Franchise eröffnen: Wie viel Kapital Sie wirklich brauchen!

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Eine der ersten und wichtigsten Fragen, die sich Existenzgründer stellen, ist die, nach dem erforderlichen Kapital. Ein Unternehmen gründen erfordert nicht nur harte Arbeit und einen starken Willen, sondern auch finanzielle Mittel. Das gilt natürlich auch für Franchisenehmer. Wer sich einem etabliertem System anschließen und einen eigenen Franchisestandort eröffnen möchte, muss mit unterschiedlich hohen Investitionssummen rechnen. Doch was benötigen Franchisepartner nun konkret an Kapital und wie setzt sich dieses zusammen?

Was sind Eigen- und Fremdkapital?

Existenzgründer werden schon bald mit den beiden Begriffen Eigen- und Fremdkapital konfrontiert. Dabei handelt es sich beim Eigenkapital um das Kapital, das von den Franchisenehmern selbst in die Gründung mitgebracht wird. Dazu zählen etwa:
• Erspartes
• Grundstücke
• Immobilien
• Wertpapiere
• Größere Wertgegenstände
• Lebensversicherungen

Es kann sich also um Eigenkapital handeln, egal ob dieses frei verfügbar ist, oder gebunden. Denn der Sinn des Eigenkapitals ist nicht zwingend dessen Verwendung für die Gründung. Das Eigenkapital dient in erster Linie als Sicherheit für die Franchisegeber und Banken. Den Franchisegebern wird damit versichert, dass die Franchisenehmer potenzielle Durststrecken in den ersten Monaten der Betriebsführung überstehen können. Auch wird ihnen so versichert, dass der Franchisestandort nicht bei den ersten Schwierigkeiten ins Wanken gerät, sondern auch von den Franchisenehmern selbst etwas gestützt werden kann.

Auch die Banken erwarten sich eine gewisse Summe an Eigenkapital. In der Regel fordern sie etwa zwischen 15 und 25 Eigenkapitalanteil an der Summe der Gesamtinvestition. Wenn dieser Anteil nicht gegeben ist, ist das Risiko für die Banken zu hoch, ihren Kredit nicht zurückzubekommen. Unternehmensgründer, wie auch Franchisenehmer benötigen also das nötige Eigenkapital, um überhaupt an Fremdkapital zu kommen. Denn die Bankkredite stellen den Rest der Investitionssumme in Form von Fremdkapital dar.

Wie kommt man an Eigenkapital?

Eigenkapital muss nicht zwingendermaßen von den Gründern selbst stammen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich Eigenkapital auch anderweitig zu beschaffen, dazu zählen etwa:

• Zuschüsse
• Fördermittel
• Venture Capital
• Crowdfunding
• Business Angels

Verschiedene staatliche Zuschüsse oder Fördermittel können etwa eine große Hilfe beim Eigenkapital für Existenzgründer darstellen. Der KfW Unternehmerkredit, die EKH (Eigenkapitalhilfe) oder das ERP-Kapital für Gründung zählen beispielsweise zu möglichen Fördermitteln. Es gibt auch Fördermaßnahmen, die speziell für Franchisenehmer geschaffen wurden.
Auch das Beteiligungskapital ist eine Finanzierungsmöglichkeit für Franchisepartner. Mit Venture Capital, Crowdfunding oder Business Angels lassen sich weitaus höhere Summen erzielen als viele Unternehmer mit ihren eigenen Mitteln alleine erreichen würden.

Wie kommt man an Fremdkapital?

Um die Banken von der Kreditwürdigkeit zu überzeugen, muss wie schon erwähnt eine gewisse Summe an Eigenkapital gegeben sein. Der Rest liegt dann an der Überzeugungskraft der Franchisenehmer. Banken sind eher geneigt, Franchisepartnern einen Kredit zu gewähren, weil diese im Gegensatz zu Start-up Gründern mit erfolgreichen Konzepten arbeiten, die sich bereits am Markt etabliert haben. Damit haben die Banken mehr Sicherheit bei der Kreditvergabe. Ein wichtiges Mittel bei den Bankgesprächen stellt auch der Businessplan dar. Ist dieser gut ausgearbeitet können die Banken besser davon überzeugt werden, dass der Franchisenehmer das erfolgreiche Konzept des Franchisesystems auch umsetzen kann.

Wie viel Kapital fordern die Franchisegeber?

Bei der Unternehmensgründung mit einem Franchisesystem geben die Franchisegeber von Beginn an gewisse Vorgaben an die Franchisenehmern. Dabei handelt es sich etwa um persönliche und berufliche Voraussetzungen, Vorgaben an den Standort und dessen Gestaltung und auch die Höhe der notwendigen Gesamtinvestition sowie des Eigenkapitals. Doch was ist bei der Gesamtinvestition nun alles gefordert, und wozu wird das Kapital benötigt?
• Eintrittsgebühr
• Standorteröffnung
• Ausstattung des Betriebes

Wie hoch die Gesamtinvestition tatsächlich ausfällt, ist einerseits branchenabhängig und kommt andererseits auf das System selbst an. Bei größeren, teureren Systemen kann sich der Betrag mit einer fünfstelligen Eintrittsgebühr und den notwendigen restlichen Mitteln auf sechs- oder sogar siebenstellige Beträge summieren. Es geht natürlich auch günstiger. Einige Franchisesysteme bieten ihren Partnern die Möglichkeit des Einstiegs mit begrenzten finanziellen Mitteln.

Dazu zählen oft etwa mobile Franchisesysteme in der Systemgastronomie oder auch Franchisekonzepte, die ohne großen Aufwand oder eigenen Standort übernommen werden können. Auch Systeme, die nebenberufliche Einstiegsmöglichkeiten anbieten, können günstiger ausfallen. Manche Franchisesysteme verzichten außerdem auf eine Eintrittsgebühr und gestalten somit den Einstieg für die Franchisepartner um einiges einfacher.

In der Regel fordern die Franchisegeber einen Anteil von 20-30 % an Eigenkapital. Dieser Betrag dient ihnen als Sicherheit, da die Franchisepartner auch selbst in ihren Standort investieren und damit auch hart für ihren Erfolg kämpfen.
Welche Kosten fallen im Laufe der Partnerschaft an?

• Franchisegebühr
• Marketinggebühr

Nachdem die Anfangsinvestitionen getätigt sind, fallen auch laufende Kosten an. Die meisten Franchisesysteme verlangen eine laufende Franchisegebühr, die sich etwa aus einem Prozentsatz der Umsätze der Franchisepartner zusammensetzt oder aus monatlichen Fixbeträgen. Viele Systeme erheben außerdem einen monatlichen Betrag für die Marketingkosten. Dieser kann entweder in die Franchisegebühren miteinkalkuliert sein, oder wird extra erhoben. Manche Systeme verzichten auch auf die Marketinggebühr.

Welche Rolle sollte die Finanzierung bei der Auswahl eines Franchisesystems spielen?

Eintrittsgebühr, Franchisegebühr, erforderliches Eigenkapital und Gesamtinvestition variieren stark zwischen den verschiedenen Systemen. Dadurch bietet sich viel Spielraum bei der Auswahl eines geeignetes Franchisesystems. Neben Interessen, Wertvorstellungen und Zukunftsplanung sollten die Finanzen eine wichtige Rolle bei der Auswahl spielen. Zwar wird die Auswahl für Franchisenehmer dadurch etwas eingeschränkt, aber dies muss nicht gezwungenermaßen etwas Schlechtes sein.

Durch die Vorgaben der Gesamtinvestition und vor allem des Eigenkapitals setzen die Franchisegeber gewisse Schranken, die nur von Franchisenehmern überwunden werden können, deren finanzielle Situation sich für das System eignet. Dadurch wird nicht nur sichergestellt, dass der neue Partner ein wertvolles Mitglied des Franchiseteams werden kann, sondern auch, dass er für sich selbst erfolgreich einen Gewinn erwirtschaften kann.

Wer sich in der Franchisewirtschaft selbstständig machen will, sollte sich deshalb bei der Auswahl des Wunschsystems immer auch die Frage nach der Finanzierbarkeit stellen. Passt das Franchisesystem zu den finanziellen Mitteln oder zu den Beschaffungsmöglichkeiten von Eigen- und Fremdkapital? Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Konzepte, es findet sich also hier für jeden Etwas.

Mit der richtigen Finanzierung durchstarten

Die richtige Finanzierung ist eine der wichtigsten Voraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen. Darum sollte gut geplant werden und die Frage der Finanzierung sollte ganz oben auf der Liste aller Franchiseinteressierten stehen. Durch die Vielfalt der Systeme und deren finanzieller Anforderungen können sich Franchisenehmer das passende System aussuchen und damit auch wirklich erfolgreich werden.

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