Qual der Wahl: Franchise oder Startup?

17.10.2018 15:00 | Ein Unternehmen gründen

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Sie möchten sich selbstständig machen, sind sich allerdings noch nicht sicher, mit welchem Businessmodell Sie in die Unabhängigkeit starten möchten? Das macht nichts, das geht vielen so. Die unterschiedlichen Modelle haben zahlreiche Für und Wider – so hat man die Qual der Wahl. Heute klären wir Sie darüber auf, was für eine Gründung mit Franchising oder Start-Up spricht. Hier erfahren Sie mehr

Selbstständig nur wie? Franchise oder Start-Up?

Es ist auffallend, dass die meisten Gründungen in wirtschaftlich eher schlechten Zeiten statt finden. Positionen in Firmen sind unsicher aufgrund einer geschwundenen Nachfrage am Markt, Bonuszahlungen fallen weg und das gesamte Betriebs- und Wirtschaftsklima machen eher einen trüben bis schlechten Eindruck. Sobald die Konjunktur nachlässt, denken viele darüber nach, sich selbstständig zu machen und etwas Eigenes aufzuziehen. Dieses Phänomen wurde auch in zahlreichen Studien belegt.

Denken Sie also ruhig einmal über den potentiellen Zeitpunkt Ihrer Gründung nach und planen Sie diesen clever. Es kann Ihnen wirtschaftlich sogar besser ergehen, wenn Sie einen Wirtschaftsaufschwung für Ihre Existenzgründung abwarten. Nutzen Sie den Aufwind des Konjunkturmotors und lassen Sie sich davon zusätzlich beflügeln! Entsagen Sie Ihrem warm gesessenen Arbeitsplatz und wagen Sie ein neues, berufliches Abenteuer: Statt bezahltem Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und garantiertem Gehalt, werden Sie selbst Unternehmer und starten Ihr eigenes Business. Klingt das nicht verlockend?

Die Frage aller Fragen ist nur: Nutzen Sie das Erfolgsmodell Franchising oder gründen Sie komplett in Eigenregie mit einem Start-Up. Sie sehen also: Bereits vor der Gründung an sich haben Sie die Qual der Wahl, wie Sie Ihr Projekt am besten angehen können. Eines ist jedoch sicher: Beide Modelle haben ihre ganz speziellen Vor- und Nachteile! Wägen Sie für sich persönlich ab, mit welchem Modell Sie auf lange Sicht gesehen besser fahren.

Eine Gründung mit Franchising – erprobtes Konzept für garantierten Erfolg!

Franchising ist ein erfolgreiches Vertriebsmodell, bei dem der Franchisegeber, der Begründer des unternehmerischen Konzeptes, dieses seinen Geschäftspartnern, sogenannten Franchisenehmern, gegen Entgelt zur Verfügung stellt. Die Franchisenehmer können sich somit mit einem Geschäftsmodell selbstständig machen, was sich bereits am Markt beweisen konnte. Dies wiederum reduziert das unternehmerische Risikos des Neuunternehmers drastisch. Der Franchisenehmer hat für die Nutzung der Marken- und Schutzrechte eine einmalige Lizenzgebühr zu zahlen. Darüber hinaus ist er dem Franchisegeber bei laufendem Betrieb monatliche Franchisegebühren schuldig, die die Kosten für die kompetente Beratung und Unterstützung decken. Zusätzlich hat der Franchisenehmer sich an die Vorgaben aus der Franchisesystemzentrale zu halten, dies sorgt dafür, dass die Marke einheitlich am Markt auftreten und somit einen höheren Wiedererkennungswert für den Kunden generieren kann. Diesen Rechten und Pflichten stimmt der Franchisenehmer bei der Unterzeichnung des Franchisevertrages zu und bindet sich meist auf mehrere Jahre an seinen Geschäftspartner. Aus diesem Grund sollte sich der Franchisenehmer auch zu 100 Prozent sicher sein, dass er sich mit genau dem Franchisesystem selbstständig machen möchte. Ist der Vertrag einmal unterschrieben, ist dieser rechtlich bindend. Aus diesem Grund sollte man sich ausreichend für die Entscheidungsfindung Zeit lassen, wenn man noch die Qual der Wahl hat!

Das sind die Vorteile vom Franchising:

  • Eine große Wahrscheinlichkeit auf Erfolg

Dadurch dass das Geschäftskonzept bereits am Markt Bestand hat und sich die Marke etablieren konnte, profitieren Franchisenehmer meist von einer höheren Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein. Und das wiederum hat zur Folge, dass sehr viele Franchisenehmer einen wirtschaftlich sehr erfolgreichen Betrieb führen.

  • Umfassende Unterstützung in jeglichen Belangen

Franchisenehmer erhalten umfassende Unterstützung vor, während und nach der Eröffnung des eigenen Betriebes. So hat der Neuunternehmer stets einen erfahrenen Experten zu seiner Rechten, der ihm bei jeglichen Belangen tatkräftig zur Seite steht. Finanzielles, Rechtliches, Operatives oder Logistisches – für alle Fragen gibt es hier die besten Antworten!

  • Skaleneffekte beim Marketing

Die Skaleneffekte sind sehr attraktiv! Da große, überregionale Marketingkampagnen stets von der Franchisezentrale aus koordiniert werden, sparen sich die einzelnen Geschäftspartner bares Geld, während sie von einem starken Ruf am Markt profitieren.

  • Zentralisierter Einkauf

Ein Franchisesystem ist meist eine Einkaufsmacht, da die Franchisezentrale die Warenbeschaffung zentral übernimmt, so dass in größeren Mengen beschafft werden kann. Und das wiederum sorgt für finanzielle Vorteile und Margen.

Das sind die Herausforderungen beim Franchising:

  • Wenig Handlungsspielraum

Ein großes Manko sind sicherlich die zahlreichen Regeln und eine strenge Umsetzung des Marken- und Geschäftskonzeptes. Dies ist allerdings nötig, um einen einheitlichen Auftritt am Markt zu gewähren.

  • Teilweise hohe Lizenzgebühren

Jedes Franchisesystem verfügt über seine eigene Einstiegssumme, was die Gebühren angeht. Je bekannter die Marke, desto höher die Lizenzgebühren.

Eine Gründung mit Start-Up – Kreativität, Innovation und Herzblut

Die Gründung eines eigenen Start-Up ist sicherlich ein Traum vieler. Allerdings sollten Sie hier nicht vergessen, dass Sie dazu auch eine eigene Geschäftsidee für benötigen. Wer diese hat, der kann mit seiner eigenen, kleinen Firma seinen ganz persönlichen Traum verwirklichen. Start-Ups sind für ein kreatives, positives Betriebsklima bekannt. Sie stellen den Gegenpol zu großen, konservativen Konzernen dar und sind der frische Magnet für talentierte Mitarbeiter

Vorteile an der Gründung eines Start-Ups:

  • Das Eldorado an Innovation und Kreativität

Start-Ups sind für ihre neuartigen Denkweisen bekannt – frei von strengen Konzernvorgaben – wird hier nach neuem Denkmuster und Vorgaben gearbeitet. Das zieht magisch an und kann gegebenenfalls auch magisch erfolgreich sein!

  • Werden Sie zum richtigen, eigenständigen Unternehmer

Wer sich mit seinem eigenen Start-Up selbstständig macht, der wird von der Pike auf lernen, wie man sein eigenes Geschäft hochzieht und zum Manager wird. Hinzukommt, dass Sie komplett frei in der Führung Ihres Unternehmens sind, ohne dass Sie sich mit einer Systemzentrale kurzschließen und sich an Vorgaben halten müssen.

Die Schattenseite der hippen Start-Ups:

  • Eine arbeits- und zeitintensive Gründung!

Wer sein eigenes Start-Up hochziehen möchte, der sollte nicht vergessen, wie arbeitsintensiv dies sein kann. Ebenso sollten Sie sich außerdem vor Augen führen, dass sich vor allem auch die Investorensuche als sehr zeitintensiv gestalten kann.

  • Mehr Risiko

Eine Gründung in Eigenregie ist mit mehr Risiko behaftet. Zudem kann es dauern, bis die Waren oder die Dienstleistung tatsächlich marktfähig ist, was mitunter viele Nerven kosten kann. Und dann ist noch ungewiss, wie gut das Konzept am Markt laufen wird.

  • Das Leben als Einzelkämpfer

Sie sollte darauf gefasst sein, dass Sie auf sich alleine gestellt sind und auch Phasen der Frustration meistern können. Sie haben nicht einen erfahrenen Franchisegeber an Ihrer Seite, der sein Erfahrungswissen mit Ihnen teilen kann!

Die Qual der Wahl – was passt besser zu Ihnen?

Es liegt an jedem selbst, was besser zu einem passt. Innovationsgetriebene Menschen, die nicht risikoscheu sind und von einer ordentlichen Portion Motivation getrieben werden, ist ein Start-Up sicherlich passend. Wer lieber auf Nummer sicher setzen möchte, vorgegebene Strukturen und ein erprobtes System mag, der sollte sich womöglich einem Franchisesystem anschließen.

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