Franchise Ketten aus Deutschland - Diese Marken sollten Sie kennen!

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Franchise Ketten sind auf dem Vormarsch – wie sieht es da in Deutschland aus?

In Deutschland sind rund 1.000 Franchise-Systeme aktiv. 2016 lag laut Aussagen des Deutschen Franchise Verbandes die Zahl der Franchisenehmer bei knapp 120.000 mit an die 700.000 Mitarbeitern.

In den letzten zwei Jahren alleine konnten wir jedoch erneut einen starken Zuwachs von rund 2000 Franchisenehmern feststellen. Denn auch wenn das Franchising, als es in den 1970er Jahren seinen Weg nach Deutschland gefunden hatte, mit sehr viel Misstrauen und Vorsicht betrachtet wurde, hat es sich mittlerweile zu dem beliebtesten Lizenzsystem auf der ganzen Welt entwickelt. Denn das Franchising verspricht nicht nur den Franchisegebern eine schnellere und leichtere Expansion mit weniger Risiko, sondern auch die Franchisenehmer profitieren enorm von der gemeinsamen Zusammenarbeit. So übernehmen sie den Marken- und Firmennamen ihres Franchisegebers und sichern sich somit bereits zu Beginn einen festen Kundenstamm.

Dadurch kann die Durststrecke, welche klassische Unternehmensgründungen auszeichnet, einfach übersprungen werden und die Franchisenehmer generieren mit dem Markteintritt bereits hohe Umsätze. Weiterhin geben die Franchisegeber ihren Partnern natürlich ihr Wissen und Erfahrung mit auf dem Weg, wodurch die Franchisenehmer vor Fehlern und unklugen Entscheidungen bewahrt werden. Stattdessen erhalten sie eine Anleitung, welche gerade den Einstieg sehr viel leichter macht. Durch die umfassende Unterstützung der Systemzentrale und den Rückhalt des Franchisenetzwerks haben die Franchisenehmer Ansprechpartner, welche sich in der Branche auskennen und mit Rat und Tat zur Seite stehen! Hält man sich diese unglaublichen Vorteile vor Augen, ist es nicht verwunderlich, dass Start-ups sich innerhalb weniger Jahre ein großes und flächendeckendes Netzwerk aufbauen können.

Franchise Ketten strömen nun also auf den Markt und verbuchen zunehmende steigende Umsätze. Während der Umsatz von Franchises im Jahr 2005 noch bei 32,3 Milliarden Euro lag, stieg er in den Folgejahren kontinuierlich an und lag in 2016 bei knapp 104 Milliarden Euro. In gut 10 Jahren hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht! Und auch für die folgenden Jahren wurden nur positive Prognosen ausgesprochen!

Die Mehrheit der Franchise-Systeme ist mit 39 Prozent im Dienstleistungssektor anzusiedeln, mit 30 Prozent schlägt der Handel zu Buche, die Gastronomie-Touristik- und Freizeitbranche tragen mit 21 Prozent dazu bei und letztlich das Handwerk, der Bau- und Sanierungsbereich mit 10 Prozent.

Welche weltweiten Franchise-Ketten beherrschen den Markt?

Da das Franchising ursprünglich aus den USA kommt, überrascht es nicht, dass viele der größten Franchise-Unternehmen weltweit US-amerikanischen Ursprungs sind.

I. Subway

Weltweit hat der Betrieb aus der Systemgastronomie über 42.000 Standorte und macht jährlich Umsätze von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. 1965 gegründet ist der Fast Food Unternehmen global gesehen ein sehr großer Player.

Der Erfolg des Unternehmens ist vor allem auf sein Sortiment zurückzuführen. Denn mit dem Vertrieb von Sandwiches, welche individuell zusammengestellt werden können, hat das Unternehmen genau den Zahn der Zeit getroffen. Die Produkte heben sich von klassischen Angeboten wie Pizza, Pasta und Burger ab und zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie über weniger Kalorien verfügen. Dadurch spricht Subway vor allem Kunden an, welche einen großen Wert auf ihre Figur legen und sich bewusst ernähren wollen. Doch auch Kunden, die etwas Abwechslung in ihren Alltag integrieren werden, finden sich in den unzähligen Filialen ein.

II. McDonald’s

Der Inbegriff des Franchising und der Systemgastronomie hat es nur auf Platz zwei geschafft. Das Fast Food Restaurant gibt es zwar nur über 34.000 mal auf der Welt, dafür lag der Umsatz im Jahr 2014 bei 27 Milliarden US-Dollar.

McDonald‘s ist zwar vor allem für seine Burger bekannt, doch hat das Unternehmen in den letzten Jahren beständig daran gearbeitet, sich auf die neuartigen Tendenzen der Gesellschaft anzupassen. Denn die Menschen möchten ihr Essen nun nicht mehr nur schnell auf dem Tisch haben, sondern die Zutaten dazu sollen nachhaltig und fair produziert worden sein. Um sich diesen Entwicklungen anzupassen, bezieht McDonald‘s seine Produkte nun von regionalen Händlern. Weiterhin wurde das Sortiment des Fast Food Giganten ergänzt. Denn mittlerweile können vegane und vegetarische Kunden mehr als Pommes und Salat essen und auch die Waren des McCafés wurden erweitert.

III. Kentucky Fried Chicken

In Deutschland ist KFC nicht sehr verbreitet, es gibt gerade einmal 100 Standorte. Andernorts ist es dafür umso bekannter, so dass dieses Fast Food Restaurant im Jahr 2013 an die 23 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht hat und sich somit einen Platz hinter dem goldenen M sichert.

Fast Food Ketten waren in den letzten Jahren stark kritisiert worden, da sie wenig Wert auf die artgerechte Haltung der Tiere gelegt haben, um möglichst viele Kosten einzusparen. Kentucky Fried Chicken hat allerdings das Better Chicken Commitment unterzeichnet und verpflichtet sich dadurch, beständig an der Verbesserung der Lebensbedingungen von Tieren zu arbeiten. Da schmecken die Hähnchenspezialitäten mit der besonderen Rezeptur gleich noch viel besser!

IV. Burger King

Burger King schlägt weltweit mit 13.000 Restaurants zu Buche. Dieser Systemgastronom begrüßt täglich 11 Millionen Gäste, mit denen die Kette 2014 eine Milliarde US-Dollar Umsatz machte.

Die Gäste dürfen sich über frischen Salat freuen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Denn durch das Konzept „Mach deinen King“ können die Kunden sich ihren Burger ganz individuell nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen. Das kommt gut an und hebt das Unternehmen effizient von der bestehenden Konkurrenz ab!

V. 7-Eleven

Dieser Convenience Store ist bei uns in Deutschland quasi unbekannt, er hat weltweit aber an die 50.000 Stores mit einem Schwerpunkt in Ostasien. Die Kette erwirtschaftet Umsätze, die über 35 Milliarden Euro liegen.

Wie steht es um deutsche Franchise Ketten?

Das Franchising fand in den 1970ern seinen Weg nach Europa und setzte sich ab den 80er Jahren auch langsam in Deutschland durch. Die ersten Aktivitäten vom Franchising fanden vor allem im Einzelhandel und der Gastronomie statt. Viele Unternehmen erkannten, dass sie mittels Franchising ihr Unternehmens expandieren konnten.

Viele – heute große – Franchiseunternehmen begannen bereits in den 80er Jahren ihre Franchisetätigkeit und setzten somit Maßstäbe für die heutige Industrie. Bis zur Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich das Franchising langsam aber beständig. Während andere Länder schon über eine florierende Franchisewirtschaft verfügten, blieben die deutschen Unternehmer noch lange zurückhaltend. 1995 zählte man dann 530 Franchisesysteme und ab diesem Zeitpunkt entstanden immer mehr und mehr Franchiseunternehmen. Heutzutage greifen viele Unternehmen auf Franchising zurück, um eine größere Marktdurchdringung zu erreichen und mehr Umsatz zu generieren. Oft nehmen wir viele Geschäfte als Teil eines Filialsystems wahr – dabei setzen sie auf Franchising. Aktuell kann die deutsche Bundesrepublik auf rund 1000 Franchisegeber blicken, welche ihre Franchisenetzwerke beständig ausbreiten und somit zum wirtschaftlichen Wachstums unseres Landes beitragen. Tatsächlich können wir mit gutem Recht nun als das europäische Land bezeichnet werden, welches über die größte Dichte an Franchisebetrieben verfügt!

Das sind die wichtigsten Franchise Ketten am deutschen Markt – staunen Sie selbst! Hätten Sie damit gerechnet, dass es sich hierbei um ein Franchise handelt?

Die größten deutschen Franchise Ketten:

I. Vom Fass

Dies ist das einzige deutsche Unternehmen, was es in die Liste der Top 100 internationalen Franchises geschafft hat!

Vom Fass wurde 1994 in Süddeutschland mit dem Ziel gegründet, es als Franchise-System auszubauen und dementsprechend am Markt zu positionieren. Bereits im Gründungsjahr startete das Unternehmen mit vier Filialen, heutzutage gibt es Vom Fass an über 280 Standorten in gut 30 Ländern weltweit. Das Unternehmen vertreibt Feinkost-Spezialitäten, Öle, Essige und Spirituosen. Denn Vom Fass steht für Produkte in höchster Qualität. So stellen sie ihre Balsamfruchtessige selber in Süddeutschland her. Zudem ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit des Unternehmens: Man achtet darauf, die Produkte auf umweltfreundlichem Wege zu vertreiben und Müll zu reduzieren, indem Verpackungen erneut benutzt werden. Darüber hinaus ist die Zentrale in Süddeutschland energieneutral.

Der unglaubliche Erfolg des Unternehmens basiert allerdings darauf, dass das Unternehmen seinen Kunden ermöglicht, die Ware vor dem Kauf zu probieren. Ein einfaches Konzept mit durchschlagender Wirkung, denn dadurch kann der Kunde leicht um den Finger gewickelt werden!

Wer sich für eine Mitarbeit in dem Unternehmen interessiert, dem hilft Vom Fass bei der Standortsuche. Die einmalige Lizenzgebühr beträgt 6.800 Euro, die monatlichen Franchisekosten belaufen sich auf 200 Euro. An sich sollten 90.000 bis 95.000 Euro an Gesamtinvestitionen für ein Franchise-System vom Feinschmecker Vom Fass eingeplant werden, der Eigenkapitalanteil liegt hier bei circa 25.000 Euro.

II. Schülerhilfe

Hierbei handelt es sich um ein alteingesessenes Unternehmen: Die Schülerhilfe wurde bereits im Jahre 1974 von zwei Lehramtsstudenten gegründet. Es ist das bekannteste und älteste Nachhilfeinstitut in Deutschland – und sogar Marktführer in Österreich. 1983 weitete die Schülerhilfe mittels Franchising als ZGS Bildungs-GmbH aus, um noch mehr Kinder und Erwachsene mit ihrem Nachhilfeunterricht zu erreichen. Die Nachhilfekette Schülerhilfe bietet mittlerweile an rund 1.100 Standorten Nachhilfe für 80.000 Schülerinnen und Schüler an.

Die Schülerhilfe ermöglicht ihren Franchisenehmern freie Wahl, was den Standort angeht. Ebenso ist es möglich, bereits existierende Betriebe der Schülerhilfe zu übernehmen. Franchisenehmer können eigene Nachhilfeinstitute eröffnen und bis zu vier Standorte zu managen.

Dieses Unternehmen konnte sich so gut auf dem Markt etablieren, da es in eine Branche eingestiegen ist, welche sich vor allem durch hohe Rentabilität und unschlagbare Beständigkeit auszeichnet. Denn auch wenn Deutschland nicht gerade das produktivste Land ist, wenn es um das Thema Nachwuchs geht, Kinder sind immer vorhanden. Und diese unterliegen der Schulpflicht. Da vor allem in den letzten Jahren vermehrt Wert darauf gelegt wurde, dass die Kinder das Abitur schaffen und ihre Ausbildung an der Universität fortsetzen, schrecken die Eltern nicht davor zurück, hohe Summen für Nachhilfeinstitute auszugeben! Denn schließlich handelt es sich hierbei um eine Investition in die Zukunft ihrer Kinder!

III. Fressnapf

Hierbei handelt es sich um eine Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör – und zwar nicht nur deutschland- sondern sogar europaweit! Das Unternehmen wurde 1990 von Torsten Toeller gegründet, der sich von den US-amerikanischen Tierzubehörmärkten inspirieren ließ.

Das Unternehmen hat insgesamt an die 1.400 Standorte, wobei die Mehrheit der Märkte von Franchisenehmern gemanagt wird. Die Nummer eins im Heimtierbedarf erwirtschaftet so über 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Die Franchisekette möchte stets beste Preise für seine Produkte bieten und setzt sich für eine artgerechte Haltung von Tieren ein.

Das Unternehmen hat sich in einer äußerst florierenden Branche niedergelassen und somit genau den Geschmack der Deutschen getroffen. Denn tatsächlich besitzen in Deutschland mehr als 34 Millionen Staatsbürger Haustiere! Wir verzeichnen somit die zweithöchste Anzahl an Haustieren hinter Russland in ganz Europa! Die Liebe der Deutschen für ihre felligen Freunde haben wir also schwarz auf weiß und sie lässt sich dementsprechend nicht leugnen. Durch diese große Zielgruppe ergeben sich dann natürlich auch hohe Gewinne, was den Erfolg von Fressnapf erklären können.

Denn tatsächlich geben die Deutschen im Jahr mehr als 900 Millionen Euro für die Fellnasen aus! Da die Deutschen auch in Zukunft eher dazu neigen werden, sich noch mehr Haustiere anzuschaffen, sind die Prognosen für die Zukunft sehr rosig und erfolgversprechend!Wer selbst Tierliebhaber ist und sich für die Branche interessiert, sollte mit einem Eigenkapitalanteil von 40.000 Euro rechnen. Als Gesamtinvestitionssumme werden mindestens 200.00 Euro veranschlagt. Die einmalige Lizenzgebühr beläuft sich auf 5.000 Euro, monatlich haben Sie mit circa 1,4 Prozent vom Nettoumsatz für Franchise- und Werbegebühren zu zahlen.

IV. TUI

1968 wurde die Touristik Union International – landläufig besser als TUI bekannt – von verschiedenen Reiseveranstaltern gegründet. Das Unternehmen ist dafür bekannt, dass es sich ständig innovativ weiterentwickelt hat und so stetig weiter an neuen Marktbedingungen wachsen konnte. Heutzutage ist TUI in allen Bereichen des Tourismusmarktes vertreten: Es umfasst vier eigene Reisebüro-Marken, Hotels, Schiffe für Kreuzfahrten und sogar eigene Fluglinien.

In Deutschland wird der Vertrieb der TUI Produkte und Dienstleistungen von 1.070 Franchise- und Kooperationspartnern in 465 eigenen Reisebüros und Beteiligungen vorangetrieben.

Und besonders die Deutschen sind bekannt für ihre große Reisefreude. Und auch wenn die deutschen Reisenden immer noch am liebsten die eigene Bundesrepublik erkunden, zeigten sich jedoch gerade in den letzten Jahren, dass nun auch immer mehr weit entfernte Ziele anvisiert werden. Da diese Urlaube schwerer selbst zu organisieren sind, greifen die Urlauber gerne auf Reisebüros und Veranstalter zurück, die sie bei der Planung unterstützen. Somit steigen nun auch die Umsätze und Gewinne dieser Branche beständig!

Wer Teil der größten Franchise Kette werden möchte, bei der sich alles ums Reisen dreht, der kann von den attraktiven Franchisemodellen profitieren. Das Reisebürokonzept „Einfach machen!“ hat der Tourismus-Riese extra für Existenzgründer entworfen.

V. Kamps

Kamps ist heutzutage eine der bekanntesten und umsatzstärksten Bäckereiketten Deutschlands. Die Franchise-Kette wurde 1982 in Düsseldorf gegründet und ist bundesweit mit über 500 Standorten – sogar auch international – vertreten. Bei der Bäckereikette werden Qualität und Erfahrung groß geschrieben: Es werden stets frische Backwaren mit regionalen Zutaten in stets höchster Qualität verarbeitet und mehr als 97 Prozent der Filialen werden von Franchisenehmern geführt.

Wer sich für ein eigenes Business im Bereich der Backwarenwelt interessiert, der ist bei Kamps bestens aufgehoben: Hier kümmert sich der Außendienst um Werbung und Marketing und unterstützt bei Dingen wie Personalplanung, Hygiene und Warendisposition. Darüber hinaus werden Sie vorab kostenlos sehr intensiv in allen wichtigen Bereichen geschult. Das Sahnehäubchen am Franchising bei der Bäckereikette ist, dass dieses bei einer Neueröffnung fast das komplette Risiko übernimmt: Der Franchisegeber sucht den Standort, kümmert sich um die Mietverträge und überreicht Ihnen das Ladengeschäft schlüsselfertig!

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel einen guten Überblick über die bestehenden Franchiseketten geben konnten. Und wer weiß, vielleicht konnten wir Sie ja dazu verführen, Ihr eigenes Glück zu versuchen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?

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