebühren. Das Konzept wandelte sich im Laufe der Zeit weiter und bedeutet seit dem 19. Jahrhundert konkret das Recht zur kommerziellen Nutzung von Markenrechten und Vertriebskonzepten.

Erste Franchise-Systeme in ihren Anfängen

Das tatsächliche Franchising, wie wir es mehr oder weniger heute kennen, fand in der Industrialisierung in den USA des 19. Jahrhunderts seine Anfänge. So expandierte das Singer Nähmaschinen-Unternehmen mittels fahrender Händler, welche die Nähmaschinen in eigenem Namen und auf eigene Rechnung vertrieben.

Danach nutzte auch die Automobil- und Getränkeindustrie diese Art von Vertriebssystem. Als sehr bekanntes Beispiel wäre hier Coca-Cola zu nennen. Das Unternehmen vergibt Lizenzen für das Abfüllen und den Verkauf seines Getränkes.

Franchising: Die bewährte Win-Win-Situation für beide Geschäftspartner

Es hat sich als eine top Win-Win-Situation bewährt: Der Franchisegeber profitiert von einer Expansion seiner Marke und kann auf einen höheren Absatz setzen, ohne dass er selbst große Kosten für weitere Filialen hat, die unter seiner direkten Hand geführt werden. So schafft er eine größere Marktdurchdringung. Seine Marke inklusive Produkte und gegebenenfalls Dienstleistungen werden exakt nach seinen Vorgaben an einem anderen Ort reproduziert.

Der Franchisenehmer profitiert meist von der Bekanntheit der Marke und schafft so einen schnelleren Eintritt in den Markt und kann sich direkt an die Neukundenakquise machen und weiter wachsen.

Die Bedeutung des Franchising in Europa

Auch wenn das Konzept in den USA seinen Ursprung fand, so hat das Franchising System in den 70er Jahren dann auch seinen Weg nach Europa gefunden. Am Anfang des Franchising konzentrierten sich die Aktivitäten auf den Einzelhandel und die Gastronomie. Schnell sahen aber auch traditionelle europäische Unternehmen einen Vorteil darin, ihr Unternehmen um das Franchising zu erweitern. In Europa sind schätzungsweise um die 10.000 Unternehmen auch als Franchisegeber aktiv.

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Heutzutage ist das Franchise-System nahezu weltweit und branchenweit präsent. Das liegt schlicht und einfach daran, dass es sich dabei um das erfolgreichste Marketingkonzept aller Zeiten handelt.

Die Zukunft des Franchising

Das Franchising ist aus vielen Wirtschaftssektoren nicht mehr weg zu denken und die Franchise-Systeme werden auch noch weiter zunehmen. Aktuelle Trends sind unter anderem Franchise-Möglichkeiten via Home Office, durch das Aufstellen von Verkaufsautomaten, in der digitalen Transformation aber auch beim Einsatz von Food Trucks, den sogenannten rollenden Restaurants – die Möglichkeiten und Märkte sind schier grenzenlos.

Franchising einfach erklärt – die Vorteile auf einen Blick

Der Franchisenehmer profitiert in vielfacher Hinsicht von der Übernahme eines Franchise-Systems. Hier ein Überblick seiner Vorteile:

  • Schneller Markteintritt – je nach Bekanntheitsgrad der Marke;
  • Franchisegeber gewährt oft Gebietsschutz, das heißt ein lokales Monopol, innerhalb des Franchisesystems;
  • Keine eigene zündende Geschäftsidee nötig, erprobtes Konzept wird übernommen;
  • Geschäftskonzept enthält auch effiziente, erprobte Arbeitsabläufe, so dass Prozesse auch für die Buchführung und das Controlling, etc. bereits existieren;
  • Franchisegeber stellen umfassendes Leistungspaket zur Verfügung;
  • Je größer die Muttergesellschaft, desto mehr Größenvorteile hat man, was Einkaufspreise oder Werbeaktionen angeht.

Aber auch der Franchisegeber profitiert vom Franchise-System:

  • Schneller Ausbau des Vertriebsnetzes zu verhältnismäßig niedrigen Kosten;
  • Ein Franchise-System stellt weniger Aufwand als ein Filialsystem dar;
  • Größenvorteile bei Lieferanten und weitere Einkaufsvorteilen;
  • Schnelle Expansion mit verhältnismäßig wenig Aufwand;
  • Zusätzlichen Umsatz generieren, dadurch dass Franchisenehmern Serviceleistungen wie Training, IT oder Buchhaltung angeboten und in Rechnung gestellt werden.

Franchising einfach erklärt – die Nachteile auf einen Blick

Aber wie dem auch immer ist: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Natürlich hat auch das Franchising negative Aspekte und Einschränkungen für beide Seiten.

Die Nachteile für Franchisenehmer:

  • Teilweise sind hohe Kosten für die Nutzungsrechte zu entrichten; diese können bis zu 25 Prozent der generierten Einnahmen ausmachen;
  • Restrisiko bleibt: Franchisenehmer muss Teil seiner Einnahmen abtreten und trägt trotzdem das volle Risiko für sein Franchise;
  • Teilweise müssen sehr hohe Anfangsinvestitionen für Lizenzen und Ersteinrichtungen getätigt werden;
  • Kaum unternehmerische Freiheit, was den Bezug von Waren oder die Preissetzung der einzelnen Produkte angeht, gekoppelt mit Abnahmezwängen und einer 1:1-Übernahme des Geschäftskonzeptes und der Corporate Identity;
  • Franchisenehmer haftet für Produkte, die er nicht selbst entwickelt hat.

Aber auch der Franchisegeber trifft bei der Zusammenarbeit mit einem Franchisenehmer auf negative Aspekte. Hier alle auf einen Blick:

  • Vertrieb der eignen Produkte durch Franchisenehmer führt zu geringeren Einnahmen für die eigene Tasche, während Franchisenehmer Großteil der Einnahmen für sich behalten;
  • Aufwändige und regelmäßige Kontrollen der Franchisenehmer, um sicherzustellen, dass Geschäftskonzept korrekt ausgeführt wird, verursachen außerdem Kosten;
  • Bei Fehlverhalten durch Franchisenehmer droht Imageverlust.
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