Franchise Manager: Wer ist das?

25.08.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

franchise manager

Nicht derjenige, welcher am lautesten danach schreit, es ist eher jemand, der sich besonders eignet für diese Position, weil er sich ausreichende Kenntnisse dafür erworben hat und sie auch anzuwenden weiß. Im Franchising gibt es durchaus getrennte Bereiche der Verantwortung, auch wenn letztendlich alle an demselben Strang ziehen. Doch wofür der eine geradezustehen hat, das wäre anderen nicht zuzumuten, sie müssen sich aufeinander verlassen können. Welche Rolle aber spielt denn nun ein Franchise Manager?

Der Franchise Manager nimmt eine Ausgleichsstellung ein

Sinnvoll wäre es wohl, wenn er zwischen den verschiedenen Ebenen bei Bedarf zu vermitteln hätte. Ein Franchisegeber kann nicht immer selbst auf sämtliche Anfragen seiner Partner reagieren, zumal wenn sie sich häufen. Der Franchise Manager dürfte indes auch so weit gehen, Aufgestautes zu vermeiden, indem er seine Fühler in alle Richtungen ausstreckt und die Pflege der Kontakte betreibt. So muss nichts eskalieren, was sich auch im Vorfeld durch diplomatisches Geschick bereinigen lässt. Wird dieses Bild der Wirklichkeit gerecht? Manch einer könnte es bald satt haben, sich ständig wortreich besänftigen zu lassen, wenn ihm doch insgeheim bereits die Galle überkocht.

Als Motor des Systems fungiert ein Franchise Manager

Franchisenehmer sind gemeinhin gut beraten, nicht auf die Pauke zu hauen, bevor sie Zusammenhänge verstehen. Kleine Ärgernisse aus dem Weg räumen, das können auch andere, doch wenn es richtig ernst zu werden droht, muss ein Experte her. Die wesentliche Aufgabe eine Franchise Managers aber ist die Akquise neuer Partner, und wenn er sie bei der Gelegenheit schon ausgiebig kennengelernt hat, liegt es doch nahe, dass er sie auch weiterhin betreut. Mit wachsender Anzahl dürfte diese Aufgabe zwar schwieriger werden, doch wenn in der Vergangenheit alles sorgsam in die Wege geleitet worden ist, sollte es gehen. Natürlich kommt es immer wieder einmal vor, dass die Hütte brennt.

Ab und an noch mehr gefordert als ohnehin schon

Dann wird der Franchise Manager zum Feuerwehrmann, wobei er seinen Einsatz in gewisser Weise steuern kann. Manchmal jedoch nützt alle Voraussicht nichts, die Ereignisse überschlagen sich, und dann braucht auch einer, der Krisen bewältigen soll, Unterstützung. Er sieht das Unglück jedoch kommen und kann rechtzeitig für fähige Helfer sorgen. Sie sind bereits gewarnt und können sich gut vorbereitet ihrer Aufgabe stellen. Das erleichtert die Bewältigung, wobei weniger Erwartetes der Absprache bedarf. Der Initiator bangt derweil und zittert auch gelegentlich, es drängt ihn förmlich dazu, alle Nase lang nachzufragen, wie es um den Fortgang der Ereignisse bestellt ist. Dabei hat er selbst doch alle Hände voll zu tun.

Rosige Aussichten bei erheblicher Belastung

Dass ein Franchise Manager mehr verdienen kann als mancher andere, liegt in der Natur der Sache. Er geht allerdings auch ein erhebliches Risiko ein. Ihm wird man es anlasten, wenn sich die Dinge nicht so entwickeln wie geplant und ihn auch dafür bluten lassen. Auf zugesicherte Einnahmen zu verzichten, sollte ihm jedoch schwerfallen, schließlich ist er auch anderen gegenüber Verpflichtungen eingegangen. Also bleibt ihm nicht viel mehr übrig, als durch doppelte Anstrengung wettzumachen, was nicht zu vermeiden war. Außerdem sollte er schlau genug sein, sich für solche Fälle einen Notfallplan zurechtzulegen. Der tritt dann in Kraft und zeigt, was in ihm steckt.

Der Franchise Manager hat einen oftmals recht verzwickten Job

Er sitzt an einer Schaltstelle, wenn er sie nicht laufend sucht, von der aus Richtungswechsel eingeleitet werden. Ist er der Mann fürs Grobe oder eher der Expansionsbeauftragte? Kommt das Signal dazu auch von woanders her, fällt die technische Umsetzung doch in seinen Aufgabenbereich. Dort gilt es,

  • an entscheidenden Fäden zu ziehen,

  • das System in seinem Inneren zusammenzuhalten,

  • für Schub zu sorgen, wo er fehlt.

Manchmal nimmt das Züge an, auf die bei der Talentsuche kaum verzichtet werden kann. Hat er jemanden in eine Position lanciert, der den Anforderungen nicht gerecht zu werden scheint, muss er seine Einschätzung korrigieren. Im Idealfall aber sollten Hoffnungsträger sich als das entpuppen, wofür sie ausersehen worden sind.

Durch sein beständiges Beobachten der Entwicklung kann der Franchise Manager exakt den Zeitpunkt bestimmen, wann jemand reif dafür geworden ist, mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine Fehlentscheidung kann üble Folgen haben, wie in anderen Zusammenhängen auch. Doch ihm wird man sie nicht verzeihen, denn er ist qualifiziert dafür, das Richtige zu tun.

Erhöhter Zwang dazu, Beeindruckendes vorzuweisen

Ein zögerliches Verhalten wird ihm dabei nicht viel nützen. Es gehört schon Mut dazu, aus dem Vorhandenen und an sich gut Funktionierenden noch mehr zu machen. Rückschläge dürften nicht immer zu verhindern sein; wenn man jedoch die Chance dazu hat, seine eigenen Lehren daraus zu ziehen, sind sie ungehinderter in Erfolge umzumünzen. Dabei bleibt mitunter etwas auf der Strecke, harte Schnitte können nötig werden.

Der Franchise Manager macht sich nicht unbedingt beliebt, für bessere Zahlen müssen gelegentlich auch Opfer erbracht werden. Dabei fragt es sich, ob man von Untergebenen viel verlangt oder selbst mit vollem Einsatz in die Bresche springt. Am besten ist es wohl, wenn eins das andere ergänzt und der Leithengst mit gutem Beispiel vorangeht.

Verordnete Erneuerung kann schmerzlich sein

Dadurch zieht er andere mit, die kaum eine andere Wahl haben, als ihm zu folgen. Wer abgehängt wird, ist auszutauschen, Bremser dienen dem Fortschritt nicht. Sie müssen sich zum Vorwurf machen lassen, dass sie die gewachsenen Standards nicht länger erfüllen können, es sei denn, sie besännen sich nach erfolgter Ermahnung.

Jeder Neubeginn bringt immer Anlaufschwierigkeiten mit sich, wiewohl man hier und da den Eindruck haben kann, als bezöge ein umfassendes Gebilde seine Energie gerade daraus. Hohe Raten der Fluktuation aber schrecken Einstiegswillige auch ab, und eines schönen Tages ist keiner mehr da, der sich noch verheizen lassen will.

Nicht immer behutsam vorankommen

Zukunftsträchtiger sollte es sein, bedächtig Stein auf Stein zu bauen, damit nicht wieder umgestoßen werden muss, was man mühevoll errichtet hat. Ein Franchise Manager kann wie die Axt im Walde vorgehen; aber auch ein weiser Mann sein, der schon im Voraus weiß, was anderen geschieht. Entscheidend ist, was seine Tätigkeit bewirkt, und das ist vorab festgelegt. Um stolze Ziele zu erreichen, sind mitunter feste Bandagen anzulegen, Respekt erwirbt man sich nicht zwangsläufig mit Engelsgeduld.

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