Franchise in Österreich: Unser Überblick zum Nachbarland

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Nicht nur hierzulande bei uns auch in Österreich konnte sich das Franchising im Laufe der letzten Jahre einen Namen machen. Seit den 80er Jahren existiert die Gründung mit System auch in unserem Nachbarland. Wie sieht es nebenan in der österreichischen Franchisewirtschaft aus? Wie steht es um das Franchise in Österreich? In unserem heutigen Artikel geht es um die Situation des Franchising bei unseren österreichischen Nachbarn.

Gründen mit System: Die Situation vom Franchise in Österreich

Seit den 80er Jahren gibt es bereits das Franchising bei unseren österreichischen Nachbarn. In den Anfängen waren weniger als hundert Franchisesysteme in Österreich aktiv, seitdem konnte das Franchising aber mehr und mehr an Popularität gewinnen. Heutzutage gibt es zahlreiche österreichische wie auch ausländische Marken auf dem österreichischen Markt, die auf das erfolgreiche Vertriebsmodell setzen.

Die österreichische Franchisewirtschaft in Zahlen:

2019 hat der Österreichische Franchiseverband (ÖFV) eine neue Studie über die Situation vom Franchise in Österreich veröffentlicht. Im Rahmen der Studie sind 480 Franchisesysteme befragt worden, worunter zwei Drittel der Systeme auch österreichischen Ursprungs sind. Mehr als 70 Prozent der Marken erwarten 2020 ein Umsatzwachstum, was den allgemein positiven Trend im Franchising bestätigt (2020 wird der Umsatz auf 10,3 Milliarden Euro geschätzt). Dieses Umsatzwachstum geht freilich auch mit einer Zunahme an Franchisenehmern einher, die 2019 gut 9.400 Franchisepartner ausgemacht haben. Knapp ein Viertel der Franchisepartner managten sogar mehr als einen Standort (Stichwort: Multi-Unit-Franchising).

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Quantitative Fakten über unser Nachbarland:

Die neun Bundesländer Österreichs erstrecken sich über fast 84.000 Quadratkilometer. Die Bundesländer lauten Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Im Januar 2015 lebten fast 8,6 Millionen Menschen in Österreich, die über eine Kaufkraft von 19.664 Euro pro Kopf im Schnitt verfügten.

Wie gestaltet sich die Existenzgründung bei unseren österreichischen Nachbarn?

Wer in Österreich gründen möchte, der erhält umfangreiche Informationen rund um die berufliche Selbstständigkeit bei den Wirtschaftskammern Österreichs (WKO). Bei den WKOs wird Interessenten ein Gründerservice angeboten. Wer mag und es ernst mit der Existenzgründung meint, der kann eine persönliche Gründerberatung in den jeweiligen Landesstellen des Gründerservice wahrnehmen.

Positives Gründungsklima in Österreich!

Einer WKO-Statistik aus dem Jahr 2016 zufolge stand es positiv um das Gründungsklima in Österreich. Allein im ersten Halbjahr von 2016 gab es 21.049 Neugründungen, was einen Rekord für österreichische Verhältnisse darstellte. Der Statistik konnte ferner entnommen werden, dass es einen klaren Trend zum Gründen in allen Altersgruppen gab: Die jungen Gründer mit 20 bis 30 Jahren machten mit 22,5 Prozent fast ein Viertel aus. Die 30- bis 40-jährigen waren zu 27 Prozent vertreten und die lebensälteren Gründer zwischen 50 und 60 schlugen mit 17,3 Prozent zu Buche. Laut WKO kann man der Verteilung von Unternehmensgründungen nach Altersgruppen daher entnehmen, dass das Unternehmertum bei allen angesagt ist und hoch im Kurs steht!

Franchise in Österreich: Eine willkommene Gründungsmöglichkeit

Wer als Franchisemarke auf dem österreichischen Markt einsteigen möchte, der profitiert davon, dass es sich um ein überschaubares Land von relativ geringer Größe handelt: So profitieren die Franchisemarken, die neue Standorte eröffnen, von einer größeren Nähe zum Kunden, was dazu beiträgt, dass die Marke schnell an Bekanntheit gewinnen kann. Darüber hinaus ist der österreichische Markt sehr strategisch gelegen: Österreich grenzt an stolze acht Nachbarländer. Diese geographische Lage bietet sich daher an, zunächst den österreichischen Markt einzunehmen und diesen dann als Ausgangspunkt für die weitere Expansion zu nutzen.

Die Anpassung der Geschäftskonzepte bei einer Expansionsstrategie

Bevor man allerdings den Sprung auf einen ausländischen Markt wagt, so sollten Franchisemarken definitiv eine erneute Pilotierungs-Phase ansetzen. Das gilt auch für deutsche Franchisesysteme, die auf dem Nachbar-Markt expandieren wollen. Auch wenn wir Deutschen und Österreicher dieselbe Sprache sprechen, so gibt es zahlreiche Unterschiede in Geographie, Wirtschaft und Mentalität zu bedenken, die eine Anpassung des Konzeptes nötig machen! Nichts desto trotz bietet es sich für deutschsprachige Marken an, zunächst einmal die benachbarte, deutschsprachige DACH-Region einzunehmen.

Gründungszahlen belegen: Franchise in Österreich ist hip!

Die Franchise-Szene ist auch in Österreich in Bewegung: Immer mehr Menschen denken auch in unserem Nachbarland über die Selbstständigkeit nach. Das Franchising rückt hier für viele Gründungsinteressierte in den Vordergrund und wird für Unternehmer in spe in allen Altersklassen immer attraktiver. Eine Studie vom ÖFV konnte quantitativ belegen, warum das Franchising mehr in den Fokus für Gründungsinteressierte gerückt ist: Die Einstiegskosten beim Franchising sind in den letzten Jahren gesunden und die Gründung mit System hat immer mehr Angebote in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen zu bieten. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit der WU Wien durchgeführt wurde, zeigte auf, dass die Investitionskosten für Franchisenehmer gesunken waren. Während Gründer im Jahr 2012 im Schnitt noch 145.000 Euro für eine Franchisegründung auf den Tisch gelegt werden mussten, lagen die Investitionskosten in 2016 bereits bei 113.600 Euro. Gesunkene Kosten für den Traum von der Selbstständigkeit sind definitiv ein wichtiger Faktor, die dazu beigetragen haben, dass das Franchise in Österreich an Bedeutung gewinnen konnte.

Der ÖFV – die Interessensvertretung für das Franchise in Österreich!

Darüber hinaus spielt selbstverständlich auch der Österreichische Franchiseverband eine wichtige Rolle, wenn es um die Gründung mit System in unserem Nachbarland geht. Der ÖFV wurde 1986 über eine Initiative der European Franchise Federation (EFF) gegründet. Der Sitz des Verbandes befindet sich in Brunn am Gebirge und zählt 135 Mitglieder. Seitdem ist der ÖFV der zentrale Repräsentant der österreichischen Franchisewirtschaft, der sich für die Belange der Franchisegeber und Franchisenehmer sowie das seriöse und professionelle Image vom Franchise einsetzt und als Informationsplattform rund um die Gründung mit System dient.

Kommunikationsplattform, Qualitätsgemeinschaft und Imagepflege

Der ÖFV versteht sich als Qualitätsgemeinschaft rund um das Franchising in Österreich. Der Verein setzt sich für die Interessen der Franchisegeber und Franchisenehmer ein, forciert den Austausch unter den Franchisepartnern und promotet die Gründung mit System in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Als wichtiger Motor der österreichischen Franchise-Szene setzt sich der Verband für eine nachhaltige Qualitätssicherung rund um das Franchising ein. Zu diesem Zwecke unterhält der ÖFV ein Netzwerk von Rechtsanwälten, Steuer- und Unternehmensberatern, Lieferanten und Dienstleitern, die über geballte Franchise-Expertise verfügen und als erfahrene Experten und Spezialisten ihr Know-How mit der Interessengemeinschaft teilen. Als zentraler Repräsentant der österreichischen Franchisewirtschaft unterstützt der ÖFV Menschen, die sich mit Franchise in Österreich selbstständig machen möchten und ermöglicht so den Schritt in das Unternehmertum.

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