Franchise Ketten aus Deutschland - Diese Marken sollten Sie kennen!

30.12.2017 09:10 | Ein Unternehmen gründen

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Franchise Ketten sind auf dem Vormarsch – wie sieht es da in Deutschland aus?

In Deutschland sind rund 1.000 Franchise-Systeme aktiv. 2016 lag laut Aussagen des Deutschen Franchise Verbandes die Zahl der Franchisenehmer bei knapp 120.000 mit an die 700.000 Mitarbeitern. Franchise Ketten strömen auf den Markt und verbuchen zunehmende steigende Umsätze. Während der Umsatz von Franchises im Jahr 2005 noch bei 32,3 Milliarden Euro lag, stieg er in den Folgejahren kontinuierlich und lag in 2016 bei knapp 104 Milliarden Euro. In gut 10 Jahren hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht!

Die Mehrheit der Franchise-Systeme ist mit 39 Prozent im Dienstleistungssektor anzusiedeln, mit 30 Prozent schlägt der Handel zu Buche, die Gastronomie-Touristik- und Freizeitbranche tragen mit 21 Prozent dazu bei und letztlich das Handwerk, der Bau- und Sanierungsbereich mit 10 Prozent.

Welche weltweiten Franchise-Ketten beherrschen den Markt?

Da das Franchising ursprünglich aus den USA kommt, überrascht es nicht, dass viele der größten Franchise-Unternehmen weltweit US-amerikanischen Ursprungs sind.

I. Subway

Weltweit hat der Betrieb aus der Systemgastronomie über 42.000 Standorte und macht jährlich Umsätze von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. 1965 gegründet ist der Fast Food Unternehmen global gesehen ein sehr großer Player.

II. McDonald’s

Der Inbegriff des Franchising und der Systemgastronomie hat es nur auf Platz zwei geschafft. Das Fast Food Restaurant gibt es zwar nur über 34.000 mal auf der Welt, dafür lag der Umsatz im Jahr 2014 bei 27 Milliarden US-Dollar.

III. Kentucky Fried Chicken

In Deutschland ist KFC nicht sehr verbreitet, es gibt gerade einmal 100 Standorte. Andernorts ist es dafür umso bekannter, so dass dieses Fast Food Restaurant im Jahr 2013 an die 23 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht hat und sich somit einen Platz hinter dem goldenen M sichert.

IV. Burger King

Burger King schlägt weltweit mit 13.000 Restaurants zu Buche. Dieser Systemgastronom begrüßt täglich 11 Millionen Gäste, mit denen die Kette 2014 eine Milliarde US-Dollar Umsatz machte.

V. 7-Eleven

Dieser Convenience Store ist bei uns in Deutschland quasi unbekannt, er hat weltweit aber an die 50.000 Stores mit einem Schwerpunkt in Ostasien. Die Kette erwirtschaftet Umsätze, die über 35 Milliarden Euro liegen.

Wie steht es um deutsche Franchise Ketten?

Das Franchising fand in den 1970ern seinen Weg nach Europa und setzte sich ab den 80er Jahren auch langsam in Deutschland durch. Die ersten Aktivitäten vom Franchising fanden vor allem im Einzelhandel und der Gastronomie statt. Viele Unternehmen erkannten, dass sie mittels Franchising ihr Unternehmens expandieren konnten.

Viele – heute große – Franchiseunternehmen begannen bereits in den 80er Jahren ihre Franchisetätigkeit. Heutzutage greifen viele Unternehmen auf Franchising zurück, um eine größere Marktdurchdringung zu erreichen und mehr Umsatz zu generieren. Oft nehmen wir viele Geschäfte als Teil eines Filialsystems wahr – dabei setzen sie auf Franchising.

Das sind die wichtigsten Franchise Ketten am deutschen Markt – staunen Sie selbst! Hätten Sie damit gerechnet, dass es sich hierbei um ein Franchise handelt?

Die größten deutschen Franchise Ketten:

I. Vom Fass

Dies ist das einzige deutsche Unternehmen, was es in die Liste der Top 100 internationalen Franchises geschafft hat!

Vom Fass wurde 1994 in Süddeutschland mit dem Ziel gegründet, es als Franchise-System auszubauen und dementsprechend am Markt zu positionieren. Bereits im Gründungsjahr startete das Unternehmen mit vier Filialen, heutzutage gibt es Vom Fass an über 280 Standorten in gut 30 Ländern weltweit. Das Unternehmen vertreibt Feinkost-Spezialitäten, Öle, Essige und Spirituosen. Vom Fass steht für Produkte in höchster Qualität. So stellen sie ihre Balsamfruchtessige selber in Süddeutschland her. Zudem ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit des Unternehmens: Man achtet darauf, die Produkte auf umweltfreundlichem Wege zu vertreiben und Müll zu reduzieren, indem Verpackungen erneut benutzt werden. Darüber hinaus ist die Zentrale in Süddeutschland energieneutral.

Wer sich für eine Mitarbeit in dem Unternehmen interessiert, dem hilft Vom Fass bei der Standortsuche. Die einmalige Lizenzgebühr beträgt 6.800 Euro, die monatlichen Franchisekosten belaufen sich auf 200 Euro. An sich sollten 90.000 bis 95.000 Euro an Gesamtinvestitionen für ein Franchise-System vom Feinschmecker Vom Fass eingeplant werden, der Eigenkapitalanteil liegt hier bei circa 25.000 Euro.

II. Schülerhilfe

Hierbei handelt es sich um ein alteingesessenes Unternehmen: Die Schülerhilfe wurde bereits im Jahre 1974 von zwei Lehramtsstudenten gegründet. Es ist das bekannteste und älteste Nachhilfeinstitut in Deutschland – und sogar Marktführer in Österreich. 1983 weitete die Schülerhilfe mittels Franchising als ZGS Bildungs-GmbH aus, um noch mehr Kinder und Erwachsene mit ihrem Nachhilfeunterricht zu erreichen. Die Nachhilfekette bietet mittlerweile an rund 1.100 Standorten Nachhilfe für 80.000 Schülerinnen und Schüler an.

Die Schülerhilfe ermöglicht ihren Franchisenehmern freie Wahl, was den Standort angeht. Ebenso ist es möglich, bereits existierende Betriebe der Schülerhilfe zu übernehmen. Franchisenehmer können eigene Nachhilfeinstitute eröffnen und bis zu vier Standorte zu managen.

III. Fressnapf

Hierbei handelt es sich um eine Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör – und zwar nicht nur deutschland- sondern sogar europaweit! Das Unternehmen wurde 1990 von Torsten Toeller gegründet, der sich von den US-amerikanischen Tierzubehörmärkten inspirieren ließ.

Das Unternehmen hat insgesamt an die 1.400 Standorte, wobei die Mehrheit der Märkte von Franchisenehmern gemanagt wird. Die Nummer eins im Heimtierbedarf erwirtschaftet so über 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Die Franchisekette möchte stets beste Preise für seine Produkte bieten und setzt sich für eine artgerechte Haltung von Tieren ein.

Wer selbst Tierliebhaber ist und sich für die Branche interessiert, sollte mit einem Eigenkapitalanteil von 40.000 Euro rechnen. Als Gesamtinvestitionssumme werden mindestens 200.00 Euro veranschlagt. Die einmalige Lizenzgebühr beläuft sich auf 5.000 Euro, monatlich haben Sie mit circa 1,4 Prozent vom Nettoumsatz für Franchise- und Werbegebühren zu zahlen.

IV. TUI

1968 wurde die Touristik Union International – landläufig besser als TUI bekannt – von verschiedenen Reiseveranstaltern gegründet. Das Unternehmen ist dafür bekannt, dass es sich ständig innovativ weiterentwickelt hat und so stetig weiter an neuen Marktbedingungen wachsen konnte. Heutzutage ist TUI in allen Bereichen des Tourismusmarktes vertreten: Es umfasst vier eigene Reisebüro-Marken, Hotels, Schiffe für Kreuzfahrten und sogar eigene Fluglinien.

In Deutschland wird der Vertrieb der TUI Produkte und Dienstleistungen von 1.070 Franchise- und Kooperationspartnern in 465 eigenen Reisebüros und Beteiligungen vorangetrieben.

Wer Teil der größten Franchise Kette werden möchte, bei der sich alles ums Reisen dreht, der kann von den attraktiven Franchisemodellen profitieren. Das Reisebürokonzept „Einfach machen!“ hat der Tourismus-Riese extra für Existenzgründer entworfen.

V. Kamps

Kamps ist heutzutage eine der bekanntesten und umsatzstärksten Bäckereiketten Deutschlands. Die Franchise-Kette wurde 1982 in Düsseldorf gegründet und ist bundesweit mit über 500 Standorten – sogar auch international – vertreten. Bei der Bäckereikette werden Qualität und Erfahrung groß geschrieben: Es werden stets frische Backwaren mit regionalen Zutaten in stets höchster Qualität verarbeitet und mehr als 97 Prozent der Filialen werden von Franchisenehmern geführt.

Wer sich für ein eigenes Business im Bereich der Backwarenwelt interessiert, der ist bei Kamps bestens aufgehoben: Hier kümmert sich der Außendienst um Werbung und Marketing und unterstützt bei Dingen wie Personalplanung, Hygiene und Warendisposition. Darüber hinaus werden Sie vorab kostenlos sehr intensiv in allen wichtigen Bereichen geschult. Das Sahnehäubchen am Franchising bei der Bäckereikette ist, dass dieses bei einer Neueröffnung fast das komplette Risiko übernimmt: Der Franchisegeber sucht den Standort, kümmert sich um die Mietverträge und überreicht Ihnen das Ladengeschäft schlüsselfertig!

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