Geschäftspartner im Franchising: Warum es sich lohnt, mit einem Partner zu gründen

04.02.2019 15:00 | Ein Unternehmen gründen

geschaeftspartner franchising

Sie würden gerne gründen, möchten den Schritt aber lieber zu zweit wagen? Franchising macht auch das möglich! Anstatt dass Sie als Solopreneur das Projekt angehen, können Sie sich auch mit einem Geschäftspartner selbstständig machen. Erfahren Sie hier mehr über die Vorteile und Herausforderungen einer Gründung zu zweit.

Gründen im Team – mit einem Geschäftspartner zum Erfolg!

Eine gemeinsame Gründung birgt viele Vorteile, denn Vieles lässt sich besser zu zweit mit einem starken Geschäftspartner an der Seite stemmen. Jedoch sollten die Herausforderungen dabei nicht vollkommen außer Acht gelassen werden. Von daher sollten Sie sich als angehender Franchisenehmer zunächst einmal darüber klar werden, was Sie sich von Ihrem Vorhaben versprechen, welche Fähigkeiten Sie mitbringen und was für eine Persönlichkeit Sie besitzen. Denn all diese Faktoren sollten in Ihre Entscheidung mit hinein spielen, ob es sich das Projekt besser als Solo-Gründer oder im Team bewältigen lässt!

Sind die Teamplayer oder Einzelkämpfer?

Zunächst sollten Sie für sich einmal klarstellen, ob Sie gerne in Teams arbeiten oder lieber alleine Ihr Ding machen. Denn das gibt bereits eine gute Auskunft darüber, wie kompromissbereit und teamfähig Sie sind und gibt Ihnen eine erste Idee darüber, ob Sie allein oder mit Geschäftspartner gründen sollten.

Das spricht für eine Gründung als Solopreneur:

Als Einzelgründer verfügen Sie natürlich über mehr unternehmerische Freiheit als bei einer Teamgründung. Allerdings sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass diese beim Franchising natürlich durch die Vorgaben des Franchisegebers und der Franchisezentrale eingeschränkt wird. Selbst bei einer Gründung im Alleingang müssten Sie sich an das Franchisekonzept halten.

>>> Erfahren Sie hier mehr über die unternehmerische Freiheit beim Franchising.

Ein weiterer Aspekt ist, dass es bei Solo-Gründungen weniger Konfliktpotential gibt, da man sich mit keinem Geschäftspartner einig werden muss und man durch unternehmerische Blockaden seinen Willen durchsetzen möchte. Denn Teamgründungen sind dafür bekannt, dass sie konfliktträchtiger als Ein-Mann-Unternehmungen sind. Wer mit einem Geschäftspartner gründet, der sollte sich für eine offene Kommunikationskultur einsetzen! Je mehr Gründer an einem Projekt involviert sind, desto aufwändiger und langwieriger werden die Abstimmungsprozesse. Als Solopreneur trägt man zwar alleine das gesamte Risiko, allerdings muss man deshalb auch mit niemandem die Gewinne teilen – schließlich müssen die Gewinne des Unternehmens nicht auch die wirtschaftliche Existenz anderer Teammitglieder decken. Alleiniges Risiko, alleinige Gewinne!

Allerdings hat eine Team-Gründung auch Vorteile:

Wer mit einem Geschäftspartner zusammen gründet, der kann viele Verantwortlichkeiten, Verpflichtungen sowie das Risiko auf mehreren Schultern stemmen. Das gibt Sicherheit, da man sich mit den Belastungen und finanziellen Pflichten nicht so alleine gelassen fühlt. Egal, was sein sollte, einen Geschäftspartner an der Seite zu haben, kann sehr beruhigend sein. Gerade wenn es sich um komplexe Gründungsvorhaben handelt, lässt sich eine Gründung im Team meist einfacher realisieren.

Gemeinsam hat man mehr finanzielle Kraft und einen Zugang zu einem größeren Netzwerk an Geschäftskontakten und Investoren, so dass eine Finanzierung auch meist leichter vonstatten gehen kann. Denn mit einem Geschäftspartner an der Seite verfügt man auf einen Schlag Zugang zu einem höheren Eigenkapitalanteil, wodurch man die Kredithöhe und die Schulden beim Abzahlen besser kontrollieren kann. Und genau aus diesem Grund erfreuen sich auch Kreditgeber an Teamgründungen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man zu zweit ein größeres Arbeitspensum geschafft bekommt. Selbst wenn einer der Geschäftspartner krank wird, ist noch ein weiterer vor Ort, um die Arbeit übergangsweise alleine zu stemmen. Eine Krankheit endet nicht gleich in einer Unternehmenskrise. Zudem kann man sich zu zweit immer besser motivieren. Selbst in schwierigen Momenten kann man sich so gegenseitig wieder aufbauen und sich zum Weitermachen motivieren. Oft kann man sich gegenseitig auch mit seinem Wissen ergänzen, so dass man zu zweit ein viel größeres Kompetenzfeld abdeckt.

Wie finden Sie den passenden Geschäftspartner für Ihr Franchiseprojekt?

Eine wichtige Basis für eine Gründung im Team ist, dass die Sympathie stimmt. Schließlich werden Sie mit Ihrem Geschäftspartner viele Stunden täglich verbringen und eng zusammen arbeiten. Vorsicht ist geboten, wenn man mit dem besten Kumpel gründen möchte, da zwischen einer Freundschaft und Geschäftspartnerschaft Welten liegen. Wichtig ist allerdings, dass man mit dem Geschäftspartner eine ähnliche Arbeitsauffassung und gemeinsame Ziele teilt.

Sie sollten sich also vorab die Frage stellen, auf welche Kompetenzen es im Gründungsteam ankommt. Im besten Fall werden die eigenen Schwächen von den Stärken des Geschäftspartners kompensiert. Und zwar gilt das sowohl für das fachliche Know-How als auch für die Soft Skills. Ein gutes Team ist bunt, es besteht aus Enthusiasten, die einfach machen möchten, und Analytikern, die die Fäden im Hintergrund ziehen. Wichtig dabei ist nur, dass man sich einen passenden, gleichberechtigten Partner mit ins Boot holt.

Wie gelingt eine erfolgreiche Teamgründung? 5 Tipps, damit alles glatt geht!

Eine Gründung im Team kann sehr bereichernd sein. Wichtig ist dabei nur, dass man gewisse Dinge vorab klärt, damit man Streitigkeiten und Konfliktfälle vorbeugen kann. Aus diesem Grund sollten Sie unsere folgenden 5 Tipps beherzigen:

1. Ziele und Werte sollten klar formuliert werden!

Es hilft, wenn man mit seinem Geschäftspartner eine gemeinsame Zielvereinbarung schriftlich fixiert. Das beugt Konfliktpotential vor, da man dies als Wegweiser oder aber Standortbestimmung nutzen kann.

2. Verteilen Sie die Aufgaben sinnvoll!

Sind die Aufgaben und To-Dos nicht klar verteilt, sind ein Kompetenzgerangel und doppelte Arbeit vorprogrammiert. Jeder Geschäftspartner sollte klare Bereiche übernehmen und für diese verantwortlich sein.

3. Entscheidungsbefugnisse sollten vorab festgelegt werden!

Wer vorab viele Dinge klärt, erspart sich viel Arbeit am Ende! Es sollte also auch vorher geregelt sein, wer für welche Entscheidungen befugt ist. So kann man Entscheidungswege schlank halten. Jedoch sollten alle wichtigen Entscheidungen im Team abgesegnet werden.

4. Die Gehaltsfrage sollte geklärt werden!

Auch die Bezahlung sollte vorher geklärt werden. Wer erhält welchen Betrag? Erbringt einer der Partner höhere Leistungen oder trägt er mehr Risiko, so sollte sich dies auch durchaus im Gehalt widerspiegeln. Ebenso sollte geregelt sein, wie man vorgehen möchte, sollte das Business weniger Profite abwerfen als geplant.

5. Vertrauen oder Verträge?

Es ist in jedem Fall hilfreich, wenn Sie vorab alle wichtigen Vereinbarungen schriftlich festhalten. So ist man vertraglich für die Zukunft und etwaige Streitfälle abgesichert. Selbst wenn Sie mit einer Vertrauensperson die Gründung vornehmen sollten, bietet es sich an, die wichtigsten Aspekte vertraglich zu regeln. Sobald Geld involviert ist, hört die Freundschaft bei Auseinandersetzungen auf!

Erfolgreich mit Geschäftspartner

Haben Sie den passenden Geschäftspartner gefunden, steht eer erfolgreichen Gründung eines Franchisebetriebes im Team an sich nichts mehr im Wege. Motivieren Sie sich gegenseitig, wachsen Sie gemeinsam und schöpfen Sie Ihre komplementären Fähigkeiten vollkommen aus!

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250