Franchise Partner finden: Wie Sie die richtigen Franchisenehmer aufspüren!

06.02.2018 16:00 | Ein Unternehmen gründen

franchise partner finden

Es kann lange dauern, bis ein Franchisesystem komplett auf seinen Beinen steht. Das Wichtigste dabei ist die Partnerwahl. Bevor sich jemand ernsthaft interessieren kann, ist zunächst ein anschauliches Bild zu erstellen. Das muss professionell geschehen, damit keine Missverständnisse entstehen. Die Marke wird sinnigerweise multimedial zugänglich positioniert. Hochglanzbroschüren ergänzen die wirkungsvolle Darstellung im Internet, wobei der Betonung von einzigartigen Merkmalen große Bedeutung zukommt.

Franchise Partner müssen wissen, was sie erwartet

Im Idealfall bleiben keine Fragen offen. Ein gelungenes Porträt des Unternehmens zielt auf mehrere Ebenen ab. Darin enthalten sein sollten

  • grundsätzliche Überlegungen zur Vorteilhaftigkeit des Franchisings,
  • individuelle Ausprägungen, die von anderen unterscheiden,
  • aus der eigenen Historie entwickelte Leitlinien und schließlich
  • ein lohnender Ausblick auf realistische Erfolgsaussichten.

Ferner darf kein Zweifel daran gelassen werden, was von potenziellen Partnern verlangt wird. Das geht aus dem Wunschprofil hervor, dessen Inhalte sich nicht auf fachliche Qualifikationen beschränken. Es geht auch um persönliche Aspekte und um soziale Kompetenz.

Franchise Partner brauchen detaillierte Informationen

Neben einer möglichst exakten Unterrichtung über erwünschte Fähigkeiten ist eine schonungslose Aufklärung bezüglich des erforderlichen Kapitalbedarfs unabdingbar. Nicht zuletzt sollte die besondere Eignung für das angestrebte Gewerbe besonders betont werden, denn mangelnde Branchenkenntnisse sind leichter aufzuarbeiten. Dafür gibt es Schulungen, doch eine zu geringe Kompromissbereitschaft etwa lässt sich nur schwer abändern. Dermaßen gerüstet geht es an die Kontaktaufnahme. Wer sich in dieser oftmals etwas heiklen Angelegenheit an den Franchiseverband wendet, weiß genau, welche Kanäle dafür zur Verfügung stehen und wie es um ihre Effektivität im Einzelnen bestellt ist. Empfohlen wird eine bekömmliche Mischung.

Schrittweise ans Ziel kommen im Auswahlprozess

Auf die Sondierungsphase folgt das persönliche Gespräch. Es kann zunächst in einem größeren Rahmen erfolgen, innerhalb dessen die geeigneten Bewerber auszuwählen sind. Anhand der Vorstellung von Unternehmenszielen und der daraus resultierenden Anforderungen trennt sich die Spreu vom Weizen insofern, als die Zahl der Kandidaten reduziert wird. Im nächsten Schritt kommt es zu Einzelgesprächen, die weiter in die Tiefe gehen. Schon hierbei sollte Einblick in das Handbuch gewährt werden, es kann auch nicht schaden, wenn ein Vertrauter zugegen ist. Von nun an muss nämlich gewährleistet sein, dass der Franchisegeber seiner Pflicht zur angemessenen Aufklärung nachkommt. Sollte das nicht geschehen, kann es unliebsame Konsequenzen haben. Wer sichergehen will, schließt einen Vorvertrag, in dem Geheimhaltung vereinbart wird.

Theoretische Überlegungen führen zur Erprobung

Als Nächstes steht der Praxistest an. Wenn der eigene Betrieb dafür nicht verfügbar ist, kann auch ein bestehendes Franchiseunternehmen als angemessener Schauplatz ausgewählt werden. Durch die Konfrontation mit der Wirklichkeit zeigt sich, ob bisher gehegte Vorstellungen damit übereinstimmen oder der entstandene Eindruck illusorisch war. Wenn nicht, kann sich der Neuling in einer ersten Feuerprobe gleich bewähren, doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Weiterhin gilt es jetzt, das soziale Umfeld des wahrscheinlichen Franchisenehmers näher abzuklopfen. Das kann auf gesellschaftlicher Ebene geschehen, wobei es sich erweisen sollte, ob mit ausreichend familiärem Rückhalt zu rechnen ist. Denn die Belastungen sind hoch und können auch Beziehungen gefährden, sofern sie bestehen.

Vor Vertragsabschluss mehr Sicherheit gewinnen

Sind alle Hürden genommen, geht es an die Unterzeichnung des Vertrags. Es sollte freilich nur dann ausgehändigt werden, wenn in punkto Verschwiegenheit keine Probleme befürchtet werden müssen. Dem Franchisenehmer ist eine angemessene Frist zu gewähren, während der er das gesamte Klauselwerk ausführlich studieren und gegebenenfalls auch von seiner Seite aus überprüfen lassen kann. Der Franchisegeber muss sämtliche enthaltenen Vereinbarungen nicht nur erläutern können, sondern dies auch tun. Um solcher Verpflichtung zur Genüge nachzukommen, ist unter Umständen ein Rechtsanwalt zurate zu ziehen. Bevor eine bindende Unterschrift tatsächlich gegeben werden kann, sind möglicherweise einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Kontaktanbahnung nicht im Sand verlaufen lassen

Doch zuvor gilt es, einen bleibenden Kontakt zu schließen. Gute Chancen dafür bietet der erste Telefonanruf. Wer sich da meldet, dürfte begierig darauf sein, Näheres zu erfahren und auch bereit dazu, sich zu öffnen. Nun obliegt es der Gesprächsführung, das Interesse zu nähren und dabei Wertvolles zu erfahren. Eine systematische Vorbereitung darauf kann nicht schaden, damit man nichts Entscheidendes zu erwähnen oder zu erfragen vergisst. Standardisierte Verfahren sollten hilfreich dabei sein, wenn sie auch der Spontaneität wenig Raum lassen. In jedem Fall hat man am Ende ein Fazit in der Hand, auch wenn es dahingeht, dass dieser Leitfaden der Änderung bedarf. Zur Vertiefung des Gesprächs und auch zu dessen Objektivierung sind im Anschluss daran Unterlagen zu versenden, die ausführlich genug mit eigenen Angaben versehen werden müssen. Schon ergibt sich eine Faktenlage, auf die jederzeit zurückgegriffen werden kann.

Abwechselnde Vorgehensweisen bringen Erfolg

Damit sich möglichst viele Interessenten melden, sind sie zielgerichtet anzusprechen. Die eigene Webseite steht in ihrer ganzen Aussagekraft grundsätzlich jedem zur Verfügung, nur muss er vorab aufmerksam darauf werden. Gezielte Hinweise sollten an solchen Stellen gestreut werden, die eine nötige Begeisterung dafür vermuten lassen. Das sind Gründerbörsen, Portale und Stellensuchmaschinen. Die Möglichkeit, bei Bedarf schnell und effektiv gefunden zu werden, bietet nicht zuletzt das zentrale Organ der deutschen Franchisewirtschaft, sofern man sich zu einer Mitgliedschaft bereit gefunden hat. Die Präsentation hier gleicht einem Messekontakt, der sich jederzeit herstellen lässt. Andere Wege sind mit der klassischen Anzeigenwerbung zu begehen, durch Öffentlichkeitsarbeit oder das Versenden von Zustellungen im Direktmarketing. Jedes Medium verfügt dabei auch über seine spezifischen Nachteile, die man zum Teil dadurch vermeiden kann, dass man wechselt oder auf mehreren Gleisen fährt.

Größeres Wachstum von innen heraus anstreben

Gesammelte Erfahrungen geben der zu wählenden Strategie recht, keinesfalls vergessen sollte man bei all dem, dass persönliche Empfehlungen nicht zu verachten sind. Aug in Auge bringt man oft größeres Vertrauen auf; was man dabei erfährt, ist von erlebbarer Authentizität geprägt. Dann weiß man auch gleich, wie sympathisch man sich werden kann. Erlebnisberichte von Franchisenehmern genießen sicher eine bedeutende Glaubwürdigkeit, es fragt sich nur, wie man sie aktiv herbeiführen kann. Um Anfragen erschöpfend zu beantworten, taugen sie allemal, zudem ist es möglich, dass Aktive weitere Interessenten kennen, die sich ebenfalls gut eignen würden. Dass sie sich bisher nicht gemeldet haben, kann auch daran liegen, dass sie nur aufgefordert werden möchten. Regelmäßige Umfragen können den Stein ins Rollen bringen.

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