Franchise Store: Franchisenehmer werden in 5 Schritten

franchise store

Sein eigener Chef sein, unabhängig und flexibel, davon träumen viele. Doch wie gelingt Ihnen das? Immer mehr Menschen spielen mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. Den Schritt wagen tatsächlich aber nur wenige von ihnen. Doch warum? Die Existenzgründung als eigenständiger Unternehmer ist ein risikoreiches Wagnis, viel kann schiefgehen. Nicht nur braucht man eine gute Idee, die sich verkauft, sondern muss diese auch mit einem geeigneten Geschäftskonzept umsetzten können. Eine innovative Idee ist längst nicht alles, was man für einen gelungenen Start in die Existenzgründung braucht, denn davon gibt es heute nicht wenige. Die Gesellschaft und ihre Wünsche und Bedürfnisse ändern sich schnell, weswegen es ausschlaggebend ist, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu finden, die nicht nur ein kurzlebiger Trend ist, sondern sich auch längerfristig bewährt.

Gelingt es Ihnen, eine Idee erfolgreich zu entwickeln, und vermarkten, stehen Sie immer noch allein da. Fragen zur Finanzierung, Eröffnung und viele mehr bleiben an Ihnen allein hängen.

Aus diesen und anderen Gründen entscheiden sich immer mehr Menschen für die Existenzgründung mit einem Franchisesystem. Sie erwerben eine Franchiselizenz und eröffnen mit Idee und Geschäftskonzept ihren eigenen Standort. Doch wie wird man Teil eines Franchise und welche Schritte sind dafür notwendig?

  • Auswahl des Franchisesystems
  • Franchisevertrag und Schulung
  • Standortsuche
  • Finanzierung
  • Eröffnung

1. Auswahl des Franchisesystems

Der erste und einer der wichtigsten Schritte ist die Auswahl eines geeigneten Franchisesystems. Es gibt heute eine große Selektion an Unternehmen, die Franchisepartnerschaften anbieten. Ob Sie im Dienstleistungssektor oder lieber im Einzelhandel arbeiten wollen, Sie können sich zwischen vielen Optionen entschieden. Was sollten Sie bei der Auswahl beachten?

  • Ihre Interessen
  • Geschäftskonzept
  • Investitionskosten
  • Umsatzerwartungen
  • Erfolg des Systems

Als Erstes sollten Sie sich natürlich eine Branche suchen, für die Sie sich interessieren, denn nichts verkauft sich besser als eine Idee, hinter der man voll und ganz steht. Können Sie sich außerdem in dem Geschäftsmodell des Unternehmens sehen?

Doch nicht nur Ihre Interessen sollten bei der Auswahl des richtigen Franchisesystems eine wichtige Rolle spielen. Stellen Sie sich Fragen zur Investition. Wie viel Eigenkapital können Sie aufbringen? Wollen Sie einen großen Franchise Store eröffnen, oder nur ein kleines Unternehmen als Nebenberuf? Die verschiedenen Unternehmen fordern unterschiedliches Startkapital, wobei es in der Regel schwierig wird, ein Franchise ohne Eigenkapital aufzubauen. Die meisten Firmen fordern nämlich, dass Sie Ihren Standort nicht ausschließlich mit Fremdkapital eröffnen. Ein Grund dafür ist die Absicherung des Franchisegebers. Wenn Sie selbst etwas investieren müssen, zeigt ihm das, dass Sie voll und ganz dabei sind.

Stellen Sie Nachforschungen über die verschiedenen Betriebe an. Wie sehen die tatsächlichen Umsatzmöglichkeiten aus? Ist das Unternehmen erfolgreich und arbeitet mit einer etablierten Geschäftsidee?

2. Franchisevertrag und Schulung

Wenn Sie ein geeignetes System gefunden haben können Sie sich dafür bewerben. Danach kommt es zu ersten Kontakten, bei denen festgestellt werden soll, ob die Zusammenarbeit für Franchisegeber und Franchisenehmer die richtige Entscheidung ist. Hier ist wichtig, dass genügend Informationen ausgetauscht werden. So kann gewährleistet werden, dass beide Parteien eine gut überlegte und informierte Entscheidung treffen und eine Kooperation mit gegenseitigem Vertrauen aufgebaut wird.

Bei manchen Unternehmen kommt es vor der Unterzeichnung des Franchisevertrages zur Einigung durch einen Vorvertrag. Hier werden die ersten Regeln festgelegt. Im richtigen Franchisevertrag sind dann die Rechte und Verpflichtungen von Franchisenehmer und Franchisezentrale verankert.

Danach werden Sie von der Zentrale in Produkt und Geschäftsführung geschult. Hier werden Ihnen alle notwendigen Kompetenzen vermittelt, die Sie zur erfolgreichen Umsetzung der Geschäftsidee benötigen. Es wird Ihnen außerdem das gesammelte Know-how des Franchisesystems vermittelt und viele Franchisegeber bieten ihren Partnern auch verschiedene Programme zur Fortbildung.

3. Standortsuche

Ausschlaggebend für Ihren Erfolg als selbstständiger Unternehmer sind nicht nur eine erfolgreiche Geschäftsidee und ein guter Businessplan. Einer der entscheidenden Faktoren ist auch der Standort. Sie bekommen von Ihrem Franchisegeber in der Regel gewisse Vorgaben zum Standort. Dieser besitzt durch die Erfahrung mit anderen Franchisepartner schon ein gewisses Maß an Know-how im Thema Standort und kann Ihnen so hier zum Erfolg verhelfen. Die Franchisezentrale stellt Untersuchungen und Analysen zur Standortauswahl an, auf die hier zurückgegriffen werden können. Wichtig ist, dass die gewünschte Zielgruppe einen guten Zugang zum Standort hat, und diesen häufig frequentiert.

4. Finanzierung

Die Finanzierung ist eine große Hürde bei der Existenzgründung. Auch hier hilft Ihnen in der Regel Ihr Franchisepartner. Dieser kann aufgrund von Erfahrung Kalkulationen zum benötigten Startkapital aufstellen. Sie bekommen Angaben zur Investitionshöhe sowie zum notwendigen Eigenkapital. Um an das erforderliche Fremdkapital zu kommen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kredite
  • Förderungen
  • Alternative Methoden

Ein Gründungsdarlehen ist eine Option für Franchisenehmer. Der Vorteil ist hier, dass die Banken eher dazu geneigt sind, einen Kredit zu vergeben, wenn Sie ihnen eine etablierte Geschäftsidee präsentieren. Bereiten Sie sich gut für die Bankgespräche vor, denn die Banken wollen nicht nur wissen, dass sich die Idee bezahlt macht, sondern auch, dass Sie das Geschäftskonzept erfolgreich umsetzen können.

Neben dem klassischen Gründungsdarlehen gibt es auch noch andere Methoden, Ihre Existenzgründung zu finanzieren. Es werden verschiedene Fördermittel für Franchisenehmer angeboten, für die Sie sich bewerben können. Auch alternative Methoden wie etwa Crowdfunding werden für Unternehmensgründer immer attraktiver, es lohnt sich also, innovativ zu denken.

5. Eröffnung

Wenn Sie sich für einen geeigneten Standort entschieden haben und der Finanzierung nichts mehr im Wege steht, wird es Zeit sich um die gewerblichen Hürden zu kümmern. Sie müssen Ihre Tätigkeit anmelden und sich eventuell um eine Sozialversicherung kümmern. Der Mietvertrag wird ausgehandelt und unterschrieben und notwendige Details, wie ein möglicherweise anstehender Umbau, Ladengestaltung und Einrichtung, müssen geklärt werden. Dann gilt es noch, sich um Werbung und Ankündigung zu kümmern und schon kann Ihr Standort eröffnet werden.

Bei all diesen Schritten werden Sie von Ihrer Franchisezentrale begleitet. Das gegenseitige Vertrauen ist bei einer Franchisepartnerschaft das A und O. Ihr Partner gibt Ihnen den nötigen Rückhalt, den Sie für eine erfolgreiche Existenzgründung benötigen und steht Ihnen auch darüber hinaus noch zur Seite. Eine laufende Arbeitsteilung sorgt dafür, dass Sie sich voll und ganz auf Aufgaben wie Geschäftsführung und Vertrieb konzentrieren können, denn umso erfolgreicher die einzelnen Franchisepartner sind, desto erfolgreicher ist das gesamte Franchisesystem.

Andere aktuelle Artikel
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Bewerten Sie diesen Artikel als Erste/r

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250