Franchise in der Schweiz: Was muss ich über den Markt wissen?

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franchise in der schweiz

In vielen Artikeln geht es bei uns um das Franchising in Deutschland. Allerdings kann es auch mal interessant sein, den Blick in die Nachbarschaft zu werfen und zu schauen, was unsere Schweizer Nachbarn anstellen, wenn es um das Thema Franchising geht. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in unserem heutigen Artikel mehr über das Franchising in der Schweiz erzählen: Wie gestaltet sich der Schweizer Markt? Und vor allem welche Chancen und Risiken birgt unser Nachbarland, wenn es um Gründungen mit Franchise geht?

Was geht in unserem Nachbarland? Franchise in der Schweiz:

Unsere Schweizer Nachbarn zählen insgesamt fast 8,3 Millionen Einwohner, so dass sie verglichen mit Deutschland gerade mal rund ein Zehntel der Einwohner ausmachen. Da das Bruttoinlandsprodukt pro Schweizer umgerechnet 38.000 Euro beträgt, liegt die Schweiz weltweit gesehen – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – auf dem vierten Platz der wohlhabendsten Länder der Welt. In unserem Nachbarland gibt es offiziell vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch – jedoch nimmt die deutsche Sprache mit über 60 Prozent den Löwenanteil an. Die Alpennation misst 42.000 Quadratkilometer und unterteilt sich in 26 Kantone.

Wirtschaftliches und das Franchise in der Schweiz:

Wie auch bei uns in Deutschland spielt der Mittelstand eine sehr wichtige Rolle in der Schweiz: Einer offiziellen Betriebszählung aus dem Jahr 2008 zufolge sind ganze 99,6 Prozent aller Schweizer Unternehmen kleine und mittelgroße Unternehmen, da sie weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Einer Umfrage aus 2015/2016 zufolge gibt es in der Schweiz an die 300 aktiven Franchisesysteme.

Die Branchen Gastronomie sowie Gesundheit und Wellness mit jeweils 21,9 Prozent die Branchenführer der Schweizer Franchisewirtschaft darstellten. Dahinter lag der Einzelhandel mit 18,8 Prozent.

Wie ist es um das Gründungsklima in der Schweiz bestellt?

Die Schweiz ist dafür bekannt, dass man ohne allzu großen bürokratischen Aufwand ein Unternehmen gründen kann. Bei bestimmten Berufen wie beispielsweise als Arzt gelten allerdings Beschränkungen. So lässt sich eine Personengesellschaft zu Beginn relativ formlos gründen. Im Nachhinein kann daraufhin eine Mehrwertsteuer-Nummer beantragt und die gewünschte rechtliche Unternehmensform gewählt werden.

Finanzielle Förderungen und Unterstützungen für Unternehmer in spe

Verglichen mit Deutschland gibt es jedoch keine üppigen Fördertöpfe in der Schweiz, um die Unternehmer in spe in finanzieller Hinsicht bei ihren Gründungsvorhaben zu unterstützen. Um sich über Existenzgründungen zu informieren, sollten interessierte Schweizer Gründer die Wirtschaftsförderungsstellen der einzelnen Kantone aufsuchen. Außerdem gibt es private sowie halböffentliche Organisationen die unterstützend zur Seite stehen können. In der Schweiz gibt es Gründerzentren und sogenannte Technoparks, die in unserem Nachbarland sogar noch verbreiteter sind als es bei uns der Fall ist. All diese Anlaufstellen bieten Beratungen und unterstützende Dienstleistungen an und sie können behilflich sein, um kostengünstige Immobilien zu finden und zu mieten.

Wie steht es um das Franchise in der Schweiz?

Auch die Schweizer haben das Franchising als eine interessante, risikoärmere und kostengünstigere Expansionsstrategie erkannt: Einer Umfrage zufolge gaben Schweizer Franchise-Unternehmen fast einstimmig an, dass sie sich dank Franchising über dem Branchendurchschnitt entwickeln konnten. Nichtsdestotrotz konnte sich in der traditionellen Schweiz das Franchise als eine kostengünstigere, risikoärmere und modernere Expansion noch nicht sehr stark etablieren. Dies wiederum drückt sich darin aus, dass es sich für Franchisesysteme mitunter schwierig gestalten kann, neue Partner für ihr Netzwerk zu akquirieren. Eine weitere Schwierigkeit, die das Franchise in der Schweiz hat, ist die Tatsache, dass es über kein etabliertes Standing als ernstzunehmende Karrierechance verfügt. Allerdings liegt es daran, dass wahrscheinlich mehr Publicity seitens des Schweizer Franchiseverbands nötig ist, um es als eine attraktive und wirtschaftlich interessante Art der Gründung zu promoten. Fehlen das Ansehen und ein positives Image in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist es natürlich verständlich, dass Franchise-Interessierte Probleme bekommen, wenn es an die Finanzierung ihrer Existenzgründung mit Franchising geht.

Mit Franchise auf den Schweizer Markt vordringen: Das sind die Probleme und Herausforderungen!

Zwei weitere Faktoren stellen in gewisser Weise eine Hürde dar, wenn es um das Franchising in der Schweiz geht: Zum einen kann die Mehrsprachigkeit in der Schweiz als Problem angesehen werden, wenn ein Unternehmen via Franchising expandieren möchte. So müsste man als System einplanen, gegebenenfalls leichte Anpassungen vom Franchisekonzept machen zu müssen, damit das Konzept in den jeweiligen Regionen auch kulturell und sprachlich ideal umgesetzt werden kann. Gerade ausländische Systeme, die mithilfe von Franchising den Schweizer Markt erobern wollen, sollten sich dieser Herausforderung bewusst sein. Auch wenn solch eine Mehrsprachigkeit für uns Deutsche oft nur schwer vorstellbar ist, so gehört sie zum Alltag der Schweizer dazu.

Der zweite Punkt ist die Standortsuche: Sucht man einen Standort, so gilt es zum einen an die Mehrsprachigkeit zu denken, zum anderen spielt allerdings auch die Bevölkerungsdichte am Standort selbst eine Rolle. Wie eingangs erwähnt leben knapp über 8 Millionen Menschen in der Schweiz. Gerade wenn ein größeres Einzugsgebiet gewünscht ist, dann gestaltet sich die Standortsuche als schwierig. Denn die größte Stadt in der Schweiz ist Zürich mit knapp unter 400.000 Einwohnern – eine Größe, die bei uns eher für eine mittelgroße deutsche Stadt stünde!

Der Schweizer Franchise Verband: Die Qualitätsgemeinschaft der Schweizer Franchisewirtschaft

Der Schweizer Franchise Verband sitzt in Zürich und setzt sich von dort als Qualitätsgemeinschaft für die Interessen der schweizerischen Franchisewirtschaft ein. Und zwar vertritt der Verband zum einen die Interessen der franchisierenden Unternehmen – sprich: der Franchisegeber – und zum anderen der Franchisenehmer in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Darüber hinaus steht der Verband für Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz ein und stärkt diese bei den Mitgliedern, in der breiten Öffentlichkeit sowie in der Wirtschaft.

Für diese Ziele setzt sich der Schweizer Franchise Verband ein:

Er möchte seine Mitglieder und Interessierte über die nationale und internationale Entwicklung vom Franchising informieren. Um das Ansehen vom Franchising positiv zu beeinflussen, betreibt die Qualitätsgemeinschaft eine Öffentlichkeitsarbeit, die sich für die Belange und Bedürfnisse rund um das Franchise einsetzt. Damit alle franchisierenden Unternehmen, also Franchisesysteme, optimal ausgebildet sind, setzt sich der Schweizer Franchise Verband auch für eine angemessene Weiterbildung zum Thema Franchising ein. Hierzu hält der Verband Schulungen, nimmt Publikationen vor und kooperiert mit Hochschulen, wenn es um Bildungsaktivitäten geht.

Der Schweizer Franchise Verband setzt sich für mehr Professionalität im Franchising ein:

Zu diesem Zwecke bietet die Qualitätsgemeinschaft unterschiedliche Informationen und Leistungen an, um über das Erfolgsmodell Franchise und qualitative Standards zu informieren. Ebenso steht der Verband zur Seite, wenn es um die Rekrutierung von neuen Franchisepartnern geht.

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